Jetzt will ein großer Teil der Menschen dieser Welt mit afrikanischer Herkunft nicht, dass wir die Wörter für sie verwenden, die wir verwendet haben, als wir sie noch als Sklaven oder Tiere oder Menschen unterster Klasse angesehen haben. Ich sehe da keine Überempfindlichkeit.
Bin mir nicht wirklich sicher, ob dem tatsächlich so ist oder ob dies eben nur auf einen engeren Kreis an Personen zutrifft, die eben genau diese Agenda durchboxen möchten. Bin da skeptisch.
Und niemand wird einem den Kopf abbeißen (okay, im ERA vielleicht schon), wenn man nicht up-to-date ist und jemanden als "farbig" bezeichnet. Aber wenn man dann korrigiert wird und trotzdem nicht einsieht, das zu ändern, ist man halt derjenige, der infantil und ignorant und überempfindlich ist.
Mich lässt das Gefühl nicht los, als gäbe es hier (in dieser KT Diskussion) eine "Themenverzerrung", sprich dass die überzogene Extreme (wie sie eben zB gerade im ERA abgebildet wird) nun stellvertretend als die Norm für das Ganze Thema herangezogen wird. Ich verstehe das Problem ja durchaus und fand etwa (um ein Beispiel zu nennen) die H&M-Angelegenheit mit dem "coolest monkey in the jungle" damals extrem daneben aber bei vielen Agenden der "Political Correctness" kann ich (mittlerweile) nur mehr angestrengt mit den Augen rollen. Das wurde irgendwann mal zum Selbstzweck.
Aber wenn man dann korrigiert wird und trotzdem nicht einsieht, das zu ändern, ist man halt derjenige, der infantil und ignorant und überempfindlich ist.
Habe ich grundsätzlich auch kein Problem damit. Wenn ich es für sinnvoll erachte, werde ich es einsehen und versuchen es entsprechend zu berücksichtigen. Wenn nicht, dann halt nicht. Ob mich dann irgendjemand dafür als "infantil und ignorant und überempfindlich ist" hält, ist mir taktlos gesagt egal, ich bin in der Lage dazu Meinungen anderer zu ertragen oder ihnen entsprechend zu entgegnen (Stichwort robuste Gesellschaft).