A Series of Unfortunate Events Season 3
Ich mochte ja schon die ersten beiden Staffeln ziemlich gerne und habe mich dementsprechend auch etwas auf die finale Staffel gefreut, welche Neujahr dann auch veröffentlicht wurde. Beim gucken der Staffel ist mir aufgefallen, wie unterhaltsam diese Serie einfach ist. Das mag jetzt vielleicht etwas komisch wirken, aber letztes Jahr - vorallem gegen Ende - ist die Serienlust bei mir so stark eingebrochen, dass ich angefangen habe, wieder Videospiele zu spielen. Der Grund dafür sind all die unzähligen Netflix-Serien, die vielleicht krasse schauwerte haben, oder sogar gute Schauspieler besitzen, aber innerlich letztendlich so unsäglich hohl sind. Altered Carbon, Ozark, Haus des Geldes, Dogs of Berlin, The Rain, 13 Reasons Why, Sabrina, House of Cards, um nur einige zu nennen. Einige der genannten Serien würde ich zwar trotzdem als fast gut bezeichnen, aber es bleibt einfach nicht's hängen, weil es einfach nicht's gibt, was hängen bleiben könnte.
A Series of Unfortunate Events war von Anfang an auf drei Staffeln konzipiert und geplant und das merkt man auch. Zum einen gibt es unzählige Verweise auf vergangene Events und zukünftige Twists. Zum anderen verschwendet diese Serie nicht meine Zeit, weil sie genau weiß, was Sie wann, wo und wie erzählen will. Charaktere werden effektiv eingesetzt und es gibt nur sehr wenige, die man als "unterentwickelt" bezeichnen könnte. Was mich aber am meisten begeistert hat, war wie gut ASOUE sowohl auf wortwörtlicher, als auch metaphorischer Ebene funktioniert, wobei letzteres der letzten Episode mehr zugute kommt, als ersteres. Die letzte Episode wird die Gemüter spalten. Das Ende ist es aber aufjedenfall Wert und mir fällt persöhnlich keinen besseren Weg ein, diese Serie zu beenden.