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Und plötzlich bist du alt oder “früher war alles besser“

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Du warst also bei jeder einzelnen Schlägerei, die sich zwischen 1975 und 1985 in Deutschland ereignet hat, persönlich anwesend und hast dokumentiert, dass niemand auf einen am Boden Liegenden eingetreten hat? Habe ich dich da richtig verstanden?
 
Ich bin Jahrgang 82 und nachdem ich von der Realschule geflogen bin musste ich auf eine Hauptschule, wo die Klassen nach Nationalität / Clan sortiert waren, damit sich die Eskalation auf die Pausen beschränkt und die Jugendlichen nicht schon während des Unterrichts übereinander herfallen. Deutsche gab es so 3 oder 4 pro Klasse. Blaulicht gehörte zur Tagesordnung.

Denke das ist eher von Lage / Gegend der Schule abhängig.
 
Gegen deine persönliche Erfahrung sagt doch keiner was. Nur gegen die Pauschalisierung. Deine Erfahrung basiert ja nicht auf einer empirischen Erhebung. Und wenn jetzt ein Jahrgang 68er genau das Gegenteil erlebt hat? Wessen persönliche Wahrheit ist dann die faktische Wahrheit?
 
Wir wollen dich einfach darauf aufmerksam machen, dass deine Erlebnisse nicht deckungsgleich mit dem Allgemeinzustand sind.

Ich habe in meiner Jugend zum Beispiel nie mitbekommen, dass irgendjemand etwas mit Drogen zu tun hatte. Aber das heißt doch nicht, es gäbe keine Drogenprobleme in Deutschland. Du kannst halt nicht von dir auf die Allgemeinheit schließen.
 
Ich erlebe es, das sollte doch eigentlich ausreichen. Manchen würde es gut tun, anstatt Studien aus dem Internet zu suchen, mal im realen Leben aufzuschlagen.

Nochmal: Man findet im Internet zu jeder Meinung die passende Studie.
Nein, weil du es erlebst, reicht es eben nicht aus, den Zustand als Allgemeingültig festzuhalten.

Ich verstehe immer noch nicht ganz, woher diese Abneigung kommt. Gerade diese soziologischen Studien versuchen ja, viele empirische Beispiele zu sammeln.
Also nichts anderes, als das, was du machst. Bloß in einem viel, viel größeren Rahmen, der zu einem Gesamtbild zusammengefasst wird.

Und um aus dem "realen Leben" zu sprechen: Meine Freundin hat ihr Lehramtsstudium seit kurzem fertig und arbeitet Halbtags an einer Grund- und Mittelschule (entspricht der alten Hauptschule) und sie kann nichts negatives berichten.
Klar, es gibt solche und solche Kids, aber die Bedenken, die sie hatte (Respektlosigkeit, evtl. auch Gewalt etc.) konnten sich nicht bestätigen. Im Vergleich zu ihrer Schule, auf der sie Abi gemacht hat, meint sie, geht es dort geradezu gesittet zu.

Dass es andere Formen der Gewalt z.B. gibt (siehe Cyber-Mobbing) negiere ich ja überhaupt nicht.
Aber nur, weil sich Dinge verlagern oder verändern, heißt es nicht im Umkehrschluss, dass es schlimmer ist.

Jetzt sagen viele in der Generation meiner Eltern, früher war es besser und sowas wie heute (ich weiß gar nicht, was ich da nennen soll), gab es damals nicht.
Wiederum deren Eltern sagen das gleiche. Und deren Eltern wieder. Usw.
Wir müssten heute ja also im reinsten Sodom und Gomorra leben, wenn schon die Antike das angeblich festgestellt hat.
 
Gerade diese soziologischen Studien versuchen ja, viele empirische Beispiele zu sammeln.
Also nichts anderes, als das, was du machst. Bloß in einem viel, viel größeren Rahmen, der zu einem Gesamtbild zusammengefasst wird.

Entweder verstehst du es tatsächlich nicht oder du willst es nicht verstehen. Es gibt mittlerweile so viele unterschiedliche Studien, dass ich jede These untermauern kann. Gerade auch im Bildungsbereich.

Nein, weil du es erlebst, reicht es eben nicht aus, den Zustand als Allgemeingültig festzuhalten. Und um aus dem "realen Leben" zu sprechen: Meine Freundin hat ihr Lehramtsstudium seit kurzem fertig und arbeitet Halbtags an einer Grund- und Mittelschule (entspricht der alten Hauptschule) und sie kann nichts negatives berichten.
Klar, es gibt solche und solche Kids, aber die Bedenken, die sie hatte (Respektlosigkeit, evtl. auch Gewalt etc.) konnten sich nicht bestätigen. Im Vergleich zu ihrer Schule, auf der sie Abi gemacht hat, meint sie, geht es dort geradezu gesittet zu.

Genau, wenn ich es mit langer Berufserfahrung und mit meiner Arbeit an verschiedenen Schulen erlebe und erlebt habe, reicht es nicht aus, um den Zustand als Allgemeingültig festzuhalten (habe ich nicht behauptet, es gibt immer Oasen oder Auswüchse in beide Richtungen), aber weil deine Freundin, die gerade eben in den Beruf einsteigt es nicht erlebt, kann es auch nicht sein. Klingt natürlich total schlüssig.
Ich habe in meinem Unterricht auch kaum Probleme, aber in der Schulleitung trägst du Personalverantwortung für alle deine Lehrer und deine Schüler und bekommst so Einblicke in vielerlei Erfahrungen. In der Schulleitung bekommst du ganz andere Einblicke (auch was Eltern anbelangt), die du als normale Lehrkraft so nie bekommst.

Dass es andere Formen der Gewalt z.B. gibt (siehe Cyber-Mobbing) negiere ich ja überhaupt nicht.
Aber nur, weil sich Dinge verlagern oder verändern, heißt es nicht im Umkehrschluss, dass es schlimmer ist.

Doch genau das bedeutet es, wenn man Ahnung von der Materie hat, sich intensiv damit beschäftigt und in der Zusammenarbeit mit Experten versucht die Folgen abzumildern und die Kinder wieder aufzubauen und zu befähigen, wieder angstfrei in die Schule gehen zu können.

Ich verstehe immer noch nicht ganz, woher diese Abneigung kommt.

@CandleWaltz : Meine Abneigung kommt daher, dass du keine Ahnung von der Thematik hast und wie ein Blinder von der Farbe redest, dabei aber meinst, dass du anderen die Welt erklären müsstest. Das geht mir dezent auf den Sack.

Mir wird gerade wieder klar, warum ich so viele Threads (Politik, Boulevard...) auf "ignore" habe. Ich bin dann mal raus hier, viel Spaß noch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gerade diese soziologischen Studien versuchen ja, viele empirische Beispiele zu sammeln.
Also nichts anderes, als das, was du machst. Bloß in einem viel, viel größeren Rahmen, der zu einem Gesamtbild zusammengefasst wird.

Entweder verstehst du es tatsächlich nicht oder du willst es nicht verstehen. Es gibt mittlerweile so viele unterschiedliche Studien, dass ich jede These untermauern kann. Gerade auch im Bildungsbereich.

Nein, weil du es erlebst, reicht es eben nicht aus, den Zustand als Allgemeingültig festzuhalten. Und um aus dem "realen Leben" zu sprechen: Meine Freundin hat ihr Lehramtsstudium seit kurzem fertig und arbeitet Halbtags an einer Grund- und Mittelschule (entspricht der alten Hauptschule) und sie kann nichts negatives berichten.
Klar, es gibt solche und solche Kids, aber die Bedenken, die sie hatte (Respektlosigkeit, evtl. auch Gewalt etc.) konnten sich nicht bestätigen. Im Vergleich zu ihrer Schule, auf der sie Abi gemacht hat, meint sie, geht es dort geradezu gesittet zu.

Genau, wenn ich es mit langer Berufserfahrung und mit meiner Arbeit an verschiedenen Schulen erlebe und erlebt habe, reicht es nicht aus, um den Zustand als Allgemeingültig festzuhalten (habe ich nicht behauptet, es gibt immer Oasen oder Auswüchse in beide Richtungen), aber weil deine Freundin, die gerade eben in den Beruf einsteigt es nicht erlebt, kann es auch nicht sein. Klingt natürlich total schlüssig.
Ich habe in meinem Unterricht auch kaum Probleme, aber in der Schulleitung trägst du Personalverantwortung für alle deine Lehrer und deine Schüler und bekommst so Einblicke in vielerlei Erfahrungen. In der Schulleitung bekommst du ganz andere Einblicke (auch was Eltern anbelangt), die du als normale Lehrkraft so nie bekommst.

Dass es andere Formen der Gewalt z.B. gibt (siehe Cyber-Mobbing) negiere ich ja überhaupt nicht.
Aber nur, weil sich Dinge verlagern oder verändern, heißt es nicht im Umkehrschluss, dass es schlimmer ist.

Doch genau das bedeutet es, wenn man Ahnung von der Materie hat, sich intensiv damit beschäftigt und in der Zusammenarbeit mit Experten versucht die Folgen abzumildern und die Kinder wieder aufzubauen und zu befähigen, wieder angstfrei in die Schule gehen zu können.

Ich verstehe immer noch nicht ganz, woher diese Abneigung kommt.

@CandleWaltz : Meine Abneigung kommt daher, dass du keine Ahnung von der Thematik hast und wie ein Blinder von der Farbe redest, dabei aber meinst, dass du anderen die Welt erklären müsstest. Das geht mir dezent auf den Sack.

Mir wird gerade wieder klar, warum ich so viele Threads (Politik, Boulevard...) auf "ignore" habe. Ich bin dann mal raus hier, viel Spaß noch.
Um ebenso schnippisch zu reagieren: Vielleicht verstehst du es nicht oder willst es nicht verstehen.

Das Beispiel war eben gerade dazu angebracht, weil es ein konträres Bild zu dem zeichnet, was einige hier vertreten und es ebensowenig ausreichend ist, nur die Erfahrungen meiner Freundin heranzuziehen oder nur deine Erfahrungen als Schulleiter oder nur die Erfahrungen einzelner, die eben nur denken, es wäre alles schlimmer geworden.

Dass man ständig erwähnen muss, dass man viele Themen ja eigentlich ignoriert, geschenkt. Ich beteilige mich weiter gerne an Diskussionen.
Weiter sage ich explizit nicht (!), dass du falsch liegst. Du kannst deine Situation nur nicht als allgemeinen Fakt hinstellen. Jemanden abkanzeln, keine Ahnung zu haben, ist natürlich immer easy.
Ist das die Respektlosigkeit, von der immer geschrieben wird?

Scnr.
 
Ich bin wohl tatsächlich zu alt... obwohl ich unbeabsichtigt die Diskussion losgetreten hab, mag ich ihr nicht mehr folgen... hier diskutieren Leute, die offensichtlich 1988 oder später geboren sind über Sachen, die sie nicht kennen können! Weder haben sie zu der Zeit die Schule besucht, noch sind sie in der Zeit aufgewachsen...

Ich habe in den späten 80ern Lehrlinge ausgebildet und will es heute nicht mehr...

Aber immer wieder geil zu beobachten, wie ignorant überall mittlerweile agiert wird... egal worum es geht... bestes Beispiel hier im Forum war, als es um lasik op‘s ging... (Operation zur Korrektur von fehlsichtigkeiten) ... ich hab mir damals anhören dürfen, dass ich als Augenoptikermeister und staatlich geprüfter Augenoptiker (ja, da gibt es Unterschiede) keine Ahnung habe. Als ich nen link zu einem Spiegel Artikel gepostet hab (von einem Dozenten von mir der mehrere Doktortitel hat in Biologie) wurde das als lächerlich gebranntmarkt, von wegen „Möchtegern Doktor“ und so weiter... wir Optiker wollen ja nur verkaufen...

Das ist das Problem, das ich mit dem heutigen Umgang habe... Respekt ist nicht mehr vorhanden... Internet weiß alles... Fachwissen wird gnadenlos ignoriert und selbst wenn es um Krankheit oder Lebensqualität geht, wird erstmal gegoogelt...

Damit bin ich auch raus hier...

Fazit: früher war verdammt vieles besser
 
Gerade diese soziologischen Studien versuchen ja, viele empirische Beispiele zu sammeln.
Also nichts anderes, als das, was du machst. Bloß in einem viel, viel größeren Rahmen, der zu einem Gesamtbild zusammengefasst wird.

Entweder verstehst du es tatsächlich nicht oder du willst es nicht verstehen. Es gibt mittlerweile so viele unterschiedliche Studien, dass ich jede These untermauern kann. Gerade auch im Bildungsbereich.

Nein, weil du es erlebst, reicht es eben nicht aus, den Zustand als Allgemeingültig festzuhalten. Und um aus dem "realen Leben" zu sprechen: Meine Freundin hat ihr Lehramtsstudium seit kurzem fertig und arbeitet Halbtags an einer Grund- und Mittelschule (entspricht der alten Hauptschule) und sie kann nichts negatives berichten.
Klar, es gibt solche und solche Kids, aber die Bedenken, die sie hatte (Respektlosigkeit, evtl. auch Gewalt etc.) konnten sich nicht bestätigen. Im Vergleich zu ihrer Schule, auf der sie Abi gemacht hat, meint sie, geht es dort geradezu gesittet zu.

Genau, wenn ich es mit langer Berufserfahrung und mit meiner Arbeit an verschiedenen Schulen erlebe und erlebt habe, reicht es nicht aus, um den Zustand als Allgemeingültig festzuhalten (habe ich nicht behauptet, es gibt immer Oasen oder Auswüchse in beide Richtungen), aber weil deine Freundin, die gerade eben in den Beruf einsteigt es nicht erlebt, kann es auch nicht sein. Klingt natürlich total schlüssig.
Ich habe in meinem Unterricht auch kaum Probleme, aber in der Schulleitung trägst du Personalverantwortung für alle deine Lehrer und deine Schüler und bekommst so Einblicke in vielerlei Erfahrungen. In der Schulleitung bekommst du ganz andere Einblicke (auch was Eltern anbelangt), die du als normale Lehrkraft so nie bekommst.

Dass es andere Formen der Gewalt z.B. gibt (siehe Cyber-Mobbing) negiere ich ja überhaupt nicht.
Aber nur, weil sich Dinge verlagern oder verändern, heißt es nicht im Umkehrschluss, dass es schlimmer ist.

Doch genau das bedeutet es, wenn man Ahnung von der Materie hat, sich intensiv damit beschäftigt und in der Zusammenarbeit mit Experten versucht die Folgen abzumildern und die Kinder wieder aufzubauen und zu befähigen, wieder angstfrei in die Schule gehen zu können.

Ich verstehe immer noch nicht ganz, woher diese Abneigung kommt.

@CandleWaltz : Meine Abneigung kommt daher, dass du keine Ahnung von der Thematik hast und wie ein Blinder von der Farbe redest, dabei aber meinst, dass du anderen die Welt erklären müsstest. Das geht mir dezent auf den Sack.

Mir wird gerade wieder klar, warum ich so viele Threads (Politik, Boulevard...) auf "ignore" habe. Ich bin dann mal raus hier, viel Spaß noch.

Bitte nicht in schwarz schreiben. Die coolen Leute hier nutzen den Shadow Style und dann kann man das nur sehr schwer lesen.
 
Schöner Thread ... zwei schnell getippte Beitragsschnipsel:

Spiele: ... die waren früher fertig. Modul rein ... ewig Spaß gehabt. Keine Gamerscore, keine Trophäen, kein EP-Leveln, keine DLC, Multiplayer vor dem C64 @home ... alles so unkompliziert. Heute gibts total tolle Spiele, grafisch toll, bombastisch, hunderte Menschen, die monatelang daran arbeiten ... und immer öfter nicht fertig.
Und keins bleibt in meiner Erinnerung ... Ich weiß, Einiges davon ist nicht wahr, die Vergangenheit verklärt manchmal auch ein wenig. So traue ich mich wohl nie mehr, Ocarina of Time nochmal einzulegen ... den ewigen Platz in meinem Herzen hat es aber dennoch sicher.

Wahrheit, Lüge und die sozialen Medien:
Früher war das wahr, was Lehrer oder Nachrichten sagten ... das, was im Lexikon stand (@megachri ... Fachwissen halt :)). Das war auch nicht immer richtig.
Heute jedoch wird nichts mehr geglaubt ... Fakten als Ansichtssache dargestellt oder Dinge verdreht... politisch nur aus Machtgier (siehe Trump zum Thema Pariser Abkommen) oder aber, weil ein paar Überschriften-lesende Dumme Gleichverdummte bei Facebook in ihrer eigenen Filter-Bubble versammeln ... wo sie recht haben und sich damit gut vorkommen.

Ich kann die Thread-Idee total nachvollziehen ...
 
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