Da unterliegst du IMO einem Denkfehler.
Und das hat wohl auch wenig mit modern zu tun, wenn Minderheiten* für den kompletten, wahrscheinlich ungewollten, Umbruch einer Gesellschaft und ihrer Kultur genommen werden.
Ein engstirniger Sesselpupser wird auch nach 20 Jahren praktizierter "feministischer Linguistik" oder "geschlechterneutraler Linguistik" seine Denke nicht geändert haben. Wenn er es macht, dann weil er muss. Und fragen Feministinnen eigentlich andere Frauen, ob sie in ihrem Namen sprechen dürfen?
Bei uns in der Familie wurde letzte Woche bekannt, dass aus einer Sharon ein Adam wurde. Brust-OP und Hormonbehandlung sind durch/im Gange, die nächste, abschliessende OP ist in Vorbereitung. Während viele in der Familie die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben, ist mir das egal. Mich freut's, wenn jemand seine Bestimmung gefunden hat und das lebt. Aber: aus Sharon wurde Adam. Aus Frau wurde Mann. Warum nicht so nennen? Es gibt bestimmt Menschen, die sich mal mehr als Mann, mal mehr als Frau fühlen, die sich nicht sicher sind. Oder sonstwas. Aber muss es für alles eine allgemeingültige Lösung geben?
*Minderheit ist NICHT abwertend gemeint. Aber wenn ich wiki richtig lese, sprechen wir über weniger als 0,5% der Gesellschaft.