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Die große Sexismus-Debatte

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Das frage ich mich auch immer. Sprache ist von sich aus sehr flexibel und das hat seine Gründe. Aber anstatt zu kommunizieren, errichtet man mit strikten Gesetzen Mauern, deren Durchbruch getadelt werden muss. Und gerade im mitteleuropäischen Raum ist man noch peinlich stolz darauf.

Nutzt du privat denn die geschlechterneutrale Sprache? Würdest du so einen Brief oder ein Mail verfassen?
 
Nein, aber ich würde es in den Fällen tun, ich denen ich es als sinnvoll erachte. Hätte jetzt wirklich null Probleme damit, eine neue Anrede zu verwenden, die unsere moderne Gesellschaft, in der sich Menschen neuen Geschlechtern zuordnen, widerspiegelt.
 
non-binary, genderfluid, cis-Mann...Wenn @Alexicious schreibt, brauche ich immer einen Übersetzer.

Ich bin zu alt für diesen Scheiß. :cool:

Ich glaube nicht, dass du zu alt dafür bist. Ich denke eher, du hast einfach keine Lust und/oder ernsthaftes Interesse, dich damit wirklich auseinander zu setzen und tust es darum als "Scheiß" ab.

Nehmen wir mal ein anderes Feld. Zum Beispiel Pädagogik. Wird ja auch schon längere Zeit von vielen gemacht und gelebt. Da haben sich ja auch etliche Verhaltensmuster mittlerweile geändert oder sind gar verpöhnt, wenn nicht verboten.

Früher war Kinder mit Linealen in der Schule auf die Finger hauen normal. Irgendwann haben sich eine Reihe von Menschen, die sich intensiv damit befasst haben, mal begründet, warum das nicht so ideal ist. Das wurde dann auch von der breiten Masse verstanden, angenommen und umgesetzt. Heute hauen wir unsere Kinder nicht mehr.

Und Leute, die sagen "Also früher war alles besser, das hat keinem geschadet! Ich bin zu alt für diesen Pädagogik-Scheiß!!", werden schräg angeguckt.

Klingt komisch? Ist aber so.
 
Nein, aber ich würde es in den Fällen tun, ich denen ich es als sinnvoll erachte. Hätte jetzt wirklich null Probleme damit, eine neue Anrede zu verwenden, die unsere moderne Gesellschaft, in der sich Menschen neuen Geschlechtern zuordnen, widerspiegelt.

Da unterliegst du IMO einem Denkfehler.

Und das hat wohl auch wenig mit modern zu tun, wenn Minderheiten* für den kompletten, wahrscheinlich ungewollten, Umbruch einer Gesellschaft und ihrer Kultur genommen werden.

Ein engstirniger Sesselpupser wird auch nach 20 Jahren praktizierter "feministischer Linguistik" oder "geschlechterneutraler Linguistik" seine Denke nicht geändert haben. Wenn er es macht, dann weil er muss. Und fragen Feministinnen eigentlich andere Frauen, ob sie in ihrem Namen sprechen dürfen?

Bei uns in der Familie wurde letzte Woche bekannt, dass aus einer Sharon ein Adam wurde. Brust-OP und Hormonbehandlung sind durch/im Gange, die nächste, abschliessende OP ist in Vorbereitung. Während viele in der Familie die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben, ist mir das egal. Mich freut's, wenn jemand seine Bestimmung gefunden hat und das lebt. Aber: aus Sharon wurde Adam. Aus Frau wurde Mann. Warum nicht so nennen? Es gibt bestimmt Menschen, die sich mal mehr als Mann, mal mehr als Frau fühlen, die sich nicht sicher sind. Oder sonstwas. Aber muss es für alles eine allgemeingültige Lösung geben?

*Minderheit ist NICHT abwertend gemeint. Aber wenn ich wiki richtig lese, sprechen wir über weniger als 0,5% der Gesellschaft.
 
Bei uns in der Familie wurde letzte Woche bekannt, dass aus einer Sharon ein Adam wurde. Brust-OP und Hormonbehandlung sind durch/im Gange, die nächste, abschliessende OP ist in Vorbereitung. Während viele in der Familie die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben, ist mir das egal. Mich freut's, wenn jemand seine Bestimmung gefunden hat und das lebt. Aber: aus Sharon wurde Adam. Aus Frau wurde Mann. Warum nicht so nennen? Es gibt bestimmt Menschen, die sich mal mehr als Mann, mal mehr als Frau fühlen, die sich nicht sicher sind. Oder sonstwas. Aber muss es für alles eine allgemeingültige Lösung geben?

und genau da ist der "Fehler", der aber eben noch immer nicht verstanden ist. Das, was man zwischen den Beinen hat, ist ein Geschlechtsteil. Das, was man "ist", ist das Geschlecht.

Womöglich wurde Sharon mit weiblichem Geschlechtsteil oder Geschlechtsmerkmalen geboren, war aber schon immer ein Mann. Das ist dann natürlich von Person zu Person individuell. Viele sind sich dessen schon sehr früh bewusst, andere brauchen länger, um sich sicher zu sein.
 
Ich glaube nicht, dass du zu alt dafür bist. Ich denke eher, du hast einfach keine Lust und/oder ernsthaftes Interesse, dich damit wirklich auseinander zu setzen und tust es darum als "Scheiß" ab.

Nehmen wir mal ein anderes Feld. Zum Beispiel Pädagogik. Wird ja auch schon längere Zeit von vielen gemacht und gelebt. Da haben sich ja auch etliche Verhaltensmuster mittlerweile geändert oder sind gar verpöhnt, wenn nicht verboten.

Früher war Kinder mit Linealen in der Schule auf die Finger hauen normal. Irgendwann haben sich eine Reihe von Menschen, die sich intensiv damit befasst haben, mal begründet, warum das nicht so ideal ist. Das wurde dann auch von der breiten Masse verstanden, angenommen und umgesetzt. Heute hauen wir unsere Kinder nicht mehr.

Und Leute, die sagen "Also früher war alles besser, das hat keinem geschadet! Ich bin zu alt für diesen Pädagogik-Scheiß!!", werden schräg angeguckt.

Klingt komisch? Ist aber so.
natürlich kann man diese gender-thematik mit körperlicher gewalt an kindern vergleichen.... das ist dann aber blödsinn...
 
und genau da ist der "Fehler", der aber eben noch immer nicht verstanden ist. Das, was man zwischen den Beinen hat, ist ein Geschlechtsteil. Das, was man "ist", ist das Geschlecht.

Womöglich wurde Sharon mit weiblichem Geschlechtsteil oder Geschlechtsmerkmalen geboren, war aber schon immer ein Mann. Das ist dann natürlich von Person zu Person individuell. Viele sind sich dessen schon sehr früh bewusst, andere brauchen länger, um sich sicher zu sein.

Dann wurde aus einer Trans-Frau eben ein cis-Mann oder so ähnlich geworden, aber Zimtzicke hat schon recht für mich.

Frag mich immer wie sowas in der Tierwelt vonstatten geht, da gibts keine Chirurgix und alles Läuft wie am 1. Tag.
 
Da unterliegst du IMO einem Denkfehler.

Und das hat wohl auch wenig mit modern zu tun, wenn Minderheiten* für den kompletten, wahrscheinlich ungewollten, Umbruch einer Gesellschaft und ihrer Kultur genommen werden.

Ein engstirniger Sesselpupser wird auch nach 20 Jahren praktizierter "feministischer Linguistik" oder "geschlechterneutraler Linguistik" seine Denke nicht geändert haben. Wenn er es macht, dann weil er muss. Und fragen Feministinnen eigentlich andere Frauen, ob sie in ihrem Namen sprechen dürfen?

Bei uns in der Familie wurde letzte Woche bekannt, dass aus einer Sharon ein Adam wurde. Brust-OP und Hormonbehandlung sind durch/im Gange, die nächste, abschliessende OP ist in Vorbereitung. Während viele in der Familie die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben, ist mir das egal. Mich freut's, wenn jemand seine Bestimmung gefunden hat und das lebt. Aber: aus Sharon wurde Adam. Aus Frau wurde Mann. Warum nicht so nennen? Es gibt bestimmt Menschen, die sich mal mehr als Mann, mal mehr als Frau fühlen, die sich nicht sicher sind. Oder sonstwas. Aber muss es für alles eine allgemeingültige Lösung geben?

*Minderheit ist NICHT abwertend gemeint. Aber wenn ich wiki richtig lese, sprechen wir über weniger als 0,5% der Gesellschaft.

Ich persönlich bin nicht dafür, dass man jetzt diese geschlechtsneutralen Konstrukte in der Sprache vollständig umsetzt, aber ich bin dafür, dass man sie akzeptiert, wenn sie eben verwendet werden wollen aus Respekt vor den 9,5% der Gesellschaft oder was auch immer. Bis jetzt ernten ja Institutionen, die sich diesen grammatikalischen Regeln verpflichten, allen voran Spott.
 
Schöner Vorschlag, bitte befolgen, wenn man außer Sticheleien nix zum Thema beizutragen hat.

Komm mir doch nicht schon wieder blöd, ich weiß ja das du es auf mich abgesehen hast aber langsam ist auch mal genug. :deal:

Der Beitrag zu @Alexicious hatte rein gar nix mit Stichelei zu tun. Wenn jemand häufig Wörter benutzt, die die meisten noch nie gehört haben, wird man ja auch mal einen Satz darüber verlieren dürfen.
 
natürlich kann man diese gender-thematik mit körperlicher gewalt an kindern vergleichen.... das ist dann aber blödsinn...

Das war meinerseits ein Beispiel, das ich ausgesucht habe, weil das nun wirklich ALLE nachvollziehen können. Genauso wenig, wie CandleWalzt sich in der Biologie sicher bewandert fühlt, um ausgibig darüber zu diskutieren, bin ich tiefer in der Pädagogik zu Hause. Um da mitreden zu können, müsste ich ebenfalls ernsthaft anfangen, mich mit Geschichte und Begriffen auseinander zu setzen.

Begriffe wie Handlungsorientieres Lernen, Television Literacy, Inselbegabung oder Phonem. Das sind jetzt mal Schlagwörter, die ich aus einem Pädagogik-Lexikon habe. Keine Ahnung, was sie bedeuten. Ich müsste mich einlesen und damit befassen.


Non-Binary, genderfluid, cis-gender... das sind Begriffe, da müssten sich einige einlesen und damit befassen. Oder hier fragen.
 
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