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Die große Sexismus-Debatte

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Sie bezeichnet aber eben nicht den selben Tatbestand.
Mansplaining ist, wenn das Klugscheißen aufgrund der Tatsache stattfindet, dass die Person gegenüber eine Frau ist.

Eine ähnliche Argumentation hört man ja z.B. auch wenn es um die "black lives matter"-Bewegung geht. Das sei rassistisch, weil ja Schwarze dadurch exponiert werden, es müsse korrekterweise "all lives matter" heißen. Ja, das wäre schön, wenn Rasse bzw. Geschlecht keine Relevanz hätten. Aber es ist nun mal nicht so. Genau das wird ja damit angeprangert.
 
Ok, also ein Mann belehrt eine Frau weil sie eben eine Frau ist. Schon mal interessant wie man das feststellt, vor allem in so einem Umfang, dass dann dafür gleich ein eigener Begriff her muss. Und natürlich hat man die empirische Gegenstudie gemacht und festgestellt, dass 0 von 100 Frauen Männer belehren weil sie eben Männer sind. Ergo brauchts keinen Gegenbegriff.

Und ihr wollt mir allen Enrstes erzählen, dass das nicht irgend ein sexistischer Blödsinn aus der, barto hats so schön genannt :D, Femnazi Ecke ist? Ja dann...

Finds immer herrlich wie man von FeministInnen immer wieder hört, man solle doch alles neutral beobachten und auf eine Stufe heben. Und dann kommt sowas wie mansplaining (von dem ich heute übrigens zum ersten Mal gehört habe...). Man schießt sich bzw. der wichtigen Bewegung halt leider ziemlich häufig ins eigene Knie.
 
Mansplaining ist, wenn das Klugscheißen aufgrund der Tatsache stattfindet, dass die Person gegenüber eine Frau ist.

Und wie will man das feststellen? Der Mann wird ja wohl kaum sagen "Also eigentlich hast du ja recht, aber da du eine Frau bist, muss ich dir jetzt erklären, dass du Unrecht hast".... oder anders gesagt, das ist auch wieder eine reine Unterstellung und damit weiterhin sexistisch.
 
es zielt doch einfach auf die Überheblichkeit der Männer gegenüber FRauen. Was weiß die kleine Frau schon von der Welt. Mehr steckt wohl nicht dahinter. Das Problem mit den Stereotypen ist dann aber gleichzeitig, dass auch Frauen ihre Rollen im Westen gefunden hatten/ haben und sich in diesen Gebieten für Experten halten. Naja ob Mans oder Womansplaining, beides dumm.
 
Und wie will man das feststellen? Der Mann wird ja wohl kaum sagen "Also eigentlich hast du ja recht, aber da du eine Frau bist, muss ich dir jetzt erklären, dass du Unrecht hast".... oder anders gesagt, das ist auch wieder eine reine Unterstellung und damit weiterhin sexistisch.
Natürlich taugt mansplaining bestens zum feministischen Kampfbegriff, das steht doch außer Frage.
Um zu meinem anderen Beispiel zurückzukommen und es damit zu verdeutlichen. Natürlich kann man immer wieder nach individuellen Gründen suchen (oder muss es sogar), wenn weiße Polizisten in den USA vermeintlich unschuldige Schwarze erschießen.
Aber davon abgesehen kann man es doch in der Summe der Fälle auch als Indikator für eine in Teilen rassistische Gesellschaft sehen.
Kann man an einem Einzelfall, in dem ein weißer Polizist einen schwarzen Verdächtigen erschießt, festmachen, dass der Polizist zweifelsfrei aus rassistischen Motiven so gehandelt hat? Das wird vermutlich immer verdammt schwer und Restzweifel bleiben immer.
Kann man anhand der vielen ähnlichen Fälle jedoch zu dem Schluss kommen, dass Polizeigewalt gegen die schwarze Bevölkerungsgruppe ein strukturelles Problem ist? Ich denke ja.
 
Naja, die rassistischen Vorwürfe gegen die Polizisten beruhen allerdings auf Fakten wie "das Opfer hatte keine Waffe", "Das Opfer war bereits ausreichend fixiert", "Das Opfer hat sich bereits ergeben". Dem gegenüber stehen selbe Situationen mit weissen in denen eben anders gehandelt wurde. Natürlich kann man jetzt sagen "aber der individuelle Polizist hätte auch einfach ein Irrer sein können und es hätte jeden treffen können", da hats du natürlich recht.
 
Ich finde es genial, dass die englische Sprache so flexibel ist und ständig neue Wortschöpfungen entwickelt, um Dinge zu benennen, die vorher keinen Namen hatten.
 
Kann man anhand der vielen ähnlichen Fälle jedoch zu dem Schluss kommen, dass Polizeigewalt gegen die schwarze Bevölkerungsgruppe ein strukturelles Problem ist? Ich denke ja.
ich denke man sollte die füße still halten und sich mal mit den daten und dem kontext auseinandersetzen bevor man vermutungen als fakten rausposaunt. sonst generiert man ganz schnell eine realtitätsferne horrornarrative, die nicht nur das miteinander vergiften sondern auch menschen dazu anstacheln könnte "rache" zu nehmen.
 
Natürlich taugt mansplaining bestens zum feministischen Kampfbegriff, das steht doch außer Frage.
Um zu meinem anderen Beispiel zurückzukommen und es damit zu verdeutlichen. Natürlich kann man immer wieder nach individuellen Gründen suchen (oder muss es sogar), wenn weiße Polizisten in den USA vermeintlich unschuldige Schwarze erschießen.

Das Beispiel passt nicht, schon allein, weil die überproportionale Kriminalisierung von Schwarzen in den USA schon x-mal statistisch nachgewiesen wurde.

Durch die Wortschöpfung "Mansplaining" wird dagegen suggeriert, bei einem allgemeingesellschaftlichen Phänomen, nämlich dem Hang zum Klugscheissen, wären hauptsächlich Männer die Täter und Frauen die Opfer. Das ist aber weder rational nachvollziehbar noch entspricht es der allgemeinen Erfahrung.
Und da es noch nicht einmal beweisbar wäre, wenn es tatsächlich stimmen sollte (wie ich schon weiter oben geschrieben habe), ist es offensichtlich reine Stimmungsmache.
Genau genommen stört es mich nicht wirklich, selbst wenn die "Erfinderinnen" des Mansplaining tatsächlich nur einen neuen Kampfbegriff einführen wollten (dazu ist das Problem IMHO sowieso zu lächerlich), aber es zeigt zumindest schön die Mechanismen der heutigen Erregungskultur.
 
ich denke man sollte die füße still halten und sich mal mit den daten und dem kontext auseinandersetzen bevor man vermutungen als fakten rausposaunt. sonst generiert man ganz schnell eine realtitätsferne horrornarrative, die nicht nur das miteinander vergiften sondern auch menschen dazu anstacheln könnte "rache" zu nehmen.
Du solltest mal lieber die Finger still halten statt so einen Blödsinn abzusondern und mir damit zu unterstellen ich würde "das miteinander vergiften" oder gar "Menschen dazu anstacheln 'Rache' zu nehmen." :roll:
Und als Fakt hab ich hier schon gar nichts "rausposaunt."
 
Das Beispiel passt nicht, schon allein, weil die überproportionale Kriminalisierung von Schwarzen in den USA schon x-mal statistisch nachgewiesen wurde.
Es passt aber als Antwort auf deinen Einwand:
Und wie will man das feststellen? Der Mann wird ja wohl kaum sagen "Also eigentlich hast du ja recht, aber da du eine Frau bist, muss ich dir jetzt erklären, dass du Unrecht hast".... oder anders gesagt, das ist auch wieder eine reine Unterstellung und damit weiterhin sexistisch.
Die wenigsten Polizisten werden sagen "eigentlich war der Kerl keine Gefahr für mein Leib und Leben, aber ich hab trotzdem geschossen weil er schwarz war".
Durch die Wortschöpfung "Mansplaining" wird dagegen suggeriert, bei einem allgemeingesellschaftlichen Phänomen, nämlich dem Hang zum Klugscheissen, wären hauptsächlich Männer die Täter und Frauen die Opfer.
Nein, das ist das was du darunter auffasst, weil du nicht anerkennst, dass es tatsächlich ein solches Phänomen geben kann oder dass es von Frauen so empfunden werden kann.
Das ist aber weder rational nachvollziehbar noch entspricht es der allgemeinen Erfahrung.
Das ist vielleicht für dich nicht "rational nachvollziehbar" (was auch immer in diesem Kontext mit rational gemeint ist), für andere hingegen schon. Genauso wenig bist du die allgemeine Erfahrung.
Und da es noch nicht einmal beweisbar wäre, wenn es tatsächlich stimmen sollte (wie ich schon weiter oben geschrieben habe), ist es offensichtlich reine Stimmungsmache.
Genau genommen stört es mich nicht wirklich, selbst wenn die "Erfinderinnen" des Mansplaining tatsächlich nur einen neuen Kampfbegriff einführen wollten (dazu ist das Problem IMHO sowieso zu lächerlich), aber es zeigt zumindest schön die Mechanismen der heutigen Erregungskultur.
Warum ist es denn "nicht beweisbar"?
 
Es passt aber als Antwort auf deinen Einwand:

Die wenigsten Polizisten werden sagen "eigentlich war der Kerl keine Gefahr für mein Leib und Leben, aber ich hab trotzdem geschossen weil er schwarz war".

Nein, es passt eben gerade nicht, weil man den Anteil der von Polizisten erschossenen Schwarzen und Weißen im Verhältnis zum Bevölkerungsanteil ermitteln kann, und da ersterer deutlich höher als letzterer ist, ergibt sich daraus beweisbar eine überproportionale Kriminalisierung von Schwarzen in den USA.

Du kannst aber nicht ermitteln, ob ein Mann, der einer Frau etwas herablassend erklärt, das tut, weil sie eine Frau ist, oder weil er generell gerne klugscheisst. Du kannst noch nicht einmal seriös den Anteil von klugscheissenden Männern gegenüber Männern, Männern gegenüber Frauen, Frauen gegenüber Männern und Frauen gegenüber Frauen ermitteln und hast deshalb keinerlei Anhaltspunkte, ob Mansplaining tatsächlich einen überproportionalen Anteil am Klugscheissen hat, selbst wenn man das Klugscheissen eines Mannes gegenüber einer Frau generall als Mansplaining bezeichnen will.
Wenn es aber gar nicht überproportional oft vorkommt, ist es auch als Problem nicht existent und damit nicht wert, eine eigene Bezeichnung (und damit überproportionale Aufmerksamkeit) zu bekommen, genauso wenig wie Morde durch latzhosetragende Rednecks oder Vergewaltigungen von Justin Bieber-Fans eigene Bezeichnungen bekommen.

Nein, das ist das was du darunter auffasst, weil du nicht anerkennst, dass es tatsächlich ein solches Phänomen geben kann oder dass es von Frauen so empfunden werden kann.

Mit Ersterem hast du recht, aber letzteres erkenne ich natürlich sehr wohl an, genau das ist meiner Ansicht nach ja schliesslich der Grund, weshalb der Begriff Mansplaining überhaupt eingeführt wurde. Das Problem ist nur, dass "etwas empfinden" keinerlei Beweiskraft hat und auch niemals bewiesen werden kann und die Existenz des "Mansplainings" damit schlicht Glaubenssache ist... und ich glaube eben nicht zuletzt aufgrund meiner eigenen Erfahrungen daran, dass das Mansplaining allenfalls einen verschwindend geringen Anteil am "normalen" Klugscheissen hat und deshalb nichts weiter als ein künstlich aufgeblasenes Pseudo-Problem ist.
 
wer sich dadurch "bedroht" oder "belästigt" fühlt, dass einem ständig Leute versuchen Dinge zu erklären, ist entweder tatsächlich etwas doof oder hat kein allzu großes Selbstbewusstsein. Einfach mal Tacherles reden und nicht alles schlucken, sich im Nachhinein beschweren und hoffen, die Sozialwissenschaft kommt mit irgendwelchen aberwitzigen Studien und umschreibt das ganze noch mit einem neuen Begriff, der das "neue Phänomen" umschreibt.

Die wenigsten Männer und Frauen neigen dazu, gleich handgreiflich zu werden, wenn man ihnen sagt, dass sie nerven oder einfach mal den Mund halten sollen. Zumindest nach meiner Erfahrung. Manche scheinen in der menschliche Evolution bereits soweit fortgeschritten, ihr Verhalten, wenn darauf angesprochen, zu hinterfragen und gegebenenfalls zu ändern.

Bequemer ist es natürlich, sich hinter der Wand der (Pseudo?)-Wissenschaftler zu verstecken, die auf der einen Seite gegen jede Art von Schubladendenken wettern, auf der anderen Seite dann aber durch die Kategorisierung in diese Gesellschafts-Phänomene genau das forcieren.
 
Da du die Begriffe "bedroht" und "belästigt" in Anführungszeichen setzt: sind das Zitate? Wer fühlt sich denn durch mansplaining bedroht oder belästigt?
Und ja, es gibt Menschen ohne viel Selbstbewusstsein. Menschen, die sich angesichts eines forschen Auftreten des Gegenübers klein oder in die Ecke gedrängt fühlen. Und? Sollen sich diese Menschen dafür schämen? Ist das eine schlechte Charaktereigenschaft?
Unabhängig davon, wie ich zum Thema mansplaining stehe, ist das einfach eine super arrogante Sicht der Dinge.
 
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