So, flott Thread ausgraben und Werbung machen:
Bin nun auch mit der der ersten Staffel durch. Starkes Stück! Richtig gut. Sollte man sich unbedingt anschauen, wenn man auch nur im Entferntesten was mit Piraten anfangen kann. Gefällt mir deswegen auch noch besser als Spartacus (um mal bei historischen Starz Produktionen zu bleiben).
Auch hier noch mal mein ausführlicher Eindruck ausm Zuletzt-gesehen-Thread.
Kurzfazit: Wer etwas für das Piratenleben übrig hat, kommt nicht an Black Sails vorbei.
Nach dem fantastischen Staffelfinale bleibt mir nichts anderen übrig als eine große Empfehlung auszusprechen. Dabei beginnt das Seeräuberspektakel noch relativ unscheinbar, wird jedoch von Folge zu Folge (leider sind es in der ersten Staffel nur acht davon) besser. Viel besser.
Auch wenn folgendes nun ein wenig hochgestochen klingen mag, aber Black Sails ist in gewisser Weise House of Cards in Piratenkluft. Das erzählerische Grundgerüst der beiden Serien ist nämlich erstaunlich ähnlich: Es geht um Lust und Liebe, Verrat, Intrigen, Geheimnisse und nicht zuletzt Machtspiele, die in drastischen Entwicklungen gipfeln. Erwarten sollte man daher auch kein Fluch der Karibik. Bei Black Sails gibt es weder übernatürliche Elemente, noch Humor - was vereinzelte zynische Situationen aber nicht ausschließt - und vor allem kein CGI-Effektgewitter. Die Serie ist deutlich ernster, bodenständiger und auch glaubwürdiger.
Obwohl sich das "glaubwürdig" eindeutig auf den hier erschaffenen Serienkosmos bezieht. Einige Darstellungen wurden nämlich merklich modernisiert und so umgesetzt, dass es zwar ein absolut stimmiges Gesamtbild ergibt, dieses aber nur bedingt der Realität entspricht. Auffälligstes Beispiel sind da bereits die (zu) hübschen Darsteller. Ein zerzauster Bart und ein wenig Schmutz im Gesicht täuschen nicht darüber hinweg, dass (fast) alle Beteiligten strahlend weiße Hollywood-Zähne, hippe Sonnenbrillen oder etwa Silikon in den sekundären weiblichen Geschlechtsmerkmalen haben. Das alles sorgt, gerade in Verbindung mit der fantastischen Ausstattung und traumhaften Schauplätzen, für einen angenehm hohen Schauwert, ist für "echte" Piraten (Ok, ich war damals nicht dabei, aber ich gehe einfach mal davon aus, dass es etwas anders war.) aber viel zu schillernd und farbenfroh geraten - ja, das Piratenleben wirkt, in visueller Hinsicht, in Black Sails fast schon einladen schön. Wobei das eigentlich gar kein Nachteil ist, macht das Schauen so doch viel mehr Spaß, an dieser Stelle aber nur erwähnt werden sollte, dass es eine eher strahlende, heroische Piratendarstellung ist. Nicht so überkandidelt und verspielt wie ein Fluch der Karibik, aber doch mehr auf Unterhaltungswert als eine historisch korrekte Darstellung aus. Auch wenn einige Charaktere auf realen Persönlichkeiten basieren und Szenen wie beispielsweise Seeschlachten sogar recht authentisch eingefangen wurden.
Der, wie oben bereits angedeutete, wirklich spannende Plot inkl. dramatischer Entwicklungen, toller Piratenmotiven und interessanter Figuren, und die freizügige, sowie relativ ruppige Inszenierung wirken dem dezenten Hollywood-Glanz jedoch gut entgegen und hinterlassen insgesamt eine wirklich sehenswerte, sich immer weiter steigernde und hochgradig unterhaltsame Piratenserie. Und da Piraten in Film und Fernsehen heute leider viel zu selten anzutreffen sind, ist Black Sails gleich noch viel lohnender - vor allem für Genrefans.
8/10 Hurenzelte
Am besten gefallen hat mir übrigens Anne Bonny. Zum einen ist Clara Paget eine bezaubernde Frau und zum anderen bringt sie diese Badass-Piratenbraut auch noch ganz hervorragend auf die Leinwand. Ich liebe es, wenn sie so verstohlen-böse unter ihrem Hut hervorschaut.
Mist, jetzt hab' ich wieder tierisch Bock auf AC: Black Flag.
Ich würde mir ja wünschen, dass Ubisoft das Grundgerüst von Black Flag nimmt, es von AC entkoppelt und 'ne richtig edle Next-Gen Piraten-Simulation zusammenbaut. Uuuh, das wäre jetzt genau das richtige.
Bin nun auch mit der der ersten Staffel durch. Starkes Stück! Richtig gut. Sollte man sich unbedingt anschauen, wenn man auch nur im Entferntesten was mit Piraten anfangen kann. Gefällt mir deswegen auch noch besser als Spartacus (um mal bei historischen Starz Produktionen zu bleiben).
Auch hier noch mal mein ausführlicher Eindruck ausm Zuletzt-gesehen-Thread.
Kurzfazit: Wer etwas für das Piratenleben übrig hat, kommt nicht an Black Sails vorbei.
Nach dem fantastischen Staffelfinale bleibt mir nichts anderen übrig als eine große Empfehlung auszusprechen. Dabei beginnt das Seeräuberspektakel noch relativ unscheinbar, wird jedoch von Folge zu Folge (leider sind es in der ersten Staffel nur acht davon) besser. Viel besser.
Auch wenn folgendes nun ein wenig hochgestochen klingen mag, aber Black Sails ist in gewisser Weise House of Cards in Piratenkluft. Das erzählerische Grundgerüst der beiden Serien ist nämlich erstaunlich ähnlich: Es geht um Lust und Liebe, Verrat, Intrigen, Geheimnisse und nicht zuletzt Machtspiele, die in drastischen Entwicklungen gipfeln. Erwarten sollte man daher auch kein Fluch der Karibik. Bei Black Sails gibt es weder übernatürliche Elemente, noch Humor - was vereinzelte zynische Situationen aber nicht ausschließt - und vor allem kein CGI-Effektgewitter. Die Serie ist deutlich ernster, bodenständiger und auch glaubwürdiger.
Obwohl sich das "glaubwürdig" eindeutig auf den hier erschaffenen Serienkosmos bezieht. Einige Darstellungen wurden nämlich merklich modernisiert und so umgesetzt, dass es zwar ein absolut stimmiges Gesamtbild ergibt, dieses aber nur bedingt der Realität entspricht. Auffälligstes Beispiel sind da bereits die (zu) hübschen Darsteller. Ein zerzauster Bart und ein wenig Schmutz im Gesicht täuschen nicht darüber hinweg, dass (fast) alle Beteiligten strahlend weiße Hollywood-Zähne, hippe Sonnenbrillen oder etwa Silikon in den sekundären weiblichen Geschlechtsmerkmalen haben. Das alles sorgt, gerade in Verbindung mit der fantastischen Ausstattung und traumhaften Schauplätzen, für einen angenehm hohen Schauwert, ist für "echte" Piraten (Ok, ich war damals nicht dabei, aber ich gehe einfach mal davon aus, dass es etwas anders war.) aber viel zu schillernd und farbenfroh geraten - ja, das Piratenleben wirkt, in visueller Hinsicht, in Black Sails fast schon einladen schön. Wobei das eigentlich gar kein Nachteil ist, macht das Schauen so doch viel mehr Spaß, an dieser Stelle aber nur erwähnt werden sollte, dass es eine eher strahlende, heroische Piratendarstellung ist. Nicht so überkandidelt und verspielt wie ein Fluch der Karibik, aber doch mehr auf Unterhaltungswert als eine historisch korrekte Darstellung aus. Auch wenn einige Charaktere auf realen Persönlichkeiten basieren und Szenen wie beispielsweise Seeschlachten sogar recht authentisch eingefangen wurden.
Der, wie oben bereits angedeutete, wirklich spannende Plot inkl. dramatischer Entwicklungen, toller Piratenmotiven und interessanter Figuren, und die freizügige, sowie relativ ruppige Inszenierung wirken dem dezenten Hollywood-Glanz jedoch gut entgegen und hinterlassen insgesamt eine wirklich sehenswerte, sich immer weiter steigernde und hochgradig unterhaltsame Piratenserie. Und da Piraten in Film und Fernsehen heute leider viel zu selten anzutreffen sind, ist Black Sails gleich noch viel lohnender - vor allem für Genrefans.
8/10 Hurenzelte
Am besten gefallen hat mir übrigens Anne Bonny. Zum einen ist Clara Paget eine bezaubernde Frau und zum anderen bringt sie diese Badass-Piratenbraut auch noch ganz hervorragend auf die Leinwand. Ich liebe es, wenn sie so verstohlen-böse unter ihrem Hut hervorschaut.

Mist, jetzt hab' ich wieder tierisch Bock auf AC: Black Flag.

Ich würde mir ja wünschen, dass Ubisoft das Grundgerüst von Black Flag nimmt, es von AC entkoppelt und 'ne richtig edle Next-Gen Piraten-Simulation zusammenbaut. Uuuh, das wäre jetzt genau das richtige.
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