Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

TV Black Sails (Piratenserie von Starz und Michael Bay)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

So, flott Thread ausgraben und Werbung machen:
Bin nun auch mit der der ersten Staffel durch. Starkes Stück! Richtig gut. Sollte man sich unbedingt anschauen, wenn man auch nur im Entferntesten was mit Piraten anfangen kann. Gefällt mir deswegen auch noch besser als Spartacus (um mal bei historischen Starz Produktionen zu bleiben).


Auch hier noch mal mein ausführlicher Eindruck ausm Zuletzt-gesehen-Thread.

Kurzfazit: Wer etwas für das Piratenleben übrig hat, kommt nicht an Black Sails vorbei.

Nach dem fantastischen Staffelfinale bleibt mir nichts anderen übrig als eine große Empfehlung auszusprechen. Dabei beginnt das Seeräuberspektakel noch relativ unscheinbar, wird jedoch von Folge zu Folge (leider sind es in der ersten Staffel nur acht davon) besser. Viel besser.

Auch wenn folgendes nun ein wenig hochgestochen klingen mag, aber Black Sails ist in gewisser Weise House of Cards in Piratenkluft. Das erzählerische Grundgerüst der beiden Serien ist nämlich erstaunlich ähnlich: Es geht um Lust und Liebe, Verrat, Intrigen, Geheimnisse und nicht zuletzt Machtspiele, die in drastischen Entwicklungen gipfeln. Erwarten sollte man daher auch kein Fluch der Karibik. Bei Black Sails gibt es weder übernatürliche Elemente, noch Humor - was vereinzelte zynische Situationen aber nicht ausschließt - und vor allem kein CGI-Effektgewitter. Die Serie ist deutlich ernster, bodenständiger und auch glaubwürdiger.

Obwohl sich das "glaubwürdig" eindeutig auf den hier erschaffenen Serienkosmos bezieht. Einige Darstellungen wurden nämlich merklich modernisiert und so umgesetzt, dass es zwar ein absolut stimmiges Gesamtbild ergibt, dieses aber nur bedingt der Realität entspricht. Auffälligstes Beispiel sind da bereits die (zu) hübschen Darsteller. Ein zerzauster Bart und ein wenig Schmutz im Gesicht täuschen nicht darüber hinweg, dass (fast) alle Beteiligten strahlend weiße Hollywood-Zähne, hippe Sonnenbrillen oder etwa Silikon in den sekundären weiblichen Geschlechtsmerkmalen haben. Das alles sorgt, gerade in Verbindung mit der fantastischen Ausstattung und traumhaften Schauplätzen, für einen angenehm hohen Schauwert, ist für "echte" Piraten (Ok, ich war damals nicht dabei, aber ich gehe einfach mal davon aus, dass es etwas anders war.) aber viel zu schillernd und farbenfroh geraten - ja, das Piratenleben wirkt, in visueller Hinsicht, in Black Sails fast schon einladen schön. Wobei das eigentlich gar kein Nachteil ist, macht das Schauen so doch viel mehr Spaß, an dieser Stelle aber nur erwähnt werden sollte, dass es eine eher strahlende, heroische Piratendarstellung ist. Nicht so überkandidelt und verspielt wie ein Fluch der Karibik, aber doch mehr auf Unterhaltungswert als eine historisch korrekte Darstellung aus. Auch wenn einige Charaktere auf realen Persönlichkeiten basieren und Szenen wie beispielsweise Seeschlachten sogar recht authentisch eingefangen wurden.

Der, wie oben bereits angedeutete, wirklich spannende Plot inkl. dramatischer Entwicklungen, toller Piratenmotiven und interessanter Figuren, und die freizügige, sowie relativ ruppige Inszenierung wirken dem dezenten Hollywood-Glanz jedoch gut entgegen und hinterlassen insgesamt eine wirklich sehenswerte, sich immer weiter steigernde und hochgradig unterhaltsame Piratenserie. Und da Piraten in Film und Fernsehen heute leider viel zu selten anzutreffen sind, ist Black Sails gleich noch viel lohnender - vor allem für Genrefans.

8/10 Hurenzelte


Am besten gefallen hat mir übrigens Anne Bonny. Zum einen ist Clara Paget eine bezaubernde Frau und zum anderen bringt sie diese Badass-Piratenbraut auch noch ganz hervorragend auf die Leinwand. Ich liebe es, wenn sie so verstohlen-böse unter ihrem Hut hervorschaut. :liebe:

Black_Sails_Bilan_3-600x337.jpg


Mist, jetzt hab' ich wieder tierisch Bock auf AC: Black Flag. :lol:

Ich würde mir ja wünschen, dass Ubisoft das Grundgerüst von Black Flag nimmt, es von AC entkoppelt und 'ne richtig edle Next-Gen Piraten-Simulation zusammenbaut. Uuuh, das wäre jetzt genau das richtige. :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch wenn einige Charaktere auf realen Persönlichkeiten basieren

Besser gesagt, sie haben einfach die Namen geklaut, mit "Persönlichkeit" ist da nicht viel her. Wenn man sich ein bißchen in der Piratenhistorie auskennt, ist das immer ein schlimmer Tritt in die Klöten :deal:

Die hätten einfach Fantasienamen nehmen sollen, anstatt sich hier im Namedropping zu betätigen. Mit der Hollywood-Disney-Optik zusammen, der größte Kritikpunkt. Ernsthaft, die hätten auch plötzlich zu Musicalmusik tanzen und singen können, hätte mich nicht gewundert :D



Ich würde mir ja wünschen, dass Ubisoft das Grundgerüst von Black Flag nimmt, es von AC entkoppelt und 'ne richtig edle Next-Gen Piraten-Simulation zusammenbaut. Uuuh, das wäre jetzt genau das richtige.

Ooh ja :dhoch:
 
Typischer Mixergeschmack was Frauen angeht.
Da hat er ne wunderschöne Hannah New (Guthrie) und lässt sich vom Knautschmund Paget verführen. :|

New ist vielleicht, allein auf das Aussehen reduziert, die hübschere Frau, aber ich finde den Charakter der Anne einfach richtig gut. Du weißt halt nicht sofort wie sie eigentlich tickt, da sie sich zunächst sehr verschlossen und unterkühlt gibt. Und dieses "Geheimnisvolle" fand ich einfach sehr viel interessanter und "anziehender" als die meisten anderen Charaktere, die dann doch schnell offengelegt wurden.

Von daher wurde ich da eher von der Gesamtsituation verführt und nicht der Frau an sich. :D
 
Besser gesagt, sie haben einfach die Namen geklaut, mit "Persönlichkeit" ist da nicht viel her. Wenn man sich ein bißchen in der Piratenhistorie auskennt, ist das immer ein schlimmer Tritt in die Klöten :deal:

Die hätten einfach Fantasienamen nehmen sollen, anstatt sich hier im Namedropping zu betätigen. Mit der Hollywood-Disney-Optik zusammen, der größte Kritikpunkt. Ernsthaft, die hätten auch plötzlich zu Musicalmusik tanzen und singen können, hätte mich nicht gewundert :D
Naja. Das sollte man schon differenzierter betrachten. Das sind größtenteils bewusst gewählte Fantasienamen, vermischt mit der einen oder anderen Persönlichkeit, die uns Charles Johnson in einem seiner nicht vollumfänglich historisch belegten Werken näher gebracht hat.

Die beiden Hauptcharaktere Flint und Long John Silver und der Plot der Geschichte basieren auf dem fiktiven Roman Treasure Island von Robert Louis Stevenson. Die Serie bildet das Prequel, in dem erzählt wird, wie Flint und seine Mannschaft an den Schatz gekommen sind. Es war ja auch von Anfang an klar, dass der Serie eben genannte fiktive Welt zu Grunde liegt, die wohl einfach aus inszenatorischen Gründen etwas ausgeschmückt wurde.
 
Ja, das die Hauptcharaktere fiktiv sind, war mir auch klar. Ich meinte auch eher Vane, Rackham, Bonny, Hornigold, etc.. Wenn man schon historische Persönlichkeiten in eine fiktive Geschichte einflechten will, dann bitte auch einigermaßen historisch korrekt. Das sollte ein mäßig fähiger Drehbuchschreiber schon hinbekommen (oder eben auch da fiktive Charaktere nehmen). Macht die Serie nicht schlechter...

Gilt übrigens auch für "technische" Begebenheiten. Als Segler läuft es einem bei so manchen Dingen da eiskalt den Rücken runter :schreck:
 
@Cale
Kann ich ja verstehen. Man könnte auch vorzüglich und endlos darüber streiten, ob diese Einflechtung bei Black Sails gelungen ist. Es sind ja nicht nur die Hauptcharaktere, auch viele Nebencharaktere, Schauplätze und der Plot an sich, der aus dem fiktiven Roman entsprungen ist. Auch Robert Louis Stevenson hat sich in der Vorlage bei bekannten Persönlichkeiten und Namen bedient, um diese für seine Geschichte glaubhaft zu implementieren. Ich für meinen Teil, der das Werk von Charles Johnson und andere Biographien bekannter namhafter Piraten bereits mehrfach verschlungen hat, kann mit der Fiktionalisierung der Persönlichkeiten im Kontext der Geschichte und mit der einen oder anderen Ungereimtheit durchaus leben.

@Jehuty
WM-Griechin? Hilf mir mal auf die Sprünge, mein unbelesenes Basler Gehirn kommt hier bereits an seine Grenzen.
 
Ich dachte eigentlich, dass die Serie komplett fiktiv ist und wurde durch die ein, zwei bekannten Namen daher sogar positiv überrascht. :D

Für mich ist das eine reine Unterhaltungsshow, die gar nicht erst versucht, in irgendeiner Form historische Tatsachen zu vermitteln. Und das finde ich auch gut so. Jedenfalls aus Abendunterhaltungstechnischer Sicht. :D Der Spagat zwischen halbwegs plausibler und bodenständiger Piratendarstellung und angenehm klischeehafter Hollywood-Fiktion bekommt Black Sails sogar ziemlich gut hin. Habe nämlich eigentlich mit deutlich mehr "Genre-Kitsch" und "unrealistischem Klamauk" gerechnet.
 
Ja, aber noch fiktiver. Also komplett frei von jeglicher Piraten-Realität. So gibt es ja immerhin den ein oder anderen Charakter oder gewisse Erzählungen, die wenigstens ansatzweise an wahrscheinlich realen Ereignissen orientiert sind. :O_o: Klar, der Plot und die meisten Figuren sind frei erfunden, aber mit diesem immerhin winzigen Realitätsbezug hatte ich im Vorfeld nicht mal gerechnet. :D

Wobei mir das eh ziemlich egal ist. So lange ich klassische Piratenstories und lässige Piraten bekomme, bin ich zufrieden. Und davon gibt's in Black Sails reichlich.
 
Inspiriert durch diesen Thread habe ich mir die erste Staffel jetzt auch gegeben.
Bin etwas zwiegespalten. Das Setting gefällt mir grundsätzlich und über Dinge wie die zu schönen Gebisse oder Jacks beschissene Sonnenbrille kann ich hinwegsehen (ok, die Brille war hart). Was mich aber mehr stört ist, dass ich mit kaum einer Figur wirklich sympathisieren kann. Das liegt vor allem daran, dass so gut wie kein Charakter wirklich Tiefe verliehen bekommen hat. Anne Bonny muss ich da besonders hervorheben, die Frau kann ich nicht ernst nehmen mit ihrer grimmigen Mimik. Kein Mensch auf Erden guckt so. Zudem ist ihre Verhaltensweise auch nicht nachvollziehbar. Leider einer der schwächsten Charaktere, sorry @MiXeR . Insgesamt ist der Großteil der Geschehnisse auf Nassau langweilig und packt mich nicht.

Die Serie ist dann am stärksten, wenn sie auf See spielt. Gerade Episode 5 war top. Da bekommt man wirklich mal interessante Einblicke in das Piratenleben und sieht nicht nur die Action, sondern auch, wie vor den Gefechten taktiert wurde.

Ansonsten unterliegt die Qualität der Episoden jedoch extremen Schwankungen.

Ich bleibe mal weiter dran, denn durch sein exotisches Setting kann ich irgendwie doch nicht aufhören. Der Auftakt zur zweiten Staffel war recht interessant, ich bin gespannt auf die weitere Rolle von Ned Low.

Bisher kriegt die Serie aber nur 3/5
 
Wieso sehe ich solche threads erst im.er u. 6uhr morgens vor arbeitsbeginn :ulgy:

Die serie muss ich mir dringend geben, wenn ich mit Gotham fertig bin.
 
Zurück
Oben