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Wie viel verdient ihr (netto)? [2014]

Wie viel überweist dir dein Arbeitgeber monatlich auf dein Konto?

  • Bin arbeitslos.

    Stimmen: 2 1,8%
  • Bin Schüler/Student/Azubi etc.

    Stimmen: 17 15,5%
  • Bin selbstständig.

    Stimmen: 5 4,5%
  • ~ 400 €

    Stimmen: 2 1,8%
  • ~ 500 €

    Stimmen: 1 0,9%
  • ~ 600 €

    Stimmen: 0 0,0%
  • ~ 700 €

    Stimmen: 0 0,0%
  • ~ 800 €

    Stimmen: 0 0,0%
  • ~ 900 €

    Stimmen: 1 0,9%
  • < 1000 €

    Stimmen: 1 0,9%
  • < 1200 €

    Stimmen: 3 2,7%
  • < 1400 €

    Stimmen: 9 8,2%
  • < 1600 €

    Stimmen: 10 9,1%
  • < 1800 €

    Stimmen: 4 3,6%
  • < 2000 €

    Stimmen: 17 15,5%
  • < 2200 €

    Stimmen: 2 1,8%
  • < 2400 €

    Stimmen: 7 6,4%
  • < 2600 €

    Stimmen: 3 2,7%
  • < 2800 €

    Stimmen: 4 3,6%
  • < 3000 €

    Stimmen: 5 4,5%
  • < 3200 €

    Stimmen: 3 2,7%
  • < 3400 €

    Stimmen: 2 1,8%
  • < 3600 €

    Stimmen: 1 0,9%
  • < 3800 €

    Stimmen: 1 0,9%
  • > 3800 €

    Stimmen: 10 9,1%

  • Umfrageteilnehmer
    110

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ist die Branche denn so überlaufen, dass man sich als studierter Journalist auf so ein Gehalt einlassen muss? Wahrscheinlich darfste dann von den paar Kröten noch deinen Bafögkredit zurückzahlen.


Ich bin kein studierter Journalist. Ich habe Philosophie und Germanistik studiert. Gefordert sind u.a. sehr gute / perfekte Kenntnisse der dt. Sprache; das sollte ich mit meinem Studium abdecken. Zumal ich generell sehr sprachinteressiert bin und auch über erste journalistische Erfahrungen in Form von Praktika und feier Mitarbeit verfüge.
 
Die Verlagsbranche ist ziemlich am Arsch. Das Ding ist einfach, dass die Branche halt auch enorm überlaufen ist und viele Verlage einfach auf freie Schreiber zurück greifen, die deutlich günstiger sind UND man muss sich nicht an die binden - geschweige denn Versicherung, etc. für sie Betriebsbedingt bezahlen.

Ich bin in der Gamesbranche ja auch quasi Quereinsteiger und habe in der Musikbranche Journalist gelernt. Da ist es genau so - also eigentlich ist es überall gleich, weil die Verlage halt wissen, wie viele Leute einen FESTEN Job suchen. Deshalb kann man die Leute auch leider vom Gehalt her klein halten.
Eine Bekannte ist seit 20 Jahren Journalistin im Musikbereich, total die Hardcore Gruftibraut und schreibt, weil sie alleine vom Musikbereich nicht leben kann, unter Pseudonym Lebenstipps für die Frau ab 40 in so Heften wie "Bild der Frau".
 
Azubi im ersten Jahr. Für die "Arbeit", die ich ausführe, verdiene ich aber vergleichsweise viel. Soviel verdienen nicht mal meine Kumpels im dritten Jahr. :gerri:
 
Das hat sich, soweit ich weiß, auch nicht geändert. Ein Studium ist in den meisten Fällen Voraussetzung für ein Volontariat. Ich wollte schon vor, keine Ahnung, über zehn Jahren gerne etwas Journalistisches machen. Ich habe dann neben der Schule als freier Mitarbeiter gearbeitet. Mein Pflichtpraktikum während des Studiums habe ich ebenfalls in einer Redaktion gemacht. Zusätzlich habe ich - just for fun - in einer Online-Redaktion zum Thema Fußball gearbeitet. Einfach, weil es mir Spaß gemacht hat. Nach dem Studium habe ich auf die Schnelle nichts gefunden, das mich wirklich überzeugt hat. Dazu kam, dass ich ganz schön am Tod meines Vaters zu knabbern hatte. Die logische Konsequenz war dann eine Auszeit. Jetzt ist es aber langsam absolut an der Zeit, etwas Festes in Angriff zu nehmen. Noch ein Praktikum kommt definitiv nicht infrage. Und ich möchte mir pro Monat eventuell auch zwei Videospiele kaufen, ohne dass ich der Freundin sage, sie bekommt die nächsten zwei Wochen nichts mehr zu essen. :D
 
Ist bei uns aber auch so, wobei Studium da nicht UNBEDINGT Pflicht ist.
Erst sechs Monate Praktikum und wenn wir da jemand bei haben, der richtig gut ist, dann kriegt er ein Volontariat. Ist er DA auch wieder richtig gut und macht sich unersetzlich, dann übernehmen wir ihn.

Lief zum Beispiel bei unserem Nintendo-Nerd David so. Der hat keinen einzigen Tag studiert, hat sich aber bei uns SO super integriert, das er nun sein Volontariat macht und auch danach wohl übernommen wird.
 
@Bexter

Wo arbeitest du denn? Und wie bist du an den Job gekommen? Ich merke ja gerade selbst, dass es unglaublich schwierig ist. Ursprünglich wollte ich mal in die sportjournalistische Richtung... Mittlerweile ist es mir aber sogar fast egal...
 
Woat? Hier gibt es noch jemand, der nicht weiß, wo ich arbeite? :P ;)
Bei Gameswelt

Ich hab damals eigentlich auch echt Glück gehabt. Wollte Journalismus studieren, hatte damals aber nur ein Fachabi und da ich es an einer Fachhochschule studieren wollte, musste ich noch ein halbjähriges Praktikum machen. Hab dann beim Marabo, das war damals ein Stadtmagazin fürs Ruhrgebiet, ein Praktikumsplatz für ein halbes Jahr bekommen.
Da habe ich mich dann so festgesetzt (in der Musikredaktion), dass sie mir ein Volontariat angeboten haben. In der Zeit habe ich für div. Magazine als freier Redakteur gearbeitet und mir so viele Kontakte aufgebaut. War nach dem Volontariat zwei Jahre selbstständig, bin dann aber Richtung Marketing geschwenkt, weil ich keinen Bock mehr auf Arbeit auf freiberuflicher Basis hatte.
 
@*runaway*
Einige Bekannte von mir arbeiten als Redakteure und Lektoren, wenn auch in Fachverlagen. Die haben sich meines Wissens an den Sätzen orientiert, die im öffentlichen Dienst für Hochschulabsolventen (d.h. i.d.R. Stufe 13) gelten. Ich denke auch, dass deutlich zu niedrig angesetzte Gehaltsvorstellungen nicht nur für die Motivation eine schlechte Voraussetzung sind, sondern bei den Adressaten mitunter auch Signalcharakter bzgl. der Eigeneinschätzung haben. Ich halte es daher ebenfalls für keine gute Idee, möglichst tief zu stapeln, nur um evtl. einen (!) Vorzug vor anderen Bewerbern zu erhalten. Auch für einen Verlag ist ein etwas besser bezahlter, aber dafür motivierter und fähiger Redakteur gewinnbringender als ein "Tagelöhner", der - vermutlich - auf Dauer schlechtere Arbeit ableistet. Sowas rechnet sich auf Dauer nie.
 
Jepp, zu tief stapelnde Leute werden genauso aussortiert. Normalerweise ist es auch ein relativ breites Band an Gehaltsvorstellungen, das sich die Arbeitgeber ansehen. Die wollen nur die groben Ausreißer nach oben und unten vorab aussortieren. Jedenfalls bei nem seriösen Arbeitgeber, gibt sicherlich auch welche, die wirklich nur auf der Suche nach Sklaven sind.
 
Woat? Hier gibt es noch jemand, der nicht weiß, wo ich arbeite? :P ;)
Bei Gameswelt

Ich hab damals eigentlich auch echt Glück gehabt. Wollte Journalismus studieren, hatte damals aber nur ein Fachabi und da ich es an einer Fachhochschule studieren wollte, musste ich noch ein halbjähriges Praktikum machen. Hab dann beim Marabo, das war damals ein Stadtmagazin fürs Ruhrgebiet, ein Praktikumsplatz für ein halbes Jahr bekommen.
Da habe ich mich dann so festgesetzt (in der Musikredaktion), dass sie mir ein Volontariat angeboten haben. In der Zeit habe ich für div. Magazine als freier Redakteur gearbeitet und mir so viele Kontakte aufgebaut. War nach dem Volontariat zwei Jahre selbstständig, bin dann aber Richtung Marketing geschwenkt, weil ich keinen Bock mehr auf Arbeit auf freiberuflicher Basis hatte.

Wie schwenkt man denn da so locker um?
 
Das stelle ich ganz und gar nicht in Frage, da ich auch finde, dass Erzieher in Deutschland extrem unterbezahlt sind. Aber das sind ja irgendwie auch alle, die im Ansatz mit Kindern oder Pflege im Allgemeinen zu tun haben. Ob Erzieher oder bspw. Hebamme - die wichtigsten Berufe werden am schlechtesten bezahlt. Ich habe mal gehört, dass Kindergärtner in Japan einer der bestbezahlten Berufe ist, da das dort eben ganz anders wertgeschätzt wird.

Ich bin übrigens vom Gehalt eines Kindergärtners ausgegangen und die sind im Normalfall ja auch nicht so prickelnd, vor allem wenn man eben bedenkt - wie du ja auch meintest - dass die Ausbildung dafür ein echter Kampf ist. Und da wundert sich Deutschland, warum es zu wenige Menschen gibt, die sich für diesen Beruf entscheiden.


Den Personalmangel stellt man leider auch nur viel zu gut fest. Wenn ich bedenke, dass meistens ein/e Krankenpfleger/Krankenschwester für 10 Patienten zuständig ist, von denen im schlimmsten Fall 80% die Pflegestufe 2 oder 3 haben kann ich verstehen das viele nicht mehr wissen wo ihnen da der Kopf steht. Weniger Personal und dafür mehr Patienten bedeutet sehr hohen Zeitdruck. Darunter leiden alle; Patienten, Personal, Auszubildende. Ich finde es jedenfalls mehr als traurig das genau da gespart wird wo das geld am nötigsten gebraucht wird... Wie heißt es so schön: Jeder möchte alt werden aber keine will es sein.
Wenn man in der Pflege heute als Auszubildender anfangen möchte muss die Eigenschaft Konfliktfähigkeit definitiv mit unter den Top 3 sein :D


BTT:
Auszubildender Gesundheits- und Krankenpfleger (Verdienen tue ich eindeutig zu wenig :D )
 
Wie schwenkt man denn da so locker um?

Im Endeffekt wie die Jungfrau zum Kind.
Ich habe damals von einem Verlag, das Angebot bekommen, dass ich bei einem Entertainment Magazin (war alles Print) den Chefredakteursposten übernehmen soll.
Da war ich meeeega stolz drauf. Hab das dann drei Ausgaben lang gemacht und es lief super. Allerdings war der Verleger sehr speziell (ich kam immer super mit ihm aus) und teilweise ein Choleriker. Also schmiss er unseren damaligen Anzeigenverkäufer in einem Disput raus, so dass das Heft (was sich halt zum großen Teil über Werbung finanzierte) ohne große Einnahmen war und er es dicht machen wollte.

Da mir das Heft durch viel Einsatz und Herzblut sehr ans Herz gewachsen war, war ich natürlich enorm pissed und vor allem auch frustriert. Also habe ich ihm angeboten, dass ich doch mal aushilfsweise versuche Anzeigen zu verkaufen - zu verlieren hatten wir eh nix, wenn er das Heft eh dicht machen wollte.
Nach vier Wochen hatte ich dann plötzlich drei Mal so viel Umsatz wie unser alter Verkäufer. Zudem fiel mir dann auf: Durch die Provision verdiene ich auch DEUTLICH mehr Geld, als ein Redakteur.
Also habe ich das weiter gemacht und das Heft über zwei Jahre lang finanziell zu einem der stärksten Produkte im Verlag gemacht.
Ich habe gemerkt, dass ich an Marketing/Sales eine Menge Spaß habe und habe mich dann neben dem Job über Schulungen, Vorträge und der Fernuni im Bereich Marketing weitergebildet.

Habe dann irgendwann ein Angebot aus Berlin bekommen, ob ich nicht Marketing-Verantwortlicher für AreaGames werden möchte. Bin dann für knapp 2 1/2 Jahre nach Berlin gegangen und habe dort Online-Marketing gemacht, wo ich auch wieder der erfolgreichste Verkäufer war und etliche Kooperationen initiiert habe.
Dann kam irgendwann das Angebot aus München von Gameswelt, dass sie mich als Marketing-Leiter haben möchten.
Nun ja, da bin ich inzwischen seit bald vier Jahren und sehr sehr happy :)
 
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