Eines vorneweg: Wer die letzten Need for Speed scheisse fand, für wen die Serie nach Need for Speed 3: Hot Pursuit gestorben ist, der braucht erst gar nicht weiter zu lesen!
1994 eroberte ein Rennspiel die Herzen der 3DO-Besitzer. Da die Konsole kaum Abnehmer fand, waren das zuerst nicht viele Herzen. 1995 wurde der Titel dann für den PC portiert, 1996 für die Sony PlayStation und SEGA Saturn. Die Rede ist vom ersten Need for Speed.
Es folgte eine Rennspiel-Karriere, die unvergleichlich ist. Über 100 Millionen Exemplare auf allen möglichen Plattformen wurden von den verschiedenen Need for Speed-Titeln bis heute verkauft, eine Zahl, die selbst das Gran Turismo-Franshise deutlich hinter sich distanziert.
Dabei hat die Serie einen grossen Einschnitt nach Need for Speed: Hot Pursuit 2 erfahren. Weg vom „realistischen“ Rasen mit Sportwagen auf weitläufigen Landstrassen, hin zu Stadtrennen mit Tuning, Neonbeleuchtung und Proll-Faktor. Need for Speed: Underground war für viele der Beginn des Untergangs der Serie, es war gleichzeitig aber auch der am häufigsten verkaufte Teil bis heute. Entwickelt wurde dieses Spiel von EA Black Box, das Entwickler-Team, welches auch für die folgenden Need for Speed-Teile verantwortlich sein sollte.
Es war aber auch für die Vorgänger verantwortlich. Black Box entwickelte bereits eigenständig Need for Speed: Hot Pursuit 2 (Release 2002), da im Team Black Box viele Entwickler von EA Canada vertreten waren, haben einige Entwickler schon die Anfänge des Franshise miterlebt.
Nach Need for Speed: Underground 2 folgte Need for Speed: Most Wanted, welches von vielen Spielern noch positiv bewertet wurde. Das sah beim folgenden Need for Speed: Carbon schon leicht anders aus. Immer noch überdurchschnittlich gut, fehlte es vielen Spielern an Innovationen und Ideen, das Nacht-Setting erinnerte viele zu sehr an Need for Speed: Underground. Black Box sollte im kommenden Need for Speed: Pro Street einen neuen Weg einschlagen. Weg vom Proll, weg von illegalen Strassenrennen, hin zum Motorsport auf abgesperrten Strecken. Ich weiss heute nicht mehr, wie die Resonanz für diesen Titel war. Für mich war Need for Speed: Pro Street der langweiligste Teil der „Neuzeit“. 2008 folgte Need for Speed: Undercover.
Wieder ein Richtungswechsel, mehr Anleihen von Need for Speed: Most Wanted. Was die Resonanz von Spielern und Fachpresse angeht, war Need for Speed: Undercover wohl der Tiefpunkt der Serie. Die Framerate des Spiels ging vor einem Patch mächtig in die Knie (das Ruckeln der Vorgänger war harmlos dagegen), viele empfanden das als unspielbar. Mich hatte es wirklich nicht so sehr gestört, als dass ich nicht trotzdem viel Spass damit gehabt hätte. Der Patch sorgte für Besserung, geruckelt hatte es trotzdem.
EA zog die Notbremse, machte inoffiziell Black Box für sinkende Verkaufszahlen und die miese Technik verantwortlich. Black Box war raus aus dem Franshise, durfte bei Need for Speed: Shift, welches von den Slightly Mad Studios (ehemalige SimBin-Entwickler) entwickelt wurde, nur noch in beratender Funktion beistehen. Technisch war Shift zwar sauber, an alte Verkaufszahlen konnte man aber auch hiermit nicht anknüpfen (es erschien aber auch nur auf drei Plattformen). Erst danach räumte man bei EA ein, dass man selbst Fehler begangen habe, indem man Black Box jedes Jahr auf’s Neue zu einem neuen Need for Speed genötigt habe, ohne auf die Qualität zu achten, die nun mal mehr Zeit in Anspruch nimmt. Da beschloss man auch, dass ab sofort zwei Teams an Need for Speed arbeiten, Jedes Team hat nun zwei Jahre Zeit für seinen Teil. Gebracht hat es Black Box nichts, denn der neueste Ableger, Need for Speed: Hot Pursuit Release 18. November 2010, Demo erhältlich), wird von Criterion Games entwickelt. Die Spieler bejubelten diesen Schritt, ist Criterion Games doch für seine sauber laufenden, schnellen Engines bei Burnout bekannt.
Die Demo ist seit Dienstag erhältlich. Ich weiss, dass eine Demo nicht das ganze Spiel repräsentieren kann. Ja, die Demo hat mir viel Spass gemacht. Ja, auf den ersten Blick ist es wieder ein Need for Speed. Aber meiner Meinung nach merkt man, dass die Handschrift von Black Box fehlt. Es fühlt sich eher wie Burnout an. Muss nicht schlecht sein. Das Spiel wird sicher Spass machen und es steht sowieso ganz oben auf meiner Liste. Aber es ist kein Need for Speed von Black Box. Die meisten von euch werden das begrüssen, denn Black Box, bzw. die letzten Need for Speed waren allesamt eher heftig umstritten als herzlich willkommen. Wenn Frühjahr 2011 Need for Speed: Shift 2 erscheint, wird dies wieder von Slightly Mad entwickelt werden.
Ob Black Box jemals wieder in das Franshise zurückkommen wird? EA wird dies vielleicht wissen, ich nicht. Solange denke ich mit einem weinenden Auge zurück an Need for Speed: Undercover, dem letzten Need for Speed von Black Box. Danke, für viele schöne Stunden und Rennen in den letzten Jahren.
1994 eroberte ein Rennspiel die Herzen der 3DO-Besitzer. Da die Konsole kaum Abnehmer fand, waren das zuerst nicht viele Herzen. 1995 wurde der Titel dann für den PC portiert, 1996 für die Sony PlayStation und SEGA Saturn. Die Rede ist vom ersten Need for Speed.
Es folgte eine Rennspiel-Karriere, die unvergleichlich ist. Über 100 Millionen Exemplare auf allen möglichen Plattformen wurden von den verschiedenen Need for Speed-Titeln bis heute verkauft, eine Zahl, die selbst das Gran Turismo-Franshise deutlich hinter sich distanziert.
Dabei hat die Serie einen grossen Einschnitt nach Need for Speed: Hot Pursuit 2 erfahren. Weg vom „realistischen“ Rasen mit Sportwagen auf weitläufigen Landstrassen, hin zu Stadtrennen mit Tuning, Neonbeleuchtung und Proll-Faktor. Need for Speed: Underground war für viele der Beginn des Untergangs der Serie, es war gleichzeitig aber auch der am häufigsten verkaufte Teil bis heute. Entwickelt wurde dieses Spiel von EA Black Box, das Entwickler-Team, welches auch für die folgenden Need for Speed-Teile verantwortlich sein sollte.
Es war aber auch für die Vorgänger verantwortlich. Black Box entwickelte bereits eigenständig Need for Speed: Hot Pursuit 2 (Release 2002), da im Team Black Box viele Entwickler von EA Canada vertreten waren, haben einige Entwickler schon die Anfänge des Franshise miterlebt.
Nach Need for Speed: Underground 2 folgte Need for Speed: Most Wanted, welches von vielen Spielern noch positiv bewertet wurde. Das sah beim folgenden Need for Speed: Carbon schon leicht anders aus. Immer noch überdurchschnittlich gut, fehlte es vielen Spielern an Innovationen und Ideen, das Nacht-Setting erinnerte viele zu sehr an Need for Speed: Underground. Black Box sollte im kommenden Need for Speed: Pro Street einen neuen Weg einschlagen. Weg vom Proll, weg von illegalen Strassenrennen, hin zum Motorsport auf abgesperrten Strecken. Ich weiss heute nicht mehr, wie die Resonanz für diesen Titel war. Für mich war Need for Speed: Pro Street der langweiligste Teil der „Neuzeit“. 2008 folgte Need for Speed: Undercover.
Wieder ein Richtungswechsel, mehr Anleihen von Need for Speed: Most Wanted. Was die Resonanz von Spielern und Fachpresse angeht, war Need for Speed: Undercover wohl der Tiefpunkt der Serie. Die Framerate des Spiels ging vor einem Patch mächtig in die Knie (das Ruckeln der Vorgänger war harmlos dagegen), viele empfanden das als unspielbar. Mich hatte es wirklich nicht so sehr gestört, als dass ich nicht trotzdem viel Spass damit gehabt hätte. Der Patch sorgte für Besserung, geruckelt hatte es trotzdem.
EA zog die Notbremse, machte inoffiziell Black Box für sinkende Verkaufszahlen und die miese Technik verantwortlich. Black Box war raus aus dem Franshise, durfte bei Need for Speed: Shift, welches von den Slightly Mad Studios (ehemalige SimBin-Entwickler) entwickelt wurde, nur noch in beratender Funktion beistehen. Technisch war Shift zwar sauber, an alte Verkaufszahlen konnte man aber auch hiermit nicht anknüpfen (es erschien aber auch nur auf drei Plattformen). Erst danach räumte man bei EA ein, dass man selbst Fehler begangen habe, indem man Black Box jedes Jahr auf’s Neue zu einem neuen Need for Speed genötigt habe, ohne auf die Qualität zu achten, die nun mal mehr Zeit in Anspruch nimmt. Da beschloss man auch, dass ab sofort zwei Teams an Need for Speed arbeiten, Jedes Team hat nun zwei Jahre Zeit für seinen Teil. Gebracht hat es Black Box nichts, denn der neueste Ableger, Need for Speed: Hot Pursuit Release 18. November 2010, Demo erhältlich), wird von Criterion Games entwickelt. Die Spieler bejubelten diesen Schritt, ist Criterion Games doch für seine sauber laufenden, schnellen Engines bei Burnout bekannt.
Die Demo ist seit Dienstag erhältlich. Ich weiss, dass eine Demo nicht das ganze Spiel repräsentieren kann. Ja, die Demo hat mir viel Spass gemacht. Ja, auf den ersten Blick ist es wieder ein Need for Speed. Aber meiner Meinung nach merkt man, dass die Handschrift von Black Box fehlt. Es fühlt sich eher wie Burnout an. Muss nicht schlecht sein. Das Spiel wird sicher Spass machen und es steht sowieso ganz oben auf meiner Liste. Aber es ist kein Need for Speed von Black Box. Die meisten von euch werden das begrüssen, denn Black Box, bzw. die letzten Need for Speed waren allesamt eher heftig umstritten als herzlich willkommen. Wenn Frühjahr 2011 Need for Speed: Shift 2 erscheint, wird dies wieder von Slightly Mad entwickelt werden.
Ob Black Box jemals wieder in das Franshise zurückkommen wird? EA wird dies vielleicht wissen, ich nicht. Solange denke ich mit einem weinenden Auge zurück an Need for Speed: Undercover, dem letzten Need for Speed von Black Box. Danke, für viele schöne Stunden und Rennen in den letzten Jahren.



