An dieser Stelle erinnere ich mich an meinen Aufenthalt in Sizilien. Nicht selten staunte ich über die Mengen, welche die werte Frau des Hauses als Gerichte betitelte. Sie kochte grundsätzlich zwei Gänge, egal zu welcher Tageszeit. Alles andere wäre eine Zumutung gewesen. Brachte ich es fertig, mit Mühe das Nudelgericht zu verspeisen, folgte als Absacker gerne ein üppiges Fischgericht. Zur Abrundung ward mein Glas stets mit Chino oder einem anderen, viel zu bitteren, Getränk gefüllt.
Möglicherweise vermittelt diese Beschreibung nicht annähernd, wieviel man mir zumutete, doch will ich hierbei erwähnen, dass die nächsten Stunden nach der Essenseinnahme nicht an körperliche Aktivitäten zu denken war. Zu viel Blut verlangte der Verdauungsvorgang, als dass ich es wagte, auch nur einen einzigen Arm in Bewegung zu bringen.
Und dennoch verlor ich in dieser prägenden Zeit Gewicht. Es war keine Seltenheit, gegen 22 Uhr das Abendmahl einzunehmen und dennoch nahm ich ab. Ich empfinde es nicht als abwegig, zu behaupten, die Italiener pflegen sehr nahrhaft zu speisen. Das wird sicherlich eine wichtige Rolle gespielt haben. Die klare, regelmäßige Einnahme von genau 3 Mahlzeiten pro Tag, war jedoch sicherlich auch nicht unerheblich für diesen Effekt.
Nero spricht sich klar für wenige, dafür ausladende Mahlzeiten aus..!