FLip schrieb:
Jetzt hab ich aber mal eine Frage an die Hardcore Diätler (10 Kilo in einem Monat, 23 in 3 Monaten)
Könnt ihr euer Gewicht auch halten?
Ihr müsst ja dann schon wieder normal esse, wenn ihr euer Wunschgewicht erreicht habt?
Ich könnte mein Gewicht NICHT halten, wenn ich wieder wie in meinen 8 sorglosen Jahren leben würde ...
Damals bestand meine Bewegung aus dem täglichen Weg zur Garage und dann vom Parkplatz im Büro, sowie 1x pro Woche gemütlich Spazieren im Wald ... Gegessen habe ich realtiv "normal" also 3x Täglich.
2 Brötchen zum Frühstück, dazu Tee mit Honig, Nachmittags meistens mitgebrachte Brote (2 Sandwiches und 1 Schwarzbrot mit Käse) Abends gegen 20:00 Uhr dann die "richtige" Mahlzeit, und beleibe nicht nur Pizza und Pommes ... ganz normal, Also Fleisch mit Kartoffeln und Gemüse, Nudeln mit Soße oder auch ne Gemüsepfanne ... aber eben auch mal 2 große Portionen. Ich war schon damals nie der Süßigkeitenfan, selten hatte ich mal Gummibärchen im Schrank oder ne Tafel schokolade, das fieseste was ich damals aber oft gemacht habe, waren meine "Snacks" zwischendurch: Toastbrot, Ketchup, Salami und Käse drauf ... Mikrowelle - fertig ... ging schnell und hatte ich immer im Kühlschrank. Und bei einem Abendlichen Film wurden dann auch schonmal 4-6 Stück

Oder ich vernichtete eine halbe Tüte Nachos mit Dip.
Seit 10 Monaten habe ich das geändert, begonnen habe ich mit 10 Tagen Heilfasten (Gibt es strittige Meinungen drüber, bitte nur mit fachlichem Rat ausführen) ... die absolute Radikalkur, um meinem Körper zu zeigen, "Jetzt mach dich auf was gefasst" ... Täglich 5 Liter Wasser, einen Apfel, Jogurt und Reiskeks, sowie Vitaminpräperate um den Mineralienaushalt am Laufen zu halten.
Danach habe ich umgstellt, und mache es so bis heute: Ich stehe um 7.00 Uhr auf, wiege mich, esse einen Apfel oder eine Banane, und treibe 1-1,5 Stunden Ausdauersport, dabei viel Wasser, danach frühstücke ich: 2 Scheiben Schwarzbrot mit Käse, Salami, Rinderschinken, Frischkäse mit Rohkost drauf, Am Wochenende gibts noch eine Schüssel Musli/Haferflocken vermischt mit Cornflakes. Wenn ich im Büro bin, esse ich Nachmittags noch eine Kleinigkeit (Weil ich erst um 20.00 Uhr wieder zuhause bin), 2 Scheiben Knäckebrot mit Käse oder einen kleinen Salat, manchnmal auch ne Fertigsuppe. Am Wochenende esse ich über den Tag bis Abends nichts mehr, denn da setzt mein Hungergefühl erst wieder gegen 18.00 Uhr ein, Abends dann möglichst wenig Stärke, ich koch meistens ohne Kartoffeln und nur Gemüse und Fleisch, oder eben ein großer Salat. Freitags abends ist im Freundeskreis meistens Filmabend und da wird der Bringdienst bemüht. Dann gibts ganz normal ne Pizza oder Nudeln ohne Rücksicht auf Kalorien mit Salat dabei, oder auch mal ne doppelte Lage gefüllter Pizzabrötchen, muss halt sein sowas, sonst macht das Leben einfach keinen Spass mehr

Aber nur noch selten gibt's ne Sprite dabei ... meistens Volvic TeeCreation.
Ich esse witzigerweise mehr Süßigkeiten als früher, einfach um zwischendurch ein "Moralinchen" zu haben. Im Schrank steht immer ein gefüllter Korb mit allen Sorten Werthers-Bonbons die es gerade so gibt

Aber davon esse ich aber am Tag höchstens 3 Stück. Mit dieser Lebensweise habe ich seit 10 Monaten 4,5 kg pro Monat abgenommen (was ein gesundes Tempo ist, viel mehr ist schnell schädlich für den Körper) und bin jetzt, zwar noch nicht "fertig" aber nah an meinem Wunschgewicht.
Diese Umstellung ist für mich aber permanent, ich merke schon jetzt, trotz des täglichen Sports dass ich sofort wieder zunehme, wenn ich mal 2-3 Tage am Stück über die Strenge schlage. Auch der Sport wird ab jetzt wieder mein Begleiter im Leben sein, zum Halten meines Gewichtes reicht dann vermutlich alle 2 Tage ne Runde Jogging, aber ihn wieder seinzulassen, könnte ich mir nicht erlauben.
Lange Rede kurzer Sinn: Wer abnehmen will, muss sich auf eine permanente Umstellung seiner Lebensgewohnheiten einstellen, sich eine Zeit lang so radikal wie es nur geht am Riemen zu reißen und dann wieder wie früher weiterzumachen, kann eigentlich nur temporäre Erfolge bringen. Und der Frust ist dann um so Größer, wenn das Ergebnis nicht bleibend ist.