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MULTI We Happy Few

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Sobald die Story einsetzt, ist das Spiel echt gut. Skurril-morbide Stimmung, verschrobene Charaktere und bereits in den ersten Stunden eine Geschichte, die neugierig macht und einige interessante Aha-Momente liefert. Dazu ist es auch noch ausgezeichnet (englischsprachig) vertont. Als Walking Simulator hätte ich das in einem Rutsch durchgespielt.

Wäre da nicht das Gameplay. Ein verunglückter Versuch eines Survival Games. Was vielleicht noch zur Thematik hätte passen können, im jetzigen, storybasierten Spielablauf aber so gar keinen Sinn erfüllt und die brauchbaren, linearen Storyabschnitte nur unnötig mit prozedural generierten Karten und unausgereiften Survivalmechaniken verwässert. Dazu kommen noch eine miese KI, schwammige Steuerung, schreckliches Kampfsystem und einige technische Probleme.

Schleichen, was das Spiel bisher hauptsächlich von mir verlangt, ist halt auch so gar nicht meins. In Kombination mit oben genannten Kritikpunkten sogar noch viel weniger. Bin nun auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad unterwegs und laufe wortwörtlich nur noch durch die Gameplay-Passagen, um den Plot voranzutreiben.

Der ist nämlich richtig gut. Story und Stimmung hui, Gameplay (und zuweilen auch die Technik) pfui. Ein Spiel, das ich sehr gerne sehen, aber nicht unbedingt selber spielen würde. Wie gesagt, die ganzen Survival-Überbleibsel raus und es wäre ein atmosphärisches und spannendes Adventure. So muss man sich noch irgendwie mit dem Gameplay arrangieren. Wer sich überlegt hat, rund um diese Story und Welt so 'nen prozeduralen, open-world Überlebens-Klumpatsch zu stricken, gehört der Lutscher weggenommen. Lineare Nummer und fertig wäre ein mitreißendes Storyerlebnis. Aber nein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei Opencritic ist's mittlerweile auf "weak" gerutscht:

Gameskinny - 9/10
Shacknews - 8/10
Gamestar - 7.6/10
CGMagazine - 6.5/10
PC Gamer - 6/10
Gamer Heroes - 6/10
USgamer - 5/10


Metacritic: 66%
Opencritic: 65%

weak-man.png
 
Bin nun sieben Stunden drin und geschätzt mitten in der Story des ersten Charakters.

Ein zweischneidiges Schwert wie ich es selten gespielt habe. Es hat diese guten bis herausragenden Storymomente in einem eigenwilligen und hoch interessanten Universum. Gerade fast anderthalb Stunden feinsten Plot, ungewöhnliche Charaktere und tolle, clevere Dialoge erlebt. Teils richtig düster, überzeichnet und gut geschrieben. Macht richtig Bock! Cool sind auch die Szenen, in denen man die anderen (später spielbaren) Hauptcharaktere trifft. Bin schon gespannt auf ihre Sicht der Dinge. Das Gameplay in den linearen Storyabschnitten und eigenhändig kreierten Umgebungen ist auch nicht verkehrt. Erinnern tendenziell an Bioshock oder auch Dishonored.

Doch dann fällst du wieder in dieses Loch aus lieblos zufallsgenerierten Szenerien mit Fetch Quests aus der Spielehölle. 'Hole mir irgendein Objekt. Liegen auch nur dreieinhalb Kilometer Fußmarsch durch eine belanglose Open-World-Kulisse und zwei Dutzend nervig dummer NPCs zwischen dir und dem Objekt.' Zwanzig Minuten später wieder zurück und schon wartet die nächste 'Besorg' mir mal'-Quest auf einen. Diesmal sind es sogar drei Gegenstände. Yay.

Das Schleichen funktioniert, vor allem im prozedural generierten Bereich, halt auch nicht so gut wie es sollte. Nervt einfach. Immerhin sind die Survival-Aspekte auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad so weit zurück gedreht, dass man sie quasi komplett vernachlässigen kann. Ihre grundlegenden Mechaniken sind aber dennoch vorhanden und bremsen bloß aus. Viele Questarten basieren nämlich noch darauf, vor allem auf Crafting. Musst also nicht mehr zwingend zum Überleben ständig etwas craften oder beispielsweise Essen, aber immer noch häufig genug als Aufgabe in den Missionen.


Irgendwo bemerkenswert, dass gerade die Story und Charaktere so super funktionieren, wo sie doch erst sehr spät in der Entwicklung dazu geschrieben wurden. Zwei der drei Charaktere sind beispielsweise erst letztes Jahr (?) entstanden und dafür ist die Geschichte und ihre Inszenierung echt gelungen. Andererseits schade um das verschenkte Potential. Hätte man sich gleich darum gekümmert und ein lineares Spiel gebaut, wäre das ohne Zweifel ein Hit geworden. Da schlummert eine ganze Menge erzählerisches Talent. Und einige Gameplayelemente sind auch nicht zu verachten.

So ist es bislang ein stetiges Auf und Ab, bei dem sich mitreißender Storymoment und unsaubere Spielmechanik/Technik die Klinke in die Hand geben. Gerade denke ich noch, was für ein fantastisch erzähltes und stimmungsvoll inszeniertes Highlight das doch war, nur um wenige Minuten später entnervt oder gelangweilt den Controller an die Wand werfen zu wollen.
 
Zuletzt bearbeitet:
So gestern dank Gamepass mit We happy few begonnen und ich muss sagen: mir gefällt es sehr gut :) Damit hätte ich überhaupt nicht gerechnet. Hatte das Spiel ganz anders eingeschätzt. Wieder so ein Spiel wo ich den Controller kaum weglegen kann und immer wissen möchte wie es weitergeht. Natürlich sind ein paar nervige Sachen dabei: vor allem wenn du oft angegriffen wirst und die Wege sind auch nicht so kurz aber irgendwann sinkt man in diesen Spiel ein :)

Zum Gamepass möchte ich auch noch was erwähnen: das ist für mich einfach das Highlight der letzten Jahre. So viele Spiele schon gezockt die ich sonst nicht am Schirm hatte oder eher abgeschreckt war. Viele neue Spiel entdeckt und oft dann auch hängengeblieben. :dhoch:
 
So bin mit Sally jetzt auch durch. Dieses Spiel macht mich noch wahnsinnig. Auf der einen Seiten steht die doch gute Grafik, die tolle Story, die ganze offene Welt und manch gute Missionen (gibt viele die langweilig sind), auf der anderen Seite diese unsinnig langen Wege, wenn ich schon lese: gehe 1000 m da reicht es mir schon wieder und egal was du machst, du wirst verfolgt. (wenn du die richtigen Punkte vergibst wird das Gott sie dank weniger). Es ist echt schwer im Moment das Spiel zu beurteilen. Wäre es nach Arthur aus gewesen, dann wäre ich 20 Stunden gut unterhalten gewesen. Die ersten 2 bis 3 Stunden Sally waren einfach nur ein Krampf. Aber dann - und das ist eben die andere Seite des Spiels - bin ich wieder voll reingekippt. Auf einmal haben auch viele Dinge nicht mehr so genervt und die Story war echt gut :) Daher werde ich jetzt auch noch den 3. Akt beginnen.

Insgesamt habe ich - wie eh schon erwähnt - das Spiel komplett anders eingeschätzt. Das ich jetzt schon 30 Stunden damit beschäftigt bin sagt eh schon alles aus. Mit Olli werden es dann wohl 40 bis 50 Stunden sein. Es ist eben eines dieser Spiele wo man sich ärgert, den Kontroller weglegt und dann 10 Minuten später doch wieder zocken möchte.
 
Ich habe heute auch begonnen und war ganz überrascht, was mich da erwartet hat. Der Hauch von Bioshock und Fallout ist nicht von der Hand zu weisen, also ist es cool :D

Aktuell verstehe ich auch nicht unbedingt warum es teilweise gar so schlecht abschneidet. Das Kampfsystem könnte zwar etwas besser sein, aber da schlägt eben auch der Hauch von Fallout durch :ugly:
 
Also ich hab jetzt auch die ersten Probleme. Bin über die Map gerannt und plötzlich in Ladecreen gelandet. Der hat sich schon zu 3/4 geladen, aber das nun seit fünf Minuten :/

Demotiviert mich gerade voll. Das und die Tatsache, dass das Handling der Kämpfe so grottig ist. Vielleicht ist es das auch gar nicht, aber man kommt kaum zum Üben.

Wahrscheinlich habe ich aber heute auch nicht die Nerven für sowas.
 
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