Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Verzichtet Ihr, in Zeiten der Maßlosigkeit?

  • Ersteller Ersteller Urgs
  • Erstellt am Erstellt am

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Chocolate schrieb:
... ziehe es aber dann aus Respekt den anderen Usern gegenüber vor, es nicht zu tun.

Gratuliere, das ist das Arroganteste, was in diesem Thread bisher geschrieben wurde. Vorher noch von Understatement sprechen, anschließend aber dann doch indirekt sagen müssen, was man nicht alles hat (Haus, Auto, ...) zeugt eher von einem schlecht unterdrückten Wunsch, es nicht DOCH allen aufs Aug binden zu wollen, als von echtem Understatement. Selbiges kommt nämlich auch ohne solchen Bemerkungen aus.
Aber ich nehme dir das jetzt eigentlich gar nicht übel, ich wollte dich nur dezent drauf aufmerksam machen. Und unter uns: Mich würden Fotos des Autos von Mr-"Ich fahre Autobahnauffahrten grundsätzlich nur mit 130 und im Drift!" durchaus interessieren! :D

Abgesehen davon: Ich finde sehr wohl, dass man materiellen Besitz posten kann, ohne gleich als Angeber abgestempelt zu werden. Lassen wir jetzt mal Bexter außen vor, weil er mittlerweile zu stark polarisiert und eine sinnvolle Diskussion mit ihm als Beispiel kaum möglich ist ...
Aber es gibt im Forum genügend andere Leute, denen es finanziell offensichtlich sehr gut geht, die das auch sagen und vor denen ich trotzdem allerhöchsten Respekt habe. Bestes Beispiel ist EA the Master, der öfter mal Fotos von seinem Maserati postet, den ich aber NOCH NIE als Angeber wahrgenommen habe.

Es ist also grundsätzlich schon möglich, hängt aber massiv vom Auftreten der jeweiligen Person ab.
 
Interessanter Thread.

Erst einmal zu Bexter und der Geschichte mit den Trikots:

Da ich selber seit dem Kindergarten in meinem Heimatverein kicke und auch jetzt noch häufig an Wochenenden extra für ein Spiel der 2. Mannschaft (Kreisliga B) aus Münster, wo ich mittlerweile wohne, nach Hause komme, kann ich die Geschichte gut nachvollziehen. Zudem habe ich auch zwei Jahre die E-Jugend trainiert.
Was man dir vorhalten kann, ist, dass du nicht bedacht hast, dass ein Adidas Trikotsatz bei den Kindern für großen Neid sorgen kann. Wenn die Kleinen erstmal sehen, dass die andere Mannschaft Adidas trägt, wollen sie so etwas auch. Von daher wären die klassischen Sätze, wie z.B. Jako, in der Tat besser gewesen.

Die Reaktion aus dem Verein ist dann, wenn es sich tatsächlich so zugetragen hat, natürlich maßlos überzogen und schlichtweg lächerlich. Schließlich wolltest du den Kindern ja nur was Gutes tun, auch wenn dir die Wirkung nicht ganz bewusst war.
Mein Rat wäre übrigens, die Sache nochmal zu überdenken und die Kids zur kommenden Saison doch zu unterstützen, dann halt mit einem günstigeren Satz. Schließlich ging es dir von Anfang an darum, den Kindern und deinem Kumpel eine Freude zu machen und dem Verein etwas zurückzugeben. Das würde dir nach wie vor gelingen. Die Stimmen von einigen Oberen können dir da getrost egal sein, denn denen galt deine Absicht ja so oder so nicht. Und sich von den Vorkommnissen tatsächlich vergraulen zu lassen, wäre extrem schade.


Zum eigentlich Thema:

Als Student ist es sowieso meistens das Geld, dass einen verzichten lässt, und weniger die grundsätzliche Einstellung zu gewissen Dingen.
Ich kann mich glücklich schätzen, dass meine Eltern mich großzügig unterstützen, was nicht heißt, dass ich sorglos mit Geld umgehen kann, weil sie zur Not mein Defizit ausgleichen würden (was nicht der Fall ist oder auch wäre).
Aber es reicht soweit, dass ich keinen Nebenjob annehmen muss. War auch schon in der Schulzeit so. Meinen Eltern war es immer wichtig, dass ich mich auf das Studium bzw. die Schule konzentrieren kann, und nicht nebenher noch jobbe. In den Ferien bin ich dann dagegen arbeiten gegangen, damit ich mir auch mal selber etwas großes leisten konnte, wie z.B. einen Fernseher, oder das Geld für Reisen zurückgelegt habe.

Ich zügel mich in erster Linie bei ungesundem Essen, was bei mir aus ästhetischen Gründen geschieht. Manchmal stehe ich im Supermarkt und hätte Bock mir eine Tüte Chips, Schokolade oder eine Packung Eis zu kaufen, was ich dann aber zumeist lasse, da es dickt macht und ich mir dann zehn Mal überlege, ob ich wirklich etwas verpasse, wenn ich es nicht esse. Ab und zu kaufe ich mir so etwas aber schon und Fast Food esse ich auch häufiger. Dabei habe ich dann oft ein schlechtes Gewissen, was mich selbst ziemlich ärgert.

Überhaupt ist das Schlimme an diesem Verzicht, dass die meisten Menschen es zwar bewusst tun, sich aber damit selber strafen und es auch als Strafe empfinden. Das ist meiner Meinung nach der falsche Ansatz. Verzicht sollte aus Überzeugung geschehen und nicht aus Pflichtbewusstsein. Man macht sich nur unglücklich damit.
Kann das wieder selber bei mir beobachten: Wenn ich Klausurenphase habe, lerne ich oftmals den ganzen Tag. Gerade momentan ist das bei dem Wetter z.T. die reinste Qual. Ich mein, natürlich bringt es nichts, das Lernen sein zu lassen, und sich pausenlos in die Sonne zu legen. Dann bekommt man am Prüfungstag die Quittung. Aber mir fehlt dann auch ein wenig die Gelassenheit, die ein oder andere Prüfung in ein späteres Semester zu verschieben und dafür ein wenig mehr Freizeit zu haben. Der Leistungs- und Zeitdruck sind so hoch geworden, dass nur noch wenige Wochen pro Semester hat, die man wirklich genießen kann, indem man den Tag in der Sonne verbringt, ein Bierchen trinkt, feiert und einfach mal nichts tut. Und ich bin bei weitem nicht der fleißigste Student. Da wünsch man sich das vielzitierte Bummelstudium zurück.
 
om3ga schrieb:
Chocolate schrieb:
... ziehe es aber dann aus Respekt den anderen Usern gegenüber vor, es nicht zu tun.

Gratuliere, das ist das Arroganteste, was in diesem Thread bisher geschrieben wurde. Vorher noch von Understatement sprechen, anschließend aber dann doch indirekt sagen müssen, was man nicht alles hat (Haus, Auto, ...) zeugt eher von einem schlecht unterdrückten Wunsch, es nicht DOCH allen aufs Aug binden zu wollen, als von echtem Understatement. Selbiges kommt nämlich auch ohne solchen Bemerkungen aus.

Gebe ich dir vollkommen Recht, dass man das auch so auffassen kann wie du es getan hast und deshalb wirst du von mir auch niemals in einem Konsum-Thread eine solche Bemerkung von mir zu lesen bekommen. Hier ist es Thema.
 
Ich verzichte auf nichts, kaufe aber zb antisaisonal Klamotten, keine Spiele zum Vollpreis etc. essen ausserhalb ist auch eher eine Seltenheit, aber eher unbewusst. Großen Urlaub gibt es auch nur alle 2 Jahre. An Qualität wird aber nirgendwo gespart.

Ein Auto habe ich auch, obwohl ich keins bräuchte, Urgs wird auch irgendwann eins brauchen, spätestens wenn seine Kinder beginnen ansprüche zu stellen.
 
Ich verzichte schon seit ner Ewigkeit auf Urlaub... gut im Jänner gehts das erste mal wieder seit bestimmt 5 Jahren. Dafür gehe ich aber recht häufig ausgiebig essen. Was allerdings zu meinem Beruf und "Status" gehört.

Berufsbedingter Konsum und damit verbundener Verzicht. Die Welt ist verrückt. :ulgy:
 
tim_buktu schrieb:
Ein Auto habe ich auch, obwohl ich keins bräuchte, Urgs wird auch irgendwann eins brauchen, spätestens wenn seine Kinder beginnen ansprüche zu stellen.

Leuchtet mir absolut nicht ein, wieso man eines brauchen sollte, wenn man mitten in Berlin wohnt. Die Tausender, die man dadurch spart kein Auto zu haben, können weitaus sinnvoller genutzt werden, um "Ansprüchen" der Kinder gerecht zu werden.
 
Ich habe keine Auto, aber das ist kein Verzicht in Zeiten der Maßlosigkeit, sondern für mich einfach unnötig. Wenn ichs finanziell halten könnte, würd ich mir eins anschaffen. Und das gilt für ungefähr alles :ugly:
 
el_barto schrieb:
Nö, ich verzichte nicht. Klar, das Budget setzt einem Grenzen, aber innerhalb dieser Grenzen leiste ich mir, worauf ich Lust habe.
Ich bin ein Konsumkind, ich kaufe und konsumiere sehr gerne, sowohl bei Nahrungsmitteln als auch bei anderen Konsumgütern oder Technik.

Muss hier auch mal sagen, dass ich es überzogen finde, wie auf Bexter rumgehackt wird. Hier im Forum wird allgemein von fast jedem eine Chronologie der Einkäufe gepostet. Man schaue sich nur mal den frisch gekauft Thread an, wie enorm schnell der wächst.
Und bei jedem ist das auch OK außer bei Bexter, weil er halt ein wenig mehr Kohle hat und sich dementsprechend mehr/teureres leisten kann. Ansonsten verhält er sich hier im Forum genau so wie jeder andere auch, aber er wird dafür gehated und ihm Angeberei vorgeworfen. Nur: wo ist in der Sache an sich der Unterschied, ob man hier postet, dass man sich einen 60-Zöller oder 20 Filme und 8 Spiele gleichzeitig gekauft hat, außer die Menge an Geld, die man dafür hingelegt hat? Bexter ist bei weitem nicht der einzige, dem man hier bei entsprechender Einstellung Übermaß-Konsum vorwerfen kann...
Verstehe ich nicht so ganz, hätte ich seine Mittel, würde ich wohl genauso kaufen wie er auch.

ich denke das liegt daran das er zb ständig autos postet die geleast sind und die in verschieden treads zu finden sind ;)
und wegen aussagen wie dieser :

Haben ihn gerade gepackt und ich hab 100 Punkte intern geholt.
Mein Tipp war: Schmieriger Typ, Kurzarmhemd, Krawatte und 0815-Vertriebler
Und es ist genau SO ein Typ, wie ich erwartet hätte: Schmierig, rosa Kurzarmhemd und Krawatte (ich bin übrigens der Meinung, dass Krawatte UND Kurzarmhemden mal gar nicht geht!).

aber bexter ist nicht der einzige hier der so drauf (nicht böse gemeint) ist da gibts noch schlimmere ;)


ich wollte mir demnächst auch ein auto für über 50000€ (bar) kaufen aber seit das kind da ist denke ich anders und lass mein ganzes geld was ich aus versicherungen usw bekommen habe und bekommen werde inruhe und lasse es liegen wo es sich vermehren kann.
ich kaufe mir auch gerne sachen und gebe von meinem lohn auch viel aus aber nichmehr für sachen die ich eigendlich nicht brauche
 
Chocolate schrieb:
Gebe ich dir vollkommen Recht, dass man das auch so auffassen kann wie du es getan hast und deshalb wirst du von mir auch niemals in einem Konsum-Thread eine solche Bemerkung von mir zu lesen bekommen. Hier ist es Thema.

Verstehe ich nicht.
In einem Thread über Konsum tätigst du Aussagen, mit denen du deinem unterdrückten Wunsch nach Zur-Schau-Stellung deiner materiellen Güter nachgibst und somit dann doch als der Typ dastehst, den du versuchst durch Enthaltung in anderen Threads gerade nicht abzugeben. Irgendwie kontraproduktiv finde ich.

Lieber die eigenen Sachen maßvoll in den entsprechenden Threads posten - richtig gemacht wirkt man dann weder als Angeber, noch lässt man sich in anderen Threads zu Angeber-Aussagen hinreißen.
 
KakaoKoala schrieb:
Urgs schrieb:
Angeregt durch die Angeberei-Debatte im Kotzen-Thread.

Verzichtet ihr bewusst auf bestimmte, alltägliche Dinge? [...]

Wir verzichten auf ein Auto. [...] Aber wir lieben halt auch unsere Fahrräder und möchten schlichtweg kein Auto haben, auch wenn es einiges schon erleichtern würde. Ich fänd's toll, wenn ich am Ende meines Lebens sagen könnte, ich hätte nie ein Auto besessen. :)


Ihr wollt kein Auto, ... ihr verzichtet bewusst auf etwas. Hmhm ...
Also ich hab auch kein Auto, weil ichs mir nicht leisten kann. Verzichte also auch, oder?
Wenn ichs mir leisten könnte und es Sinn macht, bspw. weil ich evtl. im hintersten Kaff wohne, würde ich mir eins kaufen. Hier in der Stadt (als Studtent) vermisse ich es jetzt nicht wirklich.

Wir könnten uns ein Auto leisten. Ich habe übrigens nirgendwo geschrieben, dass wir aus Umweltgründen darauf verzichten. Das ist eher ein nettes Nebenbei. Wir verzichten vielmehr darauf, weil wir der Ansicht sind, dass unser Leben ohne Auto unterm Strich mehr Qualität als mit Auto beinhaltet. Gerade wenn du in einer Großstadt lebst, macht Autofahren keinen Spaß. Jede Stunde, die du in dem Teil verbringst, ist in meinen Augen eine verlorene Stunde. Dagegen ist jede Stunde auf dem Fahrrad ein Mehr an Lebensqualität, in jeder Hinsicht. Das ist unsere Überzeugung. Ein Leben mit Auto wäre natürlich bequemer, aber eben nicht schöner.
 
Außer auf Fleisch verzichte ich eigentlich kaum bewusst auf irgendetwas. Überhaupt versuche ich, alles an Luxus einzuschränken, der auf Kosten anderer passiert. Ich hab natürlich auch Markenklamotten und diverses Elektrozeug, teils sind die auch schon mehrere Jahre alt, aber ich würde wohl kaum etwas von Adidas oder Nike neu kaufen, wenn dann Second Hand. Ich kaufe überhaupt gerne second hand oder tausche Dinge.

Aktuell bin ich ja in der Lage, dass ich mir leider nicht, ohne drüber nachzudenken, neue Fair Trade Kleidung kaufen kann, also überlege ich überhaupt dreimal, ob ich dieses oder jenes Shirt nun wirklich brauche. Ich trag Kleidung mittlerweile meistens so lange, bis sie kaputt und nicht mehr reparierbar ist. *_*
Vor einigen Jahren war das noch anders, aber der übermäßige Konsum war da bei mir zum Großteil nur Frustshopping, weil ich mit meinem alten Job und mit wenig Freunden im fremden Land so unglücklich war.

Ich hatte jetzt schon ein megaschlechtes Gewissen, weil der Evin nach unserer Trennung ja unsere gemeinsam angeschaffte Kamera behalten durfte und ich mir jetzt eine eigene gebrauchte für 170€ zugelege und die in drei Raten bei einer Bekannten abzahlen muss. 170€ sind für viele hier sicher ein Fliegenschiss, aber ich muss da derzeit total drauf schauen und war dann echt nachdenklich, ob ich zum aktuellen Zeitpunkt wirklich, wirklich eine Kamera brauche, weil es ja vielleicht doch auch so ein 60€-Knipsi tun würde...

Worauf ich noch bewusst verzichte, sind teure Möbel, Polsterzeug aus Leder sowieso. (Ich kaufe ja bewusst sowieso kein Leder, egal, ob Kleidung, Taschen oder Schuhe...) Das teure Möbelzeugs gefällt mir meistens absolut nicht und vieles finde ich einfach extrem überteuert, für das, was es bietet.
 
Alexicious schrieb:
Vor einigen Jahren war das noch anders, aber der übermäßige Konsum war da bei mir zum Großteil nur Frustshopping, weil ich mit meinem alten Job und mit wenig Freunden im fremden Land so unglücklich war.

Ich finde, das ist ein interessanter Gedanke.
Ist das Kaufen von Luxusartikeln nicht meist eine Art Ersatzbefriedigung? Wenn der Jahresabstand zwischen den Fernsehern immer kürzer wird? Wenn sich die Klamotten im Schrank stapeln und man 10 Hosen hat? Wenn das Kinderzimmer vor Spielzeug überquillt? Kompensiert man mit diesem aggressiven Konsum nicht die eigene Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben?
 
Urgs schrieb:
Alexicious schrieb:
Vor einigen Jahren war das noch anders, aber der übermäßige Konsum war da bei mir zum Großteil nur Frustshopping, weil ich mit meinem alten Job und mit wenig Freunden im fremden Land so unglücklich war.

Ich finde, das ist ein interessanter Gedanke.
Ist das Kaufen von Luxusartikeln nicht meist eine Art Ersatzbefriedigung? Wenn der Jahresabstand zwischen den Fernsehern immer kürzer wird? Wenn sich die Klamotten im Schrank stapeln und man 10 Hosen hat? Wenn das Kinderzimmer vor Spielzeug überquillt? Kompensiert man mit diesem aggressiven Konsum nicht die eigene Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben?

ich würde ja sagen
 
meine PS3 damals hatte ich nur weil ich Stress mit meiner FReundin hatte :D. Viele Games wurden auf dem gleichen Wege gekauft :lol:. Verdammte Frustkäufe :p
 
dweezzu schrieb:
ich sehe "in Zeiten der Maßlosigkeit" und weiß direkt wer es verfasst hat :D

Wo Urgs draufsteht, ist auch Urgs drin! :kaffee:

c46fli54u4mqbd3xf.jpg

:grins:
 

Ähnliche Themen

G
Gelöschte Mitglieder 617
Antworten
128
Aufrufe
11K
Zurück
Oben