SirHorst schrieb:
Also fändest du es angenehmer wenn leute die sich falsch verhalten einfach getötet werden?...ok....
Was genau spricht dagegen? Mit Tieren machen wir das ja. Ein Fehltritt => Bang! Einschläfern, Abknallen, Ausstopfen.
Und man müsste die ganze zeit in angst leben zu sterben anstatt ein knöllchen zu bekommen juchei! Radikal sein ist so befreiend!
I got bad news for ya: Wir müssen ALLE irgendwann sterben. Lässt sich leider nicht vermeiden. Die Angst davor setzt sich aus unserem natürlichen Überlebensinstinkt (wichtig für den Fortbestand der Art, weil es Lemminge nicht allzu weit bringen würden) und unseren Hirngespinsten zusammen ("Oh, was kommt nur nach dem Tod? Himmel, Hölle, gar nix *schauder*..." ). Und wir leben diese Angst auch ständig. Wir benutzen überall Helme und Sicherheitsgurte (Todays kids have to wear helmets for everthing but jerking off - George Carlin), schauen zuerst, bevor wir über die Straße gehen, werden fast hysterisch, wenn irgendein Nahrungsmittel etc. im Verdacht steht Krebs auszulösen usw. - Sicherheitsbestimmungen und Gesundheitsnormen wohin das Auge blickt
Wenn es mit einem von uns zu Ende geht, werden wir dann völlig irrational. Wir kippen Mittelchen vom Wert eines Kleinwagens in einen Menschen und schließen ihn an Geräte an, von deren Geld man ein afrikanisches Dorf 5 Jahre lang ernähren könnte, nur damit derjenige noch 3 Wochen länger dahin siechen kann. Wir versuchen uns in Organtransplantationen, sammeln und lagern unser Blut, träumen davon, für unsere Körper Ersatzteillager zu züchten, falls wir mal was brauchen.
Und warum all das? Damit wir ewig alt werden und dann trotzdem sterben. Die pure Angst vor dem Tod treibt uns zu all dem und wir verdrängen dabei, dass er so oder so kommt und dabei benutzt er meistens einen Kansas City Shuffle und wir stehen wieder dumm da.
Wo also genau liegt der Unterschied zwischen der Angst vor dem Sterben in unserem ach so tollen Leben und der Angst vor dem Sterben, die - sagen wir mal irgendein weitgehend sorgenfreier Ureinwohner auf einer kleinen pazifischen Insel hat, wenn er mit seinem zerbrechlichen Schilfboot zum Angeln rausfährt? Der wird vielleicht nicht die Freude haben mit 95 und unfähig sich an irgendwen in seinem Leben zu erinnern, zu sterben. Evtl. macht er es nur bis 50 oder so. Aber er musste wenigstens nie am Arbeitsamt anstehen, sich um Zahnersatz Sorgen machen oder darüber, ob er in seinen neuen Jeans fett aussieht.
Menschen sind alleine totale weicheier aber wir jagen nunmal in gruppen und sind intelligent. Wir ziehen einfach tiere aus der herde locken sie in eine falle und lassen sie die menschliche total ownage spüren.
Gibt genügend andere Raubtiere, die das auch so machen. Angefangen hat es bei den Dinosauriern und heutzutage kriegt man das auch in genügend Dokus geboten. Ist wahrlich nichts, was uns auszeichnet.
Wenn wir nicht ganz oben in der kette stünden wären wir nicht mehr hier. Wir stehen nicht aussen. Unsere dominanz äussert sich nicht durch rohe gewalt die gottgegeben ist sondern durch intelligenz und selbstgebaute gewalt
Wir sind noch hier, weil wir eine Nische gefunden haben. Nehmen wir noch am natürlichen Überlebenskampf teil? Gilt bei uns "Survival of the fittest?". Anpassung spielt für uns gar keine Rolle mehr. Wir können an den Nordpol ziehen, dort ein Zelt aufschlagen und 2 Wochen Urlaub machen. Anschließend gehen wir in die Wüste und machen dort das Gleiche. Wir sind kein Teil des Ökosystems mehr. Wir gestalten das Ökosystem selber. Und wenn man etwas beeinflusst, dann ist man nicht mehr Teil davon, so wenig wie Viren Teil unseres Körpers sind.