@ Mingo
Halt dich doch einfach raus, wenn du nix Konstruktives beizusteuern hast.
@ Bazong
Na sicher, lässt sich das bestimmt alles auf anderem Wege herstellen. Aber nochmal die Frage: WO SOLL ES DENN WACHSEN? Das hat rein gar nix mit dem Obst und Gemüse zu tun, was wir saisonal bedingt kaufen können. Die Liste, die Raszagal geschrieben hat, ist in Wahrheit noch viel länger. Und man kann z.B. Pflanzenfett nicht im Sommer aus Raps gewinnen und im Winter aus Kohl. Und dieser Bedarf an Pflanzen, der dann entsteht hat NULLKOMMANIX mit der Ernährung zu tun. Das ist der Bedarf, der dann anstelle der tierischen Produkte an die Industrie geliefert wird, die dann daraus ihre Produkte fertigt. Du kannst doch nicht einfach sagen, dass die Industrie dann ganz ohne diese Produkte auskommt. Die brauchen das weiterhin in der gleichen Menge. Und wenn wir das Zeug dann aus Pflanzen gewinnen, dann muss das zwangsläufig irgendwo wachsen. Und dann müssen wir die Begleitumstände der Agrarwirtschaft mit einkalkulieren. Man kann nicht jeden Tag ernten, die Ernte kann durch diverse Einflüsse massiv geschädigt werden, es müssen deswegen große Vorräte gespeichert werden etc. Eins bedingt da das andere. Ist reine Logik. Wenn ich da 'nen Denkfehler drin habe, möge man mir den bitte zeigen, damit ich mich korrigieren kann.
Aber die Industrie braucht nun mal die Menge X, um all das herzustellen, was wir brauchen. Und es ist dabei wurscht, ob wir dieses X aus den Untermengen T und P (Tiere und Pflanzen) bilden. X bleibt immer gleich. Und je kleiner T wird, desto größer muss zwangsläufig P werden, mit allen Problemen, die damit verbunden sind (Fläche ist das Größte). All das hat nicht das geringste mit Fleisch oder Ernährung zu tun. Das spiegelt sich dann erst in der Menge E (Essen) wieder, die parallel zu P anwächst und schlicht und ergreifend die Nahrungsausfälle durch das weniger vorhandene Fleisch kompensiert.
Niemand behauptet das das gut so ist, wie es ist. Es ist vielmehr total krank (da wären wir wieder bei den Extremen). Aber wir haben uns das alles so über die Jahre geschaffen und jetzt stecken wir drin und fest. Der ganze Mist ließe sich nur dann wieder in vernünftige Bahnen bringen, wenn wir alle bereit wären, VIEL von unserem Lebensstandard aufzugeben und uns quasi zurück zu entwickeln. Erst wenn viele Dinge nicht mehr hergestellt werden müssen, sinkt auch der Bedarf für die erforderlichen Rohstoffe. Nur steckt eben in diesen vielen Dingen unsere Gesellschaft und unser Lebensstandard. Und wer will da gern zurückstecken? Und kommt mir jetzt nicht mit "Dann kaufe ich keine Ledersachen mehr". Denkt lieber an so Sachen wie "Diverse Medikamente werden schlicht und ergreifend nicht mehr hergestellt".