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Uni und so

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

An vielen Unis ist es (leider) in vielen Fächern ja eh so gelaufen, dass der Bachelor im Prinzip der Diplomstoff in kürzerer Zeit ist. Von daher kann in meinen Augen gar nicht davon die Rede sein, dass Bachelor weniger an Stoff lernen.

Was halt auf der Strecke bleibt, ist das Drumherum. Sprachkurse, Hiwi-Job, Tagungen, Ausland, freiwillige Praktika, Diplomarbeit etc. Diplomstudenten können auch mal ein Semester länger machen, um ihr Profil zu schärfen und sich in bestimmten Bereichen zu spezialisieren. Mit dem Bachelor ist dieses Denken gekommen, dass nur ein Regelstudium ein gutes Studium ist. Die Profs finden bei uns keine Hiwis, weil die Bachelorstudenten nach der Vorlesung in der Bibliothek sitzen und bis in die Nacht lernen. Ein riesiger Fehler im System, denn ich habe nirgends so viel gelernt, wie in meinem Job als Hilfskraft. Mal ganz abgesehen davon, dass der natürlich auch im Lebenslauf nicht schlecht aussieht.

Edit: Volle Zustimmung zu tomixxx.
 
Ich weiß ja nicht, was du studierst, Christian. Aber es wird nur noch Bachelor geben und irgendjemand wird auch in Zukunft die Arbeit machen müssen. Von daher hat er Recht, wenn er das Titel-Gebashe für übertriebene Panikmache hält.
 
lüsterneLINDA schrieb:
wer an der uni nur nen bachelor macht ist selber schuld.

Ja, für Leute die nicht selber denken können ist die Hochschule was tolles(betrifft nicht die kreativen Studiengänge aber WiWi zum Beispiel).
Allein schon von den Klausuren her.
Flamewars on! :lol:
 
Nein, damit meine ich dass die Hochschule in diversen Fachbereichen definitiv einfacher und "Eierschaukeln" angesagt ist. Wenn ich mich mit meinem Kumpel vergleiche. Studieren beide WiWi, er schreibt Statistik an der FH, lernt dafür eine Woche und schreibt eine 1,x. Die Klausur ist die gleiche die sie schon bereits von dem Prof. als Übung eine Woche vorher bekommen hab. Das passiert übrigens in einigen Fächern öfters.

Bei mir siehts so aus: 1 Monat lang jeden Tag intensiv(6-10 Stunden) Statistik lernen und am Ende bin ich noch durchgefallen und jetzt lerne ich bereits seit 3 Wochen schon wieder nur für dieses Fach. Montag ist endlich Prüfung.
Das Semester geht wieder los und ich werde Mittwoch mich schon wieder in die Bibliothek setzen und anfangen für die neuen Module zu pauken.

Und nein ich gehöre nicht zu diesen Personen für die Mathe unmöglich ist und bin mathematisch einige Ligen höher als mein besagter Freund(Abitur Mathe durchgehend 3 Punkte) an der Hochschule.

Aktuell kann ich noch meinen 1,x Schnitt an der Uni halten aber der Aufwand den ich dafür betreibe ist um Welten höher als mein Freund an der Hochschule, der sein schönes Studentenleben genießt.
Der lacht mich jedesmal aus, wenn ich ihm erzähle wie das so bei uns abläuft.
 
Die Erfahrung hab ich aber auch gemacht.
Nicht so extrem wie Kollege Kali das berichtet, aber an der Uni musste ich definitiv härter für die Noten ackern als jetzt an der FH
 
Dafür haben die meisten FH-Studenten von morgens bis abends Unterricht und 8-10 Klausuren je Semester. Der Vergleich zwischen FH und Uni ist vor allem deshalb lächerlich, weil beide Ausbildungswege in der Regel völlig unterschiedliche Ziele haben. Von daher gibt es da kein pauschales besser oder schlechter. Die Frage ist, was man lernen will, nicht wie viel.
 
Kali schrieb:
Bei mir siehts so aus: 1 Monat lang jeden Tag intensiv(6-10 Stunden) Statistik lernen und am Ende bin ich noch durchgefallen und jetzt lerne ich bereits seit 3 Wochen schon wieder nur für dieses Fach. Montag ist endlich Prüfung.
Das Semester geht wieder los und ich werde Mittwoch mich schon wieder in die Bibliothek setzen und anfangen für die neuen Module zu pauken.

Und nein ich gehöre nicht zu diesen Personen für die Mathe unmöglich ist und bin mathematisch einige Ligen höher als mein besagter Freund(Abitur Mathe durchgehend 3 Punkte) an der Hochschule.
Wobei Statistik jetzt kein mathematisches Fach im herkömlichen Sinne ist. Du hast deine 1000 Formeln in einer Formelsammlung und die musst du anwenden und vor allem wissen was die Werte bedeuten. Ich behaupte mal, dass das einsetzen in die Formeln und ausrechnen der Werte nicht die Schwierigkeit von Statistik ausmacht.

Bei uns war die Schwierigkeit zum einen der extreme Zeitdruck und zum anderen ein Multiple Choice Teil mit richtig fiesen Fragen und bei falscher Antwort wurden Punkte abgezogen. So wars zumindest bei den WiWis wo ich es geschrieben hab.

Was studierst du eigentlich?
 
Marcello schrieb:
Die Erfahrung hab ich aber auch gemacht.
Nicht so extrem wie Kollege Kali das berichtet, aber an der Uni musste ich definitiv härter für die Noten ackern als jetzt an der FH

Mein damaliger BWL Prof hat mal zu uns gesagt: "An der FH wird lediglich das gelehrt, was am Markt und Beruf gerade angewandt wird. Und wir an der Uni dagegen lehren einfach ALLES!":D

Ich finde das trifft die Sache ganz gut
 
Nasreddin schrieb:
Dafür haben die meisten FH-Studenten von morgens bis abends Unterricht und 8-10 Klausuren je Semester. Der Vergleich zwischen FH und Uni ist vor allem deshalb lächerlich, weil beide Ausbildungswege in der Regel völlig unterschiedliche Ziele haben. Von daher gibt es da kein pauschales besser oder schlechter. Die Frage ist, was man lernen will, nicht wie viel.
das stimmt, die Anzahl der Klausuren ist bei der FH weit höher, allerdings haben die auch nicht den Stoffumfang.
Ein Kumpel, der von der FH an die Uni gewechselt ist, meinte mal früher hatte er zwar weit mehr Klausuren pro Semester geschrieben, aber an der Uni lernt er für eine Klausur so viel wie an der FH für alle zusammen.

Ich kann das nicht beurteilen, ich finde so viele Klausuren auf einem Haufen auch ziemlich stressig. Ich sehs bei meiner Freundin, die studiert BWL an einer FH.
Manche Sachen fand ich da aber schon um einiges leichter, gerade Mathe, Statistik oder das Fach "Informatik", die lernen da tatsächlich mit Excel Tabellen zu erstellen... wtf. das ist doch kein Informatik... aber gut gab auch noch andere Sachen, wenn mans nicht selber macht kann man immer viel reden
 
Kommt wohl auf die FH und den Studiengang dann an. Ich kann dies jedenfalls so nicht bestätigen. Habe für die 3 wichtigen Klausuren pro Semester etwa 2 Monate vor den Prüfungen dafür gelernt und zwar an jedem freien Tag inskl. Wochenenden und Freistunden.
Okay die restlichen 4 Prüfungen waren nur dazu da, den Schein zu bekommen und gingen nicht in die Endnote rein, aber auch für die muß man doch irgendwann mal lernen.
 
Dass es ohne lernen geht und man die Scheine hinterhergeschmissen kommt hab ich auch nicht gesagt!
Ackern muss man immer daür.
Bei mir wars an der Uni aber heftiger als an der FH
 
An der Uni muss man sich eben um fast alles selber kümmern. Stundenplan selber machen, schauen was man wann und wie beim wem und in welchem Umfang hört, an der FH ist da wesentlich mehr vorgegeben und etwas mehr verschult, wie auch der Name schon sagt ;)

Ein Freund von mir ist nach dem Abitur zur FH gegangen weil er wusste, dass er jemanden braucht der ihm in den Arsch tritt damit er vorwärts kommt und das eben an der FH wesentlich mehr gegeben ist als an der Uni. Dort ist man freier in jeder Hinsicht, vor allem als wir beide da noch auf Diplom angefangen haben, was eben für viele Nachteile hat. Ich finds klasse dass ich alles selber raussuchen muss/darf, sogar die Prüfungstermine und die Professoren, bei denen ich mich prüfen lassen will :)
 
nofix schrieb:
Bei uns war die Schwierigkeit zum einen der extreme Zeitdruck und zum anderen ein Multiple Choice Teil mit richtig fiesen Fragen und bei falscher Antwort wurden Punkte abgezogen.

und bei uns gibts dann gar keine Punkte mehr - also nicht nur für die falsch beantworteten Fragen sondern auch für die richtigen...man bekommt NICHTS.

Ich weiß ich hab das hier schon öfters erwähnt aber ich finds einfach so scheiße, dass ich es jedes Mal sagen muss. Könnt ihr mir Mitgefühl leihen? :oops:

Letztes Semester wars wieder das gleiche: 2 Klausuren für Statistik 3. Die eine beim Prof selbst, die andere bei einem seiner Schergen. Bei der Klausur des Professors wusste ich definitiv mehr (war in der Einsichnahme) aber hab dort trotzdem die schlechtere Note...weil ich mir bei 2 Aufgabenblöcken (a 10 Fragen) immer bei einer Frage unschlüssig war und das Falsche angekreuzt habe und daraus ergibt sich dann in seinem wirren Verstand 0 Punkte.
Wenn einfach nur ne falsche Antwort mit Punktabzug bestraft würde hätte ich immerhin noch 8 Punkte gehabt aber so warens dann 0... :wand:
 
MouseMan schrieb:
An der Uni muss man sich eben um fast alles selber kümmern. Stundenplan selber machen, schauen was man wann und wie beim wem und in welchem Umfang hört, an der FH ist da wesentlich mehr vorgegeben und etwas mehr verschult, wie auch der Name schon sagt ;)

Ein Freund von mir ist nach dem Abitur zur FH gegangen weil er wusste, dass er jemanden braucht der ihm in den Arsch tritt damit er vorwärts kommt und das eben an der FH wesentlich mehr gegeben ist als an der Uni. Dort ist man freier in jeder Hinsicht, vor allem als wir beide da noch auf Diplom angefangen haben, was eben für viele Nachteile hat. Ich finds klasse dass ich alles selber raussuchen muss/darf, sogar die Prüfungstermine und die Professoren, bei denen ich mich prüfen lassen will :)

jo, mein Mitbewohner is auch total schlecht im selbstständigen Zeitmanagment. Während ich jetzt im 5. Semester, was morgen bei mir anfängt noch 3 Seminare aus dem Pflichtbereich und 2 aus dem freien Wahlbereich erledigen muss, da müssteer noch bestimmt 7-9 Seminare aus den anderen Semestern nachholen, weil er es nicht auf die Reihe kriegt sich auf seinen Arsch zu setzen und Hausarbeiten zu schreiben, oder auch oft genug hinzugehen. Ich muss im 6. Semester nur noch die Bachelor Arbeit schreiben und dann bin ich feddich.

Sein geilster Satz is immer: "Ah.......das bringt mir ja auch nix, da jetzt hinzugehen, da guck ich mir lieber hinterher ne pdf an."

Aber er is auch n unheimlicher Schluri, hat es in 2 Jahren nicht hingekriegt sein Bett aufzubauen und pennt immer noch auf seiner Matratze. Aber seine Freundin stört das nicht, die poppen auch 10cm überm Boden. :cool:

Edit: Achja, zum Verständnis, ich studiere an einer Uni Social Sciences auf Bachelor und ich würde ihm zu einer Lehre oder der FH raten :D
 
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