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Uni und so

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Nur mal zu dieser Diplom-ist-besser-als-Bachelor-Sache: Ich finde das eine Sauerei. Das Studium ist kürzer, anstrengender und bietet gegenüber dem Diplom in den ehemaligen FHs auch noch ein Praxissemester. Man beweist in kürzerer Zeit mehr zu schaffen und dann musste dir anhören, wie traditionelle Diplomer über den Bachelor herziehen. Das hat schon was von Fanboy-Gehabe und das geht einfach gar nicht. Mir soll einmal einer einen Beweis zeigen, dass Bachelor wirklich schlechter ist. Plappern kann jeder.

@eiti: An Nachschub wird es denen durch die doppelten Schulabgänger (13tes und 12tes Gymi) nicht mangeln.
 
Eins ist klar, den Personalern muss es egal sein, denn die wissen genau, dass sie mittelfristig sowieso keine Alternative zu BA/MA haben. Was Diplomstudenten denken ist irrelevant und die typischen "Bachelors sind in der Wirtschaft nicht angekommen"-Studien basieren meist darauf dass Bäcker, Metzger und Dachdecker gefragt werden, ob sie den Abschluss "Bachelor/Master" kennen.
 
@ Frystil & eiti :dhoch::dhoch::dhoch::dhoch: * uneingeschränktrechtgeb*

Klar ist, dass einige Studiengänge den Wechsel gut geschafft haben einige andere eher weniger.

Ich kann nur von meiner Situation sprechen: Als letzter Dipl. Ing Maschbaujahrgang angefangen und nach dem ersten Semester in den Bachelor gewechselt, weil ich im ersten Semester zu viele Prüfungen net geschrieben/bestanden hab (jaja das 1. Semester). Regelstudienzeit sollte im Diplom 8 Semester sein. Davon eins nur als Praxis-Semester und eins nur für die Diplomarbeit. Die tatsächliche Studienzeit lag glaube ich so bei 10-11 Semestern.

So..... nun im Bachelor sinds nur noch 6 Semester. Das Praxissemster wurde komplett gestrichen und fürs letzte Semester sieht der Zeitplan wie folgt aus:
5.10-27.11 sind 3 Vorlesungen mit insgesamt 24 SWS vorgesehen. Zusätzlich noch nen Wahlpflichtfach von ca. 4 SWS. In der Woche vom 30.11- 4.12 gibt es dann die Prüfungen. Im Anschluss hat man 3 Monate Zeit für seine Bachelor Thesis die dann Anfang/Mitte März abzugeben ist.

Wenn das nicht mit dem Brecheisen ist dann weiß ich auch nicht. Könnte mich endlos drüber aufregen :wand:.

Und die Personaler hätten dann am liebsten einen 22-23 Jährigen Bachelor Absolventen mit Auslandserfahrung, Praxiserfahrung und einem sehr guten Abschluss in der Regelstudienzeit :staun::vogel:
 
el_barto schrieb:
Bachelor-Arbeiten sollen so 30-50 Seiten lang sein (6 Wochen Zeit), Diplomarbeiten auf jeden Fall über 50, sie sollten aber eher an den 100 Seiten kratzen(je nach FB 3 oder 6 Monate)...

Kann ich so nicht bestätigen. Habe meine Diplomarbeit extern in einer Firma geschrieben und damit 6 Monate Zeit gehabt. Am Ende kam ich auf knapp 50 Seiten und habe trotzdem eine 1,0 dafür enthalten.
 
eiti schrieb:
Die Bachelors an der Uni, an der ich gerade den Master mache werden nach aktueller PO nach dem 8. Semester zwangsexmatrikuliert.

An welcher Uni bist du denn?
Bei uns dulden sie die Studenten die ihren Bachelor verlängern, letzten Endes müssen sie am Ende dafür zahlen. Man hat in Bremen 12 Freisemester insgesamt und wer länger braucht(mit Master), kann Studiengebühren zahlen.

Halte ich so persönlich auch für die beste Lösung. Der Bachelor ist eben in 6 Semestern machbar, aber eben dann ein Fulltime-Job wenn man gute Noten haben möchte. Dieses alte "Diplomstudenten-Lifestyle" ist schon längst vorbei, das mögen einige wohl einige noch nicht so richtig mitbekommen zu haben.
 
Kali schrieb:
Halte ich so persönlich auch für die beste Lösung. Der Bachelor ist eben in 6 Semestern machbar, aber eben dann ein Fulltime-Job wenn man gute Noten haben möchte. Dieses alte "Diplomstudenten-Lifestyle" ist schon längst vorbei, das mögen einige wohl einige noch nicht so richtig mitbekommen zu haben.
ja genau alle Studiengänge sind gleich :roll:
 
Bin in Gießen. Du hast schon Recht, die meisten Studiengänge sind in 8 Semestern machbar. Ich habe den Bachelor auch in 6 Sem. gemacht, dass heißt aber nicht dass dies allgemeingültig ist. Es sollte eigentlich nicht darum gehen, schnellstmöglich Absolventen für die Wirtschaft zu produzieren, sondern dass jedem die Möglichkeit eröffnet wird, im Rahmen seiner Interessen und Möglichkeiten zu lernen. Der eine braucht dann eben 6 Sem. und der nächste 12 Sem. Wo soll da oder hinsichlich des "Diplomstudenten-Lifestyle" das Problem liegen?

Sisaya schrieb:
el_barto schrieb:
Bachelor-Arbeiten sollen so 30-50 Seiten lang sein (6 Wochen Zeit), Diplomarbeiten auf jeden Fall über 50, sie sollten aber eher an den 100 Seiten kratzen(je nach FB 3 oder 6 Monate)...

Kann ich so nicht bestätigen. Habe meine Diplomarbeit extern in einer Firma geschrieben und damit 6 Monate Zeit gehabt. Am Ende kam ich auf knapp 50 Seiten und habe trotzdem eine 1,0 dafür enthalten.

Ja, die besagten 100-Seiten sind wohl eher auf den "viel, hilft viel"-Gedanken zurückzuführen. Letztendlich sagt der Umfang nichts aus, die Kunst bzw. Transferleistung ist ja eher das wissenschaftliche Problem und evtl. dessen Lösung in wenige Seiten zu packen.
 
Das Problem an meiner Uni (mache auch den Bachelor) ist, dass man für den Bachelor 8 Wochen Praktikum braucht und um den Master zu BEGINNEN 20 Wochen Praktikum braucht.

Da bei mir die Klausurenphase allerdings von der ersten vorlesungsfreien Woche bis eine Woche vor Semester-Beginn dauert, MUSS man quasi während der Klausurenphase sein Praktikum machen. Ich will den Bachelor in 6 Semestern packen, aber durch das Arbeiten/Praktikum sind die Noten dafür eher mager.

Besonders wenn man dann auch noch 2 Seminararbeiten innerhalb des Semesters schreiben muss wird es hart. Und da ich auch nicht alle Klausuren aus dem letzten Semester aus unterschiedlichen Gründen schreiben konnte muss ich mal schauen wie bei mir nun das 5. Semester so läuft.

Zumindest habe ich nun weniger Vorlesungen, dafür halt die 2 Seminare + Klausuren die ich nach schreiben muss. Und einmal in der Woche will ich ja dann auch noch arbeiten.

Leider verliere ich immer irgendwann die Lust auf das Lernen oder ich kann mich einfach nicht mehr motivieren wenn man über 2 Monate nur zu lernen hat. :drunter:

Besonders wenn meine Freundin für ein Jahr in Frankreich ist. :I
 
eiti schrieb:
Bin in Gießen. Du hast schon Recht, die meisten Studiengänge sind in 8 Semestern machbar. Ich habe den Bachelor auch in 6 Sem. gemacht, dass heißt aber nicht dass dies allgemeingültig ist. Es sollte eigentlich nicht darum gehen, schnellstmöglich Absolventen für die Wirtschaft zu produzieren, sondern dass jedem die Möglichkeit eröffnet wird, im Rahmen seiner Interessen und Möglichkeiten zu lernen. Der eine braucht dann eben 6 Sem. und der nächste 12 Sem. Wo soll da oder hinsichlich des "Diplomstudenten-Lifestyle" das Problem liegen?

Ganz einfach. Die Uni ist schon längst von einem Ort der Bildung zu einem Ort der schnellen Ausbildung mutiert. Das wird sich auch nicht ändern. Und diejenigen die das nicht kapieren, sortiert das System einfach aus. Man ist nur eine Matrikelnummer für die Profs. weiter nicht.
Ich bin keinesfalls ein Befürworter dieses Systems. Ich hätte gern auch mein Diplom gemacht und die Freiheiten genossen. Aber ich glaube auch nicht daran, dass die Unis sagen werden: "Bachelor ist ja doch Mist stellen wir alles wieder um".
Ich hab mich an die Situation gewöhnt und gehe fast jeden Tag nach der Vorlesung in die Bibliothek und kaue den Stoff durch. Manchmal besuche ich gar keine Vorlesungen bei Fächern die auch ohne machbar sind. Das klaut nur Zeit.
Zeitmanagement ist das wichtigste und das wird uns WiWi's innerhalb der ersten Wochen des 1. Semesters beigebracht. Die Eröffnungsrede ging los mit: Das Studium - eine Vollzeitarbeit.

In diesem System gehen leider Leute die arbeiten müssen völlig unter. Ein Freund hat ein Jahr vor mir angefangen und wir lernen beide gerade für die gleichen Klausuren weil er ständig arbeiten muss, hat er viele Klausuren verschoben und so sein Studium um ein Jahr verlängert. Das ist mir bei sehr vielen aufgefallen die arbeiten.

@Nofix: Ich weiß du studierst Informatik und hast dir selber ins Bein geschossen, indem du dich für Bachelor entschieden hast. Das ist nunmal Pech, aber du musst da eben durch. Bei uns in Bremen kämpft der Informatik FB schon lange gegen die Einführung des Bachelors und soweit ich weiß kann man hier Informatik immernoch mit Diplom anfangen.
 
Grundsätzlich andern wird es sich nicht - aber die werden ihre Begrenzung auf max. 8 Semester auch nicht aufrechterhalten können. Das ganze in 6 Semestern zu schaffen ist möglich, aber zusätzlich 2-3 Praktika, ein Auslandssemester und etwas Studium Generale wird dann schon schwierig. Wenn wir dann noch - wie gerne gefordert - außeruniversitäres Engagement oder Mitarbeit an studentischen Initiativen einfließen lassen, ist ein Abschluss in den 6 Semestern kaum möglich, wenn man nebenher noch ein Leben haben will und/oder arbeiten muss.
 
Bei uns haben sie gemerkt, dass 6 Semester für den Bachelor nicht reichen und nun wurde umgestellt auf 7. Das macht es aber keineswegs besser- nur, dass jetzt keiner mehr checkt, was wann Sinn macht etc.
 
ich kenn mich da nicht gut genug aus, aber ich habe mal gehört das die unis nicht verpflichtet sind jeden bachelor studenten auch den master zu ermöglichen. wenns stimmt und die tatsächlich sich nur die guten aussuchen, dann fänd ich das schon scheiße. aber mich betrifft das ja zum glück nicht.

im gegenteil, durch die umstellung auf bachelor habe ich sogar schon mal profitiert.:dhoch: ich bin mal bei einer diplom klausur durchgeflogen weil ich zu wenig gelernt habe. nach nem jahr habe ich es nochmal probiert und mittlerweile wurde dieses fach von diplom auf bachelor umgestellt. die klausur war plötzlich viel einfacher und ich hab dadurch ne super note bekommen. prof war immer noch der selbe genauso wie die vorlesung. nur die klausur war auf einem ganz anderem niveau.
 
lüsterneLINDA schrieb:
ich kenn mich da nicht gut genug aus, aber ich habe mal gehört das die unis nicht verpflichtet sind jeden bachelor studenten auch den master zu ermöglichen. wenns stimmt und die tatsächlich sich nur die guten aussuchen, dann fänd ich das schon scheiße.

Das ist in meinen Augen der entscheidende Punkt. Masterstudiengänge werden auf die besten Abolventen beschränkt. Bachelors in BWL oder technische, praxisorientierten Fächern werden sicherlich genau so gut in der Wirtschaft unterkommen wie Diplomanden. Aber wenn man in die Wissenschaft will oder später hochspezialisiertes Consulting machen möchte, reicht Bachelor vom Lehrplan her zumindest in meinem Studiengang Geographie nicht. Gerade Studenten der Geisteswissenschaften werden sich da noch umschauen. Wenn der Master auf 2.0 gesetzt ist und man selbst nur 2.1 hat, weil man eine Klausur, in der sinnloses Faktenwissen abgefragt wurde, in den Sand gesetzt hat.

Deshalb bin ich froh auf Diplom zu studieren.
 
lüsterneLINDA schrieb:
ich kenn mich da nicht gut genug aus, aber ich habe mal gehört das die unis nicht verpflichtet sind jeden bachelor studenten auch den master zu ermöglichen. wenns stimmt und die tatsächlich sich nur die guten aussuchen, dann fänd ich das schon scheiße. aber mich betrifft das ja zum glück nicht.

Ist von Uni zu Uni unterschiedlich. Bei uns KÖNNTE es wohl sogar passieren, dass jeder Bachelor-Absolvent hier an der Uni auch den Master machen könnte. Aber da ich im ersten Bachelorjahrgang unserer Uni bin, kann sich dass alles noch ändern. Und die Prüfungsordnung ändert sich deshalb auch zu jedem Semester. :nein:


Die Prüfungen die wir im Vertiefungsstudium machen müssen sind bei uns zumindest auf Diplom-Niveau - wir müssen sogar mehr Stunden teilweise machen als das was im Modulhandbuch gefordert wird, weil die Veranstaltungen noch nicht auf die Bachelor-Studenten umgestellt wurde.

Soll heißen: ein engerer Zeitplan, der durch die Diplom-Veranstaltungen noch zusätzlich aufgebläht wird und dann noch Diplom-Prüfungen. Wenn man das dann alles in Regelstudienzeit beenden will und dann auch gleich mit dem Master weitermachen will, muss man dann schon schauen wo man bleibt...
 
tomixxx schrieb:
Hmm, darf man jetzt eigentlich auch den FH-Bachelor mit dem Uni-Bachelor auf ein Niveau stellen oder gibt es da noch immer Unterschiede?

Das weiß ich nicht. Aber ich würde auch nicht sagen, dass ich was Typisches/ Bekanntes studiere. Es gibt in Deutschland nichts Vergleichbares und deshalb hat die es imo keine Aussagekraft, dass man dabei einen Bachelor gemacht hat.
Ich meine... wenn ich den Bachelor hab, was sagt das aus? Nichts.
 
Christian86 schrieb:
Ich meine... wenn ich den Bachelor hab, was sagt das aus? Nichts.

Irrtum! Das sagt schon etwas aus. Zumindest, dass du Willens genug bist, was zu lernen. ;)

Ich finde diese ganze künstliche Inflation/Abwertung von staatlichen Ausbildungsetapen sowieso schwachsinnig.

Dann heißt es am Stammtisch: "Ja, Abi ist eh nichts wert. Bachelor ist eh nichts wert. DDr. ist auch eigentlich nichts." usw.

Meiner Meinung: Nicht gut, da sich auf diese Art und Weise eine Gesellschaft selbst fertig machen kann. Was zählt dann überhaupt nocht? Um was geht es dann überhaupt noch im Leben?

Und schließlich sagen wir Akademiker ja auch nicht, dass etwa der Beruf des Maurers oder Bäckers nichts wert ist.
 
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