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Unheilbar krank

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Mir fehlen die Worte!

Ich wünsche Euch viel Kraft, einen möglichst "guten / leichten" Verlauf, professionelle und empathische Hilfe und das ist leicht gesagt aber: stark sein und bleiben!

Eurem privatem Umfeld wünsche ich genauso viel Kraft und Empathie und hoffe sie werden Euch unterstützen können.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, auch das Umfeld benötigt mal eine "Auszeit" und kurz "Abstand" von Krankheit und dem was einem in solchen Momenten bewegt, nehmt das bitte nicht persönlich!
Alle sollten Zeit haben wieder Kraft zu tanken und jeder auf seine Weise, um dann weiter Liebe und Unterstützung leisten zu können.
 
Man. Oh man.
Harter Tobak hier.
Ich kämpfe ja auch mit diversen Problemen und man findet nichts. Hab auch ne komische altbackene Ärztin.
Muss eh demnächst wechseln.
Nicht das sie unbedingt was finden sollten. Nur will ich das meine Probleme erkannt werden und ich reagieren kann. Ich habe massive psychische Probleme deswegen.
Angstzustände immer wieder mal.

Ich wünsche alle Senioren hier gaaanz viel Gesundheit und Kraft, falls die benötigt wird. Trauriges aber auch wichtiges Thema.
 
Ja wirklich brutale Zeilen hier drin. Ich bin gar nicht gut in solchen Sachen, deswegen mache ich meistens einen grossen Bogen um solche Themen. :(

Wünsche allen viel Kraft und alles Gute für die Zukunft. Hoffe ihr habt ein super Umfeld. Und ansonsten hilft es hoffentlich auch, wenn ihr hier eure Ängste, Sorgen und möglichst auch die Fortschritte posten könnt.
 
Das mit @Cale vor kurzem hat mich ja schon echt erschrocken.
Nun die nächsten Hiobsbotschaften hier.
Das lässt die eigenen Probleme plötzlich ganz klein erscheinen und macht mich einfach nur traurig.
Auch wenn man sich nicht persönlich kennt.

Hoffe ihr habt in dieser schweren Zeit genug Rückhalt von Familie und Freunden.
Wünsche euch alles Gute!
 
@Nimble @Mingo Ich wünsche euch beiden, alles Glück der Welt das ihr diese drecks Erkrankungen halbwegs im Griff bekommt bzw. wenn auch mit Hilfe, was natürlich keine Schande ist, was ich mir auch wieder öfter sagen muss aber dazu später mehr.

Ein intaktes Soziales Umfeld scheint ihr ja beide (glücklicherweise) zu haben. Das ist sehr wichtig :)
Da du (@Nimble) ja eh die wie ich finde gute Idee hattest deinen Schmerz zu einen allgemeinen Thread umzuwandeln, werde ich davon mal gebraucht machen.

Bei mir ist es bis jetzt kein Physisches Problem sondern ein Psychisches: schwere Depressionen + Angststörung seitdem ich 20 bin (dieses Jahr 10-Jähriges yeah) wobei ich im Nachhinein sagen muss das ich die wohl schon seit meiner Kindheit habe und nicht das beste Selbstbewusstsein hatte.
Parallel hatte ich Anfang 20 Freunde die nicht gut für mich waren, oft Drogen wie Kokain,MDMA genommen und die Schule geschwänzt (hatte das 1x mal versucht mein Fachoberschulreife nachzuholen, was erst vor 2 Jahren schlussendlich geklappt hat.) und ich hab mich von denen mitziehen lassen und hatte dementsprechend ein schönen 5er Schnitt bzw. wäre dann geflogen wenn ich nicht Freiwillig gegangen wäre.

Irgendwann habe diese Freunde zwar entledigt, der Schaden war aber mehr oder weniger schon damals mit 22-23 angerichtet und ist seitdem nicht wirklich besser geworden, damals waren es aber „nur“ leichte Depressionen und wenn ich ein eine Psychotherapie gehabt hätte, hätte sich mein Parasit im Kopf nicht so dermaßen ausgebreitet.

2017 hatte ich dann eine Ausbildung angefangen bzw. war das so eine von ich zwar einen Betrieb hatte allerdings mein Gehalt vom Amt bekommen habe (viel weniger als die anderen natürlich), wurde allerdings dann gefeuert (ich hatte mich oft mit anderen verglichen, selbst ausgelernten und habe viel zu große Ansprüche an mich selbst, die ich eh nicht erfüllen kann jedenfalls bin ich aufgrund dessen nicht hingegangen bzw. halt Krankgeschrieben) kurz vor Heiligabend und man hat es mir nicht persönlich ins Gesicht gesagt sondern mir wurdes es von meiner "Betreuerin" beim Amt mitgeteilt und ab dort hatte ich das erste mal Suizidgedanken und bin das erste mal in der Psychiatrie gelandet (nicht das letzte mal).

Juni 2018 hatte ich dann meinen Negativen Höhepunkt: Ich hatte versucht mir via Tabletten das Leben zu nehmen und nur Aufgrund dessen das ich selbst um mich Umzubringen ja "zu blöd" war bzw. mich nicht Informiert habe wie man das mit Tabletten am besten macht oder wie viel man braucht, und ich jetzt nicht unbedingt wollte das meine Eltern mit zerfetzten Armen finden. Männer nutzen ja in der Regel brutalere/ effektiver Methoden.

Ich dachte an jenem Tag ich tue der Welt einen gefallen wenn ich mich selbst von der Welt entferne, meinen Eltern und ja auch der Gesellschaft weil ich einfach zu nix zu gebrauchen bin, und vielleicht wird ja genau in dem Moment ein Kind was einfach mehr aus seinem Leben macht.

Und so zogen die Jahre ins Land ich habe jetzt wie gesagt meinen FOR Abschluss nur ist der für mich absolut nutzlos, klar ist schön für mein Ego das ich zumindest ein bisschen was kann, und tingel quasi von einer Maßnahme in die nächste, Psychische Reha war zwischendurch mal dabei aber hat alles keinen Effekt gehabt.

Über Beziehungen o.ä. brauche ich gar nicht Erst angefangen bzw. hab direkt die Finger davon gelassen ich meine wer würde so jemanden wollen? Allerdings muss ich gestehen wenn du auf Instagram viele deiner ehemaligen Freunde/Bekannten siehst die Kinder haben, gefühlt 2x im Jahr in den Urlaub fahren und du selbst im Leben voll versagt hast fühlt sich das echt nicht geil an..

Zumal man es mit einer Psychischen Krankheit ohne schwer in der Gesellschaft hat weil man es dir nicht ansieht zumindest dann wenn man wie ich die sogenannte Depressionen Maske auf habe, und so tue als wäre alles super. Als Kind habe ich mir diese Sprüche wie: Echte Jungs weinen nicht oder sollten es nicht, ein Indianer kennt kein Schmerz. etc. zu Herzen genommen und habe die Jahre immer mehr einen Panzer aufgebaut und bestimmt 10-15 Jahre nicht mehr geweint, also zumindest vor anderen. Wenn ich mich Sicher und Alleine fühle dann funktioniert das noch, immerhin.

Ich merke ich könnte hier noch 10 Seiten schreiben aber gut das führt ja auch zu nichts.

Ich werde ab nächste Woche versuchen mal in der Tagesklinik einen Ersttermin zu bekommen, und hoffentlich hilft mir das mal wieder etwas Struktur zu bekommen, meinte auch meine Psychologin das dass ganz Sinnvoll wäre. Sonst werde ich das wohl mit der Psychotherapie wohl nie hinbekommen.

Naja ich wünschen ich noch einen schönen Rest Sonntag, und ich hoffe man konnte meine Gedankengänge halbwegs nachvollziehen und bleibt bitte Gesund :D :)

Sanchiii / Pascal
 
@Nimble @Mingo Ich wünsche euch beiden, alles Glück der Welt das ihr diese drecks Erkrankungen halbwegs im Griff bekommt bzw. wenn auch mit Hilfe, was natürlich keine Schande ist, was ich mir auch wieder öfter sagen muss aber dazu später mehr.

Ein intaktes Soziales Umfeld scheint ihr ja beide (glücklicherweise) zu haben. Das ist sehr wichtig :)
Da du (@Nimble) ja eh die wie ich finde gute Idee hattest deinen Schmerz zu einen allgemeinen Thread umzuwandeln, werde ich davon mal gebraucht machen.

Bei mir ist es bis jetzt kein Physisches Problem sondern ein Psychisches: schwere Depressionen + Angststörung seitdem ich 20 bin (dieses Jahr 10-Jähriges yeah) wobei ich im Nachhinein sagen muss das ich die wohl schon seit meiner Kindheit habe und nicht das beste Selbstbewusstsein hatte.
Parallel hatte ich Anfang 20 Freunde die nicht gut für mich waren, oft Drogen wie Kokain,MDMA genommen und die Schule geschwänzt (hatte das 1x mal versucht mein Fachoberschulreife nachzuholen, was erst vor 2 Jahren schlussendlich geklappt hat.) und ich hab mich von denen mitziehen lassen und hatte dementsprechend ein schönen 5er Schnitt bzw. wäre dann geflogen wenn ich nicht Freiwillig gegangen wäre.

Irgendwann habe diese Freunde zwar entledigt, der Schaden war aber mehr oder weniger schon damals mit 22-23 angerichtet und ist seitdem nicht wirklich besser geworden, damals waren es aber „nur“ leichte Depressionen und wenn ich ein eine Psychotherapie gehabt hätte, hätte sich mein Parasit im Kopf nicht so dermaßen ausgebreitet.

2017 hatte ich dann eine Ausbildung angefangen bzw. war das so eine von ich zwar einen Betrieb hatte allerdings mein Gehalt vom Amt bekommen habe (viel weniger als die anderen natürlich), wurde allerdings dann gefeuert (ich hatte mich oft mit anderen verglichen, selbst ausgelernten und habe viel zu große Ansprüche an mich selbst, die ich eh nicht erfüllen kann jedenfalls bin ich aufgrund dessen nicht hingegangen bzw. halt Krankgeschrieben) kurz vor Heiligabend und man hat es mir nicht persönlich ins Gesicht gesagt sondern mir wurdes es von meiner "Betreuerin" beim Amt mitgeteilt und ab dort hatte ich das erste mal Suizidgedanken und bin das erste mal in der Psychiatrie gelandet (nicht das letzte mal).

Juni 2018 hatte ich dann meinen Negativen Höhepunkt: Ich hatte versucht mir via Tabletten das Leben zu nehmen und nur Aufgrund dessen das ich selbst um mich Umzubringen ja "zu blöd" war bzw. mich nicht Informiert habe wie man das mit Tabletten am besten macht oder wie viel man braucht, und ich jetzt nicht unbedingt wollte das meine Eltern mit zerfetzten Armen finden. Männer nutzen ja in der Regel brutalere/ effektiver Methoden.

Ich dachte an jenem Tag ich tue der Welt einen gefallen wenn ich mich selbst von der Welt entferne, meinen Eltern und ja auch der Gesellschaft weil ich einfach zu nix zu gebrauchen bin, und vielleicht wird ja genau in dem Moment ein Kind was einfach mehr aus seinem Leben macht.

Und so zogen die Jahre ins Land ich habe jetzt wie gesagt meinen FOR Abschluss nur ist der für mich absolut nutzlos, klar ist schön für mein Ego das ich zumindest ein bisschen was kann, und tingel quasi von einer Maßnahme in die nächste, Psychische Reha war zwischendurch mal dabei aber hat alles keinen Effekt gehabt.

Über Beziehungen o.ä. brauche ich gar nicht Erst angefangen bzw. hab direkt die Finger davon gelassen ich meine wer würde so jemanden wollen? Allerdings muss ich gestehen wenn du auf Instagram viele deiner ehemaligen Freunde/Bekannten siehst die Kinder haben, gefühlt 2x im Jahr in den Urlaub fahren und du selbst im Leben voll versagt hast fühlt sich das echt nicht geil an..

Zumal man es mit einer Psychischen Krankheit ohne schwer in der Gesellschaft hat weil man es dir nicht ansieht zumindest dann wenn man wie ich die sogenannte Depressionen Maske auf habe, und so tue als wäre alles super. Als Kind habe ich mir diese Sprüche wie: Echte Jungs weinen nicht oder sollten es nicht, ein Indianer kennt kein Schmerz. etc. zu Herzen genommen und habe die Jahre immer mehr einen Panzer aufgebaut und bestimmt 10-15 Jahre nicht mehr geweint, also zumindest vor anderen. Wenn ich mich Sicher und Alleine fühle dann funktioniert das noch, immerhin.

Ich merke ich könnte hier noch 10 Seiten schreiben aber gut das führt ja auch zu nichts.

Ich werde ab nächste Woche versuchen mal in der Tagesklinik einen Ersttermin zu bekommen, und hoffentlich hilft mir das mal wieder etwas Struktur zu bekommen, meinte auch meine Psychologin das dass ganz Sinnvoll wäre. Sonst werde ich das wohl mit der Psychotherapie wohl nie hinbekommen.

Naja ich wünschen ich noch einen schönen Rest Sonntag, und ich hoffe man konnte meine Gedankengänge halbwegs nachvollziehen und bleibt bitte Gesund :D :)

Sanchiii / Pascal

In meinem engsten Bekanntenkreis haben zwei Menschen nach hartem Kampf schwere Depressionen inkl. Suizid-Gedanken besiegt und führen heute ein ganz normales Leben. Es lohnt sich zu kämpfen und eine Therapie durchzuziehen!!!
 
Na, das ist ja super :traurig:

Da schaut man nach dem WE wieder hier rein, und bekommt direkt den bzw. die nächsten Hammer vor den Kopf. Da wird einem mal wieder klar, was wirklich wichtig im Leben und auch in dem Miteinander hier im Forum ist. Ich kann mich sehr gut mit einigen streiten, aber wenn es um die Gesundheit und die von @Nimble , @Mingo , @mushaaleste und @Sanchiii beschriebenen Schicksale geht, dann geht es mir einfach nur mächtig an die Nieren. Ich habe gesundheitlich auch schon viel mitgemacht und hatte vielleicht auch wahnsinniges Glück, dass ich überhaupt noch die richtigen Buchstaben auf der Tastatur treffe, aber heute scheint alles bedeutungslos gegen Schicksale, deren Prognose völlig unklar ist. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie schwer es teilweise sein muss, mit diesen "Rucksäcken" durchs Leben zu gehen und sich von Hoffnung zu Hoffnung zu hangeln. Das betrifft auch nicht weniger die Menschen, die Euch zur Seite stehen und all Euren Gedanken Unterstützung und Zuversicht geben.

Ich wünsche Euch von ganzem Herzen, dass Ihr Euren Weg mit Mut und Hoffnung zusammen mit Euren Liebsten weitergeht oder vielleicht auch erst findet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Harter Tobak hier... :(

Ich gehöre ja zur Fraktion, wie nenne ich es "Wegläufer", wenn es um solche Themen geht, selbst meine Oma im Altersheim zu besuchen war für mich immer hart (das Unvermeintliche war so spürbar), aber die Schicksale hier. :traurig:

Wie schon so mancher hier schrieb, ich kenne Euch auch nicht persönlich und doch fühlt es sich nach so vielen Jahren gemeinsam hier, so an. Man mochte sicher den Einen mehr als den Anderen, aber das erscheint jetzt so unwichtig und belanglos. :|

Es tut mir wirklich Leid das Ihr @Nimble , @Mingo , @mushaaleste und @Sanchiii so hart vom Schicksal getroffen wurdet und ich wünsche mir ehrlich das Ihr die Kraft findet das jeweils Beste daraus zu machen und Bitte kämpft für Euch und Eure Liebsten und sollte irgendwo das Wort "Aufgeben" erscheinen, sagt Ihm...
:arnold:
 
@Mingo und auch alle anderen danach:

Ich wünsche dir und euch nicht nur alle nur alle erdenkliche Kraft für die Zukunft, sondern vor allem bei derart variablen Krankheitsbildern, die man selber nicht beeinflussen kann, unendlich viel Glück! Und versucht euch weiterhin an all den kleinen und großen schönen Dingen des Lebens zu erfreuen! Es gibt sie, auch in erstmal dunkel erscheinenden Zeiten.

Mein Lieblingsfilm ist Cast Away und die Botschaft des Films ist eines meiner Lebensmottos und ich erachte sie als sehr hoffnungsvoll: egal wie düster es manchmal an einem Tag aussieht, es kommt jeden Tag eine neue Flut und man weiß nie, was sie anspült. Im Film war es nach 4 Jahren Treibgut in Form einer angespülten Toilettentür, das als Segel beim Floßbau und damit der Rettung diente.
Jeden Tag kann also etwas Besonderes passieren. Das Leben ist kostbar und schön, trotz allem.

IMG_2178.jpeg
 
Hallo liebes Forum,
Ich habe mich mit ein paar Leuten besprochen und wir möchten @Nimble eine kleine Freude machen, der nach Rücksprache auch damit einverstanden ist. Weitere Informationen erhaltet ihr von mir dann gerne per PM. Ich wusste erst nicht, ob ich alle hier anschreiben soll, möchte aber jedem so die Möglichkeit bieten sich gerne zu beteiligen, damit sich niemand ausgeschlossen fühlen muss.

Liebe Grüße value

kleiens Zitat von mir, falls es der ein oder andere überlesen hat und auch gerne dabei sein möchte :-)

LG value
 
Da weiß man im ersten Moment gar nicht, was man sagen soll, wenn man eure Geschichten liest. :(

"Life is a bitch" war mein erster Gedanke.

Ich wünsche euch @Nimble, @Mingo, @mushaaleste und @Sanchiii alles erdenklich Gute für eure Zukunft und ein hoffentlich langes und doch irgendwie schönes und erfülltes Leben.

Und allen Anderen hier, die ein ähnliches Päckchen zu tragen haben und vielleicht nicht darüber schreiben möchten, natürlich auch.

Vergesst nie, wofür KT wirklich steht.

Kraft tanken!
 
Hallo liebes Forum,
Ich habe mich mit ein paar Leuten besprochen und wir möchten @Nimble eine kleine Freude machen, der nach Rücksprache auch damit einverstanden ist. Weitere Informationen erhaltet ihr von mir dann gerne per PM. Ich wusste erst nicht, ob ich alle hier anschreiben soll, möchte aber jedem so die Möglichkeit bieten sich gerne zu beteiligen, damit sich niemand ausgeschlossen fühlen muss.

Liebe Grüße value
Kommt KTler, da geht doch bestimmt noch was :)
 
Heute mal ein kleines Update:

Ich war heute beim Neurologen. Manches davon klang gar nicht gut. So ist meine MS schon recht heftig und die Symptome nicht ohne. Es gibt wohl ca drei Stufen an Therapie, leicht, mittel und schwer. Mir wurde natürlich zur höchsten Stufe geraten. Vermutlich muss diese sogar im Krankenhaus durchgeführt werden, weil die Liste an Risiken und Nebenwirkungen endlos ist und fast mit einer Chemo vergleichbar ist. Weil in dieser Zeit mein Immunsystem im Keller sein wird, gibt's bis dahin alle notwendigen Impfungen. Ich habe sieben Folgetermine. Bei erfolgreicher Therapie ist ein einfrieren der Symptome möglich. Ziel ist es also das was noch geht zu erhalten und schlimmeres zu vermeiden.

Heute sind dann auch ein paar Broschüren gekommen, die meine Frau angefordert hat.
IMG_20241210_170722.jpg


Da mir in letzter Zeit Videos von Betroffenen geholfen haben den Schock etwas zu verdauen, habe ich mir überlegt auch Videos hochzuladen (ich streame ja eh ab und zu). Ich habe vor den Verlauf und später die Therapie stellenweise zu dokumentieren. Also wer mich in Bild und Ton sehen möchte und in Zukunft diesbezüglich auf dem laufenden bleiben möchte, kann ab und zu gerne auf meinen Youtube Kanal schauen. Morgen um 12 Uhr geht das erste Video online.

PS:
Vorhin hat mein großer angerufen, er ist 12 Jahre alt. Er wollte wissen wie es mir geht und hat mich gebeten ihm zu erklären was ich habe. Entgegen zu sonst, wo herumgeblödelt wird und sich alles um Fortnite dreht, war er richtig ernst und aufmerksam und hat auch gute Fragen gestellt. Ich habe ihm so gut es geht seine Fragen kindgerecht erklärt, aber stellenweise war es echt hart für mich nicht die Fassung zu verlieren.
Es ist schade, dass meine Jungs so weit weg wohnen und ich sie seit über einem Monat nicht mehr gesehen habe. Vermutlich werde ich sie in den nächsten Monaten deutlich weniger sehen wie für gewöhnlich. Das macht mich echt fertig. Nach dem Telefonat musste ich schon wieder heulen.

Aufgrund der ganzen Umstände habe ich meinen Therapeuten angeschrieben und ihm von der neuen Situation in Kenntnis gesetzt und gefragt ob er evtl einen Platz für mich frei hat. Am 20.12. hat er mir einen Termin gegeben. Ich denke jetzt in dieser Situation jemanden zum Reden zu haben um das alles zu verarbeiten ist extrem wichtig, zumal ich nicht erneut in die Depression rutschen möchte.
 
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