@Nimble @Mingo Ich wünsche euch beiden, alles Glück der Welt das ihr diese drecks Erkrankungen halbwegs im Griff bekommt bzw. wenn auch mit Hilfe, was natürlich keine Schande ist, was ich mir auch wieder öfter sagen muss aber dazu später mehr.
Ein intaktes Soziales Umfeld scheint ihr ja beide (glücklicherweise) zu haben. Das ist sehr wichtig

Da du (
@Nimble) ja eh die wie ich finde gute Idee hattest deinen Schmerz zu einen allgemeinen Thread umzuwandeln, werde ich davon mal gebraucht machen.
Bei mir ist es bis jetzt kein Physisches Problem sondern ein Psychisches: schwere Depressionen + Angststörung seitdem ich 20 bin (dieses Jahr 10-Jähriges yeah) wobei ich im Nachhinein sagen muss das ich die wohl schon seit meiner Kindheit habe und nicht das beste Selbstbewusstsein hatte.
Parallel hatte ich Anfang 20 Freunde die nicht gut für mich waren, oft Drogen wie Kokain,MDMA genommen und die Schule geschwänzt (hatte das 1x mal versucht mein Fachoberschulreife nachzuholen, was erst vor 2 Jahren schlussendlich geklappt hat.) und ich hab mich von denen mitziehen lassen und hatte dementsprechend ein schönen 5er Schnitt bzw. wäre dann geflogen wenn ich nicht Freiwillig gegangen wäre.
Irgendwann habe diese Freunde zwar entledigt, der Schaden war aber mehr oder weniger schon damals mit 22-23 angerichtet und ist seitdem nicht wirklich besser geworden, damals waren es aber „nur“ leichte Depressionen und wenn ich ein eine Psychotherapie gehabt hätte, hätte sich mein Parasit im Kopf nicht so dermaßen ausgebreitet.
2017 hatte ich dann eine Ausbildung angefangen bzw. war das so eine von ich zwar einen Betrieb hatte allerdings mein Gehalt vom Amt bekommen habe (viel weniger als die anderen natürlich), wurde allerdings dann gefeuert (ich hatte mich oft mit anderen verglichen, selbst ausgelernten und habe viel zu große Ansprüche an mich selbst, die ich eh nicht erfüllen kann jedenfalls bin ich aufgrund dessen nicht hingegangen bzw. halt Krankgeschrieben) kurz vor Heiligabend und man hat es mir nicht persönlich ins Gesicht gesagt sondern mir wurdes es von meiner "Betreuerin" beim Amt mitgeteilt und ab dort hatte ich das erste mal Suizidgedanken und bin das erste mal in der Psychiatrie gelandet (nicht das letzte mal).
Juni 2018 hatte ich dann meinen Negativen Höhepunkt: Ich hatte versucht mir via Tabletten das Leben zu nehmen und nur Aufgrund dessen das ich selbst um mich Umzubringen ja "zu blöd" war bzw. mich nicht Informiert habe wie man das mit Tabletten am besten macht oder wie viel man braucht, und ich jetzt nicht unbedingt wollte das meine Eltern mit zerfetzten Armen finden. Männer nutzen ja in der Regel brutalere/ effektiver Methoden.
Ich dachte an jenem Tag ich tue der Welt einen gefallen wenn ich mich selbst von der Welt entferne, meinen Eltern und ja auch der Gesellschaft weil ich einfach zu nix zu gebrauchen bin, und vielleicht wird ja genau in dem Moment ein Kind was einfach mehr aus seinem Leben macht.
Und so zogen die Jahre ins Land ich habe jetzt wie gesagt meinen FOR Abschluss nur ist der für mich absolut nutzlos, klar ist schön für mein Ego das ich zumindest ein bisschen was kann, und tingel quasi von einer Maßnahme in die nächste, Psychische Reha war zwischendurch mal dabei aber hat alles keinen Effekt gehabt.
Über Beziehungen o.ä. brauche ich gar nicht Erst angefangen bzw. hab direkt die Finger davon gelassen ich meine wer würde so jemanden wollen? Allerdings muss ich gestehen wenn du auf Instagram viele deiner ehemaligen Freunde/Bekannten siehst die Kinder haben, gefühlt 2x im Jahr in den Urlaub fahren und du selbst im Leben voll versagt hast fühlt sich das echt nicht geil an..
Zumal man es mit einer Psychischen Krankheit ohne schwer in der Gesellschaft hat weil man es dir nicht ansieht zumindest dann wenn man wie ich die sogenannte Depressionen Maske auf habe, und so tue als wäre alles super. Als Kind habe ich mir diese Sprüche wie: Echte Jungs weinen nicht oder sollten es nicht, ein Indianer kennt kein Schmerz. etc. zu Herzen genommen und habe die Jahre immer mehr einen Panzer aufgebaut und bestimmt 10-15 Jahre nicht mehr geweint, also zumindest vor anderen. Wenn ich mich Sicher und Alleine fühle dann funktioniert das noch, immerhin.
Ich merke ich könnte hier noch 10 Seiten schreiben aber gut das führt ja auch zu nichts.
Ich werde ab nächste Woche versuchen mal in der Tagesklinik einen Ersttermin zu bekommen, und hoffentlich hilft mir das mal wieder etwas Struktur zu bekommen, meinte auch meine Psychologin das dass ganz Sinnvoll wäre. Sonst werde ich das wohl mit der Psychotherapie wohl nie hinbekommen.
Naja ich wünschen ich noch einen schönen Rest Sonntag, und ich hoffe man konnte meine Gedankengänge halbwegs nachvollziehen und bleibt bitte Gesund
Sanchiii / Pascal