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Umbauen, Ausbauen, Einziehen, Ausziehen (1 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

@Cloud Strife :
Z.b.

1.setzt er die Mehrausgaben eines Hauskäufers VIEL zu hoch an. Ich muss bei meinem Haus das gerade mal 19 jahre aufm Buckel hat, geschweige denn bei einem Neubau jeden Monat 345€ oder mehr zurücklegen.... völliger Kappes. Natürlich muss man was zurücklegen, aber nicht in diesen Dimensionen.

2. (Achtung fiktive Zahlen) Lässt er die Inflation völlig außer Acht. (ich rede nicht von dem Artikel darunter). Kaufst du heute mit 2000€ Nettoeinkommen ein Haus für 100.000€ oder mietest für 600€, mag seine Rechnung stimmen. in 20 Jahren verdienst du aber 3000€, zahlst anteilig dann 900€ Miete weil die mitsteigt aber hast immernoch die Restschulden der 100.000€. Schon wird die Miete mit jedem Jahr teurer und der Hauskauf billiger.

3. Mit einem Haus hast du viel mehr Möglichkeiten zu sparen. Mir fällt ein konkretes Beispiel durch mich ein. Photovoltaik. Die Anlage zahlt sich selbst ab, mein Haus ist dadurch mehr Wert und ich verdiene bzw. spare dadurch JEDEN Monat 90€ (wer stromsparender umgeht noch mehr). Und da gibts sicher noch viele Beispiele.

Das waren nur mal 3 Beispiele die er völlig außer Acht gelassen hat. Daran merkt man aber schon, was da noch alles schlummern kann.
 
Er rechnet doch gerade die Inflation mit ein und erklärt das auch ausführlich. Zu den Mehrausgaben kann ich nichts sagen, weil ich persönlich keine Erfahrungen damit habe, jedoch deckt sich die Höhe mit sämtlichen Empfehlungen die ich bisher gelesen habe, sowie mit dem Hausgeld, was man hier für Eigentumswohnungen zahlt. Mir kommt es ja auch viel vor, aber wenn dann halt mal in 20 Jahren das Dach oder die Fassade gemacht werden muss, kann ich mir schon vorstellen, dass man da ordentlich für sparen muss. Er sagt ja auch, dass man eigentlich meist nur deswegen in der Praxis mehr Geld hat als ein Mieter, weil man allein schon durch die Bank eine gewisse Spardisziplin haben muss.

Für mich habe ich zusammengefasst, dass sich ein Hauskauf finanziell nur dann im Gegensatz zur Miete lohnen kann, wenn man ordentlich Kapital mit reinbringt und entsprechend wenig Zinsen zu zahlen hat. Es ist schon seltsam dass man sich so dagegen scheut Miete zu zahlen, obwohl man ja auch einen gewissen Mehrwert dadurch hat (Instandhaltung etc.), aber der Bank liebend gerne das Geld nur gerade so in den Rachen schmeißt.

Die Kommentare unter den beiden Artikeln sind übrigens auch sehr empfehlenswert.
 
Bei der heutigen Zinslandschaft ist eine eigene Immobilie schon die beste (sichere) Geldanlage.
Allerdings kann auch Miete Sinn machen wenn man sich nicht (mehr) binden will und vielleicht lieber später im Rentenalter ein Häuschen am Meer kauft...;)
 
Nachdem ich auch schon länger, und vor allem die letzten Monate recht intensiv darüber nachdenke (und auch über den Zendepot-Artikel gestolpert bin) kann ich nur sagen dass diese fuckin' Frage echt nicht einfach zu beantworten ist.

Das Ding ist halt, dass die Kreditzinsen derzeit echt verlockend sind.

Ich hab ein Angebot für 350.000€, auf 15 Jahre mit 1,38% Effektivzinssatz variabel, unverhandelt.
Und wenn man es sicherer mag, dann bekommt man 2,18% Effektivzinssatz (10 Jahre fix).

Da kann in Wahrheit keine Netto-Kaltmiete mithalten, wenn man über die Laufzeit die monatlichen Zinsen betrachtet.

Allerdings sträubt sich alle in mir, mich auf so lange Zeit in Abhängigkeit einer Bank zu begeben und quasi ein Sklave seiner Arbeit zu sein... denn großartig passieren darf natürlich nichts, die nächsten 15 Jahre. :/
 
Da zahlst du aber anfangs eben bei den fixen Zinsen auch knapp 7700 an Zinsen. Dazu dann eventuell noch 1200 Euro Instandhaltungsrücklage im Jahr bist du bei 8800 also fast 9000 Euro. Also 750 Euro Kaltmiete im Monat. Und dann ist es eigentlich nur noch ein Vergleich. Bei derzeitigen Zinsen fällt es schon leicht sich für nen Immobilien Erwerb zu entscheiden wenn man eben eine fair bewertete findet.Das ganze mit 4% gerechnet sähe schon wieder ganz anders aus.
 
Risikolebensversicherung, wenn ich abdanke ist der Bunker bezahlt. Die Deckung sinkt parallel zum Restdarlehen.
Ich hab meine Frau auch noch mit drin.

Leider ist das der bisher ehrlichste - und damit auch ernüchternste - Text über das Thema, den ich finden konnte.
Völlig korrekt, aber auch ohne jegliche Emotionen. Sicherlich ist Wohneigentum nicht für jeden etwas und in erster Linie natürlich auch eine finanzielle Frage, aber damit betrachtet man nur eine Seite.

Ich bin berufsbedingt innerhalb Deutschlands oft umgezogen und hatte in der Regel meinen Ansprüchen entsprechend auch immer sehr schöne Wohnungen, aber zuhause bin ich erst jetzt im eigenen Haus. Das ist wie ankommen und bevor man das realisiert hat, vergeht auch eine gewisse Zeit.

Und es ist auch eine Kopfsache, die im Endeffekt zum persönlichen Wohlbefinden beiträgt. Denn ich denke halt nicht, dass ich meinen Banker, der mich in meinen Augen übrigens hervorragend und fair beraten hat, reich mache, sondern wir ein gutes Geschäft abgeschlossen haben. Und wenn die zeitlich absehbaren Transaktionen beendet sind, ich einen reellen Gegenwert habe, der mir schon lange ein gutes Gefühl beschert hat. Ich muss allerdings auch sagen, dass ich halt genausowenig oder genausoviel wie bei meinem letzten Mietobjekt die letzten 9 Jahre zahle. Dafür aber doppelt soviel Quadratmeter an Wohnfläche plus Doppelgarage plus Nebengelasse plus 5x soviel Garten und 150x mehr Ruhe habe.

Ob Wohneigentum also für jeden Einzelnen das Richtige sein kann, ist meines Erachtens nicht nur eine Frage des Geldes.
 
Noch eine letzte Nacht im trauten Heim.
Morgen ist nach einer Woche der Packerei und Schuffterei Umzug.
Ich weiss nicht wieviel Kartons wir gepackt haben aber es waren verdammt viele.
Bin froh wenn der Tag rum ist aber ich freu mich auch auf meine Jungs, die ich jetzt schon ne Weile nicht mehr gesehen hab.
In den kommenden Wochen folgen dann Möbellieferungen, es gibt eine neue Glasdusche, alle Rollläden werden erneuert. Küche folgt auch bald aber ein erstes Angebot liegt bei 14k ohne Zusatzkosten für Fließenleger und Elektro. Da müssen wir noch n paar Mäuse sparen, auch wenn wir finanziell ganz gut unterwegs sind, bislang. Spannend das ist aber ich bin jetzt platt. Richtig platt.
 
Waren dieses Jahr auch schon kurz davor zuzuschlagen aber im Endeffekt bin ich nun froh es gelassen zu haben. Vor allem sitzt einem hier in der unmittelbaren Nähe zu Heidelberg (und Mannheim) der Teufel im Nacken. Allein das letzte Jahr sind hier je nach Region die Hauspreise um fucking 7-13% gestiegen und das geht nun schon seit mindestens 5 Jahren so. Da wird man schnell unvernünftig. Man fragt sich dann auch schon nach der Lektüre diverser Bücher und Seiten, wann das bitteschön wieder fällt, denn eine Wertsteigerung für Immobilien soll es ja in den letzten 50 Jahren nicht gegeben haben unterm Strich. Ich befürchte, dass sich das vielleicht mit dünn besiedelten Regionen weit ab vom Schuss aufrechnet und ich in 5 Jahren gar nicht mehr dran denken muss hier in der Nähe ein Haus zu kaufen.
 
Früher oder später werde ich mir auch ein Haus kaufen gibt nichts schöneres, es ist wie @JokerofDarkness sagt, man ist dann angekommen, ich sehe das nicht unbedingt als Wertanlage, man lässt seinen Kindern einfach etwas da. Was wäre ich froh wenn meine Eltern genauso gedacht hätten. In München hast vor 30-40 Jahren sicherlich ein Bruchteil von den Preisen heute gezahlt.
 
Muss hier nochmal nachbessern, war wohl gestern schon zu spät... :oops:

Sind keine 350k sondern 325k.

Mit den 15 Jahren Laufzeit wären es im Idealfall beim variablen Zinssatz 1954€ im Monat, mit dem fixen Zinssatz 2084€.
 
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