ich bin ja inzwischen auch weit über 300 Stunden im Spiel unterwegs... und doch gibt es so viele Dinge, die mir bei diesem Spiel irgendwie auf den Zeiger gehen...
- Die Kamera ist teils echt ätzend... da wird das Spiel unfreiwillig mal zum 1st Person Titel, wenn hinter dir objektbedingt Barrieren auftauchen...
- Generell ist es teils anstrengend, wenn die Spielfigur sich wie ein Magnet an irgendwas festheftet, obwohl ich das gar nicht will...
- Kampfsystem wirkt leicht hakelig, insbesondere bei mehreren Gegnern gleichzeitig.
- Questmarker sind teils blöd organisiert. Statt mir den nächsten Teilschritt in einer Quest zu markieren (von mir aus auch nur großzügig das gebiet) wird mir stets der Ursprung der Quest markiert... in der Fülle der sich teils ergebenden Abhängigkeiten von Quests, Ausbaustufe des eigenen Spielcharakters, ausrüstung usw. echt ein nerviger Faktor... wenn es dann zu solchen Konstellationen kommt wie... gehe zu a, aber zu a kannst du erst wenn du gegenstand b hast, den du erst bekommst, wenn du bei c warst und ziel d erfüllt hast. wer soll da bei der größe der Welt noch durchsehen? etwas mehr roter faden hätte dem spiel gutgetan. ich habe oft das problem, dass ich keine offenen ziele (bis auf die download ex Missionen) in der liste habe und ich nicht mehr weiß was ich als nächstes machen soll... große welt - aber irgendwie nervig bis anstrengend noch nach neuen missionen zu suchen...
- Speichersystem teils fürs Rektum, wenn es nur das speichert, was es will. die Waffenabnutzung wird gespeichert, wie sehr ich dem Gegner aber schon eine verpasst habe, wird nicht gespeichert... ist zumindest inkonsequent
- der immersionskiller ist für mich aber diese doppelmoral im spiel selbst. einerseits bin ich aktiv derjenige, der die scheiße in der welt geraderückt - sollten im zuge dessen die vielen dörfer und charaktere nicht dankbar dafür sein? nö, ich muss für jeden mist sogar geld bezahlen... irgendwie komisch. nur vereinzelt wird quasisi wertschätzung für das geleistete betrieben. ebenso komisch wirkt es, dass man quasi die ganze zeit plündert, brandschatzt und was weiß ich - das ist alles in ordnung, während das tun von ganon geächtet wird.
dabei bin ich derjenige, der quasi stiehlt und auf meine eigene weise ebenso rabaukig unterwegs bin - nur eben legitimiert irgendwie...
- beim Aufwerten der Ausrüstungsgegenstände nervt das ewig gleiche Geblubber der Feen, wenn man zig Rüstungen auf einmal aufwerten will - nein, man muss sich den Stuss tausendmal anhören und zig fach knopp drücken...
- die abnutzung der waffen strengt massiv an, vor allem wenn es keinen schmied gibt, der die wieder repariert
- regen... wie ich diese scheiße hasse. irgendwie fängt es immer dann an zu pieseln, wenn ich klettern muss... dass es territorien im spiel gibt, wo es immer regnet, is klar... aber irgendwie scheint das spiel zu ahnen dass man das klettern gerade jetzt in diesem moment brauch und vermiest dir die tour
- das wohl mieseste, unaufgeräumteste inventarsystem seit menschengedenken... so zumindest komme ich mir in dem unstrukturierten müllhaufen des inventars vor. mich nervt diese ständige seitenweise hin und her Blätterei massiv, wenn ich gezielt nach etwas suche. insbesondere die ausrüstunden hätte man zu kompletten 3er sets zusammenstellen können müssen um etwas ordnung reinzubringen.
- nintendo baut ja gerne mal kleine helferlein in seine spiele ein... die gerade bei diesem spiel ein fluffigeres erleben der welt hätten ermöglichen können, wie zb. quest marker, die das nächste gebiet markieren wo ich hin muss, listen über erledigte schreine von so und so viel überhaupt vorhandenen usw. das fehlen solcher informationen macht das komplettieren einfach sehr sperrig...
ja es ist ein gutes spiel, aber die macken der open world mechanik hat auch nintendo 1a übernommen, von denen ich dachte, dass sie die engpässe der open world mechanik irgendwie umschiffen und besser machen...
da relativiert sich dann die euphorie dessen, dass zelda nun open world ist, wenn sie doch technisch mit den selben macken zu tun haben wie open world speiel von vor 10 jahren. so gesehen ist der umbruch gar nicht mehr so phantastisch wie ihn viele sehen. oder anders ausgedrückt, etwas mehr roter faden hätte mir besser gefallen, anstatt den spieler vollkommen alleine in die welt zu werfen.
mehr als 80-85 kommt unterm strich für mich nicht raus... basierend nur auf der spielmechanik selbst, die Grafik hab ich vollkommen raus gelassen, die ist egal wie gut/schlecht sie ist, gut inszeniert.