@smuhlenb
Ein bisschen Augenwischerei sind die Wirkungsgrade aber schon. Das E-Auto kommt lediglich auf den hohen Wirkungsgrad, weil Strom mit relativ kleinen Verlusten in mechanische Energie umgewandelt werden kann. Die (externe) Stromerzeugung ist allerdings mit den hohen Verlusten behaftet. Wenn wir auf herkömmliche Kraftwerke zurückgreifen und die Umwandlung miteinbeziehen, sind das auch nicht mehr als 40%.
Beim H-Brennstoffzellenwagen gibt es eine ähnliche Problematik mit dem Wirkungsgrad. Die sollten mir Vorsicht genossen werden.
Ansonsten stimme ich dir zu (auch wenn du ruhig deine Argumentation etwas klarer formulieren könntest
). Das Elektroauto ist in der Energieversorgung sehr viel flexibler. Theoretisch kann an dort sehr viel gespart werden im Vergleich mit dem verbrennungsmotor. Ein E-Auto kann von vorne bis hinten klimaneutral fahren. Ein H-Auto theoretisch auch, aber momentan mit höheren Verlusten.
Die Idee bei Wasserstoffautos (@Dow Jones) ist es, den Wasserstoff u.a. durch Biomasse zu gewinnen. Entweder man nutzt die chemische Energie der Biomasse zu Herstellung (theoretisch kann man hier auch Strom durch regenerative Energien benutzen, hat aber in beiden Fällen hohe Verluste zur Folge) oder (interessanter) man nutzt Cyanobakterien, die eine chemische Reaktion mithilfe der Energie der Sonne verursachen und aus Kohlenstoffdioxid, Wasser und so Wasserstoff produzieren. Die Anlagen sind aber sehr teuer.
Ich schreibe später weiter. Muss zur Arbeit. Gerri wird in diesem Thread ignoriert.
So. Nachschub. Im Endeffekt wird sich zeigen müssen, was wirtschaftlicher ist. Ich halte smuhlebs Zahlen für realistisch. Ich denke, dass es günstiger und einfacher ist, Autos mit Akkus/Strom anzutreiben. Wir müssen nicht von einem Tag auf den anderen an jedem Parkplatz bzw. jeder Parkstelle eine Steckdose haben. Im Laufe der Zeit sollte das aber realisierbar sein. Das klingt alles schlimmer als es ist. Und wenn das Problem beseitigt ist, haben wir den Wechsel schon mehr oder weniger hinter uns gebracht.
Wenn die Zahlen jetzt wirklich stimmen, dann ist Wasserstoff eine sehr teure Angelegenheit. Dazu kommt noch die erwähnte Flüchtigkeit. Die Lagerung wird dadurch doppelt teuer. Die hohen Kosten (leider auch hohe Betriebskosten im Gegensatz zu anderen regenerativen Energien) der klimaneutralen Wasserstoffherstellung (egal welches Verfahren) machen das nicht besser. Wenn die Sache nicht wirtschaftlich ist, kann sie sich nicht durchsetzen. Ob sie es sein werden muss sich zeigen.
So ganz traue ich den Zahlen aber leider nicht. Also sie sind etwas tricky. Wenn für den Preis einer Wasserstofftankstelle 3000 Stromtankstellen gebaut werden können, dann ist das weniger eindeutig als es klingt. Oder anders: Was ist eine Stromtankstelle? Ist das eine Steckdose auf der Straße? Ist das ein Parkplatz mit Auflademöglichkeiten? Wie lange dauert die Aufladung? Kann dort der leere Akku binnen weniger Minuten gegen einen vollen ausgetauscht werden?
Aber das sind eh noch alles Probleme der Zukunft, weil in beiden Fällen die Technik der Vision etwas hinterherhinkt. Erst wenn die Wirtschaftlichkeit beider Versionen realistisch eingeschätzt werden kann, kann man erahnen, was die Zukunft bringen wird. Vielleicht kann sogar beides koexistieren. Leistungsstarke Motoren könnten stärker von der Wasserstoffidee profitieren. Könnte mir vorstellen, dass vielleicht LKWs, Busse, vielleicht sogar Flugzeuge damit angetrieben werden können. Diese Verkehrsmittel haben doch eh häufig eigene Tankstellen und einen konstanten Verbrauch (gut für H-Herstellung). Aber das ist reine Spekulation.
Ein bisschen Augenwischerei sind die Wirkungsgrade aber schon. Das E-Auto kommt lediglich auf den hohen Wirkungsgrad, weil Strom mit relativ kleinen Verlusten in mechanische Energie umgewandelt werden kann. Die (externe) Stromerzeugung ist allerdings mit den hohen Verlusten behaftet. Wenn wir auf herkömmliche Kraftwerke zurückgreifen und die Umwandlung miteinbeziehen, sind das auch nicht mehr als 40%.
Beim H-Brennstoffzellenwagen gibt es eine ähnliche Problematik mit dem Wirkungsgrad. Die sollten mir Vorsicht genossen werden.
Ansonsten stimme ich dir zu (auch wenn du ruhig deine Argumentation etwas klarer formulieren könntest
Die Idee bei Wasserstoffautos (@Dow Jones) ist es, den Wasserstoff u.a. durch Biomasse zu gewinnen. Entweder man nutzt die chemische Energie der Biomasse zu Herstellung (theoretisch kann man hier auch Strom durch regenerative Energien benutzen, hat aber in beiden Fällen hohe Verluste zur Folge) oder (interessanter) man nutzt Cyanobakterien, die eine chemische Reaktion mithilfe der Energie der Sonne verursachen und aus Kohlenstoffdioxid, Wasser und so Wasserstoff produzieren. Die Anlagen sind aber sehr teuer.
Ich schreibe später weiter. Muss zur Arbeit. Gerri wird in diesem Thread ignoriert.
So. Nachschub. Im Endeffekt wird sich zeigen müssen, was wirtschaftlicher ist. Ich halte smuhlebs Zahlen für realistisch. Ich denke, dass es günstiger und einfacher ist, Autos mit Akkus/Strom anzutreiben. Wir müssen nicht von einem Tag auf den anderen an jedem Parkplatz bzw. jeder Parkstelle eine Steckdose haben. Im Laufe der Zeit sollte das aber realisierbar sein. Das klingt alles schlimmer als es ist. Und wenn das Problem beseitigt ist, haben wir den Wechsel schon mehr oder weniger hinter uns gebracht.
Wenn die Zahlen jetzt wirklich stimmen, dann ist Wasserstoff eine sehr teure Angelegenheit. Dazu kommt noch die erwähnte Flüchtigkeit. Die Lagerung wird dadurch doppelt teuer. Die hohen Kosten (leider auch hohe Betriebskosten im Gegensatz zu anderen regenerativen Energien) der klimaneutralen Wasserstoffherstellung (egal welches Verfahren) machen das nicht besser. Wenn die Sache nicht wirtschaftlich ist, kann sie sich nicht durchsetzen. Ob sie es sein werden muss sich zeigen.
So ganz traue ich den Zahlen aber leider nicht. Also sie sind etwas tricky. Wenn für den Preis einer Wasserstofftankstelle 3000 Stromtankstellen gebaut werden können, dann ist das weniger eindeutig als es klingt. Oder anders: Was ist eine Stromtankstelle? Ist das eine Steckdose auf der Straße? Ist das ein Parkplatz mit Auflademöglichkeiten? Wie lange dauert die Aufladung? Kann dort der leere Akku binnen weniger Minuten gegen einen vollen ausgetauscht werden?
Aber das sind eh noch alles Probleme der Zukunft, weil in beiden Fällen die Technik der Vision etwas hinterherhinkt. Erst wenn die Wirtschaftlichkeit beider Versionen realistisch eingeschätzt werden kann, kann man erahnen, was die Zukunft bringen wird. Vielleicht kann sogar beides koexistieren. Leistungsstarke Motoren könnten stärker von der Wasserstoffidee profitieren. Könnte mir vorstellen, dass vielleicht LKWs, Busse, vielleicht sogar Flugzeuge damit angetrieben werden können. Diese Verkehrsmittel haben doch eh häufig eigene Tankstellen und einen konstanten Verbrauch (gut für H-Herstellung). Aber das ist reine Spekulation.

), die am Tag selbst vielleicht 20km fahren, aber bevor ein E-Auto keine 500km Reichweite hat, ist das Ganze indiskutabel. Ich lass mir doch meine Mobilität nicht nehmen... 

