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KT "Strom im Tank- "Wann kommt das Elektroauto?" Ich kotze! (1 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

@smuhlenb
Ein bisschen Augenwischerei sind die Wirkungsgrade aber schon. Das E-Auto kommt lediglich auf den hohen Wirkungsgrad, weil Strom mit relativ kleinen Verlusten in mechanische Energie umgewandelt werden kann. Die (externe) Stromerzeugung ist allerdings mit den hohen Verlusten behaftet. Wenn wir auf herkömmliche Kraftwerke zurückgreifen und die Umwandlung miteinbeziehen, sind das auch nicht mehr als 40%.
Beim H-Brennstoffzellenwagen gibt es eine ähnliche Problematik mit dem Wirkungsgrad. Die sollten mir Vorsicht genossen werden.

Ansonsten stimme ich dir zu (auch wenn du ruhig deine Argumentation etwas klarer formulieren könntest ;) ). Das Elektroauto ist in der Energieversorgung sehr viel flexibler. Theoretisch kann an dort sehr viel gespart werden im Vergleich mit dem verbrennungsmotor. Ein E-Auto kann von vorne bis hinten klimaneutral fahren. Ein H-Auto theoretisch auch, aber momentan mit höheren Verlusten.

Die Idee bei Wasserstoffautos (@Dow Jones) ist es, den Wasserstoff u.a. durch Biomasse zu gewinnen. Entweder man nutzt die chemische Energie der Biomasse zu Herstellung (theoretisch kann man hier auch Strom durch regenerative Energien benutzen, hat aber in beiden Fällen hohe Verluste zur Folge) oder (interessanter) man nutzt Cyanobakterien, die eine chemische Reaktion mithilfe der Energie der Sonne verursachen und aus Kohlenstoffdioxid, Wasser und so Wasserstoff produzieren. Die Anlagen sind aber sehr teuer.

Ich schreibe später weiter. Muss zur Arbeit. Gerri wird in diesem Thread ignoriert.

So. Nachschub. Im Endeffekt wird sich zeigen müssen, was wirtschaftlicher ist. Ich halte smuhlebs Zahlen für realistisch. Ich denke, dass es günstiger und einfacher ist, Autos mit Akkus/Strom anzutreiben. Wir müssen nicht von einem Tag auf den anderen an jedem Parkplatz bzw. jeder Parkstelle eine Steckdose haben. Im Laufe der Zeit sollte das aber realisierbar sein. Das klingt alles schlimmer als es ist. Und wenn das Problem beseitigt ist, haben wir den Wechsel schon mehr oder weniger hinter uns gebracht.

Wenn die Zahlen jetzt wirklich stimmen, dann ist Wasserstoff eine sehr teure Angelegenheit. Dazu kommt noch die erwähnte Flüchtigkeit. Die Lagerung wird dadurch doppelt teuer. Die hohen Kosten (leider auch hohe Betriebskosten im Gegensatz zu anderen regenerativen Energien) der klimaneutralen Wasserstoffherstellung (egal welches Verfahren) machen das nicht besser. Wenn die Sache nicht wirtschaftlich ist, kann sie sich nicht durchsetzen. Ob sie es sein werden muss sich zeigen.

So ganz traue ich den Zahlen aber leider nicht. Also sie sind etwas tricky. Wenn für den Preis einer Wasserstofftankstelle 3000 Stromtankstellen gebaut werden können, dann ist das weniger eindeutig als es klingt. Oder anders: Was ist eine Stromtankstelle? Ist das eine Steckdose auf der Straße? Ist das ein Parkplatz mit Auflademöglichkeiten? Wie lange dauert die Aufladung? Kann dort der leere Akku binnen weniger Minuten gegen einen vollen ausgetauscht werden?

Aber das sind eh noch alles Probleme der Zukunft, weil in beiden Fällen die Technik der Vision etwas hinterherhinkt. Erst wenn die Wirtschaftlichkeit beider Versionen realistisch eingeschätzt werden kann, kann man erahnen, was die Zukunft bringen wird. Vielleicht kann sogar beides koexistieren. Leistungsstarke Motoren könnten stärker von der Wasserstoffidee profitieren. Könnte mir vorstellen, dass vielleicht LKWs, Busse, vielleicht sogar Flugzeuge damit angetrieben werden können. Diese Verkehrsmittel haben doch eh häufig eigene Tankstellen und einen konstanten Verbrauch (gut für H-Herstellung). Aber das ist reine Spekulation.
 
Dow Jones schrieb:
Muss Wasserstoff dringend durch teure Energieträger/Elektrolyse gewonnen werden? Im Endeffekt sicherlich, aber jetzt doch noch nicht. Und bei den E-Autos wird einfach zu viel spekuliert. Was als 2020 als Ziel ausgegeben wird, ist für mich nicht sonderlich interessant. Wir sehen ja, dass sich die Revolution im Batteriesektor nicht erzwingen lässt. Wenn es allerdings so sein wird, dass E-Autos diese Laufleistung bringen, sind sie ein Gegenargument los. Aber es gibt ja jetzt schon Wasserstoffautos, die 2.200km fahren, ohne Tankstopp.

http://www.grueneautos.com/2012/04/...-fahren-2-200-kilometer-von-oslo-nach-monaco/

3000 Stromtankstellen auf eine Wasserstofftankstelle halte ich für machbar. Frage mich nur, ob es reichen würde, um E-Autos ausreichend schnell abzufertigen. Zudem ja die Technik beim Wasserstoff auch nicht stehenbleibt. Wenn so große Erfolge bei den Batterien möglich sind, sollte es auch einen Fortschritt beim Wasserstoff geben.

Für den Rest brauche ich einfach mal ne Quelle.

Dow Jones:
Lesen Sie doch erstmal genauer Ihre Artikel, bevor Sie damit argumentieren.
"2200 km ohne Tankbegleitfahrzeug. Aufgetankt wurde stattdessen ganz einfach an Tankstellen.."
Ausserdem habe ich zu dem Ziel 2020 die aktuellen Forschungen beigefügt, die schon solche Akkus entwickelt haben, aber es halt noch 10 Jahre bis zur Serienreife braucht.
Und man muß sich halt entscheiden, welchen weg man gehen will. Jetzt tausende Wasserstofftankstellen bauen und in 10 Jahren dann wieder auf E-Auto setzen ist keine Lösung (Umgekehrt natürlich auch nicht). Das Problem bei Wasserstoff (ausser Elektrolyse) ist einfach, das man Energieträger (Erdgas/Biomasse...) umwandeln muß. Wenn man diese direkt in Energie umwandelt ist das immer effektiver. Einfachste Physik.
Aber klar gibt es ungelöste Probleme bei E-Autos. Vetreter die 1000 km am Tag zurücklegen werden wohl nur mit einem Wasserstoffauto auskommen oder es gibt entlang der Autobahnen Wechselstationen für Batterien.
Dow Jones: Wie oft im Jahr fahren Sie denn über 200 km am Tag, dass das E-Auto für Sie nicht in Frage kommt?
Ich will das H-Auto auch nicht tot schreiben.
Es gibt ja auch z.B. Prozesse, bei denen Wasserstoff als Abfallprodukt entsteht etc. Für Flugzeuge, LKW kann sich die Technik schon durchsetzen.
Will nur verhindern, das Leute durch Unwissenheit die ein oder andere Technik verteufeln.
 
smuhlenb schrieb:
Dow Jones schrieb:
Muss Wasserstoff dringend durch teure Energieträger/Elektrolyse gewonnen werden? Im Endeffekt sicherlich, aber jetzt doch noch nicht. Und bei den E-Autos wird einfach zu viel spekuliert. Was als 2020 als Ziel ausgegeben wird, ist für mich nicht sonderlich interessant. Wir sehen ja, dass sich die Revolution im Batteriesektor nicht erzwingen lässt. Wenn es allerdings so sein wird, dass E-Autos diese Laufleistung bringen, sind sie ein Gegenargument los. Aber es gibt ja jetzt schon Wasserstoffautos, die 2.200km fahren, ohne Tankstopp.

http://www.grueneautos.com/2012/04/...-fahren-2-200-kilometer-von-oslo-nach-monaco/

3000 Stromtankstellen auf eine Wasserstofftankstelle halte ich für machbar. Frage mich nur, ob es reichen würde, um E-Autos ausreichend schnell abzufertigen. Zudem ja die Technik beim Wasserstoff auch nicht stehenbleibt. Wenn so große Erfolge bei den Batterien möglich sind, sollte es auch einen Fortschritt beim Wasserstoff geben.

Für den Rest brauche ich einfach mal ne Quelle.

Dow Jones:
Lesen Sie doch erstmal genauer Ihre Artikel, bevor Sie damit argumentieren.
"2200 km ohne Tankbegleitfahrzeug. Aufgetankt wurde stattdessen ganz einfach an Tankstellen.."
Ausserdem habe ich zu dem Ziel 2020 die aktuellen Forschungen beigefügt, die schon solche Akkus entwickelt haben, aber es halt noch 10 Jahre bis zur Serienreife braucht.
Und man muß sich halt entscheiden, welchen weg man gehen will. Jetzt tausende Wasserstofftankstellen bauen und in 10 Jahren dann wieder auf E-Auto setzen ist keine Lösung (Umgekehrt natürlich auch nicht). Das Problem bei Wasserstoff (ausser Elektrolyse) ist einfach, das man Energieträger (Erdgas/Biomasse...) umwandeln muß. Wenn man diese direkt in Energie umwandelt ist das immer effektiver. Einfachste Physik.

Das halte ich auch für sehr entscheidend. Elektrische Energie hat den Vorteil, dass wir sie mit sehr guten Wirkungsgraden in andere Energieformen umwandeln können. Da unser Stromnetz sehr gut ausgebaut ist, müssen dann nur die Kraftwerke umweltfreundlich gemacht werden. Da hat man dann alle Möglichkeiten der Physik. Wir sind dann nicht auf Wasserstoff angewiesen, sondern fahren unsere Wagen letztendlich mit sauberer Energie aus Windparks, Photovoltaikanlagen, Biomassekraftwerken, etc. Das ist sehr flexibel und relativ unkompliziert. Im Gegensatz zu Wasserstoff kann hier auch die Last der Kraftwerke dem Bedarf angepasst werden. Bei Wasserstoffautos geht das nicht so einfach. Da entstehen sehr hohe Kosten durch längere Lagerung oder wir müssen Engpässe riskieren um effizient/wirtschaftlich zu bleiben.
 
smuhlenb schrieb:
Dow Jones:
Lesen Sie doch erstmal genauer Ihre Artikel, bevor Sie damit argumentieren.
"2200 km ohne Tankbegleitfahrzeug. Aufgetankt wurde stattdessen ganz einfach an Tankstellen.."
stimmt natürlich. Das hab ich übersehen. :oops:




Dow Jones: Wie oft im Jahr fahren Sie denn über 200 km am Tag, dass das E-Auto für Sie nicht in Frage kommt?

ich war letzten Monat Jahr in Greifswald, dazu noch auf Rügen. Letzte Woche in Rostock und mitte August bin ich schon wieder in Rostock und einmal im Brandenburger Wald. Und dann hast du diesen und nächsten Monat. Ich bin kein Pendler oder so aber schon bereit länger damit zu fahren. Letztes Jahr war ich sogar in Nürnberg und im Pott etc.




smuhlenb schrieb:
Wenn man diese direkt in Energie umwandelt ist das immer effektiver. Einfachste Physik.

Das halte ich auch für sehr entscheidend. Elektrische Energie hat den Vorteil, dass wir sie mit sehr guten Wirkungsgraden in andere Energieformen umwandeln können. Da unser Stromnetz sehr gut ausgebaut ist, müssen dann nur die Kraftwerke umweltfreundlich gemacht werden. Da hat man dann alle Möglichkeiten der Physik. Wir sind dann nicht auf Wasserstoff angewiesen, sondern fahren unsere Wagen letztendlich mit sauberer Energie aus Windparks, Photovoltaikanlagen, Biomassekraftwerken, etc. Das ist sehr flexibel und relativ unkompliziert. Im Gegensatz zu Wasserstoff kann hier auch die Last der Kraftwerke dem Bedarf angepasst werden. Bei Wasserstoffautos geht das nicht so einfach. Da entstehen sehr hohe Kosten durch längere Lagerung oder wir müssen Engpässe riskieren um effizient/wirtschaftlich zu bleiben.

Im Endeffekt bin ich auch bereit meine Überzeugung zu ändern. Mir egal, welche Technologie kommt, Hauptsache es kommt eine. Selbst wenn Wasserstoff teurer ist, hätte ich vermutet, dass der Kunde das eher kauft, weil er die Abläufe halt kennt. Wie Winternkorn es schon sagte, der Kunde kauft nicht nur mit dem Kopf.
Ich muss und will auch die Diskussion nicht wiederholen, sie war ja schin erkenntnisreich genug!

Eine Sache bleibt aber nach wie vor offen, nämlich ob die Hersteller allein daran Schuld sind, dass wir noch nicht alle e-Auto fahren. Und das glaube ich nicht. Die letzten Paar Seiten zeigen ja auch an, dass die Infrastruktur das größere Problem ist. Es gibt ja Hersteller mit E-Autos und Kunden, die das wollen, aber Aufgrund der fehlenden Infrastruktur kam es eben nicht bei der Masse an. Ein paar tausend Ladestationen reichen eben noch nicht.
 
Jap, volle Zustimmung. Ich habe ja selbst anfangs vermutet, dass sich eher Wasserstoffautos durchsetzen werden, weil das näher am aktuellen Modell ist. Mittlerweile bin ich wegen der E-Auto-Vorteile dorthin herübergewechselt. :D

Die Entwicklung ist schwer vorherzusehen. Ich denke, es muss sich erst einmal auf 'natürliche' Weise ein Modell durchsetzen. Dann kann die Entwicklung verstärkt gefördert werden. Und dafür muss die Technik noch reifen. E-Autos haben ja genug Probleme, die noch gelöst werden müssen. Und niemand investiert mit dem Risiko.
 
@ Dow

Die mangelhafte Infrastruktur ist IMO eine fadenscheinige Begründung.

Ich habe keine empirischen Studien zur Hand, aber wieviel Prozent unserer Bevölkerung fahren am Tag mehr als ~150km am Stück mit dem Auto? 10%? 20%? Also könnte ein Grossteil der Bevölkerung heute schon E-Auto fahren, ohne an Mobilität einbüssen zu müssen.

Das Problem sind Leute wie hier einer ( :gerri: ), die am Tag selbst vielleicht 20km fahren, aber bevor ein E-Auto keine 500km Reichweite hat, ist das Ganze indiskutabel. Ich lass mir doch meine Mobilität nicht nehmen... :ugly:
 
Auf "natürliche" Weise setzt sich da leider gar nichts durch, weil niemand Interesse darin hat, in eine unsichere Technologie zu investieren. Erst recht nicht, wenn noch nicht mal die grobe Richtung klar ist. Da müssen von außen Steuerungsimpulse kommen.

Und so lange die deutschen Hersteller duch ihre Lobbyisten die Co²-Grenzen blockieren können, wird sich auch zukünftig niemand dafür interessieren. Weder für die eine noch die andere Richtung, Alibi-Veranstaltungen mal ausgenommen.
 
Zimtzicke schrieb:
@ Dow

Die mangelhafte Infrastruktur ist IMO eine fadenscheinige Begründung.

Ich habe keine empirischen Studien zur Hand, aber wieviel Prozent unserer Bevölkerung fahren am Tag mehr als ~150km am Stück mit dem Auto? 10%? 20%? Also könnte ein Grossteil der Bevölkerung heute schon E-Auto fahren, ohne an Mobilität einbüssen zu müssen.

Das Problem sind Leute wie hier einer ( :gerri: ), die am Tag selbst vielleicht 20km fahren, aber bevor ein E-Auto keine 500km Reichweite hat, ist das Ganze indiskutabel. Ich lass mir doch meine Mobilität nicht nehmen... :ugly:

Ja, da versteh ich dich nicht. Klar, für 90% meiner Fahrten reicht ein e-Auto. Aber nicht für 100%. Und das sieht jeder. Ich hab ja schon gesagt, wo ich hinfahre und extra einen Zweitwagen bezahlen, damit er die letzten 10% meiner Fahrten übernimmt never ever. Da wird es wirklich indiskutabel. Ich sag doch zu meiner Schwester nicht: Sry, mein E-Auto reicht nicht bis Greifwald, ich komme dich nicht besuchen. Und bevor einer plärrt, ich könne das doch mit dem Zug fahren, ich könnte sicher ALLES mit dem Zug machen.

Entweder habe ich ein Auto, dass mich zu 100% Mobil macht, oder ich brauche gar kein Auto.
 
@Cale

Ist aber auch von politischer Seite eine gefährliche Investition. Man könnte ja eine natürliche Entwicklung fördern, indem man z.B. Benzin deutlich höher versteuert. Zumindest denke ich das. Ich lehne mich da etwas weit aus dem Fenster. :D
Wahrscheinlich sind aber einige Lobbys zu stark um sich in die Ecke drängen zu lassen.
 
Cale schrieb:
Auf "natürliche" Weise setzt sich da leider gar nichts durch, weil niemand Interesse darin hat, in eine unsichere Technologie zu investieren. Erst recht nicht, wenn noch nicht mal die grobe Richtung klar ist. Da müssen von außen Steuerungsimpulse kommen.

Und so lange die deutschen Hersteller duch ihre Lobbyisten die Co²-Grenzen blockieren können, wird sich auch zukünftig niemand dafür interessieren. Weder für die eine noch die andere Richtung, Alibi-Veranstaltungen mal ausgenommen.

Ja, solange nicht mal die Richtung klar ist, würde ich auch keine Million verpulvern. Da würde ich auch lieber hybriden und bessere Verbrennungsmotoren bauen. Den schwarzen Peter deshalb komplett an die Hersteller abzutreten ist auch etwas kurz. Klar, könnte man mit der CO2-Grenze/ Benzinpreise/andere Steuern die Hersteller binden, die Frage ist nur wohin. Darauf gibt der Gesetzgeber auch keine Antwort.

Das Problem ist nicht nur das Interesse der Lobby, sondern auch, dass der Staat mit dieser Lobby ordendlich verdient.
 
@Dow

Ich bin gespannt, ob wir es schaffen die Umwelt nur mit dem Fortschritt der Technik zu schützen. Eine andere Wahl haben wir ja kaum, wenn viele nicht einen kleinen Schritt zurückgehen wollen, was ihren Lebensstil angeht.
 
eape schrieb:
...indem man z.B. Benzin deutlich höher versteuert...

Ja, das wäre eine Möglichkeit, ist aber politisch wohl kaum durchzusetzen. Der Tanktourismus ist doch ohnehin schon in jeder Sommerloch-Debatte eines der Lieblingsthemen. Siehe auch Röslers tolle Benzinpreis-Meldestelle :D

Nee, die Pflicht zur Flottenverbrauchsreduzierung wäre schon gut, dann müßten die Hersteller früher oder später kleine E-Autos (oder Alternativen dazu) anbieten, aber da haben sie sich ja rausgewunden. Sinnvoll wären auch mehr staatlich animierte Pilotprojekte in Städten (Elektro) und auf dem Land (Wasserstoff), damit es endlich mal weitergeht. Statt dessen doktort man an 2,5to-Monstern mit Hybridantrieb rum. Die werden die Welt nicht retten :kaffee:
 
Zimtzicke schrieb:
@ Dow

Du bist auch so ein "Bremser". ;)

Aber auch du wirst in Zukunft Kompromisse eingehen und ggfls. einfach Konzepte nutzen, die angeboten werden.

Wieso bin ich ein Bremser? Weil ich keinen Zweitwagen will? Ich hab doch geschrieben, wer mich als Bremser bezeichnet, muss sich mit dem Punkt beschäftigen, warum er nicht gleich öffentlich fährt. Zumindest die Leute, die in größeren Städten wohnen. Wenn "Wir" das Problem sind' können wir auch auf das Privatauto verzichten. Äußere dich doch mal zu diesem Vorwurf. Absonsten bist du in diesem Punkt auch nicht besser als Gerri. :lol:

eape schrieb:
@Dow

Ich bin gespannt, ob wir es schaffen die Umwelt nur mit dem Fortschritt der Technik zu schützen. Eine andere Wahl haben wir ja kaum, wenn viele nicht einen kleinen Schritt zurückgehen wollen, was ihren Lebensstil angeht.
Klar. Aber dann wieso nicht gleich das Auto fallen lassen? Wäre noch viel besser. Die Technik hat uns in den Schlamassel gebracht, sie wird uns jetzt nicht retten. Es einfach bleiben zu lassen kostet gar nichts und erzielt due besten Ergebnisse!
 
Bequemlichkeit, jedenfalls ist es das bei mir. Ich wäre aber der erste, der auf E-PKW umsteigt, wenn die Infrastruktur etwas besser wäre. Für längere Fahrten oder den Transportfall einmal im Jahr, würde ich auf Car-Sharing zurückgreifen. Ich zumindest hätte damit kein Problem.
 
eape schrieb:
Man könnte ja eine natürliche Entwicklung fördern, indem man z.B. Benzin deutlich höher versteuert. Zumindest denke ich das.

Interessante Idee. Und wie erklärst du das den Menschen, die auf ihr Auto angewiesen sind und für die sich der lange Weg zur Arbeit dann immer weniger lohnt? Kauft doch ein Elektroauto kann nicht die Antwort sein. Die Karren gibt es schließlich auch nicht aus dem Ü-Ei-Automaten. Wenn ich mir anschaue, was der Ampera kostet...nee...sorry.
 
Dow Jones schrieb:
Zimtzicke schrieb:
@ Dow

Du bist auch so ein "Bremser". ;)

Aber auch du wirst in Zukunft Kompromisse eingehen und ggfls. einfach Konzepte nutzen, die angeboten werden.

Wieso bin ich ein Bremser? Weil ich keinen Zweitwagen will? Ich hab doch geschrieben, wer mich als Bremser bezeichnet, muss sich mit dem Punkt beschäftigen, warum er nicht gleich öffentlich fährt. Zumindest die Leute, die in größeren Städten wohnen. Wenn "Wir" das Problem sind' können wir auch auf das Privatauto verzichten. Äußere dich doch mal zu diesem Vorwurf. Absonsten bist du in diesem Punkt auch nicht besser als Gerri. :lol:

eape schrieb:
@Dow

Ich bin gespannt, ob wir es schaffen die Umwelt nur mit dem Fortschritt der Technik zu schützen. Eine andere Wahl haben wir ja kaum, wenn viele nicht einen kleinen Schritt zurückgehen wollen, was ihren Lebensstil angeht.
Klar. Aber dann wieso nicht gleich das Auto fallen lassen? Wäre noch viel besser. Die Technik hat uns in den Schlamassel gebracht, sie wird uns jetzt nicht retten. Es einfach bleiben zu lassen kostet gar nichts und erzielt due besten Ergebnisse!



Ist ja auch noch besser. Ich fahre auch nur mit öffentlichen oder ab und an mit dem Fahrrad. In andere Städte fahre ich meist per Mitfahrgelegenheit. Ist bei mir aber finanziell bedingt.

Und ein sparsames E-Auto hat eine super Mobilität (in der Stadt) und ist auch im Vergleich mit Bus und Bahn umweltfreundlich. Momentan sogar umweltschonender als die öffentlichen Verkehrsmittel, wenn der Wagen voll besetzt ist.
Ein PKW hat mehr Vorteile als die zusätzliche Mobilität (Verfügbarkeit, Stauplatz). Und darauf muss niemand der Umwelt zuliebe verzichten.
 
Cale schrieb:
Bequemlichkeit, jedenfalls ist es das bei mir. Ich wäre aber der erste, der auf E-PKW umsteigt, wenn die Infrastruktur etwas besser wäre. Für längere Fahrten oder den Transportfall einmal im Jahr, würde ich auf Car-Sharing zurückgreifen. Ich zumindest hätte damit kein Problem.

Ja, aber Bequemlichkeit ist ziemlich graduell. Alles Sache der Gewöhnung. Wer so an der Umwelt hängt, dass er ein E-Auto mit Einschnitten rechtfertigt, der MUSS auch rechtfertigen können, einfach mit den Öffentlichen zu fahren. Ich sehe dazu durch das Graduelle (und nicht etwa Qualitative) keine Unterschiede.
 
Glod schrieb:
eape schrieb:
Man könnte ja eine natürliche Entwicklung fördern, indem man z.B. Benzin deutlich höher versteuert. Zumindest denke ich das.

Interessante Idee. Und wie erklärst du das den Menschen, die auf ihr Auto angewiesen sind und für die sich der lange Weg zur Arbeit dann immer weniger lohnt? Kauft doch ein Elektroauto kann nicht die Antwort sein. Die Karren gibt es schließlich auch nicht aus dem Ü-Ei-Automaten. Wenn ich mir anschaue, was der Ampera kostet...nee...sorry.

Wenn es keine Alternativen gibt (Züge, Fahrgemeinschaften), sollen einfach die zusätzlichen Steuereinnahmen irgendwie dafür verwendet werden. Gibt doch bestimmt Möglichkeiten in der Politik. Aber war jetzt auch nur ein Beispiel. Habe im gleichen Zug gesagt, dass ich da nicht die Kenntnisse habe... Sollen die Leute sich dafür Modelle ausdenken, die da den Plan haben. Der von Cale angesproche Flottenverbrauch ist doch schon etwas intelligenter.
 
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