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KT "Strom im Tank- "Wann kommt das Elektroauto?" Ich kotze!

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich wäre schon für ein E-Auto zu haben, nur ich habe zwei Probleme damit, das erste erledigt sich sobald die sich besser Verkaufen, nämlich der Preis.
Das zweite wäre, ich habe gar keine Chance den aufzuladen, eine Garage habe ich nicht wo ich den einfach an einer Steckdose anschliessen kann. Irgenteine Säule gibt es hier auch nicht. Selbst wenn die Stadt oder mein Vermieter so frei wären, hier bei mir 2-3 solche Tankstellen aufzubauen, würden die bei weitem nicht reichen und ich denke das die mit den Benzinern immer vorstehen würden, weil wir hier mit den Parkpkätze eh schon knapp sind.
Zum anderen gibt es das Problem, das sich die Regierung im Kopf gesetzt hat aus den Atomstrom zu gehen, so wird der Strom auch immer teurer und wenn jetzt viele Stromautos kaufen, so würde der Verbrauch auch rasant ansteigen.
Allerdings muss eine alternative her, keiner weis wann der Sprit so teuer wird das den sich kaum noch einer leisten kann, daher würde ich auch ungern jetzt einen reinen Benziner kaufen, eher so ein Hybrid, Benzin und Strom.
Ich würde auch gerne auf ein Auto verzichten, brauche das sowiso nur zum Einkaufen und für die Arbeit, allerdings müsste ich dann auf die Öffentlichen umsteigen und die sind hier in NRW ziemlich überlastet, desweiteren sind die nicht bekannt besonders günstig zu sein, die Fahrkarten kosten fast ein vermögen.
 
eape schrieb:
Und ein sparsames E-Auto hat eine super Mobilität (in der Stadt) und ist auch im Vergleich mit Bus und Bahn umweltfreundlich. Momentan sogar umweltschonender als die öffentlichen Verkehrsmittel, wenn der Wagen voll besetzt ist.
Ein PKW hat mehr Vorteile als die zusätzliche Mobilität (Verfügbarkeit, Stauplatz). Und darauf muss niemand der Umwelt zuliebe verzichten.

Auch hier wieder. Wir sprechen von Technologien, die noch nicht etabliert sind, mit dem Ziel die Umwelt zu schonen. Dazu haben wir drei Möglichkeiten. a)E-Auto b) Wasserstoff-Auto c) gar kein Privatauto, d.h Umrüstung des öffentlichen Verkehrssystems auf a) oder b)

Wieso nicht für c) sein? Verfügbarkeit erhöhen und mit deinem Einkauf, wenn er nicht gerade für 4 Wochen ist, kannst du auch in den Bus/Bahn einsteigen. Es ist viel kostengünstiger und effektiver für die Umwelt und für den Staat, einfach DAS zu tun. Das will aber (zurecht) niemand!
 
Was ist denn aus diesen Schleifen in den Straßen geworden? Da wurde doch vorn paar Jahren ein Konzept vorgestellt, in dem langfristig die Straßen als Ladestation dienen sollten; kontaktlos.

Wenn ich mir überlege das die eh jede Straße 3 mal im Jahr aufreissen, weils wieder fehlerhaft asphaltiert wurde, hätte man da auch schon ganz gut Infrastruktur aufbauen können. Versteckte Subvention an die Automobilindustrie halt.
 
Wie gesagt, ein E-Auto ist umweltschonender als Bus und Bahn. Sogar ein 5l-Wagen konkurriert mit den öffentlichen. In voller Besetzung ist er umweltfreundlicher trotz Benzintank. Es ist nicht nötig auf diesen Luxus zu verzichten. Der langfristige Plan ist es ja eh Strom klimaneutral (so gut wie möglich) zur Verfügung zu stellen. Dann spricht nichts gegen E-Autos.
 
eape schrieb:
Wie gesagt, ein E-Auto ist umweltschonender als Bus und Bahn. Sogar ein 5l-Wagen konkurriert mit den öffentlichen. In voller Besetzung ist er umweltfreundlicher trotz Benzintank. Es ist nicht nötig auf diesen Luxus zu verzichten. Der langfristige Plan ist es ja eh Strom klimaneutral (so gut wie möglich) zur Verfügung zu stellen. Dann spricht nichts gegen E-Autos.

Ja, nun nichts vermischen. Das E-Auto ist umweltschonender als ein jetziger Bus. Natürlich ist es das. Die Frage, das hast du ja auch gesagt, ist die Frage des Luxus. Wie viel Luxus muss ich abgeben, damit meine Umweltziele erreicht werden. Laut Zimtzicke bin ich ein Bremser, da ich nicht auf das E-Auto umsteige. Ich steige deshalb nicht um, so das Argument, weil es nicht 100% meines Fahrverhaltens abdeckt. Nicht das E-Auto ist schuld. ICH bin schuld, dass ich mich nicht an das E-Auto anpasse. Mich nicht in meinem Luxus einengen lasse.

Anstatt aber dafür zu sorgen, dass das E-Auto die aktuellen Bedürfnisse abdeckt, muss ich meine Bedürfnisse ändern. Wenn ich das aber mache, dann ist gar nicht mehr so klar, wohin sich meine Bedürfnisse ändern sollen. Soll ich einfach nur weniger Auto fahren, damit meine Umweltziele erreicht werden? Oder sollte ich lieber gleich ganz aufhören Auto zu fahren, und meine Umweltziele SOFORT erreichen?

Wenn ich also im Sinne der Umwelt rechtfertige meine Bedürfnisse zu verändern, dann sollte ich auch meine Bedürfnisse so auslegen, dass das Maximum für die Umwelt dabei rausspringt. Und d.h. kein Auto mehr fahren.

Alles andere ist doch nur fauler Zauber. Wenn ich also ein "Bremser" bin, und nur weniger Auto fahren müsste, dann sind diejenigen, die trotzdem noch E-Auto fahren "Heuchler" ;) Denn einfach weniger Autos, egal welche, sind viel besser. Und das schon einfach deshalb, weil ich weniger Energie erzeugen muss.
 
Dow Jones schrieb:
Im Endeffekt bin ich auch bereit meine Überzeugung zu ändern. Mir egal, welche Technologie kommt, Hauptsache es kommt eine. Selbst wenn Wasserstoff teurer ist, hätte ich vermutet, dass der Kunde das eher kauft, weil er die Abläufe halt kennt. Wie Winternkorn es schon sagte, der Kunde kauft nicht nur mit dem Kopf.
Ich muss und will auch die Diskussion nicht wiederholen, sie war ja schin erkenntnisreich genug!

Eine Sache bleibt aber nach wie vor offen, nämlich ob die Hersteller allein daran Schuld sind, dass wir noch nicht alle e-Auto fahren. Und das glaube ich nicht. Die letzten Paar Seiten zeigen ja auch an, dass die Infrastruktur das größere Problem ist. Es gibt ja Hersteller mit E-Autos und Kunden, die das wollen, aber Aufgrund der fehlenden Infrastruktur kam es eben nicht bei der Masse an. Ein paar tausend Ladestationen reichen eben noch nicht.


Zumindest die eine, erste Kernzielgruppe (Zweitwagen, Garagenwagen) besitzt primär deshalb noch kein E-Auto, weil die Dinger einfach unheimlich teuer sind. Biete meiner Mutter nen E-Corsa für 15.000 an (inkl. Akku), der ~80km rein elektrisch fährt und wir sind im Geschäft. Nen Ampera für 40.000 oder nen Renault Twizy, der zwar kaum was kostet, bei dem man den Akku aber noch mieten muss (und der halt auch aussieht, als ob ein paar besoffene für die erste Skizze verantwortlich waren), ist einfach ein bescheuertes Angebot.


Auch hier wieder. Wir sprechen von Technologien, die noch nicht etabliert sind, mit dem Ziel die Umwelt zu schonen. Dazu haben wir drei Möglichkeiten. a)E-Auto b) Wasserstoff-Auto c) gar kein Privatauto, d.h Umrüstung des öffentlichen Verkehrssystems auf a) oder b)

Wieso nicht für c) sein? Verfügbarkeit erhöhen und mit deinem Einkauf, wenn er nicht gerade für 4 Wochen ist, kannst du auch in den Bus/Bahn einsteigen. Es ist viel kostengünstiger und effektiver für die Umwelt und für den Staat, einfach DAS zu tun. Das will aber (zurecht) niemand!


In der Großstadt mag das sogar möglich sein, aber in kleineren Städten (kleiner 50.000 mal so in den Raum geworfen) ist dieses Konzept vollkommen undurchführbar. Da kann ich auch zum Supermarkt laufen...
 
Slurms Mc Kenzie schrieb:
Was ist denn aus diesen Schleifen in den Straßen geworden? Da wurde doch vorn paar Jahren ein Konzept vorgestellt, in dem langfristig die Straßen als Ladestation dienen sollten; kontaktlos.

Wenn ich mir überlege das die eh jede Straße 3 mal im Jahr aufreissen, weils wieder fehlerhaft asphaltiert wurde, hätte man da auch schon ganz gut Infrastruktur aufbauen können. Versteckte Subvention an die Automobilindustrie halt.

Kannte ich noch gar nicht, ist aber eine idee auch wenn die zu teuer ist.
Hier bei mir reiht sich sowiso ein Schlagloch am anderen, weil die Stadt seit Jahren nur am Flicken ist. Das wäre die möglichkeit die Strassen hier zu sanieren:D
 
Steffko schrieb:
Dow Jones schrieb:
Im Endeffekt bin ich auch bereit meine Überzeugung zu ändern. Mir egal, welche Technologie kommt, Hauptsache es kommt eine. Selbst wenn Wasserstoff teurer ist, hätte ich vermutet, dass der Kunde das eher kauft, weil er die Abläufe halt kennt. Wie Winternkorn es schon sagte, der Kunde kauft nicht nur mit dem Kopf.
Ich muss und will auch die Diskussion nicht wiederholen, sie war ja schin erkenntnisreich genug!

Eine Sache bleibt aber nach wie vor offen, nämlich ob die Hersteller allein daran Schuld sind, dass wir noch nicht alle e-Auto fahren. Und das glaube ich nicht. Die letzten Paar Seiten zeigen ja auch an, dass die Infrastruktur das größere Problem ist. Es gibt ja Hersteller mit E-Autos und Kunden, die das wollen, aber Aufgrund der fehlenden Infrastruktur kam es eben nicht bei der Masse an. Ein paar tausend Ladestationen reichen eben noch nicht.


Zumindest die eine, erste Kernzielgruppe (Zweitwagen, Garagenwagen) besitzt primär deshalb noch kein E-Auto, weil die Dinger einfach unheimlich teuer sind. Biete meiner Mutter nen E-Corsa für 15.000 an (inkl. Akku), der ~80km rein elektrisch fährt und wir sind im Geschäft. Nen Ampera für 40.000 oder nen Renault Twizy, der zwar kaum was kostet, bei dem man den Akku aber noch mieten muss (und der halt auch aussieht, als ob ein paar besoffene für die erste Skizze verantwortlich waren), ist einfach ein bescheuertes Angebot.

Würdest du dich dazu hinreißen lassen zu behaupten, dass E-Autos nicht teurer sein müssten als "normale" Autos? Ist die Technik schon so weit, dass man beides als echte Alternative anbieten kann?

Wollen die Hersteller nur nicht, dass sich das E-Auto durchsetzt und erhöhen dein Preis einfach so, und ohne technischen Grund, um 10.000-20.000€?

Steffko schrieb:
In der Großstadt mag das sogar möglich sein, aber in kleineren Städten (kleiner 50.000 mal so in den Raum geworfen) ist dieses Konzept vollkommen undurchführbar. Da kann ich auch zum Supermarkt laufen...

Das ist der Punkt. Das wäre schließlich noch Umweltfreundlicher. Trainieren könntest du dabei auch noch. Nimm ne Sackkarre mit, bekommst du deine Getränke auch alle den Berg hoch! :dhoch:
 
Ich hab keine Ahnung was die da gerade machen. Wenn ich mutmaßen müsste läuft das aktuell unter Pioniergewinne (oder wie man das doch gleich bezeichnet). Kombiniert natürlich mit extrem niedrigen Stückzahlen, ergo relativ hohen Fixkosten, relativ schlechten Einkaufspreisen etc.

E-Autos dürfen schon teurer sein, als Benziner. Und zwar genau um den Betrag, den man durch die Nutzung einspart + ein gewisser "E-Auto Faktor", der je nach Person unterschiedlich hoch ist (die, die aktuell den Ampera kaufen, haben also einen extrem hohen E-Auto Faktor :D ).


Dow Jones schrieb:
Das ist der Punkt. Das wäre schließlich noch Umweltfreundlicher. Trainieren könntest du dabei auch noch. Nimm ne Sackkarre mit, bekommst du deine Getränke auch alle den Berg hoch!

Wir können auch wieder in Höhlen hausen und Rehe mit Speeren jagen, das ist noch viiiiiiiiiel umweltfreundlicher. Einen gewissen Bezug zu unserer aktuellen Lebensweise sollten die Vorschläge aber schon haben. Und da ist eben "Schaff das Auto in der Kleinstadt doch einfach ab" einfach vollkommen untauglich.
 
@Dow

Nein, das sehe ich anders.
Es geht hier um Kompromisse und Verhältnismäßigkeit. Ein E-Auto spart potentiell sehr viel Energie aus fossilen Brennstoffen, schont somit die Umwelt aufgrund des geringeren Schadstoffaustoßes. Theoretisch kann man die Energie, die für den Wagen nötig ist allein aus regenerativen Energiequellen zur Verfügung stellen. Wieso sollten wir da noch mit dem Bus fahren, der einen ähnlichen Energieverbrauch pro Kopf hat und ebenso klimaneutral fährt? Das ist Unsinn. Und auch in der Übergangszeit, in der es umweltschonender ist mit der Bahn zu fahren: Der Umstieg auf ein E-Auto wirkt sich sehr positiv auf die Umwelt aus ohne größere Luxuseinbußen in der Stadt. Der Umstieg vom E-Auto auf eine E-Bahn hat einen viel kleineren Effekt auf die Umwelt und einen größeren auf den Lebensstandard (in vielen Fällen). Ich verstehe nicht, wieso man nur von einem Extreme ins andere wandern darf. Müssen wir uns in Höhlen zurückziehen?
 
Steffko schrieb:
Ich hab keine Ahnung was die da gerade machen. Wenn ich mutmaßen müsste läuft das aktuell unter Pioniergewinne (oder wie man das doch gleich bezeichnet). Kombiniert natürlich mit extrem niedrigen Stückzahlen, ergo relativ hohen Fixkosten, relativ schlechten Einkaufspreisen etc.

Also ganz davon ab, dass der Amerpa auch ein Hybride ist.

Wenn die Hersteller allein schuld daran wären, dann gäbe es nicht mal E-Autos oder Prototypen. Oder Hybriden. Das sah man ja an den USA. Die haben in den 90igern mal so einen Versuch gestartet und dann wieder gegen die großen Litermaschinen fallen lassen. Die wollten ganz offensichtlich nicht. Jetzt sinken die Verkaufszahlen, wegen eines Prius zum Beispiel und sind gezwungen alternativen anzubieten. Es ist ja nicht so, dass sich die Hersteller hier absprechen und einfach geschlossen keine Konzepte entwickeln.

Doch, damit sich eine Antriebsart durchsetzt, egal welche, ist man auch auf Investitionen angewiesen, die nicht in den Möglichkeiten der Hersteller liegen. Und wenn das so ist, dann liegt es nicht nur an den Herstellern. Das ist der Punkt. Dabei habe ich nicht mal die CO2-Werte angetastet.

Wenn Deutschland, oder wer auch immer, auf einmal anfängt Ladestationen massiv auszubauen, wird sich schon ein Hersteller in dieser Nische versuchen. E-Auto ist ja nicht nur Risiko, sondern auch ein möglicher Markt.
 
Der Ampera ist ein vollwertiges Elektroauto mit einem zusätzlichen Verbrennungsmotor.

Ich möchte da wie gesagt den Herstellern sicherlich nicht den alleinigen schwarzen Peter zuschieben. Naja, ein bißchen schon. In den Zeiten vor dem Tesla Roadster hieß es von Milliarden schweren Unternehmen immer, dass das mit den Akkus so ne Sache wäre, die könnten ja explodieren oder wären nach nen paar Tausend Kilometern schon im Eimer. Dann kommt so ne Hinterhofklitsche, holt sich ne Elise, steckt jede Menge Akkus rein und los geht die Geschichte :ugly: Da musste man zumindest den Eindruck gewinnen, dass entweder in den Führungsetagen ganz furchtbar viel Inkompetenz versammelt war oder man eben nicht wollte.
 
eape schrieb:
@Dow

Nein, das sehe ich anders.
Es geht hier um Kompromisse und Verhältnismäßigkeit. Ein E-Auto spart potentiell sehr viel Energie aus fossilen Brennstoffen, schont somit die Umwelt aufgrund des geringeren Schadstoffaustoßes. Theoretisch kann man die Energie, die für den Wagen nötig ist allein aus regenerativen Energiequellen zur Verfügung stellen. Wieso sollten wir da noch mit dem Bus fahren, der einen ähnlichen Energieverbrauch pro Kopf hat und ebenso klimaneutral fährt? Das ist Unsinn. Und auch in der Übergangszeit, in der es umweltschonender ist mit der Bahn zu fahren: Der Umstieg auf ein E-Auto wirkt sich sehr positiv auf die Umwelt aus ohne größere Luxuseinbußen in der Stadt. Der Umstieg vom E-Auto auf eine E-Bahn hat einen viel kleineren Effekt auf die Umwelt und einen größeren auf den Lebensstandard (in vielen Fällen). Ich verstehe nicht, wieso man nur von einem Extreme ins andere wandern darf. Müssen wir uns in Höhlen zurückziehen?

Ich will gar nicht ernsthaft dafür argumentieren, dass wir wieder in die Höhlen zurück müssen. Ich will auch nicht dafür argumentieren, dass niemand E-Autos fahren können darf. Was mir aber nicht schmeckt ist das, was Zimtzicke als Problem an unseren Nutzerverhalten festmacht.

Ich bin bereit auf ein E-Auto umzusteigen, solange es mein Auto in allen Belangen ersetzt. Vorher nicht. Das geht ihm nicht weit genug, ich solle meine Bedürfnisse ändern oder meine Kompromisse eingehen. Und ich sage nur: Wer DAS macht, DER muss sich mit der Frage auseinander setzen, ob wir nicht wieder in die Höhle zurück gehen müssen, überspitzt formuliert. Nicht überspitzt formuliert könnte man vielleicht auch sagen, wenn es an unseren Bedürfnissen krankt, dann könnten wir einfach versucht sein, so wenig wie möglich Auto zu fahren und uns so oft wie möglich Alternativen zu suchen. Diese Alternative scheint dann genau so valide zu sein, wie der Umstieg auf das E-Auto. Nur stellt sich die Frage, warum dann der Umstieg? SO wird kein Schuh draus.

Das Problem des E-Autos ist NICHT unser Nutzerverhalten. Das wäre meine These. Denn wenn wir einfach nur unser Nutzerverhalten verändern, könnten wir uns auch Alternativen zum Auto suchen. Oder zum Besitz eines Autos. Oder zum Fahren eines Autos. Und so weiter und so weiter.

Wenn sich das E-Auto also durchsetzen will, muss es mit unseren Nutzververhalten übereinstimmen. Ansonsten wird das Auto irgendwann...schlussendlich...doch sinnlos.

Steffko schrieb:
Der Ampera ist ein vollwertiges Elektroauto mit einem zusätzlichen Verbrennungsmotor.

Du kannst damit 40-80km mit der Batterie fahren, stimmt. Aber dann springt der Motor auch an und rettet dir den Arsch, wenn du nicht rechtzeitig wieder an einer Station bist. Vollwertiges Elektroauto wäre hier: Ein E-Auto dass mindesten 500km voll elektrisch fährt.

Ich möchte da wie gesagt den Herstellern sicherlich nicht den alleinigen schwarzen Peter zuschieben. Naja, ein bißchen schon. In den Zeiten vor dem Tesla Roadster hieß es von Milliarden schweren Unternehmen immer, dass das mit den Akkus so ne Sache wäre, die könnten ja explodieren oder wären nach nen paar Tausend Kilometern schon im Eimer. Dann kommt so ne Hinterhofklitsche, holt sich ne Elise, steckt jede Menge Akkus rein und los geht die Geschichte :ugly: Da musste man zumindest den Eindruck gewinnen, dass entweder in den Führungsetagen ganz furchtbar viel Inkompetenz versammelt war oder man eben nicht wollte.

Wie gesagt, selbst wenn es das gäbe, sprich das Elektroauto in Serie, oder einen Hybride wie den Amerpa, scheint es für den Kunden immer noch nicht lohnend umzusteigen. Und das nicht nur, weil alles nur bremsen wollen, oder zu blöd sind. Es muss halt noch ein wenig mehr kommen (Preisvorteile, Steuererleichterungen, Infrastruktur), als das reine E-Auto, damit sich das E-Auto durchsetzt. Wäre zumindest meine Behauptung.

EDIT: Der Amerpa wurde auch erst später in den Markt eingeführt, weil es wohl Feuergefahr bei den Batterien gab. Ganz so einfach scheint das auch heute nicht zu sein.
 
Dow Jones schrieb:
Ja, aber Bequemlichkeit ist ziemlich graduell. Alles Sache der Gewöhnung. Wer so an der Umwelt hängt, dass er ein E-Auto mit Einschnitten rechtfertigt, der MUSS auch rechtfertigen können, einfach mit den Öffentlichen zu fahren. Ich sehe dazu durch das Graduelle (und nicht etwa Qualitative) keine Unterschiede.

Sicher, die öffentlichen Verkehrsmittel sind eine Alternative. Aber das sind sie heute schon und trotzdem gibt es Individualverkehr. Und beides wird auch in Zukunft nebeneinander existieren. Diese Zuspitzung ("dann MUSS man auch ÖPNV fahren") ist doch Blödsinn, es geht doch gerade darum auch den Individualverkehr weiterhin möglich zu machen.
 
Cale schrieb:
Dow Jones schrieb:
Ja, aber Bequemlichkeit ist ziemlich graduell. Alles Sache der Gewöhnung. Wer so an der Umwelt hängt, dass er ein E-Auto mit Einschnitten rechtfertigt, der MUSS auch rechtfertigen können, einfach mit den Öffentlichen zu fahren. Ich sehe dazu durch das Graduelle (und nicht etwa Qualitative) keine Unterschiede.

Sicher, die öffentlichen Verkehrsmittel sind eine Alternative. Aber das sind sie heute schon und trotzdem gibt es Individualverkehr. Und beides wird auch in Zukunft nebeneinander existieren. Diese Zuspitzung ("dann MUSS man auch ÖPNV fahren") ist doch Blödsinn, es geht doch gerade darum auch den Individualverkehr weiterhin möglich zu machen.

Natürlich. Aber das geht nicht, wenn ich behaupte, dass das E-Auto kein Problem wäre, wenn wir unser Nutzerverhalten ändern. Dann könnte ich auch einfach Öffentlich fahren. Will aber niemand. Zurecht! Aber deshalb muss sich das E-Auto uns anpassen, und nicht wir an das E-Auto.

Noch einer kleiner Nachtrag zum Ampere, der ja, wenn man will, als alltagstauglich bezeichnet wird und die geforderten Kurzstrecken komplett elektrisch bewältigt. Dazu kann Zicke sicherlich auch noch etwas sagen, er sprach ja von einem BMW, der ganz ähnlich funktioniert.

http://www.opel.de/opel-erleben/ueber-opel/aktuell/2012/march/ampera_erfolg.html
 
Das Argument ist doch gerade, daß es für 90% der Leute eben nicht angepasst werden muß, jedenfalls nicht groß. Der Preis muß sinken (kommt automatisch) und die Lademöglichkeiten müssen geschaffen werden. Daß Alle dann E-Auto fahren ist Nonsens, aber für einen Großteil reicht es eben aus. Das ist der Punkt. Für die Anderen und den Transportverkehr kann ja Wasserstoff oder Biokraftstoffe durchaus eine Alternative sein, ggf. in Kombi mit Strom.
 
Cale schrieb:
Das Argument ist doch gerade, daß es für 90% der Leute eben nicht angepasst werden muß, jedenfalls nicht groß. Der Preis muß sinken (kommt automatisch) und die Lademöglichkeiten müssen geschaffen werden. Daß Alle dann E-Auto fahren ist Nonsens, aber für einen Großteil reicht es eben aus. Das ist der Punkt. Für die Anderen und den Transportverkehr kann ja Wasserstoff oder Biokraftstoffe durchaus eine Alternative sein, ggf. in Kombi mit Strom.

Was ist das denn bitte für ein Argument? Das ist ne These!

Ein Argument dafür, dass es nicht angepasst werden müsste wäre, dass es die Leute überall kaufen (wollen) wie blöd. Das ist aber nicht so. Es MUSS angepasst werden, damit es sich durchsetzen kann. Und zwar muss es für alle eine Alternative sein, und dann nicht nur für 90% der Fahrten eines Normales.

Der Rest ist doch idealistischer Unsinn.
 
Cale schrieb:
These-Argument-These-Argument , such`s Dir aus :roll:
Du kennst den Unterschied. Deshalb weißt du auch, dass ich mir da nichts aussuchen kann.

Wenn Du eine 100%-Lösung suchst, wirst Du nicht glücklich werden. Das Ist eine Prognose.

Die 100% Lösung wäre, dass ich ein Auto bekomme, dass sich ebenso nutzen lässt (wenn nicht sogar noch besser), als mein aktuelles. Dazu gehören dann noch der Preis, die Lademöglichkeit und die Reichweite. Punkt. Damit ist die Sache dann auch "schon" gegessen.
 
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