jetzt mal Butter bei die Fische, ist Starfield nun Flop oder Top?
Bei den ersten Reviews ist ja alles dabei, von 5/10 bis 10/10...
(Preislich kommt die PS5 für nur UVP 49€)
Für mich war es leider die größte Enttäuschung der letzten 10 Jahre. Und das sage ich als riesiger Fan von Oblivion und Fallout 3 und 4. An diese Bethesda-Titel kommt es nicht mal im Ansatz ran und das ist auch die allgemeine Wahrnehin der Spielerschaft. Im Elder Scrolls 6 Thread hatte ich mal was dazu geschrieben:
Bezogen auf diese Aussage von
@geckZ
„
Aber ja, die Inszenierung der Open World muss auch mal massiv überarbeitet werden. 2006 hab ich eine Kaiserstadt mit 20 NPCs noch durchaus akzeptieren können aber im Falle von Starfield und New Atlantis hat mich das massiv aus der Immersion gerissen. Und ich hatte davor Cyberpunk gespielt. War wohl auch ein fataler Fehler.
“
War das meine Antwort:
„Wenn es nur das wäre, was einen bei Starfield aus der Immersion gerissen hat. Die gesamte Welt bzw. Welten fühlte(n) sich nicht organisch an, nur wie unzählige Versatzstücke. Statt 1000enden prozedural generierten Planeten wäre eine Handvoll händisch erstellter, großer Planeten soo viel besser gewesen. Ich habe noch nie von jemandem gelesen, der die 1000enden Planeten statt weniger handgefertigter Welten besser gefunden hat. So oft fühlte es sich wie ein Schnellreise-Simulator an. Die unzähligen Ladeunterbrechungen, selbst beim Betreten von einfachen Gebäuden, taten da ihr Übriges. Dann gabs noch die völlig seelenlosen und langweiligen NPCs, deren Schicksal einen einfach überhaupt nicht juckte. Zudem: Gesichtsanimationen, die eher an die Anfänge der 2010er Jahre erinnern, kann man doch auch im Jahr 2023 nicht mehr bringen.
Die Hauptquest war zwar nie Bethesdas Stärke und das ist auch okay, aber etwas derart unmotivierendes und langweiliges, sowie vom Prinzip her immer wieder sehr ähnliches, ist mir selten untergekommen. Die Dialoge waren noch flacher als flach. Wenn man das alles mit einem Baldurs Gate 3 vergleicht, dann...puh...liegen dazwischen wirklich Welten. Auch ein Mass Effect 2, das bald 2 Jahrzehnte auf dem Buckel hat, macht all das um ein Vielfaches besser.
Inzwischen ist Starfield ja arg in der Versenkung verschwunden, die über hunderttausend User-Wertungen mit ziemlich schlechten 58% etwa bei Steam (Reminder: nur ein Kauf bei Steam befähigt zum Abgeben einer Bewertung) geben die allgemeine Wahrnehmung ganz gut wieder. Kein Vergleich etwa mit einem Skyrim, das damals hunderte GOTY-Awards abräumte, einen wahnsinnig guten Ruf in der Spielerschaft genießt und auch 14 Jahre später immer noch regelmäßig gezockt wird.
Aber gut, hier solls jetzt gar nicht so viel um Starfield gehen (nichtsdestotrotz muss man bei einem neuen Bethesda Titel auch den letzten Release betrachten), ich musste meiner Enttäuschung nur nochmal Luft machen, denn Oblivion und Fallout 3 + 4 habe ich geliebt, vor allem aufgrund der tollen zusammenhängenden Spielwelt und dem belohnenden Erkundungsdrang.
Dabei war ich sooo gehypt auf Starfield. Prinzipiell hatte ich auch meinen Spaß, aber trotzdem überwiegt die Enttäuschung.
Deshalb ist meine Vorfreude bei Elder Scrolls 6 nun etwas gedämpfter.
Dennoch bin ich sehr gespannt drauf und hoffe, dass Bethesda wieder an alte Stärken anknüpfen kann.“
Als Fazit nochmal und das ist das schlimmste bei einem Bethesda-Spiel: mir fehlte komplett der Entdecker-Drang.