Durchgespielt. Interessantes NewGame+, die Idee gefällt mir.
Jetzt noch Crimson Fleet und UC abschließen, dann war's das. Hervorzuheben ist ganz klar das Art Design, NASA Punk trifft genau meinen Nerv, mir gefällt der nostalgische Minimalismus, der Pioniergedanke hinter dem Design, es muss halt einfach funktionieren.
Was mir auch positiv in Erinnerung bleiben wird, sind die sehr gut geschriebenen Quests, die dazu beitragen, dass sich das Universum nachvollziehbar anfühlt. Auch die handgemachten Städte laden zum Erkunden ein und lassen mich die Spielwelt nicht nur fühlen, sondern auch „riechen“ und „schmecken“. Hier lässt Bethesda die Muskeln spielen und das wurde sehr gut umgesetzt.
Leider glänzt nicht alles am Lack des Raumschiff-Epos. Der Weltraum ist im Spiel einfach überflüssig, da man alles mit der Ladefunktion überbrücken kann. Und so sehr ich die handgemachten Städte und die Qualität der Quests schätze, es fehlt einfach an Inszenierung, packendem Storytelling und Emotionen. Es ist mir zB total egal, ob meine frisch vermählte Frau im Raumschiff vergammelt oder auf anderen Planeten um ihr Leben fleht. Es juckt mich einfach nicht. Dann heult sie mir die Ohren voll mit dummen Kommentaren und nervt mich mit belanglosen Zeug. Das hat Mass Effect so viel besser gemacht, für jede Figur hatte man Sympathie, Abscheu etc.
In Starfield ist das so beliebig. Ich kann mir nicht helfen. Haters gonna Hate…
Und mei, die Engine ist halt nicht mehr von heute. Und das ist leider auch der größte Kritikpunkt und erklärt die nervigen Ladezeiten, die die Immersion killen. Da muss Bethesda unbedingt nachbessern. Hier und in den oben genannten Punkten wischt Cyberpunk mit Starfield einfach mal den Boden auf. Im Vergleich dazu wirkt Starfield wie das angestaubte, aber dennoch coole ArtDesign: NASA-Punk. Irgendwie cool, aber leider auch verdammt alt. Dennoch, ich vergebe eine 8/10.