Vier Stunden gespielt.
Die Frage, die ich mir während einer Videospiel-Zusammenfassung immer stelle: „ Wie fange ich an? Was ist noch im Gedächtnis geblieben? Was kann ich auslassen?“. Im Studium fällt mir das bei ziemlich vielen Berichten einfach, hier aber allerdings weniger. Schlimm sind auch einige Grammatikfehler, die mir während dem schnellen Tippen passieren und ich erst Wochen später beim wiederholten Lesen bemerke – oder vielleicht auch nicht. Nichts destotrotz schreibe ich relativ gerne. Es nimmt zwar doch etwas Zeit in Anspruch, aber schreiben bedeutet für mich auch immer eine gewisse Herausforderung in Sachen Kreativität. Wir Menschen besitzen unzählige Wörter um Dinge zu beschreiben und es macht Spaß, immer wieder neue Wege zu finden, um einfach ein belangloses Thema, interessant zu „gestalten“. Aber Ich komme wiedermal vom Weg ab, und beginne dort meinen Bericht, der die bis dato ultimative Herausforderungen für meine Kämpfer waren – der Erdgolem.
Gestern wollte ich es unbedingt wissen. Ich versuchte in zwei weiteren Anläufen den Erdgolem niederzustrecken, dass mir aber völlig misslang. Ich wusste, die Zeit war gekommen, in dem ich meine fixe Truppe umstellen und mich wirklich taktisch gut auf den Kampf einstellen muss. Meine Golems APO und Atsuma waren gesetzt. Atsuma ist einfach ein starker Nahkämpfer, der mit manchen Specialattacken einen enormen Schaden erzielen kann. APO ist für meine Komboattacken wichtig, sowie besitzt er eine Attacke die Leben aller Gegner im Feld abzieht und sich selbst damit heilt. Atsuma war aber gegen die Erdangriffe des Erdgolems stark anfällig, also nahm ich mit Karim eine sehr starke Heilerin in mein Team. Meine vierte Wahl traf dann auf Gallrya. Eine violette fette Spinne, der auch jeden Gegner mit seiner Attacke Leben abzieht und sich selbst damit heilt, und Erdattacken gut verträgt. Ich hab mir auch eine gewisse Aufstellung überlegt, in dem Apo den meisten Schaden nimmt, Atsuma und Gallrya etwas weniger und Karim überhaupt nicht. Ich möchte jetzt nicht in weitere Details gehen, weil ich sonst bis morgen schreiben würde, aber nach über 40 Runden(!) haben wir gesiegt. Keine Ahnung wie viel Zeit draufgegangen ist, aber während dem Kampf hat mich ein Freund angerufen und gefragt: „Gears?“. Ich schrie fast schon ins Telefon, weil ich das Vieh unbedingt erledigen wollte: „JETZT NICHT! ICH MUSS DAS VIEH KLOPPEN!“ und legte auf. Gott sei Dank ist er ein sehr guter Freund und wusste, dass gerade etwas sehr wichtiges für mich aufm Spiel war. Er stellte später nicht mal die Frage, wen oder was ich gekloppt habe…
Das war der zachste aber auch der schwerste Kampf bis jetzt. In einer CGI Sequenz tauchte plötzlich der Mönch auf und forderte von Atsuma die gelernte Technik zu benutzen, um den Erdgolem endgültig zu besiegen. Atsuma durchdrang mit seinem Arm eine Barriere um den Erdgolem und war plötzlich, wenn auch nicht physisch, in einer anderen Dimension. Nicht in der Dimension wo die fremde Stimme zu herrschen schien, sondern ein heller, weiser Ort, wo der Erdgolem zu sehen war, der wie die Ruhe selbst aussah. Im nächsten Augenblick war Atsuma wieder im hier und jetzt, und der Erdgolem verschwunden. Sein Arm hat nach dem Feuergolem, den nächsten Golem in sich absorbiert. Im Erfolgserlebnis kehrte die Truppe ins Dorf zurück, um die fast wiedergenese Sayaka zu besuchen. Währenddessen analysierte der Mönch den zurückgeblieben „Magiccore“ des Erdgolems und nahm erstaunt war, dass er leer war.
Das würde für Toya, der als Magiccore der Hexe fungiert, der Tod bedeuten, wenn Atsuma bei ihm das Gleiche machen würde, den er aber doch um alles auf der Welt retten möchte. Der Mönch teilte dies unseren Helden natürlich mit. Wie aus allen Wolken gefallen, musste sich Atsuma wieder die Frage stellen: „Töte deinen Freund und die Welt ist gerettet, oder versuch ihn zu retten, und die Welt wird möglicherweise brennen“. Unsere Crew wusste, dass jetzt alle Hoffnungen Atsuma Freund zu retten dahin war und er eine unmögliche Aufgabe vor sich hatte – wenn nicht Raigar mit DER Idee kam. Raigar kannte eine Frau namens Sage, die in einem Turm einsam und alleine lebt und wohlmöglich Wissen besitzt, das von Nutzen sein könnte. Die Hoffnung stirbt zu Letzt.
Dass jetzt so ein Stein in den Weg gelegt wurde, war zu erwarten, aber doch finde ich diese kleinen moralischen Twists sehr gut. Ist es ein Freund Wert die Welt zu opfern? Für Atsuma schon und ich kann diese Entscheidung mehr als gut nachvollziehen. Bevor unsere Gruppe sich durch die Wüste begibt, sah man eine Sequenz mit der Eishexe, Toya und diesmal(!) den mysteriösen Mann, der uns schon in der Vergangenheit einige Male geholfen hat. Der mysteriöse Mann wollte ein Tauschgeschäft vorschlagen. Er hat den alten Magiccore der Eishexe gefunden und wollte es gegen den „neuen“ Magiccore Toya tauschen. Abgesehen dass es nicht möglich wäre, die Verbindung von der Eishexe und Toya zu unterbinden, wollte die Eishexe den alten Kern nicht und war bereit den M. Mann zu töten.
Auf einmal mischte sich Toya ein und bittet die Eishexe dies nicht zu tun, was sie auch tat. Der M. Mann war so überrascht, weil Toya einen Willen zeigte, der doch nicht von der Eishexe unterdrückt wurde. Toya teilte mit, dass er seine Fesseln der Sterblichkeit ablegen möchte, um mit der Eishexe zu verschmelzen. Weiter erzählte er, dass Atsuma ihm den Buckel runterrutschen kann und nicht mehr wert wäre als ein Wurm. Im Verlauf des Spiels tauchte der M. Mann bei Atsuma auf und teilte ihm das mit. Atsuma wollte es erst nicht glauben, zweifelte an seiner Mission, nur um erneut gestärkt seinen Weg weiter zu gehen. Ich glaube wiederrum, dass Toya vielleicht sogar einen Plan hat, die Eishexe zu besiegen und es nur durch die Verschmelzung möglich ist. Oder er wird trotz aller Skepsis wirklich von ihr beeinflusst. Sollte beides nicht stimmen, kann er uns Kreuzweise am Po lecken und bekommt einen Tritt in die Eier. In der Wüste mussten wir wieder endloslange Zufallskämpfe absolvieren. Ich habe sogar das Gefühl, dass es mehr als z.B. in DQ8 sind. Bevor ich aber den Pfad zu der Frau im Turm wählte, führte ich uns zu einem Teleporter der uns nach London teleportierte.
Im Casino gab es wieder einige neue Golems zu kaufen, wo einer laut Beschreibung „Legendär“ ist, aber noch viel wichtiger, ein Item mit dem man die Zufallskämpfe ausschalten kann! JAAAAAAAA! Das beste Item dass es je in einem japanischen Rollenspiel gab!!! Wohooo! Es kostete zwar 100.000 Credits, aber drauf geschissen. Nur hatte ich auch den Beigeschmacken, meine Truppe zu sehr zu schonen und für später wohlmöglich zu schwach zu sein. Aber ich denke mir, wenn es wirklich einen Gegner gibt, den ich nicht besiegen kann, dann werde ich trainieren gehen. Wir machten uns wieder durch die Wüste um den Pfad zu erreichen der zur Sage führt.
In einem kurzen Tunnel, kamen neue Golems als Gegner. Diesmal war wieder der eine bzw. diesmal viele Balrog-Golem(s) dabei, der ganz am Anfang des Spiel ein Endboss war. Der sieht einfach genial aus. Aber verglichen mit früher, waren selbst drei solcher Monster kein Problem für meine Truppe. Wir machten eine Kiste auf, wo zur Überraschung zum ersten Mal statt Geld zu bekommen, ein Kampf ausgelöst wurde. Diesmal war es wieder dieser Balrog aussehende Golem, nur mit mehr Leben. Weil Yuka eine Specialattacke besitzt, die zwar sehr viel „Mana“ abzieht, aber so stark ist, dass sie fast 2/3 Energie der Gegner abzieht, dauerte auch dieser Kampf keine Minute. Zu meiner Überraschung konnte ich den Balrog diesmal sogar im Shop kaufen – Yeah! Er hat zwar nicht wirklich einen Nutzen für mich, weil er nicht ganz in mein System passt und am Feld sehr viel Platz einnimmt, aber alleine wegen seinem coolen Aussehen nahm ich ihn meine Truppe mit.
Wir mussten ein paar cool aussehende Schluchten überqueren, einen paar Kämpfe absolvieren aber wir haben es geschafft und sind im Turm von Sage. Immer wenn kurz das Thema um diese Frau auftauchte, war Raigar merklich nervös. Warum er so reagierte, erfuhren wir später.
Der Turm hat 5 Stockwerke und so fette Säulen, als hätten die Zwerge von Herr der Ringe hier Hand angelegt. Im Obersten soll sich Sage befinden. Hier aktivierte ich zum ersten Mal das Item, wo wir keine Zufallskämpfe kämpfen müssen und es hat sich total ausgezahlt. Ich trau mich wetten, dass ich dadurch, alleine aufgrund der riesen Laufwege in diesem Gebäude, sicher eine Stunde gespart habe. Natürlich gab es nicht einfach einen Aufzug der uns nach ganz oben führte, sondern mussten durch Umwege unseren Weg bahnen. Ganz oben fanden wir wieder einen Pult in dem drei Ether eingesetzt werden müssen. Die drei Ether waren natürlich auf jeder Ebene verteilt und zwei davon waren von Golems beschützt, die nach unserem Sieg teilweise über 30.000exp brachten – was zur Hölle! Der dritte war durch ein Schieberätsel versteckt, dass aber recht einfach war. Wenn ich daran denke, wenn ich alle zwei Meter einen Kampf tätigen hätte müssen, dann wären es locker über 100 Kämpfe gewesen.
Im obersten Stockwerk blockierte ein Golem namens Odin eine Tür.
Raigar war sich sicher, dass er ihn durchlassen würde, doch griff dieser Gottähnliche Golem die Eindringlinge zur Überraschung aller an. Wenn ich Yuki mit ihrem „Snipershot“ nicht dabei gehabt hätte, hätte ich sicher leveln gehen müssen. Ein sehr starker Golem, der alle bis auf einen Charakter von mir zerlegt hatte. Aber durch den Kampf war er im Shop zum Kaufen verfügbar. Ein kleiner Kritikpunkte den ich erwähnen muss, die richtig guten Golems wie der Odin, die Vieher vom Wasser-und Feuertempel und andere, bekommt man immer mit Level1 und muss sie erst mühsam aufleveln. Mir wäre es lieber, wenn die Golems z.B. den aktuellen Level von Atsuma als Standart nehmen würden. Alleine den legendären Tempel-Feuergolem den ich schon länger besitze, ist nach wie vor 4 Levels hinter Atsuma. Nicht wirklich schlimm, weil er so oder so sehr stark ist, aber es zeigt wie lange es dauert bis so ein Golem ein Level erreicht, in dem er aktiv mitkämpfen kann.
Im weiteren Verlaufen trafen wir endlich auf Sage. Raigar nahm mit einer sehr zurückhaltenden, fast schon beschämenden Haltung und Stimme Kontakt zur ihr auf. Sie begann lautstark zu schreien(Das Bild wackelte) und warf ihn aus dem Raum. Die anderen waren sehr perplex, bis sie selbst von Sage rausgeworfen wurde. Das alles geschah aber in dieser sehr humorvollen EA typischen Art und Weise.
Beim zweiten Versuch klappte es diesmal und Sage hörte sich unter einem vier Augen Gespräch Raigar an. Es stellte sich heraus, dass sie früher sein Meister war und sie noch immer angefressen auf ihn war, weil er sie verlassen hatte und den Rittern beitrat. Er erzählte später seine Truppe, dass er zwar von ihr viel gelernt hat, aber es auch der reinste Horror war. Jedes Mal wenn einer irgendetwas sagte, was ihr missfiel begann sie wie im Film „Exorzist“ zu schreien und bereitete speziell Atsuma einen tödlichen Schrecken. Ich musste ganze Zeit grinsen. Auch bezeichnete sie Yuki jedes Mal als Jungen *lach*. Sie sagte zwar, dass sie kein Junge sei, aber Sage meinte nur, dass der Junge ruhig sein soll. Der Humor ist wirklich Klasse. Unser Weg zur Sage war nicht umsonst, durch die Geschichte mit Karim und ihre Fusion mit dem unsterblichen Feuergolem, hatte sie die These, dass Toya durch einen zweiten Magiccore von der Eishexe möglicherweise kurz von ihr befreit werden könnte und Atsuma die Eishexe in den Arm einsaugen soll.
Unsere Crew war von der neuen, besseren Aussicht, vollstens zufrieden und schöpfte neue Energie für ihren weiteren Weg. Als sich die Truppe Gedanken machte, wo sie den Magiccore finden soll, tauchte der M. Mann auf und sagte Atsuma, dass er den Magiccore besitzt und nicht weiß, nach dem was Toya gesagt hatte, ob er ihm Atsuma geben soll. Er schlug vor, sich um Mitternacht in einem Dorf zu treffen und das zu besprechen. In einem Gespräch zwischen Raigar und Sage stellte sich raus, woher Atsuma diesen Arm hat. Atsuma wurde als Baby Todkrank vor ihrer Tür gelegt, mit der Hoffnung, dass sie ihm irgendwie retten könnte. Sie hatte irgendeine Golemtechnik bei sich und riskierte es, damit Atsuma zu helfen. Das Wunder geschah, Atsuma wurde schnell wieder gesund und konnte sein Leben weiterleben. Es wurde auch erklärt, dass dieser Arm vor zig Jahrhunderten entwickelt wurde, um die unsterblichen Devilgolems zu beherrschen bzw. in sich einzusaugen. Sage hat den Jungen eine Last auferlegt, die sie jetzt ewig mit Gewissensbissen verfolgte und verfolgen wird. Es war schön zu sehen, dass eine so „harte“ Frau, so viel Herz hat. Mit den Schreien erinnert sie mich ein bisschen an den Vater von Happy von Fairy Tail.
Bevor wir durch ein Teleporter im Turm gingen, der uns in das Dorf teleportiet wo M. Mann auf uns wartete, schickte Sage Atsuma in sein Unterbewusstsein bzw. in die fremde Dimension in der die fremde Stimme, die Atsuma kontrollieren möchte, herrschte. Atsuma hatte diesmal mit einem unbekannten Golem einen Kampf. Ich starb zwar einmal, aber ansonsten war es ein leichter Kampf. Als Belohnung bekamen wir einen golden Orb. Sage machte uns den Vorschlag damit eine legendäre Waffe zu schmieden, die uns nützlich sein könnte. Als sie fertig war, forderte ich einen goldenen Engelaussehenden Golem im Turm heraus, der uns zuvor ignorierte, weil wir nicht die göttliche Waffe besaßen. Der Kampf war ähnlich schwer wie der gegen Odin. Als Lohn bekam ich diesen Golem in den Shop transferiert. Laut Internet gehört diese Art der Golems zu den „Pillar-Golems“, die zu den stärksten im Spiel zählen. Nur die Tempel-Golems(von denen ich zwei besitze) sollen stärker sein. Aber es gibt einen Golem, der alle anderen in den Schatten stellt – der Omega. Man muss alle Tempelgolems besitzen, die wiederum Schlüssel besitzen, die für ein Tempel wichtig sind, wo der Omega wartet. Als wir durch den Teleporter gingen und in einem verschneiten, leicht melancholisch wirkenden Dorf auftauchten, sah ich ein paar Teleporter, die anscheinend in verschiedene Regionen führten. Vor dem Dorf war eine riesige Tür zu sehen, hinter der, der Palast von der Eisbitch sein soll. Ich speicherte und beendete das Spiel.
