Damit der Post nicht nicht unbeachtet bleibt, nehme ich ihn mir mit auf die nächste Seite.
Vier Stunden gespielt.
Die Frage, die ich mir während einer Videospiel-Zusammenfassung immer stelle: „ Wie fange ich an? Was ist noch im Gedächtnis geblieben? Was kann ich auslassen?“. Im Studium fällt mir das bei ziemlich vielen Berichten einfach, hier aber allerdings weniger. Schlimm sind auch einige Grammatikfehler, die mir während dem schnellen Tippen passieren und ich erst Wochen später beim wiederholten Lesen bemerke – oder vielleicht auch nicht. Nichts destotrotz schreibe ich relativ gerne. Es nimmt zwar doch etwas Zeit in Anspruch, aber schreiben bedeutet für mich auch immer eine gewisse Herausforderung in Sachen Kreativität. Wir Menschen besitzen unzählige Wörter um Dinge zu beschreiben und es macht Spaß, immer wieder neue Wege zu finden, um einfach ein belangloses Thema, interessant zu „gestalten“. Aber Ich komme wiedermal vom Weg ab, und beginne dort meinen Bericht, der die bis dato ultimative Herausforderungen für meine Kämpfer waren – der Erdgolem.
Gestern wollte ich es unbedingt wissen. Ich versuchte in zwei weiteren Anläufen den Erdgolem niederzustrecken, dass mir aber völlig misslang. Ich wusste, die Zeit war gekommen, in dem ich meine fixe Truppe umstellen und mich wirklich taktisch gut auf den Kampf einstellen muss. Meine Golems APO und Atsuma waren gesetzt. Atsuma ist einfach ein starker Nahkämpfer, der mit manchen Specialattacken einen enormen Schaden erzielen kann. APO ist für meine Komboattacken wichtig, sowie besitzt er eine Attacke die Leben aller Gegner im Feld abzieht und sich selbst damit heilt. Atsuma war aber gegen die Erdangriffe des Erdgolems stark anfällig, also nahm ich mit Karim eine sehr starke Heilerin in mein Team. Meine vierte Wahl traf dann auf Gallrya. Eine violette fette Spinne, der auch jeden Gegner mit seiner Attacke Leben abzieht und sich selbst damit heilt, und Erdattacken gut verträgt. Ich hab mir auch eine gewisse Aufstellung überlegt, in dem Apo den meisten Schaden nimmt, Atsuma und Gallrya etwas weniger und Karim überhaupt nicht. Ich möchte jetzt nicht in weitere Details gehen, weil ich sonst bis morgen schreiben würde, aber nach über 40 Runden(!) haben wir gesiegt. Keine Ahnung wie viel Zeit draufgegangen ist, aber während dem Kampf hat mich ein Freund angerufen und gefragt: „Gears?“. Ich schrie fast schon ins Telefon, weil ich das Vieh unbedingt erledigen wollte: „JETZT NICHT! ICH MUSS DAS VIEH KLOPPEN!“ und legte auf. Gott sei Dank ist er ein sehr guter Freund und wusste, dass gerade etwas sehr wichtiges für mich aufm Spiel war. Er stellte später nicht mal die Frage, wen oder was ich gekloppt habe…
Das war der zachste aber auch der schwerste Kampf bis jetzt. In einer CGI Sequenz tauchte plötzlich der Mönch auf und forderte von Atsuma die gelernte Technik zu benutzen, um den Erdgolem endgültig zu besiegen. Atsuma durchdrang mit seinem Arm eine Barriere um den Erdgolem und war plötzlich, wenn auch nicht physisch, in einer anderen Dimension. Nicht in der Dimension wo die fremde Stimme zu herrschen schien, sondern ein heller, weiser Ort, wo der Erdgolem zu sehen war, der wie die Ruhe selbst aussah. Im nächsten Augenblick war Atsuma wieder im hier und jetzt, und der Erdgolem verschwunden. Sein Arm hat nach dem Feuergolem, den nächsten Golem in sich absorbiert. Im Erfolgserlebnis kehrte die Truppe ins Dorf zurück, um die fast wiedergenese Sayaka zu besuchen. Währenddessen analysierte der Mönch den zurückgeblieben „Magiccore“ des Erdgolems und nahm erstaunt war, dass er leer war.
Das würde für Toya, der als Magiccore der Hexe fungiert, der Tod bedeuten, wenn Atsuma bei ihm das Gleiche machen würde, den er aber doch um alles auf der Welt retten möchte. Der Mönch teilte dies unseren Helden natürlich mit. Wie aus allen Wolken gefallen, musste sich Atsuma wieder die Frage stellen: „Töte deinen Freund und die Welt ist gerettet, oder versuch ihn zu retten, und die Welt wird möglicherweise brennen“. Unsere Crew wusste, dass jetzt alle Hoffnungen Atsuma Freund zu retten dahin war und er eine unmögliche Aufgabe vor sich hatte – wenn nicht Raigar mit DER Idee kam. Raigar kannte eine Frau namens Sage, die in einem Turm einsam und alleine lebt und wohlmöglich Wissen besitzt, das von Nutzen sein könnte. Die Hoffnung stirbt zu Letzt.
Dass jetzt so ein Stein in den Weg gelegt wurde, war zu erwarten, aber doch finde ich diese kleinen moralischen Twists sehr gut. Ist es ein Freund Wert die Welt zu opfern? Für Atsuma schon und ich kann diese Entscheidung mehr als gut nachvollziehen. Bevor unsere Gruppe sich durch die Wüste begibt, sah man eine Sequenz mit der Eishexe, Toya und diesmal(!) den mysteriösen Mann, der uns schon in der Vergangenheit einige Male geholfen hat. Der mysteriöse Mann wollte ein Tauschgeschäft vorschlagen. Er hat den alten Magiccore der Eishexe gefunden und wollte es gegen den „neuen“ Magiccore Toya tauschen. Abgesehen dass es nicht möglich wäre, die Verbindung von der Eishexe und Toya zu unterbinden, wollte die Eishexe den alten Kern nicht und war bereit den M. Mann zu töten.
Auf einmal mischte sich Toya ein und bittet die Eishexe dies nicht zu tun, was sie auch tat. Der M. Mann war so überrascht, weil Toya einen Willen zeigte, der doch nicht von der Eishexe unterdrückt wurde. Toya teilte mit, dass er seine Fesseln der Sterblichkeit ablegen möchte, um mit der Eishexe zu verschmelzen. Weiter erzählte er, dass Atsuma ihm den Buckel runterrutschen kann und nicht mehr wert wäre als ein Wurm. Im Verlauf des Spiels tauchte der M. Mann bei Atsuma auf und teilte ihm das mit. Atsuma wollte es erst nicht glauben, zweifelte an seiner Mission, nur um erneut gestärkt seinen Weg weiter zu gehen. Ich glaube wiederrum, dass Toya vielleicht sogar einen Plan hat, die Eishexe zu besiegen und es nur durch die Verschmelzung möglich ist. Oder er wird trotz aller Skepsis wirklich von ihr beeinflusst. Sollte beides nicht stimmen, kann er uns Kreuzweise am Po lecken und bekommt einen Tritt in die Eier. In der Wüste mussten wir wieder endloslange Zufallskämpfe absolvieren. Ich habe sogar das Gefühl, dass es mehr als z.B. in DQ8 sind. Bevor ich aber den Pfad zu der Frau im Turm wählte, führte ich uns zu einem Teleporter der uns nach London teleportierte.
Im Casino gab es wieder einige neue Golems zu kaufen, wo einer laut Beschreibung „Legendär“ ist, aber noch viel wichtiger, ein Item mit dem man die Zufallskämpfe ausschalten kann! JAAAAAAAA! Das beste Item dass es je in einem japanischen Rollenspiel gab!!! Wohooo! Es kostete zwar 100.000 Credits, aber drauf geschissen. Nur hatte ich auch den Beigeschmacken, meine Truppe zu sehr zu schonen und für später wohlmöglich zu schwach zu sein. Aber ich denke mir, wenn es wirklich einen Gegner gibt, den ich nicht besiegen kann, dann werde ich trainieren gehen. Wir machten uns wieder durch die Wüste um den Pfad zu erreichen der zur Sage führt.
In einem kurzen Tunnel, kamen neue Golems als Gegner. Diesmal war wieder der eine bzw. diesmal viele Balrog-Golem(s) dabei, der ganz am Anfang des Spiel ein Endboss war. Der sieht einfach genial aus. Aber verglichen mit früher, waren selbst drei solcher Monster kein Problem für meine Truppe. Wir machten eine Kiste auf, wo zur Überraschung zum ersten Mal statt Geld zu bekommen, ein Kampf ausgelöst wurde. Diesmal war es wieder dieser Balrog aussehende Golem, nur mit mehr Leben. Weil Yuka eine Specialattacke besitzt, die zwar sehr viel „Mana“ abzieht, aber so stark ist, dass sie fast 2/3 Energie der Gegner abzieht, dauerte auch dieser Kampf keine Minute. Zu meiner Überraschung konnte ich den Balrog diesmal sogar im Shop kaufen – Yeah! Er hat zwar nicht wirklich einen Nutzen für mich, weil er nicht ganz in mein System passt und am Feld sehr viel Platz einnimmt, aber alleine wegen seinem coolen Aussehen nahm ich ihn meine Truppe mit.
Wir mussten ein paar cool aussehende Schluchten überqueren, einen paar Kämpfe absolvieren aber wir haben es geschafft und sind im Turm von Sage. Immer wenn kurz das Thema um diese Frau auftauchte, war Raigar merklich nervös. Warum er so reagierte, erfuhren wir später.
Der Turm hat 5 Stockwerke und so fette Säulen, als hätten die Zwerge von Herr der Ringe hier Hand angelegt. Im Obersten soll sich Sage befinden. Hier aktivierte ich zum ersten Mal das Item, wo wir keine Zufallskämpfe kämpfen müssen und es hat sich total ausgezahlt. Ich trau mich wetten, dass ich dadurch, alleine aufgrund der riesen Laufwege in diesem Gebäude, sicher eine Stunde gespart habe. Natürlich gab es nicht einfach einen Aufzug der uns nach ganz oben führte, sondern mussten durch Umwege unseren Weg bahnen. Ganz oben fanden wir wieder einen Pult in dem drei Ether eingesetzt werden müssen. Die drei Ether waren natürlich auf jeder Ebene verteilt und zwei davon waren von Golems beschützt, die nach unserem Sieg teilweise über 30.000exp brachten – was zur Hölle! Der dritte war durch ein Schieberätsel versteckt, dass aber recht einfach war. Wenn ich daran denke, wenn ich alle zwei Meter einen Kampf tätigen hätte müssen, dann wären es locker über 100 Kämpfe gewesen.
Im obersten Stockwerk blockierte ein Golem namens Odin eine Tür.
Raigar war sich sicher, dass er ihn durchlassen würde, doch griff dieser Gottähnliche Golem die Eindringlinge zur Überraschung aller an. Wenn ich Yuki mit ihrem „Snipershot“ nicht dabei gehabt hätte, hätte ich sicher leveln gehen müssen. Ein sehr starker Golem, der alle bis auf einen Charakter von mir zerlegt hatte. Aber durch den Kampf war er im Shop zum Kaufen verfügbar. Ein kleiner Kritikpunkte den ich erwähnen muss, die richtig guten Golems wie der Odin, die Vieher vom Wasser-und Feuertempel und andere, bekommt man immer mit Level1 und muss sie erst mühsam aufleveln. Mir wäre es lieber, wenn die Golems z.B. den aktuellen Level von Atsuma als Standart nehmen würden. Alleine den legendären Tempel-Feuergolem den ich schon länger besitze, ist nach wie vor 4 Levels hinter Atsuma. Nicht wirklich schlimm, weil er so oder so sehr stark ist, aber es zeigt wie lange es dauert bis so ein Golem ein Level erreicht, in dem er aktiv mitkämpfen kann.
Im weiteren Verlaufen trafen wir endlich auf Sage. Raigar nahm mit einer sehr zurückhaltenden, fast schon beschämenden Haltung und Stimme Kontakt zur ihr auf. Sie begann lautstark zu schreien(Das Bild wackelte) und warf ihn aus dem Raum. Die anderen waren sehr perplex, bis sie selbst von Sage rausgeworfen wurde. Das alles geschah aber in dieser sehr humorvollen EA typischen Art und Weise.
Beim zweiten Versuch klappte es diesmal und Sage hörte sich unter einem vier Augen Gespräch Raigar an. Es stellte sich heraus, dass sie früher sein Meister war und sie noch immer angefressen auf ihn war, weil er sie verlassen hatte und den Rittern beitrat. Er erzählte später seine Truppe, dass er zwar von ihr viel gelernt hat, aber es auch der reinste Horror war. Jedes Mal wenn einer irgendetwas sagte, was ihr missfiel begann sie wie im Film „Exorzist“ zu schreien und bereitete speziell Atsuma einen tödlichen Schrecken. Ich musste ganze Zeit grinsen. Auch bezeichnete sie Yuki jedes Mal als Jungen *lach*. Sie sagte zwar, dass sie kein Junge sei, aber Sage meinte nur, dass der Junge ruhig sein soll. Der Humor ist wirklich Klasse. Unser Weg zur Sage war nicht umsonst, durch die Geschichte mit Karim und ihre Fusion mit dem unsterblichen Feuergolem, hatte sie die These, dass Toya durch einen zweiten Magiccore von der Eishexe möglicherweise kurz von ihr befreit werden könnte und Atsuma die Eishexe in den Arm einsaugen soll.
Unsere Crew war von der neuen, besseren Aussicht, vollstens zufrieden und schöpfte neue Energie für ihren weiteren Weg. Als sich die Truppe Gedanken machte, wo sie den Magiccore finden soll, tauchte der M. Mann auf und sagte Atsuma, dass er den Magiccore besitzt und nicht weiß, nach dem was Toya gesagt hatte, ob er ihm Atsuma geben soll. Er schlug vor, sich um Mitternacht in einem Dorf zu treffen und das zu besprechen. In einem Gespräch zwischen Raigar und Sage stellte sich raus, woher Atsuma diesen Arm hat. Atsuma wurde als Baby Todkrank vor ihrer Tür gelegt, mit der Hoffnung, dass sie ihm irgendwie retten könnte. Sie hatte irgendeine Golemtechnik bei sich und riskierte es, damit Atsuma zu helfen. Das Wunder geschah, Atsuma wurde schnell wieder gesund und konnte sein Leben weiterleben. Es wurde auch erklärt, dass dieser Arm vor zig Jahrhunderten entwickelt wurde, um die unsterblichen Devilgolems zu beherrschen bzw. in sich einzusaugen. Sage hat den Jungen eine Last auferlegt, die sie jetzt ewig mit Gewissensbissen verfolgte und verfolgen wird. Es war schön zu sehen, dass eine so „harte“ Frau, so viel Herz hat. Mit den Schreien erinnert sie mich ein bisschen an den Vater von Happy von Fairy Tail.
Bevor wir durch ein Teleporter im Turm gingen, der uns in das Dorf teleportiet wo M. Mann auf uns wartete, schickte Sage Atsuma in sein Unterbewusstsein bzw. in die fremde Dimension in der die fremde Stimme, die Atsuma kontrollieren möchte, herrschte. Atsuma hatte diesmal mit einem unbekannten Golem einen Kampf. Ich starb zwar einmal, aber ansonsten war es ein leichter Kampf. Als Belohnung bekamen wir einen golden Orb. Sage machte uns den Vorschlag damit eine legendäre Waffe zu schmieden, die uns nützlich sein könnte. Als sie fertig war, forderte ich einen goldenen Engelaussehenden Golem im Turm heraus, der uns zuvor ignorierte, weil wir nicht die göttliche Waffe besaßen. Der Kampf war ähnlich schwer wie der gegen Odin. Als Lohn bekam ich diesen Golem in den Shop transferiert. Laut Internet gehört diese Art der Golems zu den „Pillar-Golems“, die zu den stärksten im Spiel zählen. Nur die Tempel-Golems(von denen ich zwei besitze) sollen stärker sein. Aber es gibt einen Golem, der alle anderen in den Schatten stellt – der Omega. Man muss alle Tempelgolems besitzen, die wiederum Schlüssel besitzen, die für ein Tempel wichtig sind, wo der Omega wartet. Als wir durch den Teleporter gingen und in einem verschneiten, leicht melancholisch wirkenden Dorf auftauchten, sah ich ein paar Teleporter, die anscheinend in verschiedene Regionen führten. Vor dem Dorf war eine riesige Tür zu sehen, hinter der, der Palast von der Eisbitch sein soll. Ich speicherte und beendete das Spiel.

Sechs Stunden gespielt
Alles hat mal ein Ende
Atsuma traf sich, wie versprochen, in der Nacht vor dem Tor mit dem mysteriösen Mann. Nach dem der mysteriöse Mann Toya zugehört hatte, dass er nicht befreit werden will, zweifelte er an den Plan Atsumas Toya lebend zu befreien. Der mysteriöse Mann erklärte, wie ich bereits schon vermutet hatte, dass Toya sich mehr oder weniger opfern möchte, um die Eishexe zu töten und er deswegen den Part des verräterischen Freundes einnehmen wollte. Sollte Toya getötet werden, ist die Eishexe auch tot. Aber Atsuma hielt an seinen Plan fest, was dann aufgrund verschiedener Ideale zu einem Kampf mit dem mysteriösen Mann hinausführte. Ich musste einige versuche starten, bevor ich den Kampf gewinnen konnte. Ein hartnäckiger Hund war das. Er übergab uns den Magiccore, aber erklärte auch, dass er Toya auf seine Weise befreien werde. Ich wusste, dass ich ziemlich am Ende des Spiels sein müsste und beschloss, auch wenn es dafür keine Achievements gab, die restlichen legendären „Pillar und Tempel-Golems“ zu suchen und zu besiegen, und mir damit den Weg zum heiligen Schrein zu öffnen, wo der legendärste aller Golems wartete – Omega. Dadurch, dass ich jetzt das Item eingeschalten hatte, in dem es keine Zufallskämpfe mehr gab, ging alles viel flotter voran. Durch meine schon ziemlich gut gestärkte und ausgeglichene Truppe, konnte ich relativ problemlos einen nach dem Anderen besiegen. Sie zu suchen, war zwar langweilig, aber hatte auch die Abenteuerlust in mir geweckt.
Der heilige Schrein, in dem Omega hauste, befand sich in der Nähe der Stadt „Junk City“, von der Yuki herkam. Der Pfad zum Schrein deutete mit seinen spitzen Felsen, dunklen, toten Farben und seiner Tierarmut, schon an, dass hier her kein Mensch kommen sollte.
Als wir im Shrine waren, legten wir bei vier Pulten, die vier Schlüssel rein, die wir als Belohnung von den Tempel-Golems bekommen haben. Vor uns öffnete sich ein riesiger Tunnel, wo am Ende ein Teleporter wartete, der uns in den Shrine führte. Im Internet habe ich gelesen, dass die Zufallskämpfe drinnen, die Hölle sein müssen und ohne dem Item der die Zufallskämpfe deaktiviert, nicht schaff bar wäre. Der Shrine selbst teilt sich auf 12 Stockwerke auf, wo in jedem Stockwerk Golems lauerten, die wir bekämpfen und sammeln konnten, sowie magische „Moon“-Waffen, die die stärksten im Spiel sind. Ich glaube, alleine für den Tempel ohne Zufallskämpfe, habe ich gute drei Stunden benötigt.
Vom Design ist er sehr langweilig gestrickt. Alles hat einen braunen langweiligen Farbton und ist sehr verschachtelt. Irgendwo am Ende eines Stockwerks ist ein Teleporter, der uns in den nächst höherem Stockwerk führt. Ich lief alles ab, um ja keine Golems und Kisten zu verpassen. Die Anzahl an Golems die in diesem Shrine hauste, war fast schon unglaublich. Ich habe sicher um die 20-30 Golems dazu bekommen. Auch die Kämpfe gegen bestimmte Golems waren so schwer, dass ich oft 20 versuche brauchte, um den doch glücklichen Sieg heimzufahren. Alleine wenn ich an diesen Elefantengolem denke, bekomme ich das Kotzen. Der hat mit einem Tritt fasst meine ganze Truppe erledigt. Ich glaube im neunten Stockwerk fand ich dann einen ganz besonderen Golem. Raikoh der Hauptcharakter aus der Otogiserie auf der ersten Xbox. Ich liebe Otogi! Kaum ein Spiel auf der alten Xbox habe ich für zwischendurch so oft eingelegt, wie Otogi 1 und 2. Natürlich war meine Freude sehr groß, als ich ihn bekam, doch kam hier wieder der verbitterte Beigeschmack zur Geltung. Raikoh hatte Stufe 1 und würde Stunden benötigen um die Level 40 zu erreichen. Eines vorweg: Raikoh nahm ich in meine Truppe als Ersatzgolem auf, damit er wenigstens auch ohne kämpfen auflevelt, aber er kam nie zum Einsatz.
Irgendwann war es so weit, vor uns stand der mächtige Omega, der angeblich stärker als ein Devil Golem sein soll und vor Jahrhunderten von irgendwelchen Menschen in diesen Schrein, der im Untergrund ist, verbannt wurde, um nie das Tageslicht je wieder zu erblicken. Omega besitzt 99.999HP und genauso viel Mana. Er hat natürlich sehr starke Attacken, die teilweise mehr als die Hälfte unserer HP abziehen und besitzt speziell eine Attacke, die einen Charakter auf 1HP runterbefördert, egal wie viel HP der Charakter sonst hatte. Der Golem von mir mit den meisten HP hatte um die 2100… nur so mal zum Vergleich. Wie nicht anders zu erwarten war, verlor ich einige Male, bis ich mir eine Taktik einfallen ließ. Mein geliebter APO konnte im Allgemeinen viel Schaden einstecken und durch seine Attacke sich teils wieder selbstheilen. Atsuma hatte viel HP und war ein Nahkampfmonster. Yuki war durch ihren Snipershot Gold wert, weil sie die meisten Gegner mehr als 2/3 ihrer Energie runterziehen konnte. Ich hatte vor einiger Zeit einen Golem in meine Reserve hinzugefügt, der wie Yuki den Snipershot besaß, aber im Allgemeinen nicht so gut war wie sie. Auch weil ich ihn von Level 1 (wie gesagt, bei besonderen Golems muss man dies immer tun, die „normalen“ Golems wiederrum haben unterschiedliche Levels) aufleveln musste. Ich holte also diesen Golem als Absicherung oder auch um doppelten Sniperschaden zu verursachen, ins Team. Der erste Sniperschaden, egal ob Yuki oder der andere Golem schossen, machte immer um die 30.000 schaden. Der zweite Schuss nur noch die Hälfe, der dritte auch usw. Aufgrund der zwei Sniper und APO, der nicht zu töten war, konnte der König der Golems, der stärkste Boss im Spiel, besiegt werden.
Ich war so erleichtert. Ich habe nämlich noch im Hinterkopf, den Kampf von Lost Odyssey gegen den Unsterblichen gehabt, an dem ich (natürlich mit langen Pausen) um die zwei Jahre gebraucht habe… Wie schon Raikoh nahm ich Omega in die Reserve auf um langsam stärker zu werden. Der Omega hat, wie ich bereits schon schrieb, eine Attacke die jeden Gegner auf 1HP runterbringt. Omega benötigt um die Level 40, um dann genug Mana zu besitzen, um diesen Angriff ausführen zu können. Erst nahm ich ganz motiviert die Hürde in Angriff und ging leveln. Aber wie ich merkte, dass er ab Level 25 relativ lange braucht bis er aufsteigt, wollte ich es mir nicht mehr antun und ging zum Palast der Eishexe. Natürlich wollte ich den stärksten Golem in meiner Startelf dabei haben, aber ich hatte nicht mehr die Motivation jetzt nochmal ein paar Stunden leveln zu gehen, wobei ich wahrscheinlich die Eisbitch auch mit meinen „normalen“ Golems und Kriegern fertig machen könnte. Der Weg zum Eispalast war richtig Märchenhaft. In der Luft flog etwas, was mich an Feenstaub erinnerte, der Himmel war ansonsten sehr klar und Eis bedeckte die Landschaft.
Der Eispalast selbst wirkte eher unspektakulär. Er hatte zwar eine Größe die beeindruckend war, aber ging damit auch eine gewisse Leere ein, somit alles recht überschaubar war. Nach einem kurzen Fußweg und schwebende Plattformen, kam eine Sequenz, in der der mysteriöse Mann die Eishexe herausforderte, aber Toya wegschicken sollte, um wie richtige Krieger 1 gegen 1 zu kämpfen. Die Eishexe ging in ihrer Selbstzuversicht diesen Vorschlag ein. Wir gingen durch einen verschneiten Tunnel und sahen am Ende Toya, der auf uns wartete. Toya erzählte, dass es nur einen Weg gab um die Eishexe zu besiegen, und zwar nur über ihn. Wir sollten ihn töten. Es kam dann eine optionale Antwort auszwählen, in der Atsuma je nach Wahl Toya ihm drohte sein Leben zu nehmen oder nach wie vor daran zu glauben, ihn zu retten. Ich wählte verständlicherweise die „Rettungsantwort“, weil Atsuma bis jetzt nie wirklich einen anderen Weg für sich gesehen hatte und es anders auch nicht passen würde. Der Kampf selbst war eigentlich einfach und schnell zu Ende. Toya wurde nach dem Kampf von der Eishexe zurückbefohlen. Wir folgten einen Weg, der vor einer riesigen Treppe endete. Vor der Treppe waren eine Heilstation und ein Itemshop. Ich speicherte, aber beendete diesmal nicht das Spiel, und ging selbstbewusst die Treppe hinauf. Oben lag der mysteriöse Mann sich nicht bewegend am Boden. Diesmal war zu erkennen, wer dieser Mann war… es war TA TA MAKOTO! Woah, ich war fast so geflash wie bei Star Wars… Der Kampf gegen die Eishexe hatte zwei Etappen. In der ersten Etappe sah sie so wie immer aus. In der zweiten Etappe, verwandelte sie sich und hatte dann riesige Eisflügel und eine Rüstung. Auf jeden Fall musste ich einige Mal sterben und der Kampf fühlte sich schwerer an als gegen Omega. Hier wünschte ich mir Omega hätte um die Level 40 und ich könnte ihn einsetzen(er hatte bis dato Level 30). Drei Kämpfer von mir wurden relativ schnell besiegt, wobei Atsuma mit seinem Feuerschaden viel Schaden machte, aber der eigentlich Held dieses Kampfes war wiedermal APO. Die Eishexe machte einen entscheidenden Fehler. Sie zauberte jedes Mal drei Untertanen zu sich. Durch diese Untertanen konnte APO mit seiner Attacke pro Gegner 330 Schaden machen und somit sich auch gleich selbst heilen. Die Eishexe und ihre Sklaven konnten APO nicht töten, weil er insgesamt mehr Schaden machte als sie und sich damit sofort heilte – lang lebe APO!
In einer Sequenz sah man wie die Eishexe unerwartet, einen Angriff auf Atsuma startete der aber von Makoto abgewehrt wurde. Atsuma konterte mit dem Magiccore, den er mitgenommen hatte und befreite somit Toya, der vor dem Kampf von der Eishexe absorbiert wurde. Als ultimativer Abschluss saugte Atsuma die Hexe mit seiner Hand ein. Die Helden hatten aber keine Zeit zu feiern, geschweige denn sich eine Pause zu gönnen und krachten durch den Boden. Wieder das Bewusstsein erlangt, sah Atsuma ein Riesen großes rotes Ding vor sich, das etwas an ein Herz erinnerte und pulsierte. In diesem Moment spürte Atsuma ein Schmerz im rechten, verwunschenen Arm und hörte die fremde Stimme. Die Stimme hatte zum ersten Mal einen Namen und nannte sich „Infinity“ der sich als der König der Golems bezeichnete und endlich aus seinem Gefängnis befreit wurde, als die drei Devil Golems(Feuer, Erd und die Eisbitch) mit ihm verschmolzen sind. Toya erlangte das Bewusstsein und sah Atsuma vor sich, der sich langsam in Infinity verwandelte und außer Kontrolle war. Genau das ist passiert, was Toya vermeiden wollte. Mit Makoto an seiner Seite entwickelten sie einen Plan Atsuma zu befreien. Man durfte jetzt in einem Kampf gegen Atsuma bzw. Infinity Makoto und Toya kontrollieren, und musste den Arm von Atsuma attackieren, aber aufpassen, dass man Atsuma nicht direkt angriff und tötete – sonst wäre das Spiel vorbei.
Es war ziemlich einfach und angenehm. Atsuma kam aber im Endeffekt dank Toya, weil er auf ihn einredete, zur Besinnung. Doch Infintiy war damit nicht besiegt, sondern löste sich nur von seinem ehemaligen Wirt und kämpfte als der König der Golems gegen Atsuma und seine Freunde. Der Kampf war überraschenderweise recht einfach. Zwar hatte der Kampf um die 5 Etappen(weil er ja unsterblich ist) aber eigentlich machte er ziemlich wenig Schaden und durch meine Heilitems war ich nie wirklich in Gefahr zu verlieren. In einer coolen CGI Sequenz, die mich von der Inszenierung an Dragonball Brolly erinnerte, wo Atsuma die letzte geheime Technik einsetzte, die der Mönch mal erwähnte, aber niemand wusste, wie sie zu aktivieren war, sammelte Atsuma die Energie seiner Gefährten, nein seiner Freunde in sich und pulverisierte den unsterblichen Golem. Am Schluss wurden noch ein paar Weisheiten gesprochen, ob es richtig war, einen Golem zu töten, der eigentlich nur seine Aufgabe erledigen wollte, die ihm ein Mensch vor zig Jahrhunderten aufgetragen hatte.
Am Schluss sah man Yokohama City wiederaufgebaut, an dem Toya einen großen Anteil hatte. Es wurde ein Fest auf dem Marktplatz gefeiert, den wir schon am Anfang des Spiels besucht hatten. Alle trafen sich dort und redeten irgendwelche sinnlosen Belange - bis auf Raigar! Er wollte Sayaka heiraten und erwarteten ein Baby gemeinsam

Es ist zwar total kitschig, aber mich freut es doch sehr. Besonders weil ich Raigar ganze Zeit echt cool fand und er sein hartes Krieger leben endlich hinter sich lassen sollte. Bevor unsere Truppe in eine strahlende Zukunft blickten, musste ich eine Szene miterleben, die mir definitiv den Schlaf rauben wird. Atsuma hielt Yoya fest und Makoto küsste ihn gegen seinen Willen… ich weiß nicht, was wollen die Entwickler damit erreichen? Homo sein ist cool? Naja, seis drum.
Die Kamera löste sich von unseren Helden und die Credits wurden eingeblendet. Das war es also, meine Reise durch Enchanted Arms und mein erstes und zumindest für lange Zeit mein letztes Spieletagebuch. EA war gut, teilweise auch richtig toll. Toll würde ich den Komfort bezeichnen, das dieses Spiel bietet. Die Ladezeiten sind wirklich wenige Sekunden lang, sowie die Speicherzeiten, man hat 8 Slots zum Abspeichern verfügbar, kann mit Y die Attacken vorspielen oder mit Automatic auch die Kämpfer selbstständig kämpfen lassen. Es besitzt einen teilweise richtig geilen Humor, in dem ich wirklich lachen musste – und das musste ich nicht bei vielen Spielen! Die Charaktere sind zwar oberflächlich und eindimensional, aber durchaus sympathisch und für diese Spielwelt glaubhaft. Die Dialoge, obwohl ich bei Rollenspiel ein Englischmuffel bin, waren leicht verständlich und unterhaltsam. Das Design der Menschen ist zwar mies, aber das Design der Golems einfach Weltklasse. Überhaupt dieses „Pokemonprinzip“ mit Golems sammeln fand ich richtig gut. Dafür hätte sie es sich sparen können, die wichtigsten Golems immer auf Level1 runterzustufen, wenn man sie besessen hat. Die Spielwelt ist abwechslungsreich und bietet einige schöne Momente, aber die Grafik ist sehr angestaubt. Die japanische Synchro war so typisch, sehr emotional und markant, aber die Melodien, der Soundtrack hatte kein Erkennunswert(bei Lost Odyssey ist dies ja nicht der Fall). Das rundenbasierte Kampfsystem mit dem Rasterfeld war anfangs zwar ungewohnt, aber schnell erlernbar und zu meistern. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht und könnt es mir sehr gut, in noch anderen RPGs vorstellen. Die Geschichte passt zu den Charakteren. Sehr klischeehaft das Ganze aber nie langweilig und auch irgendwie passend. EA hat meine Lust nach JRPGs vollkommen gestillt und gesättigt. Auch das Experiment mit dem Tagebuch war eine sehr interessante Erfahrung, die mir das Spiel sicherlich nochmal eine Ecke mehr näher gebracht hatte, als es ohne gewesen wäre.
Für Statstik-Fans, meine Statistik:
Karte aufgedeckt: 100%
Golems besitz: 100%
Siege: 549
In der ersten Runde gewonnen: 120
Keine Schaden genommen: 138
Verloren: 32
Spielzeit: 34: 30:00