Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

KT Spieletagebuch - Enchanted Arms

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Warum ein Spieletagebuch? Hmm, vielleicht um meine Motivation beim Spielen nicht zu verlieren, die in den letzten Jahre doch etwas abgenommen hat und um wieder etwas mehr aktiver im Forum zu werden. Und ich bin gespannt, was ich eigentlich zu so einem Spiel eigentlich schreiben kann. Es ist ja schließlich nur ein schlichtes JRPG.

26.8.11

main.jpg

Vor Jahren machte sich EA einen Namen auf der Xbox 360 und zwar, als das erste Japano RPG auf dieser Konsole. Ich sah mir damals natürlich genug Videos an und las einige Spielberichte, somit ich zum Endschluss gekommen bin, dass das Spiel für meine wertvolle Zeit zu schade wäre. Naja, Jahre vergingen, meine JRPG Lust wurde größer und ich brauchte wieder ein Spiel das diese Lust befriedigte. Im Wandel der Zeit…
Gebraucht gekauft und heute bereits eine Stunde gespielt.

Was kann ich bis jetzt sagen? Natürlich habe ich es mal ganz entspannt auf meiner Konsole installiert und musste erinnert werden, was für einen Lärm die 360 bei einer Installation eigentlich macht! Hier helfen nur ein paar Stoßgebete an den Videogame-Gott, um die Gedanken unschädlich zu machen, die einen den Ring of death einimpfen. Am Anfang des Spiels sieht man ein nett gemachtes Intro in diesen typischen Anime CGI Sequenzen, dass ich aber nach einer kurzen Zeit weggedrückt habe, weil ich nicht zu viel sehen wollte. Im Menü musste ich erst überrascht feststellen, dass es keine deutschen Texte und Sprachausgabe hat, sondern nur englische Texte und auswählbare japanische und englische Sprachausgabe. Ich spiele Rollenspiele am liebsten mit deutschen Texten. Nach meiner Arbeit möchte ich oft nicht über bestimmte Wörter nachkrübbeln und im Duden danach suchen, sondern einfach entspannt alles erleben und verstehen. Aber naja, das war mein Fehler. Ich hätte mich ja besser informieren können. Natürlich habe ich die japanische Sprachausgabe ausgewählt.

Das Spiel beginnt anscheinend mit einem Endkampf, in dem drei Kumpanen gegen eine böse Eishexe kämpfen. In diesem Kampf darf man auch sofort die Steuerung über das Kampfgeschehen übernehmen und zum ersten Mal sich ein bisschen mit dem Kampfsystem auseinander setzen. Auch wenn es nur ein –ich sage mal- Präsentationskampf ist, in dem man den Kampfverlauf nicht beeinflussen kann(man verliert und spielt anscheinend einige Zeit vor diesem epischen Kampf), trotz dessen sah das rundenbasierte Kampfsystem doch schon interessant aus. In Feldern bewegt man seine Figuren, das mich ein bisschen an Denkspiele wie z.B. Schach erinnert, ohne jetzt dessen Komplexität zu besitzen.

battle1.jpg


Nach diesem Kampf lernt man dann seinen Hauptcharakter Atsuma kennen, der natürlich im Unterricht gepennt hat und jedes Klischee der guten japanischen Hauptcharaktere trifft. Ein lernfauler, naiver Student, der erst spricht und dann denkt, und der auf Theorie pfeift und lieber sofort in die Praxis übergeht.
Natürlich sprang mir sofort die sehr angestaubte Optik in die Augen, die schon zu Release kein Grafikknaller war. Ich würde es als höheres Ps2-Niveau betiteln, auch wenn ich fairerweise sagen muss, dass die Zeit einen Streich spielt und man die Grafik von früheren Konsolen besser in Erinnerung hat als es tatsächlich war. Atsuma hat zwei Studienkollegen, Toya, der anscheinend der Star der ganzen Universität ist, in den sich jede Frau verguckt, er mehr Skill als Gott besitzt und einfach nur „awesome“ ist. Und Toya hat einen männlichen Begleiter namens Makoto, der aussieht wie ein bunter Kanarienvogel und sich schminkt...

272127290_d1942e32e4.jpg


Ich muss sagen, obwohl alle drei Charaktere so sehr eindimensional sind, dass alles vorhersehbar ist, bringen die Dialoge mich doch öfters zum Schmunzeln. Atsuma will die Welt retten, denkt aber nicht über die nächste Aktion nach. Toya weiß alles, riecht alles und jeder, wirklich jeder findet ihn super. Und Makoto ist sein Groupie der ihm hinter her hächelt und sich immer mit Atsuma im Clinch liegt. Wie schon gesagt, sehr Klischeehaft das Ganze aber dennoch unterhaltsam. Aber was ist mit den Japanern und ihren Charakterdesign los? Warum müssen die meisten Hauptprotagonisten alle samt… sagen wir… Scheiße aussehen? Atsuma würde eigentlich noch in Ordnung sein, weil er nicht wie viele andere Charaktere in anderen JRPGs Bauchfrei rumrennt(was ich ganz groß anerkenne), aber das Gesicht von ihm doch überhaupt nicht zu diesen typischen Animeaussehen passt. Es sieht mir einfach viel zu Chinesisch aus. Toya ist eigentlich in Ordnung, aber fällt durch seinen langweiligen Look(den ich nicht mal mehr beschreiben könnte, selbst wenn mein Leben davon abhinge) in Vergessenheit und Makoto ist die Tunte in Person.

Nach dem mir das Kampfsystem ein bisschen näher gelegt wurde(der Professor hat uns aufgeweckt und befohlen, uns unsere Kampfkunst gegen einen Golem vorzuführen), ging ich zu meinem nächsten Ziel die Cafeteria. Hier fällt einen sofort die Laufanimation auf bzw. dass alle Charaktere viel zu lange Beine haben! Ich musste erst in mich hinein Grinsen, weil wie kann so was passieren? Ich weiß ja nicht, wie viele Leute an der Entwicklung beteiligt waren, aber selbst Menschen mit grauem Star hätten erkennen müssen, dass da was nicht in Ordnung ist. Mich erinnert es ein bisschen an die Godzilla Krabben, die ich im youtube mal bewundern durfte.

s_9291.jpg


Nach ein paar Minuten belangloser Quatscherei(die anscheinend sehr viel im Spiel ausmacht), durfte ich dann endlich meine ersten Kämpfe absolvieren. Die Gründe der Kämpfe waren eigentlich immer idiotischer Natur – eine Gruppe die sich A3(irgendwas mit Anti-Atsuma bla bla) nennt, stellt sich in den Weg um zu verhindern, dass Atsuma wieder mal Scheiße baut. Oder auch Gruppen, die gegen uns kämpfen, nur um Toya zu beeindrucken, damit er sich ihrer Gruppe anschließt. Das Kampfsystem macht echt Laune. Am besten finde ich überhaupt den Y Knopf im Kampf. Mit diesem kann man ganz bequem die Attacken jedes Einzelnen vorspülen und schnell zu Ende bringen.

enchanted02.jpg


Am Ende meine ersten Stunde war ich auf einem Festival außerhalb der Universität und musste Aufgaben erfüllen, um bei einem Kampf-Tunier mit machen zu dürfen. Die Aufgaben bestanden eigentlich nur aus Leute anquatschen, die dann Fragen stellten(z.B. was ist der Anlass zu diesem Festival), die wir aber nicht richtig beantworten konnten(um einfach zu untermauern, wie wenig Wissen Atsmua besitzt) und erst durch einschreiten von Toya, richtig beantwortet werden konnte. Dies führte dann natürlich wieder zu kleinen Reiberein zwischen Atsuma und Makoto, in denen Makoto Atsmua beleidigt und Toya auf ein höheres Podest stellt und Toya schlussendlich die Schweiz spielt und immer Neutral bleibt.

Bis jetzt kann ich natürlich nicht so viel sagen. Nur dass ich das Kampfsystem wirklich sehr nett finde, dass die Charaktere zwar sehr gewöhnungsbedürftig Aussehen, keine Tiefe besitzen aber nette spaßige Dialoge führen und dass ich mit der Grafik besser leben kann, als erst vermutet.
 
Ach, Enchanted Arms, überall verrissen, aber irgendwie hat mich das Spiel bis zum Ende gefesselt.

Lag aber weniger an der Story, sondern eher am Kampfsystem und nachher den ganzen "Monstern" die man mit auf das Schlachtfeld nehmen durfte. Keine Ahnung wie die Viecher hießen.
Das Spiel hatte aber auch abwechslungsreiche Schauplätze und irgendwie mochte ich die Charakter nachher sogar.

Ein Tip für später:
In einer Stadt gibt es ein Casino, dort kam man recht leicht an Geld und das machte das Spiel um einiges einfacher!
 
28.08.11

Zwei Stunden gespielt.

Nachdem wir alle Aufgaben erfüllt haben, durften wir einen Golem aussuchen, der uns in Zukunft in die Schlacht begleitet. Als Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Turnier, ist der Besitz eines Golems pflicht. Wir durften uns zwischen einen Verteidigungs-, Angriffs-, und noch irgendein Typus von Golem auswählen. Natürlich habe ich den Angriffs-Golem genommen, der letztendlich eine knuffige Katze ist. Im Turnier selber durfte man relativ bequem seinen ersten Gegner ausschalten und sofort auf einen neuen Charakter treffen, genauer gesagt ein Mädchen, die sich zu 100% im weiteren Spielverlauf als Kameradin auf meine Seite schlägt. Nur im Augenblick ist sie mein Feind, betitelt sich selbst als Golemhunter und hat anscheinend einen 6ten Sinn, dass etwas mit dem rechten Arm von Atsuma nicht stimmt und ihr Gespür für Golem Magie/Technik weckt. Nach dem wir sie ordentlich vermöbelt haben, geschieht das Unfassbare. Ein Beben zerstört die Halle, in der wir uns befinden und fügt auch der restlichen Umgebung massiven Schaden zu. Die Szene an sich fand ich von der Optik her, eigentlich ziemlich gut. Besonders wie es zu schneien begonnen hatte und gleichzeitig die „Ruinen“ betrachtete, die zu vor Häuser waren und Menschen die in Panik wegrannten. Natürlich musste ich sofort an die Eishexe denken.

9732536734e81b0a89a9319fa1213c4f.jpg


Die Golems in der Stadt geraten außer Kontrolle und wir müssen gezwungener Maßen in Randomkämpfe gegen sie kämpfen. Auch hier sind die Kämpfe alles andere als schwer. Unsere Gruppe geht zurück in die Universität um Atsumas Hund zu suchen, nur um im nächsten Augenblick ein Tor zu finden, dass eigentlich mit Magie verschlossen war und jetzt aber geöffnet wurde. Atsuma kann natürlich nicht anders, als mit seiner Gruppe hinein zu gehen, um sein Heldenschicksal begegnen zu können. Ich muss sagen, in diesem Dungeon(?) sieht es richtig schön aus. Nein, es bietet kein atemberaubendes Leveldesign, doch von der optischen Natur gefällt mir die verzierte, leuchtende Umgebung sehr. Es hat wirklich etwas Mystisches an sich.

Im weiteren Verlauf kämpfen wir gegen einen wirklich sehr coolen Rittergolem, der ein fettes Schild in der Hand trägt. Nach seiner Niederlage kann man ihm in einem Shop, dass durch einen Diamanten dargestellt wird, wo einer immer irgendwo in der Nähe ist, kaufen. Gesagt, getan, und ein neues Mitglied wurde in unsere Gruppe hinzugefügt. Eigentlich war die weitere Zeit sehr monoton. Man kletterte, ging durch Korridore, fand ein paar Schätze, kämpfte gegen kleine Gegner, bis man zu einem wirklich genial aussehnenden Golemboss kam, der einen Eingang beschützte. Das Design einiger Golems sieht wirklich brachial gut aus, besonderes von diesen Bossgolem, der sehr an Balrock von Herr der Ringe erinnerte. Leider war dieser Golem nach seiner Niederlage, nicht im Shop zum Kaufen hinzugefügt worden.

1146610995.jpg


Dort wo das Spiel begann, der Kampf gegen die Eishexe, dort kam ich auch wieder hin. Atsumas Arm machte sich natürlich selbstständig, er flüsterte sogar seinen Besitzer ein paar Dinge ein(was ich auch wirklich cool fand) und berührte die Eishexe, die ein Golem ist, mit dem verwunschenen Arm und befreite sie aus ihren eisernen Gefängnis.

encharmsrvw02.jpg


Es stellte sich heraus, dass sie einer seltenen, unbesiegbaren Golemrasse angehörte, die sich Devil Golems nennen, die vor 1000 Jahren die Erde verwüstet hatten. Natürlich kämpfte meine Gruppe gegen sie, natürlich hatten wir keine Chance, natürlich musste Toya alleine gegen sie kämpfen, natürlich attackierte die Eisbitch Atsuma als sie sah, dass sie es gegen Toya schwer hatte und natürlich opferte sich Toya mit seinem Leib vor Atsuma, um dessen Leben zu retten(Toya ist aber nicht tot). Was geschah also nach dieser Szene? Wut entbrannt entfesselte Atsuma eine Macht, die selbst der Eishexe Probleme bereitete, die aber letzten Endes sie nicht besiegen konnte. Nachdem sie alle drei besiegt hatte(ja, Makoto darf man auch nicht vergessen…), stieg sie aus ihrem Gefängnis empor in die Lüfte über der Stadt, und fror die ganze Stadt ein, bis alle Menschen, Maschinen und Golems zu Staub zerfallen sind. Die Sequenz hat man in einen wirklich coolen CGi Video gezeigt, dass definitiv Bock auf mehr macht. Atsuma währenddessen, hat Erinnerungsfetzen an ein fernes Land, wo er im Berserkmodus außer Kontrolle war und von Soldaten umringt und bekämpft wurde. Als er zu sich kam, stellt er fest, dass es kein Traum war und er sich in eine Gefängniszelle befand. Das war die letzte Szene bevor ich aufhörte und speicherte.

enchanted-arms-20060921081156987_640w.jpg


Das Spiel wurde bis jetzt deutlich interessanter und baut in mir eine gewisse Spannung auf, in der ich wissen will, was als nächstes passiert. Auch dass man Golems sammeln und kaufen kann, finde ich richtig geil. Und ich bin gespannt, was mit meinen Teamkameraden passiert ist.
 
29.08.11

Vier Stunden gespielt.

Im Gefängnis zu sich gekommen, nur um festzustellen, dass dein eigenes Land ausgelöscht wurde. Man könnte sicherlich schöner in den Tag starten. Sei’s drum. Man lernt einen neuen weiblichen Charakter kennen, die anhand ihres Verhaltens, wie ein Snob rüberkommt. Nachdem man endloslange Dialoge mit der Wache und mit ihr führen musste, die eindeutig viel zu lang waren, kam ihr „Bodyguard“ durch die Mauer geschossen und befreite uns.

walk10.jpg


Auch wenn es ganze Zeit nicht gesagt wurde, sie ist sicher die Prinzessin aus diesem Land und rebelliert gegen den König(ihren Vater), um dessen Pläne zu verhindern, ihren eingesperrten Golem zu befreien, um gegen die Eishexe bestehen zu können. Natürlich ist es ein idiotischer Plan. Aber wie Könige nun mal sind – Größenwahnsinnig- können sie nicht über den Tellerrand blicken und nur das jetzt sehen. Mir sind bis jetzt die Dialoge einfach viel zu Gehaltlos und unnötig zu viel. Es wird dadurch nur die eindimensionale Charakterseite unterstrichen, was aber viel zu viel des Guten ist. Ja, Atsuma ist der Hero, der am Ende jeden in den Arsch treten wird, aber die Darstellung seines Charakters könnte nicht alberner sein. Eigentlich stellenweise einfach nervig. Atsuma hat sich ihrer Rebellion gegen den König angeschlossen, nur unter der Bedingung, dass er zuvor sein Land besuchen kann, um die Zerstörung mit eigenen Augen zu sehen. Aber bevor wir uns aufgemacht haben, hab ich den (Dankeschön!) Rat von michael angenommen und mich ins Casino begeben. Durch ein paar Tricks konnte ich schnell sehr viel Geld anhäufen und mir alle Items und Golems, die dort angeboten wurden, kaufen. Besonders ein Golem, der schon Level 35 besitzt(meine restliche Truppe zu der Zeit zwischen 9 und 11), ist eine unheimliche Verstärkung für meine Gruppe. Als ich mich zwei Stunden im Casino ausgetobt hatte, machte ich mich auf den Weg zu unserem Ziel.

enchantedarms_42598.jpg


Ich muss sagen, das Design der verschiedenen Locations mag ich sehr. Auch die Stadt in der wir gefangen waren, sieht richtig in Ordnung aus. Sie wirkt sehr mittelalterlich. Was auch absolut passt, wenn man bedenkt, dass die Stadt den Namen „London“ trägt. Und endlich konnten man später durch Waldabschnitte und Ruinen gehen, und sogar über Flüsse schwimmen. Zwar sah einiges sehr altbacken aus (Keine Bäume die sich im Wind bewegen, viel zu wenig Leben auf dem Weg etc.) aber die Weitsicht, die Dargestellt wurde plus der Fahrstuhlmusik(eigentlich 0815, aber diesmal passend), erzeugten eine angenehme abenteuerlustige Stimmung. Ich kam auch mal mit Absicht unseren Weg ab, und ging in ein Portal, das uns in ein Dungeon teleportierte, in der am Ende des Korridors, ein Golem wartete. Naja, soweit kamen wir erst gar nicht. Schon die Zufallskämpfe haben uns fertig gemacht, somit ich fliehen musste… Natürlich habe ich Rache für Odin geschworen und werde eines Tages als Gott zurückkehren und die Ungläubigen bestrafen.

55add27efdb414d113f14f83dae2f149.jpg


Auf den weiteren Weg zu unserem Ziel, musste man fast endlos viele Kämpfe absolvieren. Fast schon zu viel für mich. Gott sei Dank macht das Kampfsystem so viel Bock und durch das Vorspülen der Kämpfe, frisst es auch nicht zu viel Zeit. Ich erwischte mich auch, dass ich nach dem Abschalten der Konsole, kurze Zeit später wieder Lust auf das Spiel bekommen habe – eine viel höhere Auszeichnung für ein Spiel gibt es nicht. Mir macht es Spaß Golems zu sammeln, sich aufzuleveln und immer stärkere Gegner zu treffen. Genau so soll es auch sein! Von der Geschichte bin ich jetzt nicht so weit gekommen. Wir sind in der zerstörten Stadt eingetroffen und haben die Uni erkundet. Ein Portal wurde gefunden, dass uns in ein Dungeon teleportiert hat, in denen es von Golems wimmelt und einige Golems zum Sammeln gibt.
Ich habe jetzt genau ein Problem, dass mich hindern könnte die nächsten Tage weiterzuspielen – Deus Ex! Es wird spannend werden…
 
Schöner Bericht bisher, da schwelgt man selber in Erinnerungen. Die Zufallskämpfe laßen sich später auch vermeiden, da gibts ein Tool oder ähnliches zu kaufen. Anfänglich braucht man die Kämpfe natürlich um zu leveln, hinterher kann man mittels des Tools auch mal pausieren. :D

Die Dialoge hab ich gar nicht als schlimm oder ausufernd empfunden aber ich hab mit der engl. Synchro gespielt und die war sehr gelungen. Wenn man den ganzen Kram nur liest kann es einem dröger vorkommen, denk ich mal.
 
Herrlich Fanmake! :bier: Lässt mich richtig in Erinnerung schwelgen und die Bilder passen toll zu deiner Beschreibung. Hab das Spiel sehr gemocht. Hat mich auch bis zum Ende bei der Stange gehalten. Fand die Dialoge eigentlich immer ziemlich witzig. Und gerade die Kämpfe haben mir bis zum Ende ziemlich viel Spaß gemacht. Schade fand ich eigentlich nur, dass nach den Anfangs CGI Sequenzen nicht mehr viel kam. Aber insgesamt wars ein tolles Spiel dass imho zu Unrecht so untergegangen ist. Hat sich zwar tatsächlich noch stark Last Gen angefühlt, insgesamt aber schon ausreichend gut ausgesehen.
 
Klasse Fanmake! :dhoch:

Ich habe EA zwar nicht gespielt (Englische Sprachausgabe und Untertitel), aber Du machst hier etwas was ich schon lange nicht mehr getan habe und es macht einfach nur Spaß es zu lesen. :bier:
 
Es freut mich, dass es ein paar Freiwillige gibt, die sich meine Texte antun - masochismus ftw! :D

Obwohl ich diese Woche Urlaub habe, ist eher eine Arbeitswoche. Zimmer ausmalen, Fugen neu machen, Therme etc. . Und Deus Ex darf man nicht vergessen!

Hoffentlich habe ich bald wieder mehr Zeit für EA (vlt. morgen eine Stunde oder so).
 
Lese die Texte auch gern und muss sagen, die haben mir neben der Empfehlung im "JRPG für Xbox 360"-Thread Lust gemacht das Spiel nach über nem Jahr mal weiter zu spielen. ;)
 
...ich fand das Spiel klasse.....und ja, das TB lässt einen echt in Erinnerungen schwelgen .....ich hatte nachher immer die 'Uschi inner Muschel' inner Party ....:ugly:... die war soooo badass .....:lachweg: .... habs aber auch ohne UTs gespiel und fand die Dialoge ....hmmm .....'Genretypisch-gut-wenn-mann-sich-drauf-eingelassen-hat' .......freue mich drauf mehr zu lesen ......:dhoch:
 
01.09.11
Zwei Stunden gespielt und Spoiler Gefahr!


Ein Portal haben wir gefunden, das uns in ein Dungeon führte. Aber wie haben wir eigentlich dieses Portal gefunden? Wie ich am Anfang schon schrieb, hat Atsuma einen Hund, den er bevor die Eishexe traf, suchte. Auf jeden Fall wie wir die Uni erkundet haben, haben wir in der Ferne Cota(der Name dieses Hundes) gesehen und gehört, und sind ihm so schnell wie möglich nachgelaufen. Und eines ist klar! Ein Hund bleibt in Videospiele nie stehen und rennt nie zu seinen Besitzer! Ne, er rennt erst quer durch eine tote Stadt, wo das Grauen um jede Ecke auf einen wartet, was ihm anscheinend zu gefallen hat, und führt uns zu einem versteckten Portal! Das dürfte so was wie eine alte Videospielweisheit sein. Bei solchen Dingen wechseln meine Gedanken zwischen Tierzuneigung und einer AK47…

ak74proto.jpg


Cota’s Bellen führte uns in die Bibliothek, die vollständig verwüstet wurde aber nicht eingefroren war, wie die restliche Stadt. In der Mitte des Raumes, stand erstaunliche Weise ein Portal, zu diesem wir erst Wort wörtlich durchkämpfen sowie den richtigen Weg finden mussten. Den richtigen Weg finden? In nur einem Raum den richtigen Weg finden? Was kann daran so schwer sein? Eine Menge! Dadurch dass Schränke, Tische etc. umgefallen sind und typische Rollenspiel-Helden nicht springen können, musste man verwinkelt einen Weg suchen, der auf’m Radar nicht angegeben war. Wenn man den Weg weiß, dann dauert es keine 30sek und man ist durch. Aber weil ich ein Orientierungssinn wie Zorro von One Piece habe, sprich gar keinen, musste ich erst in youtube nachschauen, wie ich zum Portal durchkomme. Kein Witz, ich habe es natürlich 5 Minuten alleine probiert, aber die Mischung mit den Zufallskämpfen und meiner Dummheit waren zu viel für meine kleine Seele, die mehr nicht mehr ausgehalten hätte.

walk17.jpg


Im Dungeon gibt es drei verschiedene Bereiche, in denen man drei verschiedene Enegeriequellen finden muss, um ein Tor zu öffnen. Der Dungeon sieht ähnlich wie bei der Eishexe damals aus. Es hat einen mechanischen – Metall look mit magischen Verzierungen, dass ich echt stimmig finde.
Was mir zum X-ten Mal aufgefallen ist, das jede Aktion und sei es nur ein Knopf(!) erklärt wird! Sie wollen die Leiter benutzen? Dann gehe mit dem Steuerkreuz hin und drücke A. Sie wollen eine Plattform benutzen? Dann gehen mit dem Steuerkreuz hin und drücke A. Erklärungen finde ich eigentlich immer in Ordnung, nur hier, komme ich mir teilweise richtig dämlich vor. Als würde der Entwickler für Menschen mit kognitiven Einschränkungen das Spiel entwickelt haben. So etwas wie „leichter Lesen“ nur auf Videospiele übertragen. Was natürlich nicht schlecht ist, aber für mich doch arg gewöhnungsbedürftig ist.

Das primäre Ziel im Dungeon sind, wie schon geschrieben, die drei Energiequellen. Auf den Weg diese zu besorgen musste man natürlich viele Kämpfe absolvieren und konnte vier Golems bekämpfen und sammeln. Für Leute die mit „Golems sammeln“ nichts zusammen reimen können… statt Zufallskämpfe, findet man überall im Spiel Golems die sichtbar auf der Karte auf einen warten. Man geht hin und kann sie mit A herausfordern. Nach dem Kampf werden sie in den Shop transferiert, wo man sie dann kaufen kann.

Guard%20Dog.jpg


Am Anfang habe ich mich über das Charakteredesign der Menschen beschwert. Dieses finde ich nach wie vor miserabel, aber das Golemdesign finde ich richtig stark. Speziell diese Ritter/Mythos/fette Rüstung Golems finde ich richtig geil. Sie halten oftmals eine fette Waffe wie ein Schwert in den Händen und tragen eine detailverzierte Rüstung, die den Gegner beeindrucken sollen – und das tun sie. Auch die anderen Golems wissen zu gefallen. Sei es klassisch kitschige Schmusetiger oder liebevolle Geister. Diese Mix aus, „bierernsten“ und „knall bunten“ Design ist den Entwicklern hervorragend gelungen.

Lord%20Onyx.jpg


Das Spiel wurde im Verlauf des Dungeon eindeutig schwerer. So schwer dass ich sogar 2 mal verloren habe(Gott sei Dank hat das Spiel sehr schnelle Ladezeiten) und kurz nicht wusste, wie ich einen bestimmten Golem besiegen sollte, den ich in meiner Crew haben wollte. Man darf 4 „Hauptkämpfer“ in die Schlacht führen plus um die 9 Ersatzgolems, die man außerhalb der Kämpfe austauschen kann, aber nie im Kampf selbst. Am Anfang hielt ich die „Ersatzgolems“ für etwas unnötig, aber im Dungeon waren sie essentiell. Meine Kämpfer waren am Ende so sehr erschöpft, dass einige kein „Mana“ mehr hatten und nicht wirklich aktiv im Kampf einschreiten konnten.
Gott sei Dank gibt es dann in unterschiedlich langen Abständen Heilstationen, an denen man kostenlos seine Charaktere heilen kann.


Als ich dann die Energien gesammelt hatte, lief ich erleichtert zu einem Pult um sie einzusetzen – und verdammt(!), diese Beine! Mit diesen langen Beinen kann Atsuma Hürdenspringer oder sonstiges werden, niemand hätte eine Chance! Ein Vorteil hatten diese schweren Kämpfe, die im Endeffekt jeden Rollenspieler ein lächeln ins Gesicht zaubert. Meine Truppe konnte sich im Schnitt um die vier Level steigern! Atsuma hatte in diesem Moment Level 17 – yeah!

Wir setzten die Energie ein und das Tor öffnete sich. In einer Sequenz gehen wir durch einen Gang, wo wir überrascht feststellen, dass in großen transparenten Behältern Golems hergestellt werden, die Atsuma an seinen Arm erinnern. Aus den Gedanken gerissen hören wir seinen Hund Cota bellen und richtigen unsere Augen in den Gang, und sehen unseren Uni-Professor Kou, der uns am Anfang des Spiel aufgeweckt hat. Der Prof. erklärte im Wahn seinen „Mastermind-Plan“. Er hat Atsumas Arm studiert und mehr oder weniger ihm dazu gebracht, die Eisbitch zu befreien und die Golems in seiner Umgebung zu verwirren und aggressiv zu machen. Nicht schlimm genug, bezeichnet er Atsuma als Waffe, ohne menschliche Daseinsberichtigung und verwandelt Cota in eine dreiköpfige Bestie, gegen die wir nur mit Gegenwillen kämpfen müssen.

Cerberus.jpg


Cota musste sterben. Fuck, ich hasse es Tiere zu töten! Ja, ich hatte vorhin den Gedanken mit der Ak47, aber es waren und bleiben nur Gedanken. Ich liebe Tiere! Ich würde einen Tier nie was antun! Für diese Aktion von Kou, habe ich mir vorgestellt, wie mein altes Ego Scorpion seine Wirbelsäule rausreißt, über den Kopf hält und sein Blut trinkt… Videospiele haben mich zu einem Perversen gemacht. Der weitere Storyverlauf war sehr emotional. Atsmua erinnerte sich an seinen Blutrausch im Berserkmodus in einem fernen Land. Er erinnerte sich, dass er seine aktuelle Begeleiterin damals angegriffen und fast getötet hätte, und dass das neben den Verlust seines Hundes ihm im Augenblick fast den Verstand raubte. Armes Schwein. Ich kann sehr gut mitfühlen, besonders das mit Cota.

Im Zorn rannte er seinen Professor Kou hinterher, nur um in eine Falle gelockt zu werden, die ihm von seinen menschlichen Begleitern(Karim und Raigar) trennte. Eine fette Wand spaltete den Raum. Abgesehen von meiner Betroffenheit, kam mir auf einmal der Gedanke, wie zur Hölle so eine fette Mauer erscheinen kann? Der Boden und die Decke weisen keine Spuren auf, dass die Mauer von dort kommen könnte. Auch passt sie von der Optik nicht mit der Umgebung überein… ich schiebe es einfach der Magie in die Schuhe anstatt auf sich auf Logik zu berufen. Während Atsuma in die Falle lief um seinen Frust zu befriedigen, warteten Karim und Raigar vor der Mauer ohne eine Chance zu haben, irgendwie durchzukommen. Alles lief in recht coolen Sequenzen ab. In diesem Moment erscheint ein Typ mit Brille, der mit einen Boom errang(?) warf und die Mauer mit einem Wurf wegfetzte und verschwand.

Er sah aus wie die „Tunte“ Makoto aus, nur mit Brille, etwas anderen gestylten Haaren und nicht mehr ganz so tuntig, eher metrosexuell würde ich sagen. Ich traue mich wetten, dass es Makoto war. Wenn nicht, dann wäre ich richtig überrascht. Als Karim und Raigar bei Atsuma eintrafen, sahen sie nicht nur den Professor mitten im Raum stehen, nein, neben ihm stand die Eisbitch und Toya! Ja, der Toya, der der Superstar auf der ganzen Welt ist, der Toya, den Atsuma als besten Freund bezeichnete, der Toya der Atsumas (und der ganzen Welt) als Vorbild nahm. Es stellt sich heraus, dass Toya laut seiner Aussage, der ich aber nicht glaube, freiwillig sich der Eishexe angeschlossen hat. Er lacht Atsumas Aktion im Befreien zu wollen aus und bezeichnet ihm wie der Prof.(bzw. seinen rechten Arm) als Waffe. Es wird erklärt, dass sein rechter Arm ein Devil Golem war, der viel Leben auf dem Gewissen hat und das Militär den Prof. beauftragte uns als Versuchskaninchen zu benutzen und zu experimentieren.



Ich fand diese Sequenz wieder sehr atmosphärisch und traurig. Man stellt sich die Frage, was macht einen Menschen zum Menschen? Was ist Mensch sein? Diese Fragen durfte sich Atsuma sicherlich auch stellen und war während und nach diesem Kampf mit einer Leere konfrontiert, die ihm nie zu vor begegnet ist.
Wie so typisch, haben wir Kou besiegt, der sich dann an die Eisbitch wandte, die uns töten sollte. Natürlich hat sie Professour Kou getötet und nicht uns, natürlich ist sie geflohen bzw. hat sie uns gehen lassen, weil sie meinte wir wären noch nicht so weit, natürlich wäre Atsuma am liebsten in diesem Gebäude geblieben um seinen Tod zu finden, der aber nicht von seinen Begleitern zu gelassen wurde. Bis jetzt nimmt das Spiel wieder deutlich an Interesse meiner Seits zu. Alles sehr spannend präsentiert, gewürzt mit einer Melancholie die gut zu meinen wienerischen Wurzeln passt. Wir fanden uns nach den ganzen Sequenzen wieder in London und quatschten mit Karim über unser Versprechen ihr zu helfen. Ich speicherte vor dem Casino ab und beendete das Spiel.

 
klasse fanmake... :hurra:

ist es wirklich schon 5 jahre her, dass ich das game gezockt hab? :skep:

EA ist zwar ultra linear, aber ich hatte damals so viel spaß bei dem game... und du scheinst ihn auch zu haben... klar, die grafik ist nicht mehr ganz up to date (war sie damals schon nicht), aber die atmosphäre und die story sind einfach der hammer...

einfach schön zu lesen... weiter so :dhoch:

ich werde dranbleiben
 
Wobei so schlecht fand ich die Grafik jetzt auch nicht. Sie ist mir jedenfalls nie negativ aufgefallen. Und ich muss zugeben, dass ich durch Fanmake und die Bilder wieder richtig Lust auf das Spiel bekommen habe. Gut dass ich es nicht mehr habe.
 
ich persönlich fand die grafik damals richtig geil und stimmig... die tests sagten was anderes :ugly:

na ja, einmal durchspielen langt eigentlich für mich... es ist halt schön zu lesen, wie andere diese (imo völlig unterbewertete perle) genießen können, ohne ständig zu bashen :bier:
 
Wobei Master-Dan man sagen muss, dass die Untertitel relativ leicht verständlich sind. Ich weiß ja nicht, wie gut dein Englisch ist, aber ich glaube mit Schulenglisch wird man das meiste Verstehen.

Und ja, mir gefällt das Spiel bis jetzt sehr gut. Grafisch ist es sicher mit den Texturen, Lichteffekten etc. nicht auf der Höhe, aber vom Stil, das ja ein Spiel im Endeffekt ausmacht, ist es sehr schön. Wobei ich glaube jetzt schon sagen kann, dass das Spiel nicht Lost Odyssey verdrängen wird. LO fand ich aber auch, bis auf den Schluß, verdammt geil.
 
05.09.11

Eine Stunde gespielt.


Ich bin in London wieder ins Casino reingegangen. Anscheinend kommen mit der Zeit neue Items, Golems etc. ins Angebot um gegen Chips zu tauschen. Dadurch dass ich bei meinem letzten Casinobesuch so viel Chips gesammelt habe, dass ich mir wegen Chips/Geld keine Sorgen mehr machen muss, habe ich einfach wieder alles Leer gekauft. Karin führte uns in ihr Rebellenversteck. Wir mussten dabei die London Burg, in der der König lebt(klar, ne?) und eine Mine durchqueren. Wie ich schon mal schrieb, rebellieren Karin und ihr Begleiter Raigar gegen den Plan vom König, den versiegelten Devil Golem zu befreien, um eine Waffe gegen die Eishexe zu besitzen, die aber letztendlich wahrscheinlich zu ihren Untergang führen würde. Feuer mit Feuer(Eis) bekämpfen war selten eine gute Idee.

casino_entrance.jpg


Auf jeden Fall wie wir nach dem Casino in die Burg reinmochten, werden wir von Wachen aufgehalten. Die Wache sieht Karin und beginnt zu stottern. Natürlich darf sie passieren, ohne einen genauen Grund zu nennen. Atsuma ist überrascht, stellt aber keine Fragen. Anscheinend war meine These(Überraschung!) am Anfang richtig und sie ist die kleine Göre vom Papa König. Das Schloss und die Umgebung haben diesen typischen gotischen Baustil, der einfach Hammer gut aussieht. Bevor wir im Schloss einen unterirdischen Geheimgang gefunden haben, konnten wir einen Charakter namens Ooka beobachten, der ein Captain von irgendeiner Truppe des Königs ist. Ooka lernten wir bereits früher mal kurz kennen als er eine Brücke in Richtung Yokohama City(dort wo die Universität und Heimatstadt von Atsuma war) sprengte, und wir einen Umweg nehmen mussten. Ooka war damals ein eingebildeter Arsch und auch jetzt ist er es wieder, als er hinter dem Rücken eines Adeligen schlecht redete. Ich freue mich schon, wenn wir gegen ihm Kämpfen dürfen und ich ihm in den Arsch treten werde.

walk21.jpg


Die Mine war ein bisschen verschachtelt und wird mussten in guter alter Indiana Jones Manier mit verschiedenen Minenkarren diesen Abschnitt durchqueren. Es fanden wieder viele harte Kämpfe statt und ein zwei Golems konnten erfolgreich meiner Crew hinzugefügt worden. Was mir sehr positiv aufgefallen ist, ich aber bis jetzt nie erwähnt hatte, dass die 9 Ersatzgolems, ganze Zeit mitleveln, auch wenn sie nicht kämpfen! Somit ist nerviges leveln bei seinen Lieblings-Golems nicht nötig. Wie es aber bei den Golems aussieht, die man sozusagen in der „Truhe“ lassen muss(es gibt ja über 100 Golems, man kann nicht alle mitnehmen), das weiß ich nicht. Super fand ich die Szene, als wir mit einem Minenkarren gefahren sind, hat sich Raigar aka das Vieh, der Herr der Schmerzen, der Unsterbliche, sich übergeben müssen, weil er an Motion Sickness leidet :grins: . Das wurde herrlich witzig im Dialog präsentiert. Überhaupt nimmt der Witz an Dialogen die letzten Minuten stetig zu und bringt häufig zum Schmunzeln, später mehr dazu.

walk23.jpg


Irgendwann kamen wir im Rebellenversteck an. Ein fettes Bauwerk in einem Canyon das mit Brücken auf jeder Seite verbunden ist. Es sieht vom Design super aus, es ist gigantisch, aber zur Hölle, wie können Rebellen so etwas bauen? Meine Frage wurde später durch irgendeinen NPC beantwortet, der uns mitteilte, dass es den „Rittern“ früher gehörte. Keine Ahnung welchen Rittern… Dafür war es grafisch recht mau. Es war eher ein braun in braun, dass mich dank der Farbauswahl und Detailgrad an Gothic erinnert hat. Ob das Positiv ist… Gothic war vor 10 Jahren ein gutes Spiel. Wir lernten wieder neue Charaktere kennen u.a. den Rebellen-Führer. Die Dialoge wurden immer besser. Alleine die Szene als eine „Spionin“ festgenommen wurde, die eigentlich keine war.

yuki_1.jpg


Die Spionin war Yuki, die sich selbst Golemhunter nennt und die wir am Anfang in der Arena in Yokohama bekämpft haben. Sie haben wir bis jetzt eigentlich dauernd irgendwo kurz getroffen, wo sie uns dann beschimpft hat, gesagt hat das Geld alles ist und wieder verschwunden ist. Diesmal wurde sie also von den Rebellen gefangen genommen. Atsuma klärte die Situation auf und sagte, dass sie keine Spionin sei. Als gefragt wurde, ob er es beweisen könnte, sagte er nur „ Seht sie euch doch an! Sie hat kein Sexappeal und keine Kurven!“ Auf einmal stimmt einer nach dem Anderen Atsuma zu, selbst Charaktere die nicht wirklich im Gespräch involviert waren, stimmen zu :lol: . Ich musste mich echt abhauen. Yuki war natürlich beleidigt, aber dadurch wurde sie wieder in die Freiheit entlassen und rannte weg. Im Endeffekt konnte ich noch eine Versammlung miterleben, wo der Anführer nochmal herumposaunt hat, dass der König aufgehalten werden müsse. Karin stimmte den zu, aber fragte auch, was die Menschen in London stattdessen gegen die Eishexe tun können. Irgendwie wusste niemand eine Idee und der Anführer appellierte einfach an die mutigen Herzen der Rebellen und das alles irgendwie schon ginge – natürlich großer naiver Bullshit. Atsumas Magen begann lautstark zu knurren und Karin schlug ihm vor, für ihm etwas zu kochen, was er auch annahm. Raigar, ihr Bodyguard machte auf einmal komische Faxen und sagte zur Atsuma mit angestrengter Miene „Come back alive“… :lachweg: Ich konnte nicht mehr. Richtig, richtig geil. Der Humor wird ja fast schon Spitzenklasse! Danach habe ich abgespeichert und das Spiel beendet.

831361-raigar_large.jpg
 
Der Humor ist auf alle Fälle klasse, hab mich andauernd kaputt lachen müßen. Die engl. Synchro bringt den Humor auch richtig gut zur Geltung.

An die Kochszene kann ich mich auch noch gut erinnern. :lol:
 
Zurück
Oben