So, weil ich mir gerade mal die Zeit nehme, gehe ich ein wenig näher auf meine 4 Käufe ein. Keinen davon konnte ich bisher unter normalen Bedingungen spielen, aber das kommt noch
King of Tokyo
Das simpelste Spiel in der Auswahl. Lustige Pappmonster kämpfen um die Vorherrschaft in Tokyo und schlagen sich die Köppe ein. Im Grunde ein simples Würfelspiel mit einigen Karten als Unterstützung. Man schmeisse die 6 Würfel, behalte die, die man mag und werfe so noch 2mal um entweder Chaospunkte zu bekommen, andere Monster zu verwunden, Energie zu erhalten oder sich zu heilen. Leicht komplexer wird das Spiel durch die Karten, die man sich mit der gesparten Energie kaufen kann und sich so zusätzliche Köpfe, Jetpacks oder Tarnung erkaufen kann, oder aber einfach ein paar Kampfflieger zerquetscht und Punkte kassiert.
Sehr simple, aber, soweit ich das sagen kann, ein sehr spassiges und kurz(weilig)es Füllerspiel mit wirklich netter und homogener Optik. Oh und großen grünen und schwarzen Würfeln
Blood Bowl Team Manager
Der ein oder andere kennt Blood Bowl vielleicht, die Football-Variante aus dem Warhammer-Universum, bei der auch gerne schonmal der Goblin-Schiedsrichter totgewalzt wird.
Team Manager ist ein ziemlich schnelles Kartenspiel, bei dem es darum geht, einzelne Spiele in einer 5 Runden umfassenden Season zu gewinnen, was einem Star-Spieler, Upgrades und vor allem Fans einbringt. Wer nach dem Blood-Bowl-Cup die meisten Fans hat, gewinnt.
Rein spieltechnisch recht simpel geht es darum, den anderen Spieler an jeder "Front", die durch Spiel-Highlights repräsentiert werden an Stärke zu schlagen. Dabei kommen Tacklings, Pässe und unfaires Cheaten zum Einsatz um das Ergebnis zu seinen Gunsten zu verändern. Jeder Spieler bekommt dabei auf jeden Fall einen Preis, je nachdem, auf welcher Spielfeldseite er seine Spieler einsetzt, der Gewinner aber bekommt den dicksten Batzen.
Mäßig komplex und mit 6 mehr oder minder unterschiedlichen Teams (Skaven, Chaos, Orks, Ölfen, Menschen Zwerge) scheint mir das ganze ein sehr nettes Kartengekloppe zu sein.
Dominant Species
Was ne schwere Box. Gut, es sind über 1000 Holzteile drin, wobei das jetzt schlimmer klingt als es ist, da es bloss 7 Spielerfarben mit jeweils Kuben, Zylindern und Kegeln sind.
Thema des Spiels ist der Konflikt der einzlenen Tiergattungen kurz vor der letzten Eiszeit, die alles Leben auf der Erde bedroht und vor neue Herausforderungen stellt. Durch Anpassung, Konkurrenzkampf und die namensgebende Dominanz sichert man sich Punkte um am Ende als Sieger dazustehen.
Ich muss zugeben, ich war spontan etwas enttäuscht, nachdem ich die Regeln durchgearbeitet hatte. Das Spiel erscheint mir unnötig komplex und zu lang für das, was es tut (Gebietskontrolle und Arbeiterplatzierung sind die Mechanismen, die das Spiel tragen), aber natürlich kann ich mich auch irren. Das Spiel ist auf keinen Fall ein Leichtgewicht (haha) und dürfte eine gute Weile dauern, aber es kann auch sicherlich ganz interessant werden, wobei ich es mir als nicht ganz einfach vorstelle, es jemandem beizubringen.
Spontan von meinen 4 Käufen der schwächste Kandidat.
The Ares Project
Und hier haben wir das Gegenteil, den besten Kandidaten spontan. TAP ist ein Spiel von Spielern entwickelt und das merkt man auch, besonders, wenn man eines der 5(!) Handbücher liest. Aber bevor jetzt alle schreiend weglaufen: Es sind 5 der Strukturiertheit wegen, nicht, weil das Spiel eine Wissenschaft ist. Genaugenommen ist es sogar relativ simpel zu lernen und bietet auch eine Einsteiger-Variante, die die Spezialregeln der vier unterschiedlichen Fraktionen (Militär, Kultisten, abtrünnige Ingenieure mit Riesenmech und Biozergdingsixenos) ausser Acht lässt und sich auf die Kernregeln konzentriert.
Aber was ist TAP überhaupt? Es ist der Versuch, eine Echtzeit-Strategieerfahrung in einem Brettspiel einzufangen, wenn es auch hauptsächlich durch Karten und Token gespielt wird und nicht mit Brettern. Ebenjene Karten sorgen für Basisbau, -verteidigung und Einheitenbastelei. Das ganze passiert hinter Sichtschirmen, die nur gelüftet werden, wenn es zum Angriff kommt, was im Grunde den Fog of War simuliert (es sei denn, jemand scannt und darf gucken, was der Gegner baut).
Kommt es zum Angriff, werden Kampflinien gebildet, Werte verglichen und modifiziert und ja, gewürfelt wird auch noch. Das alles ist weit weniger kompliziert, als es hier jetzt klingt und dank der guten Regelbücher, die wirklich fast keine Fragen offen lassen, ist es auch schnell jemandem beigebracht, zumindest die Basisvariante.
Alles in allem bin ich sehr positiv überrascht von Ares Project, einziger Kritikpunkt sind die der geringeren Auflage geschuldeten nicht besonders guten Komponenten. Papptokens für Einheiten sind völlig okay, aber sie sähen als Miniaturen natürlich sehr viel ansprechender aus, ebenso könnten die Karten bessere Artworks vertragen, aber man darf hierbei nicht vergessen, daß TAP beinahe im Alleingang von einem Vater-Sohn-Team designed wurde und dafür ist das, was man hier kriegt durchaus Hutziehwürdig.
Das mal zu meinem kleinen aber relativ feinen Beutezug. Ich wünschte ja, ich hätte dran gedacht, nach Sentinels of the Multiverse Ausschau zu halten, aber ich hab´s vergessen. Immerhin ist ein kleiner Podcast bei der ganzen Sache entstanden
