Also Tomb Raider wollte nie, in der gesamten Spielreihe nie, ein echtes Drama sein. Das ist ein Abenteuerspiel, es geht nur um das Abenteuer und nicht um ein Drama.
Uncharted und Tomb raider sind Abenteuerspiele, da hast du recht. Die Wörter "Drama" und "Komödie" brauche ich, um die Unterschiede in der Atmosphäre und Story auszudrücken.
Nathan nimmt alles locker und flockig. Ab und zu gibt es dramatische Szenen, aber bei der nächsten Gegnerwelle hat er wieder einen witzigen Spruch auf den Lippen. Niemand "leidet" mit Nathan, niemand soll mit ihm leiden.
Lara macht sich Gedanken über das Morden. Sie hat am Anfang Mühe damit. Es soll in dem Spiel gezeigt werden, wie Lara zu Lara wird. Die Transformation dauert aber nicht 20 Stunden, wie der Schriftzug "TOMB RAIDER" am Ende verdeutlichen soll, sondern etwa 4 Minuten. Immer wieder gibt sich Lara nachdenklich; ihre Tode sind dramatisch und brutal in Szene gesetzt. aber leidet wirklich jemand mit Lara? glaubt ihr Lara? Ich zumindest nicht mehr nach der ersten Spielstunde. Und dabei ist Lara noch das geringste Problem: alle anderen Nebencharaktere könnten mir kaum gleichgültiger sein, egal was die angeblich so durchmachen.
Crystal Dynamics hat eindeutlich einen ernsteren ton eingeschlagen als Naughty Dog, und sie sind damit bei mir (!) grandios gescheitert. Dabei hatten sie tolle Ideen wie z.b. die Tagebücher. Leider blieben die absolut unspektakulär und oberflächlich. Wie richtige Tagebücher aussehen? ja, auch das hat uns Naughty Dog gezeigt
@Dow Jones kenne ich nicht, müsste ich mir dann wohl auch anschauen. Und nein, laut lachen muss man bei uncharted nicht. aber ich habe durchaus regelmässig ein Lächeln im Gesicht.