RPS. schrieb:
Ja, und ich glaube ehrlich gesagt auch, dass das bewusst unterbunden wird. Eigentlich ist es schon ziemlich naiv zu denken, dass die Medien das unbewusst nicht thematisieren.
Meinst du als absichtliche Manipulation?
Ne, das ist mir dann zu verschwörungstheoretisch
Die Medien senden, was die Leute sehen wollen. Und es ist nicht erst seit gestern so, dass sich Geschichten dann verkaufen lassen, wenn man sie einem Gesicht zuordnen kann, wie Zicke schon gesagt hat.
Das interessiert die Menschen, man kann mitleiden, wenn Snowden ne Woche lang in Transitbereich des Moskauer Flughafens sitzt.
Wenn die jetzt von Data Warehouses, Such-Algorithmen und spekulativen Zukunftsvisionen, in denen die USA von einem diktatorischen Unterdrücker regiert werden, der die Überwachungsmechanismen zur Sicherstellung der Regierungskonformität nutzt, steigen einfach die meisten aus, egal wie sehr man es "for Dummies" verpackt.
Vllt sendet man diese Message mal verknüpft mit den Einzelschicksalen, die hier im Thread schon verlinkt wurden...
Wäre zwar immer noch nicht die eigentliche journalistische Aufgabe (die Angelegenheit aufzuklären, Recherchen zu betreiben, nachzubohren, die es wehtut), aber ein Anfang.
eMKay schrieb:
Für mich ist das Thema zwar nicht zu abstrakt und ich kann mir genau vorstellen, was man mit solchen Daten machen kann und wie gefährlich es ist, nur sage ich dir ganz ehrlich: Ich fühle mich ohnmächtig dagegen.
Geb ich dir recht, seh ich auch so. ich oder du können da nix dagegen machen. Schon gegen den WIllen der Regierung sind "wir" recht ohnmächtig (außer mit der Wahlstimme), gegen den Willen der Geheimdienste, die unabhängig von der Regierung operieren können (weitgehend) können wir als Einzelpersonen nix machen.
Und genau deswegen seh ich hier die Medien in der Verantwortung. Die sollten das Know-How und die Quellen haben, hier nachzubohren, Verwicklungen aufzudecken etc.
Und wenn das technische Wissen fehlt, um das zu verstehen: Dann heuert man Berater an, die vom Fach sind. So spezielle Rocket Science, dass es kein Informatiker weitestgehend verstehen könnte, ist das alles auch nicht.
Und über eine wirkliche mediale Aufklärung kann man dann auch die breite Masse erreichen und darüber evtl. ein Umdenken bei der Regierung erwirken oder zumindest eine Sensibilisierung erwirken.
Was auch immer letzteres bringen soll... Ich kann mir gut vorstellen, was diese Daten bringen, aber trotzdem bin ich noch bei Facebook aktiv, hab ne Mailadresse bei und ein Handy-OS von Google, nutze Dropbox etc...
Man ist halt auch leider zu abhängig geworden von diesen Diensten.