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Würdet ihr Edward Snowden Asyl gewähren?

Würdet ihr Edward Snowden Asyl gewähren?


  • Umfrageteilnehmer
    59

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Seh ich nicht so. Demokratische Grundsätze auszuhöhlen unter dem Vorwand demokratische Grundsätze zu schützen ist so ein brutaler Bullshit. Terror ist immer das, was einem gerade in den Kram passt.
 
tomixxx schrieb:
Ausspioniert werden ist sicher keine schöne Sache aber wenn damit nur ein einziger Terroranschlag verhindert werden kann hat es sich gelohnt.

Freilich sollte der Staat dann halt wirklich nur gesetzeswidrige Inhalte nachverfolgen und die Informationen nicht andersartig nützen.

Ich empfehle dir mal den hier: Sollest dir das unbedingt mal geben. (Bitte) ;)

[vid]http://www.youtube.com/watch?v=sg9bQDqKJnU[/vid]

JohnnyWohlfahrt schrieb:
Seh ich nicht so. Demokratische Grundsätze auszuhöhlen unter dem Vorwand demokratische Grundsätze zu schützen ist so ein brutaler Bullshit. Terror ist immer das, was einem gerade in den Kram passt.

:dhoch: Jupp
 
Zimtzicke schrieb:
Er hat einen der grössten, wenn nicht DEN grössten Überwachungs-Skandal aller Zeiten aufgedeckt, immer mehr Details kommen ans Tageslicht.

Gibt ja immer 2 Seiten der Medaille. Der ist extrem jung und hat nicht schlecht verdient. Es gibt keinen Grund den Beruf einzuschlagen und das Ganze von langer Hand zu planen. Das klingt alles eher danach als wenn er irgendwas verbockt hat und jetzt die an eye for an eye Schiene fährt. An derartig sensible Daten kommst du ja auch nicht wenn du mal eben ne Bewerbung schreibst und einfach so eingestellt wirst.

Ich frage mich vor allem warum er nicht erst in ein Land ohne Auslieferungsabkommen geflohen ist und es dann erst publik gemacht hat.
 
Nein.

Warum? Weil wir, die BRD, im selben Team wie die USA spielen im Moment und es vermutlich negative Konsequenzen hätte für uns. Zumal Snowden doch nun wirklich nichts neues erzählt hat. Die Amis überwachen alles was geht. Sag bloss.

Interessant allerdings dass wir von den Amis als...was war es..."Partner dritter Klasse" oder sowas gesehen werden, das ist im Grunde das einzige, was ich aus der ganzen Sache mitnehmen kann.

Immerhin, Snowden hat den Kram bereits ausposaunt, also wäre es Ressourcenverschwendung, ihn jetzt noch umzubringen. Nehme ich jedenfalls an, wer weiss wie die Denke bei den Verantwortlichen abläuft.
 
Oxblood schrieb:
Nein.

Warum? Weil wir, die BRD, im selben Team wie die USA spielen im Moment und es vermutlich negative Konsequenzen hätte für uns.

Sehe ich nicht so. Durch die geographische Nähe und den Umstand, dass viele ehem. Sowjet Satellitenstaaten mittlerweile zur EU gehören, ist eine schrittweise Annäherung an Russland nicht nur wünschenswert, sondern notwendig.

Amerika hat einmal mehr gezeigt, dass sie keine Teamspieler sind.
 
Langfristig geht's aber wohl nicht anders. Die Russen können auch nicht ewig so weitermachen. Also mehr Mafia als Rechtsstaat. Es muss diesbezüglich irgendwann mal zu einer Normalisierung kommen.

Ich würde dem mittlerweile mehr Priorität einräumen, als der Beziehung zu Amerika.
 
Ja würde ich. Und ich verabscheue jede Regierung, die das ablehnt, obwohl sie selbst von den Punkten, die er aufgedeckt hat, massiv betroffen ist. Merkel & Co => alles miese verlogene Drecksschweine. Ich hoffe, er kommt zumindest vorläufig in Venezuela unter. Immerhin ein Land, welches den USA noch den Stinkefinger zeigt. Iran wäre auch cool gewesen.

tomixxx schrieb:
Ausspioniert werden ist sicher keine schöne Sache aber wenn damit nur ein einziger Terroranschlag verhindert werden kann hat es sich gelohnt.

Nein, hat es sich nicht. Denn wir geben damit alles auf, was unsere Zivilisation eigentlich ausmacht. Wir verwandeln uns in totalitäre Überwachungsstaaten und das ist schlimmer als jeder Terroranschlag.
Allein die Annahme, die würden das nicht anderweitig verwenden. Wenn ich mal raten müsste, warum der Präsident von Equador kürzlich allen Ernstes zur Landung gezwungen werden konnte, dann würden mir die von der NSA ausspionierten Regierungen der betroffenen Länder einfallen. Wer weiß, was die USA über die hätten durchsickern lassen, wenn sie nicht gespurt hätten.

Nebenbei bemerkt, darf sich gern der BND um die hiesigen Terroristen kümmern. Aber wenn die Fish and Chips und die Stars and Stripes meinen Datenverkehr mitschneiden (und besonders die Engländer, die ja buchstäblich ALLES abgreifen), dann hört der Spaß sehr nachhaltig auf. Und wenn ich dann noch den Friedrich hören muss, der sagt, man solle zu den Amis doch bitte fair sein, dann möchte ich ihm alle Ausdrucke, die in Bude zu finden sind, zu fressen geben - AM STÜCK UND OHNE SAUCE!

Aber so ist das eben mit der schlimmsten Angst des Deutschen: 30 Jahre lang nicht geraucht und dann beim Terroranschlag ums Leben gekommmen.

Slurms Mc Kenzie schrieb:
Gibt ja immer 2 Seiten der Medaille. Der ist extrem jung und hat nicht schlecht verdient. Es gibt keinen Grund den Beruf einzuschlagen und das Ganze von langer Hand zu planen. Das klingt alles eher danach als wenn er irgendwas verbockt hat und jetzt die an eye for an eye Schiene fährt. An derartig sensible Daten kommst du ja auch nicht wenn du mal eben ne Bewerbung schreibst und einfach so eingestellt wirst.


Anderer Vorschlag: Er wurde - wie das eben so ist - an der Uni von der NSA mit vollmundigen Versprechungen angeworben. Er war ein Idealist und wollte seinem Land dienen. Dann hat er die Realität kennengelernt, konnte das mit seinem Gewissen nicht vereinbaren, ist ausgestiegen und hat es öffentlich gemacht
 
Das Boll Video ist nicht so schlecht. Bei einigen Dingen hat er bestimmt recht. Mühe habe ich aber mit seiner Aussage, dass 9/11 vielleicht nötig war um den Amis mal wieder zu zeigen, dass sie nicht alles machen können.

Erstens sind da eine Menge unschuldiger gestorben und zweitens, wurden damit ja die ganzen Abhörungsgesetze, Guantanamo etc. erst so richtig legitimiert. Dämliches Statement.
 
Sleipn1r schrieb:
Oxblood schrieb:
Nein.

Warum? Weil wir, die BRD, im selben Team wie die USA spielen im Moment und es vermutlich negative Konsequenzen hätte für uns.

Sehe ich nicht so. Durch die geographische Nähe und den Umstand, dass viele ehem. Sowjet Satellitenstaaten mittlerweile zur EU gehören, ist eine schrittweise Annäherung an Russland nicht nur wünschenswert, sondern notwendig.

Amerika hat einmal mehr gezeigt, dass sie keine Teamspieler sind.

Sobald Russland nützlicher ist als die USA, können wir auch gerne sofort wechseln, China von mir aus auch, ich hab kein Problem damit, Winningteam-Joiner zu sein ;)

Ich bin erstaunt wie hoch auch hier immernoch das Phantom Globale Gerechtigkeit gehandelt wird, fällt mir doch immer wieder auf.
 
Glod schrieb:
Anderer Vorschlag: Er wurde - wie das eben so ist - an der Uni von der NSA mit vollmundigen Versprechungen angeworben. Er war ein Idealist und wollte seinem Land dienen. Dann hat er die Realität kennengelernt, konnte das mit seinem Gewissen nicht vereinbaren, ist ausgestiegen und hat es öffentlich gemacht

Das ist doch etwas völlig anderes. Die Positionen sind doch nicht vergleichbar. Das Schüler und Studenten in aller Regel zu viel Zeit für diesen Kram haben ist doch hinlänglich bekannt. Deren Einstellung ändert sich - und geht mit der Anerkennung von Realitäten einher - genau in dem Moment in dem sie das erste Mal richtig Geld verdienen und eine Familie zu ernähren haben. Ausgenommen natürlich die mit den sinnvollen Abschlüssen in Germanistik oder Ernährungswissenschaften und Co. Da mag ich dem Einen oder Anderen gerne zugestehen bis ans Lebensende in der Revoluzzerrolle festzustecken.
 
Sleipn1r schrieb:
Langfristig geht's aber wohl nicht anders. Die Russen können auch nicht ewig so weitermachen. Also mehr Mafia als Rechtsstaat. Es muss diesbezüglich irgendwann mal zu einer Normalisierung kommen.

Das ist ein riesiger Vielvölkerstaat. Imo wäre das Land nach unseren demokratischen Grundsätzen unregierbar und würde sofort zerfallen. Mit den Russen und Osteuropäern verbindet uns abseits von gegenlaufenden Wirtschaftsinteressen weder kulturell noch sonst irgendwas, insofern wirds da auch nie eine übertrieben enge Partnerschaft geben.
 
Gerade zwischen Deutschland und Russland gibt es doch seit Jahrhunderten Völkerwanderungen. Seien sie nun freiwilliger oder gezwungener Natur. Da gibt es schon einige kulturelle Gemeinsamkeiten.
Ironischerweise gerade wenn man sich die Wertevorstellungen der Union ansieht. (Immerhin 41% der Bevölkerung, wenn man die aktuellen Zahlen heranzieht)
 
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