Sébastien Loeb Rally EVO im Test: Keine Freude am Fahren
So sehr Sébastien Loeb Rally EVO in Sachen Umfang aber auch begeistert, verpatzt es ein ganz zentrales Element für ein Rallye-Spiel: das Fahrgefühl. Die Fahrzeuge wirken nicht, als würden sie dynamisch über die gefährlichsten Buckelpisten der Welt jagen, sondern vielmehr als würden sie steif auf einer Schiene über die Strecke gezogen. Vor allem fehlt aber das direkte Feedback bei der Steuerung. Während Konkurrent Dirt Rally die Rumble-Funktionen des Controllers nutzt, um dem Spieler gleichermaßen ein Gefühl für die Beschaffenheit der Strecke als auch für die Eigenheiten des Vehikels zu geben, wird dies bei Loeb Rally EVO fast gar nicht genutzt. Wir fahren mit Höchstgeschwindigkeit über ein Curb - keine Rückmeldung. Wir fahren querfeldein über Stock und Stein - keine Rückmeldung. Wir crashen frontal gegen einen Baum - ein kurzes Rucken im Controller. Na immerhin.
Wäre das Fahrverhalten besser, würden die abwechslungsreichen Modi echt Spaß machen. Na ja. Hätte, wäre, könnte... [Quelle: Computec Media GmbH]Da man hier versäumt, dem Spieler ein vernünftiges Feedback zu geben, ist das Fahrverhalten der Boliden oftmals nicht nachvollziehbar. Einige Fahrzeuge lenken nicht richtig ein, andere wiederum brechen sofort aus, wenn man nur kurz auf die Bremse stupst. Noch mal andere hingegen stören sich gar nicht an der Bremseingabe und rasen weiter geradeaus. So sieht es zumindest mit dem Gamepad aus. Fahrt ihr mit Lenkrad, ist das Feedback hingegen recht ordentlich. Dennoch hat Dirt Rally in dieser Kategorie klar die Nase vorn. Hinzu kommt noch, dass euer Beifahrer euch häufig falsche Kurven ansagt. Spaß!
Schön ist hingegen, dass ihr wie auch bei Dirt 3 auswählen könnt, ob ihr lieber arcadig oder simulationslastig unterwegs sein wollt. Arcade-Raser aktivieren die optionalen Fahrhilfen, während Rennspiel-Puristen eben darauf verzichten. Und trotzdem komm Sébastien Loeb Rally EVO nicht an die Codemasters-Titel heran. Dirt Rally ist eine bessere Simulation und Dirt 3 das bessere Arcade-Racing-Game.
Zudem ist die Technik ziemlich altbacken und nervt mit verwaschenen Texturen, leichtem Tearing im Hintergrund und leichtem Kantenflimmern. Während die Konsolenversionen mit 30 Frames laufen, schwankt die Framerate in der PC-Fassung zwischen 30 und 60 Bildern pro Sekunde. Insgesamt ist Dirt 3 einem Sébastien Loeb Rally EVO technisch und spielerisch überlegen. Und das ist immerhin ein Spiel der letzten Konsolengeneration.
http://www.games-news.de/go/s_bastien_loeb_rally_evo_der_dirt_rally_konkurrent_im_test/2215825/s_bastien_loeb_rally_evo_der_dirt_rally_konkurrent_im_test.html?url=/
hat sich also leider nix geändert und das Ding is nich mal vom Grabbeltisch was.. Naja, DIRT kommt ja bald.