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Scheiß Liebe!

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Magst du mir die Gründe oder den Grund verraten? Bei mir in der Beziehung ist das auch immer mal wieder ein Thema. Wobei von uns beiden keiner unbedingt ein Kind möchte. Nur die Frage ist, ob man die Entscheidung später vielleicht bereut.
So hart es sich auch anhört, ich habe einfach andere Ziele in meinem Leben. Dazu kommt das ich mich absolut nicht als Mutter vorstellen kann.
 
Ich kann beide Seiten verstehen.
Nur kann ich die Personen nicht verstehen, die sich ihre Zielen kaputt machen lassen. Arbeitskollegin von mir ist da so krass. Ziele ursprünglich Märchenprinz, Hochzeit, Kinder. Der Märchenprinz ist etwas missraten (sie hat ihn selbst schön hässlich genannt). Er will nicht heiraten und keine Kinder. Jetzt hat sie halt Katzen. Na super. Dazu ist er an die 15 Jahre älter. Irgendwann kommt der Tag, die wird sie das bereuen, wenn es nicht jetzt schon so ist.
Auf der anderen Seite habe ich Kollegen, die werden noch mit 50 um die Häuser ziehen und die wollen weder Kind noch Ehe. Da spüre ich auch zu 100% Überzeugung.
 
Das Schöne ist ja, dass sie sich ohne Hochzeit und Kinder keinen Dritten erklären muss. Bevor sie es großartig bereut, kann sie doch einfach Schluss machen.
 
Ja, man hört ja total oft, dass so eine Ehe ohne Komplikationen auseinander gehen. Quasi völlig emotionslos. Wie die Auflösung eines Bausparvertrages. Da einigt man sich einfach und gut ist....not. Das ist ja oft eine emotionale Kriegsführung, wo der Staat am Ende durch das geteilte Sorgerecht dafür sorgen muss, dass beide Elternteile überhaupt Zugriff auf das Kind erhalten. Ansonsten verhindert die persönliche Frustration das nämlich komplett. Meiner Meinung nach gehst du da von einem völlig weltfremden Vorverständnis aus. Das Gericht ist hier nicht zu verteufeln, weil es im Ausnahmefall nicht klappt, imo ist es im Regelfall so, dass das Gericht die Angelegenheit regelt, weil die sich die Geschiedenen eben NICHT einigen können.

NIEMAND, das setzte ich voraus, entscheidet sich GEGEN seine Kinder. Man entscheidet sich gegen seinen Partner. Und DER findet das scheiße und verbietet als Druckmittel den Umgang mit den Kiddies. So wird ein Schuh draus.

Am Ende greift in den meisten Fällen nicht ein Gericht ein ...

Das Sorgerecht für minderjährige Kinder bleibt in Deutschland nach fast allen Ehescheidungen bei beiden Elternteilen. Seit der Änderung der familiengesetzlichen Regelungen 2009 liege dieser Anteil konstant bei 95 Prozent.

2013 waren dies 96 Prozent der Scheidungen oder 63.425 Verfahren. 2.808 Mal übertrugen Familiengerichte das Sorgerecht auf einen Elternteil. In fast drei Viertel der Verfahren (2.065) war dies die Mutter. Neuere Zahlen liegen dem Statistischen Bundesamt nicht vor.

Problematisch waren lange Zeit Fälle, in denen man nicht verheiratet war und sich trennte. Da wurde früher (und heute sicherlich auch noch oft) das alleinige Sorgerecht der Mutter übertragen.

Ansonsten einigen sich Eltern erstmal allein, was die Kindererziehung angeht. Und da gibt es ganz unterschiedliche Modelle. Ich behaupte auch einfach mal, dass eine selbstbewusste, im Leben stehende Frau froh und dankbar dafür ist, wenn der Ex-Mann und Vater auch weiterhin so viel Zeit wie möglich mit seinen Kindern verbringt.
 
Ich habe meine Gedanken dazu mal geordnet. Auch auf deine Statistik hin @Urgs
Vielleicht habe ich noch gar nicht genau gewusst, wo bei mir der Schuh eigentlich drückt, ich probiere es noch mal.

Zu den Zahlen

162.397 Eheschließungen in Deutschland (2016)
81.963 Scheidungen mit minderjährigen Kindern in Deutschland (2016)

Quelle: https://de.statista.com/statistik/d...n-mit-minderjaehrigen-kindern-in-deutschland/

63.996 Streitfälle beim Familiengericht wegen des Unterhalts des Kindes (2016)
54.349 Streitfälle zum Umgangsrecht der Kinder (2016)
39.713 Streitfälle Unterhalt des Ehegatten (2016)
22.975 Sonstige Streitfälle zu Kindersachen (2016)

Quelle: https://www.destatis.de/DE/Publikat...ichte2100220167004.pdf?__blob=publicationFile (Statistisches Bundesamt Familiengerichte)

Ich gebe zu, dass diese Ansammlung von Zahlen vom mir im folgenden ein Stück weit interpretiert wird, das jetzt fachlich noch zu 100% aufzuarbeiten dauert mir jetzt einfach zu lange. Worauf ich aufmerksam machen will ist das: Es werden viele Ehen mit Kindern geschieden, und obwohl zu 95% im Scheidungsverfahren das gemeinsame Sorgerecht gesprochen wird (das meinte ich mit "Der Staat boxt das gemeinsame Sorgerecht durch), ist der Rechtsstreit für viele Paare damit imo, nicht beendet. Nun laufen nicht alle Rechtsstreits des Jahres 2016 auch noch im Jahr 2016 an. Imo zeigt aber die Statistik, dass die Familiengerichte in Deutschland häufig innerhalb des gemeinsamen Sorgerechts noch Urteile fällen müssen. Das bezieht sich vor allem auf den Unterhalt, sowie auf den Umgang des Kindes. Was sich jetzt im Detail immer hinter diesen Entscheidungen verbirgt, weiß ich allerdings auch nicht.

Ich bin also nach wie vor NICHT @Urgs davon überzeugt, dass sich die Eltern in den meisten Fällen einvernehmlich trennen und die Sache völlig unkompliziert geregelt wird. Ich gehe weiterhin davon aus, dass es oft zu Streitfällen kommt, die vor Gericht landen! Das erscheint mir auch intuitiv nachvollziehbar zu sein, wenn man sich überlegt, in was sich die Eltern in Bezug auf das Kind alles einig sein müssen.

Die selbstbewusste, im Leben stehende Frau, ist scheinbar NICHT dankbar und froh darüber, dass der Ex-Mann und Vater eine große Rolle spielt, oder umgekehrt. Aber hier treffen wir wieder auf einen Punkt, an dem du eine ganz andere Sicht der Dinge hast, als ich. Das haben wir ja auch öfter. :lol:

Streitigkeiten um das Sorgerecht und das Umgangsrecht nehmen auch noch zu.

Joseph Salzgeber arbeitet seit 30 Jahren als Gutachter bei verschiedenen deutschen Familiengerichten, er wird hinzugezogen, wenn sich ein getrenntes Paar nicht einigen kann, bei wem das Kind wie viel Zeit verbringen darf. „Es gibt heute wesentlich mehr Streit im Umgangsrecht“, sagt er. „Kinder sind heute das einzig stabile Liebesobjekt in einer Zeit, in der alles auseinanderbricht. Die Ehe geht kaputt, den Job verliere ich, die Wohnung, nichts ist mehr sicher. Nur das Kind, das bleibt.“ Darum kämpfen die Eltern erbitterter denn je.

Quelle: https://www.welt.de/politik/deutsch.../Wie-Pendelkinder-am-50-50-Modell-leiden.html

Welche Formen des Umgangs mit Kindern jetzt noch übrig bleiben, ist dann noch mal eine andere Debatte, die ich jetzt nicht noch zusätzlich anstoßen will.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, der größte Teil der Klagen dreht sich darum, den Unterhalt einzuklagen. In aller Regel von Männern, die nicht zahlen. Über 100.000 Mal. Der Rest regelt den Umgang. Leider gibt es keine Statistik über die Fälle, wo es reibungslos und einvernehmlich klappt. Ich bin überzeugt davon, dieser Teil ist dem hier zahlenmässig überlegen. Das eine Scheidung/Trennung eher kompliziert ist, würde ich auch nie in Abrede stellen. :)
 
Naja, der größte Teil der Klagen dreht sich darum, den Unterhalt einzuklagen. In aller Regel von Männern, die nicht zahlen. Über 100.000 Mal. Der Rest regelt den Umgang. Leider gibt es keine Statistik über die Fälle, wo es reibungslos und einvernehmlich klappt. Ich bin überzeugt davon, dieser Teil ist dem hier zahlenmässig überlegen. Das eine Scheidung/Trennung eher kompliziert ist, würde ich auch nie in Abrede stellen. :)

Nunja, die Statistik sagt ja gerade was anderes. Gerade Unterhalt und Umgang sind ja zu trennen. Aber, wie gesagt, das ganze Thema Heirat, Ehe, Kinder ist eine emotionale Debatte. Da werden die Tatsachen auch gerne ignoriert. Jeder, so, wie es ihm passt. Wenn du überzeugt davon bist, dass die meisten das auch so hinkriegen, dann bleib dabei.
 
Naja, der größte Teil der Klagen dreht sich darum, den Unterhalt einzuklagen. In aller Regel von Männern, die nicht zahlen. Über 100.000 Mal. Der Rest regelt den Umgang. Leider gibt es keine Statistik über die Fälle, wo es reibungslos und einvernehmlich klappt. Ich bin überzeugt davon, dieser Teil ist dem hier zahlenmässig überlegen. Das eine Scheidung/Trennung eher kompliziert ist, würde ich auch nie in Abrede stellen. :)

Bin ja leider vor ca. 10 Jahren auch von dem Thema betroffen gewesen. Bei uns einvernehmlich, sogar mit gemeinsamen Anwalt. Nach diversen Rückmeldungen aus dem Bekanntenkreis scheinen wir aber die absolute Ausnahme gewesen zu sein.
 
Nunja, die Statistik sagt ja gerade was anderes. Gerade Unterhalt und Umgang sind ja zu trennen. Aber, wie gesagt, das ganze Thema Heirat, Ehe, Kinder ist eine emotionale Debatte. Da werden die Tatsachen auch gerne ignoriert. Jeder, so, wie es ihm passt. Wenn du überzeugt davon bist, dass die meisten das auch so hinkriegen, dann bleib dabei.

Wie sind wir denn auf das Thema gekommen? Darüber, dass Männer befürchten ihre Kinder nur noch alle 14 Tage sehen zu können. Und ich bin nach wie vor der Ansicht, dass man da keine Angst vor haben muss. ;)
 
Wie sind wir denn auf das Thema gekommen? Darüber, dass Männer befürchten ihre Kinder nur noch alle 14 Tage sehen zu können. Und ich bin nach wie vor der Ansicht, dass man da keine Angst vor haben muss. ;)

Ich bin halt der Ansicht, dass, wenn schon ein Gerichtsverfahren läuft, man nicht rational davon unabhängig einen geregelten Ablauf im Umgang mit den Kindern ermöglicht. Nach dem Motto: Ach, dein Vater zahlt keinen Unterhalt, aber natürlich kann er dich gerne sehen, so oft er will. Oder: Die Mutter will umziehen, und der Vater klagt. Da wird man sich sicherlich total schnell einig!

Imo muss man da einfach in der Realität ankommen. Es kann natürlich alles gut gehen, die Chancen sind dafür aber denkbar schlecht. Von daher ja, man sollte davor Angst haben.
 
Frag mich gerade, was das mit der Ehe an sich zu tun hat?
Wenn man gemeinsame Kinder und sich über Jahre hinweg ein gemeinsames Leben aufgebaut hat, und das Ganze geht dann in die Brüche, gibts doch meist Streß über das weitere Vorgehen, ob man nun verheiratet ist oder nicht?
Wenn man Kinder in die Welt setzt hat das deutlich mehr Konsequenzen als eine reine Heirat.
 
Frag mich gerade, was das mit der Ehe an sich zu tun hat?
Wenn man gemeinsame Kinder und sich über Jahre hinweg ein gemeinsames Leben aufgebaut hat, und das Ganze geht dann in die Brüche, gibts doch meist Streß über das weitere Vorgehen, ob man nun verheiratet ist oder nicht?
Wenn man Kinder in die Welt setzt hat das deutlich mehr Konsequenzen als eine reine Heirat.

Nun das hat deshalb mit der Ehe zu tun, weil es eben rechtliche Konsequenzen hat. Wenn du nicht verheiratet bist, ist das für dich ggf. sogar noch schlechter.
 
Wo wir beim Thema sind Mittwoch erfahren das sich zwei Freundinnen von mir verlobt haben und gleichzeitig schon inoffiziell eingeladen. :D

Hab erst gedacht die wollen mich verarschen aber nein haben mich nicht getrollt.
Aber ich meine bei der ganzen Diskussion um Heirat, Kinder, Recht blabla sollte man sich einfach entspannen. Gibt eh kein richtoig oder falsch man soll einfach das machen was sich richtig anfühlt.
 
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