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Scheiß Liebe!

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Hier hebt doch keiner den Zeigefinger. Jeder stellt ganz sachlich seine Sicht der Dinge dar. Handhaben kann und soll es jeder wie er will!
 
Deutsche Romantik.

giphy.gif
 
Ich weiß nicht wieso viele denken, dass man ein Brautkleid nur in der Kirche tragen kann, man kann doch auch auf dem Standesamt im Brautkleid heiraten, oder am Strand, oder in Las Vegas, oder unter Wasser.....

Wenn man mal den „romantischen“ Aspekt weg lässt ist eine Ehe aus rechtlichen Aspekten betrachtet durchaus sinnvoll, vor allem wenn man z.B. gemeinsames Wohneigentum hat wegen Erbrecht oder auch wenn einer im KH ist...
Exakt. Wir haben auch nur standesamtlich geheiratet, meine Frau hatte trotzdem ein wunderschönes, weißes Brautkleid. Und wir haben unter freien Himmel unter eine 100jährigen Linde geheiratet.
Komplett ohne Religion, einfach nur als schöne Zeremonie, unsere Liebe zu besiegeln.

Denn Hochzeit ist nicht per se ein religiöses Überbleibsel. Hochzeiten bzw. Zeremonien, mit denen Paare ihre Zugehörigkeit uind Verbundenheit "zementieren", gab es schon vor dem Christentum und quer durch alle Kulturen, Religionen und Brauchtümer hinweg.
Daher ist "braucht man nicht, weil Religion braucht man nicht" imo zu kurz gedacht und an der Realität vorbei.

Und dazu kommt dann noch die deutsche Romantik in Form der ganzen Vorteile, die man im Alltag als verheiratetes Paar gegenüber unverheirateten hat.
 
Denn Hochzeit ist nicht per se ein religiöses Überbleibsel. Hochzeiten bzw. Zeremonien, mit denen Paare ihre Zugehörigkeit uind Verbundenheit "zementieren", gab es schon vor dem Christentum und quer durch alle Kulturen, Religionen und Brauchtümer hinweg.
Daher ist "braucht man nicht, weil Religion braucht man nicht" imo zu kurz gedacht und an der Realität vorbei.

Die Eheschließung ist ein ziemlich alter Entwurf der, soweit wir da Belege dafür haben, immer schon eng im Zusammenhang mit Politik und Recht stand. Damit meist auch im Zusammenhang mit Religionen, die ja in vielen Kulturen untrennbar mit Politik und Recht verwoben waren. Die heute, zumindest in unserer westlichen Kultur, feste Zutat der romantischen Liebe dürfte aber, wie die romantische Liebe selbst, ein sehr junges Konzept mit Wurzeln im 18. Jahrhundert sein (zumindest wenn es um die massentaugliche Praktizierung geht, denn dass es schon "immer" hier und da mal Romantiker gab ist ja keineswegs auszuschließen).
 
Zuletzt bearbeitet:
Exakt. Wir haben auch nur standesamtlich geheiratet, meine Frau hatte trotzdem ein wunderschönes, weißes Brautkleid. Und wir haben unter freien Himmel unter eine 100jährigen Linde geheiratet.
Komplett ohne Religion, einfach nur als schöne Zeremonie, unsere Liebe zu besiegeln.

Denn Hochzeit ist nicht per se ein religiöses Überbleibsel. Hochzeiten bzw. Zeremonien, mit denen Paare ihre Zugehörigkeit uind Verbundenheit "zementieren", gab es schon vor dem Christentum und quer durch alle Kulturen, Religionen und Brauchtümer hinweg.
Daher ist "braucht man nicht, weil Religion braucht man nicht" imo zu kurz gedacht und an der Realität vorbei.

Und dazu kommt dann noch die deutsche Romantik in Form der ganzen Vorteile, die man im Alltag als verheiratetes Paar gegenüber unverheirateten hat.

Exakt this
 
Exakt. Wir haben auch nur standesamtlich geheiratet, meine Frau hatte trotzdem ein wunderschönes, weißes Brautkleid. Und wir haben unter freien Himmel unter eine 100jährigen Linde geheiratet.
Komplett ohne Religion, einfach nur als schöne Zeremonie, unsere Liebe zu besiegeln.

Denn Hochzeit ist nicht per se ein religiöses Überbleibsel. Hochzeiten bzw. Zeremonien, mit denen Paare ihre Zugehörigkeit uind Verbundenheit "zementieren", gab es schon vor dem Christentum und quer durch alle Kulturen, Religionen und Brauchtümer hinweg.
Daher ist "braucht man nicht, weil Religion braucht man nicht" imo zu kurz gedacht und an der Realität vorbei.

Und dazu kommt dann noch die deutsche Romantik in Form der ganzen Vorteile, die man im Alltag als verheiratetes Paar gegenüber unverheirateten hat.
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Sehe ich auch so ich möchte auf alle Fälle irgendwann Heiraten.
Kirche, Stück Papier etc mir persönlich egal überlass ich der Frau ob sie sich das so wünscht.

Aber diese Zeremonie, der Akt und dieses ganze drumrum hat für mich persönlich etwas echt schönes. Dieser unbedingte Wille und das laute Aussprechen, nach bester Möglichkeit, den Rest seines Lebens mit der anderen Person verbingen zu wollen. Die Erinnerung an den Tag, die Beziehung bis zu dem Punkt nochmal an sich vorbeiziehen zu lassen und die Träume für die Zukunft zu formulieren. Das Lied für den ersten gemeinsamen Tanz das ist einfach irgendwie alles was das ich schön finde und ich fang absolut nichts mit der Kirche an.
 
Ja aber warum denn? Was hab ich denn davon? Klar du hast ein paar Steuervorteile, aber im Prinzip ändert so ein Stück Papier doch nichts. Wenn man Kinder möchte sieht die Sache vielleicht noch etwas anders aus, aber ansonsten verstehe ich nicht warum ich heiraten sollte. Und kann man sich immer sicher sein? Am Ende passt es doch nicht und eine Scheidung ist mir einfach zu teuer. Denke da vielleicht auch einfach zu praktisch, sorry :lol:

@BitByter hat ja schon so gut wie alles gesagt.... auch als Vater ändern sich da einige Dinge (ok betrifft dich jetzt nicht direkt :O_o: ), so z.b. das du direkt als Vater des möglichen Kindes anerkannt wirst.
 
Solange alles tutti läuft, ist es ja auch egal, ob man verheiratet ist oder nicht. Es sollte sich ja auch nichts verändern (auch ein Punkt, der, sollte er stimmen, eigentlich gegen das Heiraten spricht). Aber wenn es schief läuft, und statistisch wird jede 2. Ehe geschieden, haste halt die Arschkarte. Haus weg, Kind weg, Vermögen weg - alles weg. Und du hast es ja nicht allein in der Hand, ob eine Beziehung hält.

Daher habe ich zusammen mit meiner Frau vor mittlerweile 18 Jahren einen Ehevertrag beim Notar aufsetzen lassen und bin immer noch glücklich verheiratet. Toi,toi,toi.
Sollte es doch noch schiefgehen/scheitern ist das Wichtigste geregelt.
Kommt mir jetzt nicht mit “wie unromantisch“. Ich habe meine Frau aus Liebe geheiratet und so ein Vertrag kann helfen im Fall der Fälle einen Rosenkrieg zu verhindern. Wie schnell das passieren kann, erlebe ich gerade leider im Bekanntenkreis.
 
Daher habe ich zusammen mit meiner Frau vor mittlerweile 18 Jahren einen Ehevertrag beim Notar aufsetzen lassen und bin immer noch glücklich verheiratet. Toi,toi,toi.
Sollte es doch noch schiefgehen/scheitern ist das Wichtigste geregelt.
Kommt mir jetzt nicht mit “wie unromantisch“. Ich habe meine Frau aus Liebe geheiratet und so ein Vertrag kann helfen im Fall der Fälle einen Rosenkrieg zu verhindern. Wie schnell das passieren kann, erlebe ich gerade leider im Bekanntenkreis.

Ich kann dir da nur beipflichten. Sowas hat nichts mit unromantisch zu tun, sondern muss manchmal einfach gemacht werden und ist sehr vernünftig. Man weiß ja nie was kommt.
 
Also, als ich noch ein Kind/Teenager war, dachte ich "natürlich" tatsächlich darüber wir @Dr Shakal schreibt. Allerdings hab ich mir da um vieles nicht weiter Gedanken gemacht als 10 Meter Feldweg :roll:
.
Waren die beiden Sätze jetzt negativ im kontext zu meinem post und mir bezogen? :D
Liest sich etwas so.
Ich habe NIE so gedacht wie die die ich beschrieben habe...:)
Ausserdem schrieb ich auch leben und leben lassen, genau seos meinung:


Jeder soll einfach machen, was er will oder für richtig hält. Finds nicht gut, wenn man den moralischen Zeigefinger hebt, egal in welche Richtung. Jeder hat gute Gründe zu heiraten oder eben nicht, und die eigene Entscheidung ist nicht besser oder schlechter als die der anderen.
:dhoch:
 
@BitByter hat ja schon so gut wie alles gesagt.... auch als Vater ändern sich da einige Dinge (ok betrifft dich jetzt nicht direkt :O_o: ), so z.b. das du direkt als Vater des möglichen Kindes anerkannt wirst.
Ich sagte ja, wenn man Kinder möchte oder hat, ist das eine andere Sache. Da ich aber keine Kinder möchte, sehe ich keinen Grund zum heiraten. Ich spreche ja auch einzig und allein von mir, wenn andere heiraten verdrehe ich sicherlich nicht die Augen, nur sollen sie mich damit in Ruhe lassen :)
 
Gerade im Hinblick auf Kinder ist es mir allerdings einfach wichtig, dass wir alle denselben Nachnamen tragen - sowohl symbolisch, als auch praktisch. Ich will keine Zettelwirtschaft im Sinne von Vateranerkennung etc. Mag sein, dass es gar nicht so viele "Umstände" mit sich bringt, aber das hab ich mit einfach in den Kopf gesetzt. Und da schlägt bei mir natürlich auch eindeutig die Symbolik zu, denn ich bin so einfach aufgewachsen. Die Statistik ist mir herzlich egal, weil mein Umfeld von Kindesbeinen an noch nie viele geschiedene Elternteile aufwies und das ist bis heute noch so. Mag also sein, dass ich dann eines Tages mit auf dem Wisch mache der das belegen soll, aber dann ist es eben so. Abgesehen kann man zumindest die Vermögenswerte vorher einigermaßen regeln. Und ganz ehrlich: Gemeinsame Kinder sind doch sowieso ein Leben lang bindender als eine Ehe.

Ja, das finde ich zum Beispiel interessant. Dir ist ja völlig bewusst, dass es eine emotionale Entscheidung ist, kennst die praktischen Konsequenzen eigentlich gar nicht, du hast es dir aber "in den Kopf" gesetzt und dann muss das auch so sein. Schließlich machen die anderen es ja genau so!

Ich würde SO einfach keine Entscheidung treffen. Das ist keine Kritik, das soll jeder machen, wie er das für richtig hält. Vielleicht bin ich auch einfach ein Alien, ich bin mir da noch nicht so sicher.
 
Ja, das finde ich zum Beispiel interessant. Dir ist ja völlig bewusst, dass es eine emotionale Entscheidung ist, kennst die praktischen Konsequenzen eigentlich gar nicht, du hast es dir aber "in den Kopf" gesetzt und dann muss das auch so sein. Schließlich machen die anderen es ja genau so!

Ich würde SO einfach keine Entscheidung treffen. Das ist keine Kritik, das soll jeder machen, wie er das für richtig hält. Vielleicht bin ich auch einfach ein Alien, ich bin mir da noch nicht so sicher.

Na ja, da darf man allerdings nicht vergessen, dass ich noch weit weg davon bin zu heiraten und nur weil ich es möchte und es für mich einfach dazu gehört, heißt es nicht, dass ich es auch werde. Die rechtlichen Unterschiede zwischen Lebensgeschmeinschaft ohne Trauschein vs. Ehe kenne ich im groben durchaus, aber ich hab mich generell noch nicht mit allem auseinander gesetzt, weil es für mich heute noch kein Thema ist und auch in naher Zukunft noch keines sein wird :)
 
Als sichernde Basis für die Familiengründung funktioniert die Ehe nach wie vor gut. Man kann da durchaus von einem Erfolgsmodell reden und letztlich ist genau das schon immer der Sinn und Zweck der Ehe gewesen. Aus Sicht des Staates oder der Kirche.

Also statistisch hast du auch recht. Familien entstehen sehr oft aus Ehen. Das beantwortet aber die Frage nicht, ob eine Ehe dafür notwendig ist, oder einfach gesellschaftlich zusammen fällt. Die gesellschaftliche Vorgabe, meines Empfinden nach, sieht ja so aus: Finde den "richtigen" Partner, beweise deine eigene Wahl durch eine Heirat, wenn das alles durch ist, DANN kann das mit den Kindern losgehen. Imo kann man diesen Zwischenschritt auch umgehen. Der Staat favorisiert die Ehe ja nach wie vor, aber imo ist das nur ein Selbstzweck. Nötig ist das nicht. Man könnte die Gesetze auch ändern, und es würden, denke ich, ähnlich viele Familien gegründet werden. Aber der Stachel der christlichen Tradition sitzt tief, man denkt gar nicht daran, diesen aufzugeben. Man hängt ja jetzt auch wieder Kreuze in einem säkularisierten Staat auf.

Im übrigen, haben sich die scheidenden Eheleute erstmal selbst zu einigen und Gesetz müsste mittlerweile das geteilte Sorgerecht sein. Wenn ich hier lese, dass Männer befürchten ihre Kinder nur noch alle 14 Tage zu sehen, dann dürften solche Fälle bereits vor dem Familiengericht gelandet sein und eine Entscheidung erzwungen worden sein. Wenn ich als Vater 60 Std. die Woche arbeite oder nachweislich nur wenig Interesse an der alltäglichen Erziehung der Kinder zeige, dann kann sowas zu so einem Urteil führen und man sieht seine Kinder nur noch alle 14 Tage. Aber dann hat man sich halt für seine Arbeit und gegen seine Kinder entschieden und muss mit den Konsequenzen leben.
Ja, man hört ja total oft, dass so eine Ehe ohne Komplikationen auseinander gehen. Quasi völlig emotionslos. Wie die Auflösung eines Bausparvertrages. Da einigt man sich einfach und gut ist....not. Das ist ja oft eine emotionale Kriegsführung, wo der Staat am Ende durch das geteilte Sorgerecht dafür sorgen muss, dass beide Elternteile überhaupt Zugriff auf das Kind erhalten. Ansonsten verhindert die persönliche Frustration das nämlich komplett. Meiner Meinung nach gehst du da von einem völlig weltfremden Vorverständnis aus. Das Gericht ist hier nicht zu verteufeln, weil es im Ausnahmefall nicht klappt, imo ist es im Regelfall so, dass das Gericht die Angelegenheit regelt, weil die sich die Geschiedenen eben NICHT einigen können.

NIEMAND, das setzte ich voraus, entscheidet sich GEGEN seine Kinder. Man entscheidet sich gegen seinen Partner. Und DER findet das scheiße und verbietet als Druckmittel den Umgang mit den Kiddies. So wird ein Schuh draus.

Ich kenne auch einige Fälle, in denen die Ex-Frauen den Männern das leben schwer machen und die am Rande des Existenzminimus leben. Rein statistisch dürften aber die Frauen die große Mehrheit der Scheidungsverlierer bilden. Das nur mal am Rande.

Das ist sicherlich auch oft so, dass Frauen die Verlierer sind. Auch hier ist ein völlig veraltetes Rollenbild schuld, welches dafür sorgt, dass die Frau immer noch die Kinder erzieht, während der Mann dafür arbeitet. Und am Ende steht man ohne etwas da. Wenn dann die Sache schon schief gelaufen ist, und du bist alleinerziehendes Elternteil, vor allem Mütter, bist du halt auch gefickt. Ohne Frage. Aber das ist noch mal eine andere Debatte.
 
Exakt. Wir haben auch nur standesamtlich geheiratet, meine Frau hatte trotzdem ein wunderschönes, weißes Brautkleid. Und wir haben unter freien Himmel unter eine 100jährigen Linde geheiratet.
Komplett ohne Religion, einfach nur als schöne Zeremonie, unsere Liebe zu besiegeln.

Denn Hochzeit ist nicht per se ein religiöses Überbleibsel. Hochzeiten bzw. Zeremonien, mit denen Paare ihre Zugehörigkeit uind Verbundenheit "zementieren", gab es schon vor dem Christentum und quer durch alle Kulturen, Religionen und Brauchtümer hinweg.
Daher ist "braucht man nicht, weil Religion braucht man nicht" imo zu kurz gedacht und an der Realität vorbei.

Und dazu kommt dann noch die deutsche Romantik in Form der ganzen Vorteile, die man im Alltag als verheiratetes Paar gegenüber unverheirateten hat.

Jaa, neee. Moment. Ich habe überhaupt kein Problem, dass man seine Beziehung zelebriert. Das kann man gerne auch jeden Tag machen. Du hast völlig Recht, das so zu handhaben, das ist nicht neu. ABER und das ist der Punkt, diesen Bund der Ehe einzugehen und diese praktischen Konsequenzen dran zu knüpfen, einmal in der christlichen Tradition, welches immer noch maßgeblich für die Art und Weise unserer Selbstverständnis für das Beziehungsführen ist oder eben aus staatliches Praxis, DAS ist unnötig.

Man kann seine Beziehung zelebrieren. In einem großen Fest. Aus Liebe und Verbundenheit. Alles kein Problem. Aber lasst doch diese ganzen praktischen Vergünstigungen weg, die daran knüpfen, damit die Leute auch wirklich ihre Beziehung zelebrieren und nicht das, was @eape schon so schön als "Deutsche Romantik" beschrieben hat. Die Art und Weise, wie der Staat das nach wie vor handhabt, ist nun einmal aus christlicher Prägung entstanden, auch wenn es ja dazu dienen sollte, die Leute von der Kirche zu entbinden.
 
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