Ich denke, ich hatte in den letzten Jahren tiefgreifende Probleme mit meiner generellen Einstellung zum Leben. Ich bin seit Jahren Verfechter der Einstellung, das Leben sei zu kurz, um es mit Depressionen zu verschwenden, um sich mit Dingen zu beschäftigen, die man ohnehin nicht ändern kann. Ich bin noch immer ein großer Fan dieser Lebenseinstellung. #lovemylife
Mir ist aber aufgefallen, dass ich nie wirklich danach gelebt habe. Es war ein In-den-Tag-Hineinleben, ohne Sinn und Zweck. Ziel war oft das nächste Wochenende, die nächste Party. Die fetten Partys haben mich auch finanziell so beschnitten, dass wenig Geld für abwechslungsreichere Aktivitäten übrig war.
Wie sollte ich mich also je verlieben können, wenn ich unterbewusst nicht zufrieden mit meinem eigenen Lebensstil war? Ich glaube, dass ich deshalb nicht zu einer längeren, tiefgründigeren Beziehung in der Lage war.
Mittlerweile liegt der Fokus weder darauf, möglichst oft Sex zu haben noch darauf, die Traumfrau zu finden. Wichtig ist vor allem, glücklich zu sein, in fast jeder Lebenslage. Zufriedenheit ist der Schlüssel. Der Rest kommt von ganz alleine, auch wenn für tiefgründigen Kontakt zu anderen Menschen derzeit leider einfach die Zeit fehlt.
Passend dazu muss ich ein anderes Thema anschneiden, dass vor ein paar Monaten schonmal zur Sprache gekommen ist. Es bereitet mir immernoch Schwierigkeiten. Es handelt sich um die Unzufriedenheit mit den äußerlichen Eigenschaften des anderen Geschlechts, die durch die wunderhübschen Frauen in den Medien und durch Karizmas Freundin hervorgerufen wird.
Ich habe viele superliebe Freundinnen in meinem Bekanntenkreis, die sich mehr oder weniger zu mir hingezogen fühlen. Ich habe an jeder etwas auszusetzen, ich bin sozusagen das Gegenteil von Corpse. Sie sind alle ganz süß, aber selbstverständlich ist keine perfekt. Aber wer ist das schon? Sylvie van der Vaart und Kate Upton sind es auch nicht, da fällt es aber nicht so stark auf. Karizmas Freundin ist es vielleicht, wir haben noch keine Heckansicht bekommen
Was ich sagen will: Mit dieser veränderten Sicht auf das Leben sollte auch eine veränderte Sicht auf die Frauen an sich einhergehen. Ich weiß nur nicht, ob ich das jetzt auch schon schaffe. Der ständige Drang zu vergleichen ist eine große Belastung.