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Der "Ich könnte kotzen" Thread (3 Betrachter)

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... und 2 weitere.
Es gibt Dinge, die kann man beeinflussen und andere eben nicht.
Auch eine Portion Glück gehört sicher manchmal dazu.
Den Arbeitgeber, sucht man sich aber schon selber aus und genau so kann man ein Arbeitsverhältnis auch jederzeit beenden und was anderes suchen. Und wenn es beim nächsten Arbeitgeber wieder nix ist, weiter suchen. Das meine ich damit, das man sich nicht dem Schicksal hingeben soll.

Muss natürlich niemand aber man sollte dann auch nicht so tun als wenn alles vorbestimmt wäre und man gar keinen Handlungsspielraum hat.
Ich verstehe, was du sagen willst, Eigenverantwortung spielt definitiv eine große Rolle. Aber so einfach ist es eben nicht für alle. Nicht jeder kann jederzeit problemlos den Job wechseln. Faktoren wie finanzielle Verpflichtungen, familiäre Situation, Gesundheit, Aufenthaltsstatus oder auch der regionale Arbeitsmarkt schränken den Handlungsspielraum teilweise stark ein. Gerade wenn man schon mehrfach gewechselt hat oder in einer Branche mit wenig Alternativen arbeitet, ist „einfach weiter suchen“ leichter gesagt als getan.

Natürlich sollte man sich nicht komplett dem Schicksal ergeben. Aber es ist genauso wenig realistisch zu behaupten, dass jeder jederzeit frei entscheiden kann. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen: Man hat Handlungsspielraum, aber eben nicht unbegrenzt.

Muss ja seit diesem Monat auch wieder was neues finden, da ich das Ramen Projekt beendet habe, gab zu viele Differenzen. Im Moment ist es nicht leicht einen neuen Job zu finden.
 
Ich verstehe, was du sagen willst, Eigenverantwortung spielt definitiv eine große Rolle. Aber so einfach ist es eben nicht für alle. Nicht jeder kann jederzeit problemlos den Job wechseln. Faktoren wie finanzielle Verpflichtungen, familiäre Situation, Gesundheit, Aufenthaltsstatus oder auch der regionale Arbeitsmarkt schränken den Handlungsspielraum teilweise stark ein. Gerade wenn man schon mehrfach gewechselt hat oder in einer Branche mit wenig Alternativen arbeitet, ist „einfach weiter suchen“ leichter gesagt als getan.

Natürlich sollte man sich nicht komplett dem Schicksal ergeben. Aber es ist genauso wenig realistisch zu behaupten, dass jeder jederzeit frei entscheiden kann. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen: Man hat Handlungsspielraum, aber eben nicht unbegrenzt.

Muss ja seit diesem Monat auch wieder was neues finden, da ich das Ramen Projekt beendet habe, gab zu viele Differenzen. Im Moment ist es nicht leicht einen neuen Job zu finden.
Ich drück dir die Daumen.

Was meinst du mit Projekt? Was hast du zuletzt gemacht und was suchst du? Welche Branche?
 
@Hairy_Rhodan
Klar ist sowas überproportional teurer geworden, aber ich finde, man muss das Verhältnis beachten. Beispiel Brot: das kaufen wir immer beim familiären Bäcker hier um die Ecke und es kostet rund 4 Euro. Das hält dann für uns zu zweit etwa 5 Tage. Im Supermarkt würde es rund 2 Euro kosten. Ist das erstmal das doppelte? Ja. Schmeckt es nicht nur doppelt, sondern 10 Mal so gut, unterstütze ich damit einen kleinen Betrieb und tue meiner Gesundheit durch hochwertigere Inhaltsstoffe was gutes? Ja. Und macht das im Monat insgesamt gerade mal um die winzige 10 Euro aus? JA!
Bei so einer Überlegung und dem Verhältnis stellt sich die Frage für mich gar nicht.
Und wem das trotzdem zu teuer ist, nutzt einfach too good to go und unterstützt damit auch „richtige“ Bäcker und bekommt für 3-4 Euro so viel zu essen, wie er in den nächsten Tagen kaum aufkriegt.
Vor wie viel Jahren soll das gewesen sein, wo du beim Bäcker ein Brot für 4€ bekommen hast, das für 2 Personen und 5 Tage reicht? Selbst im Supermarkt gibt es kein Brot mehr für 2€.
Oder du wohnst in einer Gegend, wo sich zu viele Bäcker einen Preiskampf liefern?
 
Habe ich mich mit 20 jung und naiv wie ich war auch gefragt und nicht lange gefackelt. Keine Ahnung was mich an dem Tag geritten hat. Aber die Vorstellung mir das bis ins hohe Alter anzutun, ging mir so sehr gegen den Strich, dass ich einfach aufgestanden und gegangen bin. Kein Kündigungsschreiben, keine Gespräche kein gar nichts mehr. Gegangen und nicht mehr dort erschienen. Mir war auch egal, wenn sie den Lohn bis zu diesem Tag wo ich noch gearbeitet hatte einbehalten würden. Für kein Geld der Welt wollte ich das bis an mein Lebensende machen. Kann mich daran erinnern, als wäre es gestern gewesen. An dem Tag habe ich die Zeit für mich angehalten und bereue nichts.

Was ich alleine in der Zeit alles erlebt und gesehen habe. Und mir ging es nicht einen Tag schlecht. Im Gegenteil. Ich bin so froh mein Leben echt gelebt und nicht größtenteils mit Arbeit verbracht zu haben. Viel gesehen, viel gelernt, die Zeit einfach genutzt wie es mir in den Kram passt und dabei auch noch gesund geblieben. So viele Menschen kennengelernt und auch viel Zeit mit ihnen verbracht - wenn ich gehe, gehe ich mit Gott. Dankbar ohne Ende für mein Leben und was ich alles entdecken und genießen durfte.

Das Schlimme (in meinem Augen) ist ja, dass viele sich auch noch hoch verschulden. Praktisch auf so ein Leben spekulieren - wegen Haus und Auto. Unbefristetes Arbeitsverhältnis, Festvertrag. Dokumente mit denen man der Bank seinen Arsch verkaufen kann. Machen so viele da und halten sich alle für weiß Gott was. Merkt man immer gut wenn Feierabend ist und alle wie die bescheuerten auf den Straßen unterwegs sind. Die knappe "Freizeit" für sich haben wollen. Ab 15 Uhr ist das da draußen ein Irrenhaus. Freitags und vor Wochenenden geht es schon deutlich früher los. Scheinen alle dann um 12 frei zu haben. :lol: Morgens einkaufen beste!

Beste Zeit ist und bleibt die Zeit, abseits von Arbeitszeiten. Hast immer überall Platz, wirst zuvorkommend bedient - herrlich und ich bin noch lange nicht im Rentenalter. Meine Entscheidung hat sich längst bezahlt gemacht und ich hatte so einen Horror davor. Mit 63, 65, 67 fängt das Leben nicht an. Wer das glaubt hat den Schuss nicht gehört. Die Zeit die man mit oder wegen Arbeit verbringt (An- und Abfahrt inklusive Stau - das kommt ja auch noch drauf) bekommt man nie wieder aufgeholt und das Haus verscherbeln die Kinder. :lol:
Mich würde mal echt interessieren was du arbeitest und wie du deinen Alltag finanzierst.
 
Vor wie viel Jahren soll das gewesen sein, wo du beim Bäcker ein Brot für 4€ bekommen hast, das für 2 Personen und 5 Tage reicht? Selbst im Supermarkt gibt es kein Brot mehr für 2€.
Oder du wohnst in einer Gegend, wo sich zu viele Bäcker einen Preiskampf liefern?
?
Bei jedem Bäcker hier in Osnabrück kostet das Brot, das wir kaufen, zwischen 3,99 und 4,50 Euro. Nimmt man das Angebot der Woche, immer 3,99 Euro.
Und im Edeka findest du etliche Brote zum Standardpreis zwischen 1,39 und 1,89 Euro.
Kommst du aus der Schweiz? :D
 
?
Bei jedem Bäcker hier in Osnabrück kostet das Brot, das wir kaufen, zwischen 3,99 und 4,50 Euro. Nimmt man das Angebot der Woche, immer 3,99 Euro.
Und im Edeka findest du etliche Brote zum Standardpreis zwischen 1,39 und 1,89 Euro.
Kommst du aus der Schweiz? :D
Von wieviel gramm reden wir den hier? Bei uns kostet ein Stinknormales 500gr Mischbrot 4,20€.
 
Genau das, für 4 - 4,50€ bekommt man ein 500g-Brot, davon essen 2 Leute nicht 5 Tage. Osnabrück scheint im Vergleich zu vielen anderen Regionen sehr günstige Bäcker zu haben.
Mein Mitleid mit Bäckern, wenn sie fehlende Umsätze bemängeln, hält sich sehr in Grenzen. Die sind beim Abzocken der Verbraucher ganz weit vorne dabei.
 
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