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Robert Enke verstorben...

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Klar kann er das, aber das es ein ziemlicher egoistischer Gedanke ist, kann niemand abstreiten. Er bringt nämlich zB. seine Eltern in eine ähnliche Lage, wie er war. Nämlich dass sie ihren Sohn zu Grabe tragen.

Ich denke, dass man bei diesem Thema viele Ansichten haben kann und jeder muss für sich sein Standpunkt finden muss.
 
Nasreddin schrieb:
Und wenn ich die ganzen Egoismus-Kommentare lese, wird mir speiübel. Wenn jemand nicht mehr leben will und kann, dann hat er das gute Recht, seinem Leben ein Ende zu setzen.

ohne scheiss
ich kann's au nich lesen :wand:

klar is es scheisse, weil er familie hatte, aber es is sein gutes recht sein leben zu beenden, wenn es für ihn keinen sinn mehr macht oder eben nicht mehr ertragbar war
 
Ein deppresiven Ehemann der das Leben nicht bewältigt und den sie dann in einer geschlossenen Klinik besuchen können weil er selber nicht mehr in der Lage ist, raus zu gehen, auch wegen den Medikamenten? Sehr schade, richtig.
 
pil schrieb:
Ein deppresiven Ehemann der das Leben nicht bewältigt und den sie dann in einer geschlossenen Klinik besuchen können weil er selber nicht mehr in der Lage ist, raus zu gehen, auch wegen den Medikamenten? Sehr schade, richtig.
Fein, bringen wir alle Kranken um. Braucht eh kein Mensch.
 
mehr als geld hätte er ihnen mit seinen depressionen vielleicht auch nicht geben können, vielleicht sah er sich sogar als belastung für seine frau und seine adoptiv tochter.
 
Zwischen umbringen und sich selber umbringen gibts einen Unterschied glaub ich. Wenn man keinen Lebenswillen mehr hat, wirds halt schwer den noch vom Leben zu überzeugen.
 
n9ne.0h.4our schrieb:
Nasreddin schrieb:
Und wenn ich die ganzen Egoismus-Kommentare lese, wird mir speiübel. Wenn jemand nicht mehr leben will und kann, dann hat er das gute Recht, seinem Leben ein Ende zu setzen.

ohne scheiss
ich kann's au nich lesen :wand:

klar is es scheisse, weil er familie hatte, aber es is sein gutes recht sein leben zu beenden, wenn es für ihn keinen sinn mehr macht oder eben nicht mehr ertragbar war

Das Recht über sich selbst zu richten würde ich ihm auch nicht streitig machen wollen.
Viel tragischer als diese ultimative Entscheidung sich vor einen Zug zu werfen finde ich doch die Tatsache,
dass ein Mensch überhaupt so weit gehen kann. Das ist zu betrauern, bei bekannten Persönlichkeiten wie bei dem Durchschnittstypen von der Bushaltestelle. Meiner Meinung nach verfehlt das Urteil "der Typ hatte das gute
Recht sein Leben zu beenden und damit basta." überhaupt insgesamt den Kern der Diskussion. ;)
 
Ich wiederhole mich ausnahmsweise nochmal:
Wenn ein Mensch mit einer Grippe hustet, dann würde ihn doch auch niemand ein Arschloch nennen - was ich damit sagen will? Husten ist ein Symptom einer Grippe, wie mangelnde Empathie und Verfremdung der Umwelt Symptome einer Depression sind. Das sind Faktoren des Krankheitsbildes und spiegeln nicht den Charakter des Menschen wieder. Klar kann man argumentieren, dass er sich hätte Hilfe holen können - aber vielleicht hat er das versucht? Wenn ich Grippe habe, dann wirkt auch nicht jedes Mittel aus der Apotheke. Für Depressionen gibt es auch kein Patentrezept.

Wenn man dann das Argument der Familie bringt, dann ist bei Depressiven Menschen manchmal das Gegenteil von Egoismus der Fall - nur in einer surrealen Form. Menschen mit Depressionen sehen sich als Belastung für ihre Familie und wollen ihnen mit ihrem Freitod einen "Gefallen" tun. Natürlich ist das für uns "gesunden" Menschen im ersten Moment dämlich, aber wenn die Krankheit in solch einem Stadium ist, dann ist logischer Menschenverstand meist zweitrangig.
 
zion. schrieb:
n9ne.0h.4our schrieb:
Nasreddin schrieb:
Und wenn ich die ganzen Egoismus-Kommentare lese, wird mir speiübel. Wenn jemand nicht mehr leben will und kann, dann hat er das gute Recht, seinem Leben ein Ende zu setzen.

ohne scheiss
ich kann's au nich lesen :wand:

klar is es scheisse, weil er familie hatte, aber es is sein gutes recht sein leben zu beenden, wenn es für ihn keinen sinn mehr macht oder eben nicht mehr ertragbar war

Das Recht über sich selbst zu richten würde ich ihm auch nicht streitig machen wollen.
Viel tragischer als diese ultimative Entscheidung sich vor einen Zug zu werfen finde ich doch die Tatsache,
dass ein Mensch überhaupt so weit gehen kann. Das ist zu betrauern, bei bekannten Persönlichkeiten wie bei dem Durchschnittstypen von der Bushaltestelle. Meiner Meinung nach verfehlt das Urteil "der Typ hatte das gute
Recht sein Leben zu beenden und damit basta." überhaupt insgesamt den Kern der Diskussion. ;)

hmm... kann's total nachvollziehen warum jmd keine lust auf leben hat... deswegen steht des für mich auch gar nich zur debatte
 
zion. schrieb:
Meiner Meinung nach verfehlt das Urteil "der Typ hatte das gute
Recht sein Leben zu beenden und damit basta." überhaupt insgesamt den Kern der Diskussion. ;)

Nicht den Kern der ekelhaften Diskussion, die hier in diesem Thread geführt wird.

@BartWux: Du hast deine Thesen zum menschlichen Zusammenleben hier im Forum oft genug dargelegt. Gerade in dem Zusammenhang finde ich das von dir propagierte, fast biologistische Familienbild geradezu rührend.

Wer meint, eine Selbsttötung wie diese aufgrund von Schlagwörtern wie Familie als richtig oder falsch bewerten zu müssen, befindet sich in meinen Augen jedenfalls auf dem Holzweg. Das menschliche Leben ist dann doch etwas komplexer.

Edit: Die Art der Selbsttötung ist dagegen durchaus kritisch zu sehen.
 
Bexter schrieb:
Klar kann man argumentieren, dass er sich hätte Hilfe holen können - aber vielleicht hat er das versucht?

"Ich habe Robert auch eine stationäre Betreuung in einer Klinik angeboten, aber er hat das stets abgelehnt. Er hat zuletzt noch mit dem Chefarzt telefoniert und abgesagt. Leider gelang es uns nicht, ihn dazu zu überreden", so Markser.

www.orf.at
 
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