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Robert Enke verstorben...

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Hana-Bi schrieb:
Und ja er hinterlässt viele traumatisierten Seelen, aber du KANNST doch gar nicht wissen was das für ein Gefühl sein muss mit dem Leben abgeschlossen zu haben, die Augen zu schließen, den einen Schritt auf die Gleise zu machen und stehen bleiben und warten.

Natürlich nicht, so wie wahrscheinlich keiner hier von uns. Und ganz ehrlich: dass interessiert mich auch gar nicht, denn das spielt für meine Bewertung der "Tat" als Aussenstehender nicht die geringste Rolle.
 
irgendwo hab ich mal gelesen, das der durchschnittliche Lokführer in seiner karriere 10 menschen überfährt...
Ob der dritte genauso schlimm ist wie der erste weiss ich nicht.

Ich saß auch schon mal in ner Bahn wo wir einen überfahren haben...
Der Zugbegleiter war höchst professionell - wenn auch sehr blass geworden - und hat uns rausgeführt..
Die entgegenkommende S-Bahn hat etwas spät gebremmst und stand exakt an der Stelle, wo wir den überfahren haben :/
 
Einfach schade. Um sowas durchzuziehen muss man viel erlebt haben. Hoffen wir für ihn, dass es keine dumme Entscheidung war..

klingt Makaber, aber das Torwartproblem ist jetzt zumindest vom Tisch.
 
Als ich noch gependelt bin ist mir das drei mal in der Bahn passiert. Die Strecke scheint bei Selbstmördern beliebt gewesen zu sein (okay, einmal wars ein Unfall). Jedenfalls war ich dann immer erst gegen 22:00 Uhr zu Hause, ich hasse sowas. Seitdem reagiere ich allergisch auf diese Art von Selbstmördern.
 
Mondknallschlumpf schrieb:
Natürlich nicht, so wie wahrscheinlich keiner hier von uns. Und ganz ehrlich: dass interessiert mich auch gar nicht, denn das spielt für meine Bewertung der "Tat" als Aussenstehender nicht die geringste Rolle.

Tat - er hat maximal seelischen "Schaden" bei den angehörigen angerichtet und für Verspätung bei der Bahn gesorgt...

Also lieber jemanden der sich vor ne Bahn wirft und diese Art von Schaden anrichtet, als jemand der sich in die Innenstadt stellt und um sich ballert und darauf wartet das die Cops ihn erledigen...(weitere Antwort für den Amoklauf-warum thread)
 
zonko schrieb:
Selbstmorde sind normal schon geplant und nicht eine kurzschluss Reaktion.

Kann man so definitiv nicht sagen. Menschen, die ihren Selbstmord planen, haben weitaus mehr Bedenken dabei diesen schlussendlich auch zu begehen... meißtens kommt es gar nicht erst dazu.
 
Kla$ schrieb:
zonko schrieb:
Selbstmorde sind normal schon geplant und nicht eine kurzschluss Reaktion.

Kann man so definitiv nicht sagen. Menschen, die ihren Selbstmord planen, haben weitaus mehr Bedenken dabei diesen schlussendlich auch zu begehen... meißtens kommt es gar nicht erst dazu.

das stimmt - aber ich glaube die Mehrheit der Menschen haben Ihren Selbstmord schon durchgeplant..bzw. in Erwägung gezogen. Sie werden im Prinzip nur aufgehalten.
 
Je länger die Zeit vorangeschritten ist, desto mehr bin ich zwischen Ärger und Trauer hin und hergerissen.

Ärger: Wieso lässt er seine Frau und das adoptierte Kind alleine

Warum den Zugfahrer belasten, im besten Falle, was, wenn dieser gar 96 Fan ist.

Andererseits: Er tut mir unendlich leid, trotz all der Millionen Euro, ein Spieler, der über die Rivalitätsgrenzen hinaus die Fans ein jeden Vereins begeistert hat, der nicht mehr leben wollte.

Etwa einer des Typs Sebastian Deisler, der den Schritt zuviel gewagt hat?

Robert Enke, intelligent, fair und vom Schicksal gezeichnet.

Du gehörtest für mich zu den wichtigsten Personen der Bundesliga, die mich täglich beschäftigten. Nie war ich gegen dich, immer für dich. Selbst wenn Werder gegen dich hoch gewann, du warst nie ein Verlierer. Du warst der gegnerische Fels in der Brandung, nie ein Feind, sondern ein freundschaftlicher Gegner, dem man nie mit etwas anderem als Respekt entgegen getreten ist.

Robert Enke, Deutschland, nein, die Welt wird dich vermissen.

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Habs jetzt grad erst mitbekommen, als ich zufällig auf kicker.de ging.

Ist ja vielleicht schon traurig für die Angehörigen usw. aber dass jetzt Jeder da rumweint und überall in den Medien alles ausgebreitet wird und 100000 Kerzen angezündet werden von fast genau so viel Menschen halte ich für ziemlich....hm....bedenklich.
Wenn ich selbstmord begehe interessierts auch keinen. Und ist mein Leben weniger wert wie seines?
 
Hamlet schrieb:
Habs jetzt grad erst mitbekommen, als ich zufällig auf kicker.de ging.

Ist ja vielleicht schon traurig für die Angehörigen usw. aber dass jetzt Jeder da rumweint und überall in den Medien alles ausgebreitet wird und 100000 Kerzen angezündet werden von fast genau so viel Menschen halte ich für ziemlich....hm....bedenklich.
Wenn ich selbstmord begehe interessierts auch keinen. Und ist mein Leben unwichtiger wie seines?

Das hat möglicherweise etwas mit seinem Bekanntheitsgrad zu tun. Ganz sicher bin ich mir da aber nicht.
 
Szudrinos schrieb:
Hamlet schrieb:
Habs jetzt grad erst mitbekommen, als ich zufällig auf kicker.de ging.

Ist ja vielleicht schon traurig für die Angehörigen usw. aber dass jetzt Jeder da rumweint und überall in den Medien alles ausgebreitet wird und 100000 Kerzen angezündet werden von fast genau so viel Menschen halte ich für ziemlich....hm....bedenklich.
Wenn ich selbstmord begehe interessierts auch keinen. Und ist mein Leben unwichtiger wie seines?

Das hat möglicherweise etwas mit seinem Bekanntheitsgrad zu tun. Ganz sicher bin ich mir da aber nicht.


Ja und? Muss ich mich jetzt daran aufgeilen, dass der tot ist. Ist es so wichtig?
 
Hamlet schrieb:
Ja und? Muss ich mich jetzt daran aufgeilen, dass der tot ist. Ist es so wichtig?

Es kommt doch immer darauf an, für welche Leute man wichtig war. Wenn du das machst, stehen da genauso deine Freunde und Familie. Macht es ein beliebter Uni-Prof, stehen da auch hunderte. Macht es Robert Enke, ein Idol für viele, stehen da halt tausende.

Sich darüber zu ärgern ist schwachsinnig. Du bist nicht weniger wichtig, aber hast weniger erreicht
 
Ich finde es zu einfach, zu behaupten, dass alle Selbstmörder egoistische Arschlöcher sind.
Leute, wenn eine Depression vorliegt, dann reden wir von einer Krankheit. Und da ist man nicht mehr 100% in der Lage Ethik und Moral richtig zu definieren, sondern ist in einer ganz grauen Welt gefangen. Jeder der WIRKLICH mal Depressionen hatte, der wird wissen, was ich meine.

Wenn ein Mensch mit einer Grippe hustet, dann würde ihn doch auch niemand ein Arschloch nennen - was ich damit sagen will? Husten ist ein Symptom einer Grippe, wie mangelnde Empathie und Verfremdung der Umwelt Symptome einer Depression sind. Das sind Faktoren des Krankheitsbildes und spiegeln nicht den Charakter des Menschen wieder. Klar kann man argumentieren, dass er sich hätte Hilfe holen können - aber vielleicht hat er das versucht? Wenn ich Grippe habe, dann wirkt auch nicht jedes Mittel aus der Apotheke. Für Depressionen gibt es auch kein Patentrezept.

Wenn man dann das Argument der Familie bringt, dann ist bei Depressiven Menschen manchmal das Gegenteil von Egoismus der Fall - nur in einer surrealen Form. Menschen mit Depressionen sehen sich als Belastung für ihre Familie und wollen ihnen mit ihrem Freitod einen "Gefallen" tun. Natürlich ist das für uns "gesunden" Menschen im ersten Moment dämlich, aber wenn die Krankheit in solch einem Stadium ist, dann ist logischer Menschenverstand meist zweitrangig.

Vor einigen Jahren hat sich von einem guten Freund der Vater erhängt - weil er Parkinson hatte. Er wollte seiner Familie nicht zur Last fallen - traurig und bitter, aber man steckt nicht in diesen Menschen drin. Und bevor nicht jeder von euch wirklich WEIß, was es bedeutet, wenn man mal depressiv war, dann sollte man sich allein aus Respekt vor dem Tod des Menschen, etwas mit seinen hohlen Schimpftriaden zurückhalten!
 
Aber Mondknall ist doch deswegen 3x im Jahr erst um 22 Uhr nach Hause gekommen, das ist nicht witzig. Solche Selbstmörder sind doch an Egoismus nicht mehr zu toppen.

Die Ironie könnt ihr jetzt behalten.


Die Zugfahrer tun einem natürlich sehr leid, das ist hart und nimmt die immer sehr mit was man verstehen kann. Aber für die Fahrgäste die später nach hause kommen hab ich so gar nichts übrig.
 
Der Buschfunk bei Studi VZ scheint wohl bei Frauen ein beliebtes Mittel sein um zu trauern. Hätte wetten können dass 90% der Damen aus meiner Liste den gar nicht kennen (zu unscheinbar)
Und jetzt sind sie wie die Hühner.

Aber so ist das ja immer bei Selbstmördern. Die meisten werden durch ihren Tod erst richtig populär.
 
ohne die anderen beiträge hier bisher gelesen zu haben ( das werde ich erst nach meinem posting tun), wollte ich mal kurz meine meinung dazu sagen:


gestern 22.15, ARD, Tagesschau: nachruf für enke. ein skandal!!!!!!!

von fans und mitspielern wurde pausenlos geredet- von seiner frau kein wort. aus welchem verzerrten blickwinkel muss man auf solch eine sache schauen um die trauer der fans gewichtiger darzustellen als die der frau?
die ARD hat da mE wirklich mist gebaut...

eurosport.de : eine wahnsinnsschlagzeile "warum ausgerechnet er?"

warum er? weil er es so wollte. eine frage die nicht gestellt werden muss, eine frage die sich meines erachtens erübrigt.

die einzige frage die ich mir stelle ist die, warum er sich nicht "heimlich" das leben genommen hat ohne andere außenstehende mit ins unglück zu reißen.

der fahrer der bahn tut mir sehr leid, ich würde nicht mit ihm tauschen wollen.
selbstmörder die sich so aus dieser welt stehlen wie zb auch menschen die sich von brücken auf autobahnen werfen und so andere unschuldige todesopfer riskieren sind für mich das letzte. da macht es keinen unterschied ob er ein guter keeper war oder nicht.


meine beileid gilt seiner frau ( sowie den anderen verwandten) und den zugführer.
 
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