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Robert Enke verstorben...

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Gut geschrieben und verständlich. Man kann halt nur als "Zuschauer" urteilen. Den wahren Grund hat er mit in den Tod genommen....wie alle Menschen, die sich sebst oder ihre Mitmenschen mit ins Jenseits nehmen. Es ist traurig, schockierend....viell auch unverständlich.....aber am meisten ist es traurig. Un dich wünsche der Familie einfach alles Gute und die Kraft, es zu überstehen.
 
Hana-Bi schrieb:
Mondknallschlumpf schrieb:
Das ist reine Spekulation. Und wenn er dabei an seine Familie gedacht hat, dann hat er irgendwo falsch gedacht...

Dann ist es aber genauso eine Verleumdung ihn als "feige" und "egoistisch" zu bezeichnen.

:kaffee:

Nö, es ist egoistisch. Denn man entflieht den eigenen Problemen und schädigt damit auch noch andere Menschen. In diesem Fall den Zugführer und die eigene Familie.
 
Mondknallschlumpf schrieb:
Hana-Bi schrieb:
Mondknallschlumpf schrieb:
Das ist reine Spekulation. Und wenn er dabei an seine Familie gedacht hat, dann hat er irgendwo falsch gedacht...

Dann ist es aber genauso eine Verleumdung ihn als "feige" und "egoistisch" zu bezeichnen.

:kaffee:

Nö, es ist egoistisch. Denn man entflieht den eigenen Problemen und schädigt damit auch noch andere Menschen. In diesem Fall den Zugführer und die eigene Familie.

Es wäre egoistisch wenn es eine bewusste Entscheidung ist, die von einem gesunden Geist getroffen wird.
Es ist aber nicht egoistisch, wenn es eine Konsequenz einer schweren psychischen Krankheit ist, die einen über so rationale Dinge nicht mehr frei entscheiden lässt.
 
Echt krass, ich war bei nem Kumpel auf nem Geburtstag, als wir ne SMS bekomemn haben "Robert Enke ist tot"
Wir waren erstmal total verwirrt, konnten uns das gar nicht vorstellen. Und dann haben wir immer mehr gehört. Echt heftig, ich hatte immer den Eindruck Enke sei ein gefestigter Mensch. Aber er muss psychisch ja sehr labil gewesen sein, was sicherlich vor allem auf den Vorfall mit seiner Tochter zurückzuführen ist.
Die Art und Weise, wie er sich umgebracht hat, hab ich aber glaub ich immer noch nicht richtig realsisert. Sehr heftig auf jeden Fall. Und dabei stand er am Wochenende noch im Tor. Übel.
 
Mingo schrieb:
Mondknallschlumpf schrieb:
Hana-Bi schrieb:
Mondknallschlumpf schrieb:
Das ist reine Spekulation. Und wenn er dabei an seine Familie gedacht hat, dann hat er irgendwo falsch gedacht...

Dann ist es aber genauso eine Verleumdung ihn als "feige" und "egoistisch" zu bezeichnen.

:kaffee:

Nö, es ist egoistisch. Denn man entflieht den eigenen Problemen und schädigt damit auch noch andere Menschen. In diesem Fall den Zugführer und die eigene Familie.

Es wäre egoistisch wenn es eine bewusste Entscheidung ist, die von einem gesunden Geist getroffen wird.
Es ist aber nicht egoistisch, wenn es eine Konsequenz einer schweren psychischen Krankheit ist, die einen über so rationale Dinge nicht mehr frei entscheiden lässt.

Das spielt für den Zugführer und Enkes Familie aber keine Rolle, am Ende läufts auf dasselbe hinaus. Ergo wirkt es auf Mitmenschen zwangsläufig egoistisch. Wie es für ihn war spielt dann aber auch keine Rolle mehr, denn er ist dann ja eh tot.
 
Mondknallschlumpf schrieb:
Nö, es ist egoistisch. Denn man entflieht den eigenen Problemen und schädigt damit auch noch andere Menschen. In diesem Fall den Zugführer und die eigene Familie.

So macht man es sich aber auch sehr leicht.

Wäre er doch nicht vor seinen Problemen geflohen, hätte er sich doch in Behandlung begeben, hätte er doch mit jemandem darüber gesprochen...

(und was ist wenn er all dies gemacht hat, was ist wenn er es wirklich versucht hat, aber dieser "Zwang" ein Leben führen zu "müssen" ihn immer mehr seelisch zerstört hat?)

Wieso hat er keinen Sinn mehr in seinem Leben gesehen? Das Leben ist doch so wundervoll...

Dieser Egoist. Denkt immer nur an sich. Wählt sogar den Zeitpunkt seines Todes selbst...


Wie gesagt: niemand weiß was in ihm vorgegangen ist, niemand weiß was er alles versucht hat, niemand weiß ob er wirklich alles versucht hat.

Darum halte ich es am Tage seines Todes für unangebracht ihn als "feige" und "egoistisch" zu bezeichnen, auch wenn er vielen Menschen schweren seelischen Schaden zugefügt hat, so hat er sich doch das wichtigste eines Lebens genommen - das Leben.
 
Bin schon ein wenig sprachlos auch wenn ich kein Enke Fan bin. Grade wenn jemand, der in der Öffentlichkeit steht und gefestigt erscheint Selbstmord begeht ist das schockierend und überraschend. Ich würde mit den wilden Spekulationen aber noch abwarten, vielleicht hat er ja nen Abschiedsbrief im Auto etc. hinterlassen.
Befinde mich selber im Moment in der Krise aber vom Freitod bin ich noch weit entfernt, da kann ich mir kaum ausmalen wie dreckig es einem innerlich gehen muss wenn man so etwas tut.
 
Hana-Bi schrieb:
Mondknallschlumpf schrieb:
Nö, es ist egoistisch. Denn man entflieht den eigenen Problemen und schädigt damit auch noch andere Menschen. In diesem Fall den Zugführer und die eigene Familie.

So macht man es sich aber auch sehr leicht.

Wäre er doch nicht vor seinen Problemen geflohen, hätte er sich doch in Behandlung begeben, hätte er doch mit jemandem darüber gesprochen...

(und was ist wenn er all dies gemacht hat, was ist wenn er es wirklich versucht hat, aber dieser "Zwang" ein Leben führen zu "müssen" ihn immer mehr seelisch zerstört hat?)

Wieso hat er keinen Sinn mehr in seinem Leben gesehen? Das Leben ist doch so wundervoll...

Dieser Egoist. Denkt immer nur an sich. Wählt sogar den Zeitpunkt seines Todes selbst...


Wie gesagt: niemand weiß was in ihm vorgegangen ist, niemand weiß was er alles versucht hat, niemand weiß ob er wirklich alles versucht hat.

Darum halte ich es am Tage seines Todes für unangebracht ihn als "feige" und "egoistisch" zu bezeichnen, auch wenn er vielen Menschen schweren seelischen Schaden zugefügt hat, so hat er sich doch das wichtigste eines Lebens genommen - das Leben.
Wenn man im Leben wirklich keinen Sinn mehr sieht, und damit meine ich nicht den Schmerz den sich viele unter dem Wort "Depressionen" vorstellen, sondern wirklich keinen Sinn. Dann sieht man auch nicht den Sinn darin weiter zu kämpfen, dann verliert alles an Bedeutung. Sogar die eigene Familie wird zum Nichts. Wie Hana-Bi schon sagt, warum sollte man dann irgend eine Relevanz im Rest der Welt sehen? Auch Egoismus und Verantwortung versinkt in diesem Nichts. Es ist also eigentlich unmöglich im Vorwürfe zu machen, genauso wie es unmöglich ist mitzufühlen.
Aber ob das jetzt seine Hintergründe sind, oder er sich wirklich einfach nur einem schlechten Gefühl hingegeben hat, kann ja nicht geklärt werden.
 
Im Prinzip gebe ich euch wirklich Recht, nur macht mich die Art des Selbstmordes stutzig...und ich finde daraus kann man auch viel ableiten. Sich vor einen Zug zu werfen....ist imo geplant und erdacht....aber...ach eigentlich ist alles falsch, was man schreibt. Am besten abwarten.
 
The perfect Dark schrieb:
Im Prinzip gebe ich euch wirklich Recht, nur macht mich die Art des Selbstmordes stutzig...und ich finde daraus kann man auch viel ableiten. Sich vor einen Zug zu werfen....ist imo geplant und erdacht....aber...ach eigentlich ist alles falsch, was man schreibt. Am besten abwarten.

Was muss da geplant sein?
 
Hana-Bi schrieb:
Mondknallschlumpf schrieb:
Nö, es ist egoistisch. Denn man entflieht den eigenen Problemen und schädigt damit auch noch andere Menschen. In diesem Fall den Zugführer und die eigene Familie.

So macht man es sich aber auch sehr leicht.

Ich finde eher, dass du dir das sehr leicht machst, indem du das alles mit Begründung seiner etwaigen seelischen Probleme entschuldigst.


Hana-Bi schrieb:
Wieso hat er keinen Sinn mehr in seinem Leben gesehen? Das Leben ist doch so wundervoll...

Dieser Egoist. Denkt immer nur an sich. Wählt sogar den Zeitpunkt seines Todes selbst...

Es geht hauptsächlich darum, wie er sich umgebracht hat, nicht dass er sich umgebracht hat.

Hana-Bi schrieb:
auch wenn er vielen Menschen schweren seelischen Schaden zugefügt hat, so hat er sich doch das wichtigste eines Lebens genommen - das Leben.

Jo, der arme Kerl. Scheiß auf seine Familie und die übrigen Traumatisierten, er hat ja schließlich das größere Opfer gebracht.
 
Überleg doch mal: Er kommt mit dem Auto, stellt es am Bahnhof ab, wartet auf den Zug, geht am Bahnsteig entlang und läuft auf die Schienen. Das ist imo geplant un keine Kurzschlussreaktion. Er muss sich also in seinem Handeln wirklich klar gewesen sein.
 
also den ganzen moralapostel hier möchte ich mal sagen...wenn man sein leben beenden möchte..dann hat man nur sehr sehr wenig möglichkeiten das durchzuführen. (edit: alternativ diesen Absatz in den Amoklauf - warum? Thread übernehmen)

Man kann jemanden beauftragen das zu tun...oder man macht es selbst (was - wie man bei anderen Gelegenheiten sieht) oft am wirksamsten ist.

Klar..alles scheisse für seine Familie und so - aber eben nicht mehr scheisse für ihn selbst. Ich finde Selbstmord ist in ausweglosen Situationen durchaus angebracht. Inwieweit seine Situation tatsächlich ausweglos war, weiss weder ich, noch ihr..aber er wusste es bestimmt.

edit: btw...ich wüsste ohne diesen thread nichtmal wer das war...

Nichts desto trotz: Für alle (un)beteiligten Opfer so einer Aktion ist das natürlich immer schlecht - aber es wäre das letze jemanden Egoismus dafür vorzuwerfen, wenn er sich einfach so umbringt.

Da find ich es deutlich schlimmer wenn einer seinen eigenen Kindern vorher den Schädel einschlägt und es dann nicht mal schafft sich selbst umzubringen.
 
Mondknallschlumpf schrieb:

Wie gesagt: ich will das nicht rechtfertigen (warum auch?) oder schön reden.

Robert Enke hat den Freitod gewählt - unter bislang ungeklärten seelischen Umständen. Ob er nun "feige" oder "egoistisch" gehandelt hat, wird vielleicht die Zeit zeigen, aber ihn gleich zu verurteilen und nicht mal im Ansatz die Hintergründe zu hinterfragen ist halt doch ziemlich einseitig.

:kaffee:

Aber ist ja auch egal, über so etwas sollte man nicht diskutieren (gerade wenn die Sache erst vor ein paar Stunden passiert ist). Ne kaputte Seele kann man nun manchmal nicht mehr kitten...

Und ja er hinterlässt viele traumatisierten Seelen, aber du KANNST doch gar nicht wissen was das für ein Gefühl sein muss mit dem Leben abgeschlossen zu haben, die Augen zu schließen, den einen Schritt auf die Gleise zu machen und stehen bleiben und warten.

Das Leben ein einziger Filmriss. Die Vergangenheit, die Gegenwart, die Zukunft. Der Zug ist der letzte Ausweg. Würdest du im entferntesten an den Zugführer denken? So ein finaler Schritt ist wohl sicherlich das schwierigste und wenn alles gerade über einem zusammenbricht, dann sollte er noch an den Zugführer denken können?

Natürlich ist es für den Zugführer schlimm, natürlich wird er ein Leben lang dran knabbern müssen und das ist bedauerlich.
 
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