Gameswelt vergibt 82% für die PC Version. Xbox Version liegt noch nicht vor:
http://www.gameswelt.de/articles/reviews/6021-Risen/result.html
Mein Fazit zu Risen:
Risen schleppt ein schweres Erbe mit sich herum, denn als uneheliches Kind der Gothic-Reihe muss es sich einigen Erwartungen stellen und sich gegen böse Vorahnungen wehren. Hier gebührt Piranha Bytes ein großes Lob, denn ihr neues Baby ist nahezu frei von Bugs und läuft selbst auf kleinen Systemen vollkommen flüssig und rund. Auch die Spielmechanik kann überzeugen und macht Spaß. Das Kampfsystem ist durchdacht und sehr actionreich, sodass stumpfes Draufknüppeln zum Scheitern verurteilt ist. Hinzu kommt eine tolle Atmosphäre, eine glaubhafte Welt mit lebendiger Vegetation und Entdeckungen an jeder Ecke. Am Ende des Tages macht Risen vieles richtig und wenig falsch. Das, was es falsch macht, ist leider so auffällig, dass man es nicht einfach ignorieren kann. Dass die Technik nicht unbedingt zeitgemäß ist, lässt sich verschmerzen, aber von einem Rollenspiel erwarte ich eine epische Geschichte, die emotional erzählt wird. Ein namenloser Held, den ich am Anfang auch optisch nicht individualisieren kann, ist nur ein Punkt, den man bemängeln kann. Auch im weiteren Verlauf begegne ich einer tollen, lebendigen Welt, deren Handlungshintergrund aber verhältnismäßig blutleer bleibt – das ist eigentlich tabu bei einem Rollenspiel. Trotzdem darf man für Risen guten Gewissens eine Kaufempfehlung aussprechen, denn Umfang und Spaßfaktor stimmen prinzipiell.