Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

REVIEW [Review] Witcher 3: Blood and Wine (spoilerfrei)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Etwa 30 Stunden Spielzeit mit Luft nach oben, Dutzende Secondary Quests, Schatzsuchen, neue Ausrüstung, neue Monster, neue Waffen, neue Charaktere und ein komplett neues Gebiet: CD Project Red hätten Blood and Wine als „The Witcher 4“ verkaufen können und wären damit durchgekommen. Hinsichtlich der grundlegenden Mechaniken und Stärken verweise ich auf mein Review zum Hauptspiel.

http://www.konsolentreff.de/themen/review-the-witcher-3-wild-hunt.24862/

sowie meine Meinung zum ersten AddON

http://www.konsolentreff.de/themen/...cher-3-dlc-und-rise-of-the-tomb-raider.25804/


Im Wein liegt die Wahrheit




Geralt wird von der Herzogin (so zumindest die Übersetzung von duchess, wie sie in der deutschen Vertonung bezeichnet ist, weiß ich nicht) Anna Henrietta eingeladen in ihr Reich von Toussaint, ein Land bekannt für seinen Wein und sonst nicht viel. Ein Monster hat es auf hochrangige Persönlichkeiten abgesehen und Geralt soll dem Töten ein Ende bereiten (naja, dem Töten der Hochrangigen, nicht dem Töten der Monster).



Wie immer ist die Geschichte komplizierter als sie scheint. Schnell entwickelt sich aus dem als einfacher Hexerauftrag gestarteten Unterfangen eine interessante Detektivgeschichte, die Intrigen, die Vergangenheit und die Historie des Herzogtums aufdeckt.



Mir hat die Geschichte hier deutlich besser gefallen als die aus Hearts of Stone. Ich bin ohnehin Fan von Vampiren, aber auch ansonsten fand ich Detlaff und Regis als Charaktere interessanter als alles, was ich in Hearts of Stone gesehen hatte. Insbesondere Regis hätte ich mir schon früher als NPC gewünscht. Seine ruhige, besonnene, fast weise und ebenso poetische, aber dann auch wieder pragmatische Art zu sprechen und zu denken macht jede Szene mit ihm zu einem Highlight. Detlaffs Story ist ebenso tragisch wie aufregend. Selbst eure Beziehung zu Damien, erste Wache der Herzogin und Anna Henrietta wachsen im Laufe der Story.



Ich gehe weiter davon aus, dass zumindest ein Teil des Spielstands übertragen wird,
jedenfalls erhielt ich nach der letzten Quest von Triss, mit der ich am Ende des Hauptspiels zusammen war. Wie es aussieht, wenn man sich für Yennefer entschieden hat, kann ich nicht sicher sagen.



Viel mehr kann dazu nicht mehr geschrieben werden ohne zu spoilern, nur soviel: Es ist brilliant und zieht in den Bann, wie eigentlich alles von CD Project Red.




Erstens kommt es anders...




Dies ist freilich nur die Hauptstory. Blood and Wine bietet die üblichen Nebenquests (Witcher Gear, Hexeraufträge, Straßenkämpfe etc.). Bevor aber Ermüdungserscheinungen auftreten, haben die Entwickler nahezu alle bekannten Missionstypen mit einem Twist versehen, der Geralt zwingt, seine Vorgehensweise etwas abzuändern, nicht selten in höchst amüsanter Art und Weise.



Überhaupt ist trotz der Dunkelheit des Hauptthemas der Humor eine der größten Stärken des AddOns. Zu Beginn sucht ihr ein Tuch eines gewissen Herrn de La Croix, welches mit seinen Initialen versehen ist. Zwei weitere Quests (ich kann nur sagen: Bank, Roach) haben mich zum Pausieren gezwungen, weil ich vor Lachen keine Luft mehr bekommen hatte.



Neben neuem Gear kann Geralt auch seine Mutationen aufleveln durch eine frühe Quest, mit der Option sogar bis zu vier neue Skillslots freizuschalten. Problem hier: Man benötigt relativ viele größere Mutagens. Zwar kann man neue Alchemierezepte lernen, mit denen man aus grünen beispielsweise rote machen, gleichwohl scheiterte ein tieferes Eindringen meinerseits in dieses System einfach an den meiner Meinung nach etwas überhöhten Anforderungen.




Es ist nicht alles Gold, was man lootet




Nicht alle neuen Ideen waren jedoch Gewinner und einige Probleme des Hauptspiels und des Genres konnte auch Blood and Wine nicht lösen.



So ist es einfach etwas ärgerlich, wenn man, allein auf Grund der Tatsache, dass man nunmehr in den mittleren 40er Leveln angekommen ist, simple Schwerter von einfachen Banditen aufnehmen kann, deren Werte die der Hexer-Schwerter, für die man stundenlang gequestet, gegrindet, gelootet und tausende von Gold hingelegt hat, locker-flockig überbieten.



Blood and Wine hat, wie das Hauptspiel und Hearts of Stone mehrere Enden, die
unter anderem von Dialogauswahlen abhängen, von denen meiner Ansicht nach zumindest eine Wahl nicht zwingend intuitiv ist, um nicht zu sagen, irreführend.



Und auch wenn Geralt Hexer ist und es zu seinem Beruf gehört, aber wenn ich nie wieder im Leben in einem auf der Karte durch einen gelben Kreis markierten Areal nach roten Sachen Ausschau halten und dann x drücken muss, bis die nächste Cutszene kommt, dann wäre es noch zu früh.



Einige der neuen insektoiden Gegner haben mich zur Weißglut getrieben und ein Difficultyspike,
der ausschließlich die zweite Phase des Bosskampfes betrifft, in welcher besagter Boss plötzlich Resident Evil zitiert (THIS ISN'T EVIL MY FINAL FORM!!!!!) und Dark Souls Konkurrenz machen will,
hätte mich fast zum Runterdrehen des Schwierigkeitsgrades gezwungen.



Dann sind da die Bugs. Dass die Gegner teils nach dem Ableben in der Luft schweben mag unschön sein, aber nicht störend. Wesentlich nerviger war, dass nach einer bestimmten Quest (das Internet ist voll mit Berichten dazu) der Lock-on weitgehend außer Funktion gesetzt war.




Geralt... komm bald wieder... bald wieder...




Sei es drum. Blood and Wine ist von Anfang bis Ende als Abschiedsgruß und Dankeschön gedacht und diese leicht wehmütige, aber auch glückliche und zufriedene Stimmung merkt man dem Spiel an allen Ecken und Enden an, nicht zuletzt ist die gesamte letzte Szene, die
eigentlich nur ein Zusammensetzen zweier alter Freunde ist, dann aber doch letztlich die offizielle Verabschiedung Geralts und des Entwicklerteams von den Fans und Spielern darstellt, durch Geralts Blick in die Kamera vielleicht etwas zu offensichtlich gemacht.



Geralt hat sich seinen Ruhestand verdient und CD Project Red ihren Platz im Olymp der Industrie neben Naughty Dog.
 
Das Turnier soll dafür sorgen, dass anschließend der Lock on per R3 nicht mehr geht. Nur, wenn man das Turnier durchspielt und sich als Geralt anmeldet.
 
Genau. Nicht essentiell, aber für manchen Fight, insbesonder Bosse, durchaus hilfreich.
Cool. Danke für den tip. Die Kamera bei hektischen fights hat mich immer genervt. Da ist der gegner immer weg und ich seh ihn erst wenn er mich erwischt hat. Da musste ich immer nachjustieren. Vorallem bei dem schnellen Tausendfüßler nervig.
 
Cool. Danke für den tip. Die Kamera bei hektischen fights hat mich immer genervt. Da ist der gegner immer weg und ich seh ihn erst wenn er mich erwischt hat. Da musste ich immer nachjustieren. Vorallem bei dem schnellen Tausendfüßler nervig.
Da hilft der Lockon aber auch nicht, wenn er funktioniert, weil die den deaktivieren können, wenn die abtauchen. Genauso wie die Pflanzen. Gott, wie hab ich diese Typen gehasst.
 
Zurück
Oben