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REVIEW Resident Evil 5 [Review]

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Raszagal schrieb:
Die Enttäucherung bezieht sich darauf, das dieses verdammte Drecksspiel nichts anderes ist als ne Ideenlose Kopie von Resi4 in Afrika anstatt Spanien. Und zwar zu 100%.

Dafür, dass RE4 als das ultragenialste Actionspiel seit Erfindung der Wasserpistole gehypt wurde (nicht nur von den Machern sondern auch von den meisten Spielern), halte ich das zunächst mal nicht für einen sehr gravierenden Kritikpunkt, es sei denn, man empfand schon RE4 als halbgar.

Bart Wux schrieb:
minus der Horror, plus nerviges Flittchen, das einem die Muni klaut.
Als reiner 3rd Person Shooter ist das Spiel ja mal wohl der Bodensatz des Genres. So spielt man anno 2009 keine Shooter. Hey, so hat man noch nie Shooter gespielt....

Schon RE4 bot keinerlei Horror mehr (okay, wer sich bei Nebelschwaden und ein paar Blitzen in die Hose macht, ist da sicher leichter zu beeindrucken, aber sonst...). Da kann man also bei Teil 5 nix abziehen.
Munition hat mir Sheva nie geklaut bzw. hat sie sich nur das genommen, was sie ohnehin von mir bekommen hätte. Das Spiel liefert aber auf dem normalen Schwierigkeitsgrad locker genug Knallerbsen für beide.
Und das mit dem Nervfaktor...tja, das sind wohl einfach unterschiedliche Spielerlebnisse. Keine Ahnung, was diejenigen gemacht haben, die permanent auf das Mädel fluchen. Ich kann mich echt nicht über sie beschweren.
 
RE 4 war immerhin im dunklen Wald mit seinen Schlössern und den Mönchen. Das ist schon deutlich mehr als RE 5. Und spätestens im Kampf gegen Wesker, als die Schlampe das mit dem Raketenwerfer nicht koordiniert bekommen hat, hätte ich die Entwickler prügeln wollen.
 
Na ja, also ehrlich - die Zeit, wo ich mich im dunklen Wald gegruselt habe, ist vorbei. RE4 hat den Spieler ebenso mit Munition zugebaggert wie es RE5 tut. Und solange ich genug Munition habe, um den dritten Weltkrieg anzufangen, grusle ich mich nicht vor ein paar mutierten Bauerntrampeln mit Fackeln und Heugabeln. Schon gar nicht, wenn sie so schön langsam auf mich zukommen. Knapp 1000 getötete Gegner nach Spielende sprechen eine deutliche Sprache. Die einzigen Momente, wo da für mich Spannung aufkam, waren diejenigen, wo man räumlich begrenzt gegen eine Übermacht kämpfte: Dorf am Anfang, Hütte, Lorenfahrt. RE5 bietet da den Marktplatz, die Nummer in der Fabrik oder was das war etc.

Raszagal hat schon Recht, wenn er RE5 als 100%igen Klon von RE4 in einem anderen Setting bezeichnet. Ich hatte im Grunde bei RE5 das gleiche Spielerlebnis wie bei RE4. Und ich kann jetzt auch an dem Setting nix Negatives finden. Aber das ist sicher Geschmackssache.
 
Drar schrieb:
Resi 5 ist einfach grandios :deal:

und wehe MKS oder Oxxy kommen gleich angesprungen :klopf: :grins:

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Zwischen 4 und 5 lagen allerdings auch über vier Jahre. Was vor vier Jahren Game of The Year war, ist doch heute keinen Pfifferling mehr wert. Zumal RE4 immer noch vieles besser macht als 5. Inventarsystem als erstes, kein ZwangsCoop als zweites. Nebenbei: Die Steuerung war auch in RE4 schon scheiße.
 
Resi5 macht so vieles schlechter als Teil 4. Es fehlt der ganze liebevolle Feinschliff, die kleinen Details am Rande, die 4 zu so einer enorm runden Sache gemacht haben, daß man es immer wieder spielen kann. 5 ist da eher der seelenlose, zur Gewinnoptimierung verdonnerte HD-Klon. Capcom hats sicherlich nötig gehabt und Resi mußte dafür halt den Arsch hinhalten. Die HD-Generation kam allen Entwicklern teuer, da ist für künstlerische Freiheit nur noch wenig Platz.


Ich hab damals ein Spieltagebuch geführt, um meine Eindrücke und Gefühle 1:1 festzuhalten. Wers noch nicht gelesen hat:

Resident Evil 5 - Spiel-Tagebuch

Mittwoch, 11 März 2009

Unerwarteter Weise konnte ich das Spiel heute schon in den Händen halten. Eigentlich hatte ich mir schon vor Wochen die UK-LE vorbestellt, doch der örtliche Spiele-Dealer meines Vertrauens hatte die normale US-Version schon heute im Regal liegen. Logisch, daß ich da, als kleiner Resi-Fanboy der allerersten Stunde, nicht widerstehen konnte!

Wie es sich für ein Resident Evil gehört, legt man das Spiel nicht in die Konsole, ehe draussen die Sonne untergegangen ist und Frau und Kind, sofern vorhanden, im Bett liegen. Da meine Zeit zum Spielen aus denkbaren Gründen momentan eher rar ist, hab ich zumindest die fünfzehnminütige Installationszeit bereits im Vorfeld erledigt, damit ich mich nicht Abends über Capcoms Unfähigkeit ärgern muß.

Tja, und dann war's endlich soweit. Resident Evil 5 - live und direkt in meiner Ps3.

Nun, der Einstieg in das Spiel ist schon etwas albern. Nach einer kurzen Einleitung und der Ankunft in irgendeinem verranzten, afrikanischen Kaff, treff ich auch schon auf meine schnuckelige Reiseführerin. Videospieltypisch kriegt man natürlich als allererstes ihren knackigen Arsch präsentiert und danach erst ihr hübsches Gesicht. Das erste gemeinsame Ziel ist es, einen Kerl zu treffen der weiß wie es weitergeht. Auf dem Weg dorthin spielen sich rabiate Szenen in den Straßen ab. Gut, das ist halt so in Afrika, kennt man ja aus den Nachrichten, denk ich so bei mir und genieße die grafische Pracht.
Dieser Kerl ist allerdings schon ziemlich nervös und hat eigentlich nur den Zweck, uns ein bisschen Angst zu machen und uns mit Waffen auszurüsten.
Auf mich wirkte sein Auftritt ein bisschen lächerlich, so als würde ich in dieser Hütte dem Chef einer Geisterbahn gegenüberstehen, der mich versucht auf die Show einzustimmen, die hinter der Tür auf mich wartet. Ein authentischer und glaubwürdiger Einstieg in ein Spiel sieht wahrlich anders aus.
Ist man nämlich erstmal durch diese Tür gegangen, gehts auch schon tutorialmässig los mit der Action. Und eh ich mich versehe, stehe ich auch schon mitten in dem Stadt-Szenario, daß ich bereits aus der Demo gut kenne, während sich meine rabiate Reiseführerin ständig darüber wundert, was hier eigentlich verdammt noch mal los ist!

Ich konnte es schon in der Demo erahnen und meine ersten Spielschritte bestätigten diesen Eindruck: Das größte Problem hab ich nicht mit der trauten Zweisamkeit oder der Steuerung, sondern definitiv mit dem Setting.
Diese kargen, von der Sonne ausgeblichenen Dörfer, mit ihren heruntergekommen und ausgebombten Slumhäusern, das sieht einfach überhaupt nicht nach einem Resident Evil, sondern eher nach einem beliebigen Kriegsshooter aus und gruselig ist es schon gar nicht. Beim Spielen wird mir klar, was Capcoms Anliegen war. Sie wollten diese feindseelige und beängstigende Athmosphäre neu erschaffen, die auch schon im vierten Teil Leon S. Kennedy von den spanischen Dorfbewohnern entgegengebracht wurde, doch so richtig funktioniert das bei mir leider nicht.
Deswegen gefiel mir das Spiel, in den ersten drei Kapiteln, auch immer dann am besten, wenn es mich in Gebäude führte, in die kein Tageslicht mehr drang. Tatsächlich steigt man irgendwann, irgendwo in eine kleine vergitterte Fahrstuhlkabine, die wiederum zu einem langen, dunklen Gang führt, der - unglaublich - auf residenteviltypische Weise an den Wänden gefliest ist. Selten hab ich mich beim Anblick einer Wandfliese so sehr gefreut und mir mehr davon gewünscht!

Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Das dritte Kapitel endet nämlich durchaus mit dem Verweis darauf, daß es fortan eher unter der Erde weitergehen könnte. Ich hoffe es sehr und bin gespannt wie es weitergeht ...​


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Donnerstag, 12 März 2009

Hätte ich das Spiel lieber doch gleich auf "Schwer" spielen sollen? Mir kommt es sehr leicht vor, deutlich einfacher als Resident Evil 4. Ich spiel' es auf "Normal".

Meine gestrigen Hoffnungen wurden leider enttäuscht. Zwar führte meine Reiseführerin mich in eine kleine, aber stockdunkle Mine. Die erhoffte Athmosphäre stellte sich leider trotzdem nicht ein. Die tunnelartige Struktur kam mir gleich bekannt vor. Ähnliches konnte man bereits im Vorgänger sehen, hier jedoch - auf Nextgen-Niveau - wirkt es irgendwie ziemlich leblos und steril (wie auch so vieles andere in dem Spiel). Da ich ja nun mit doppelter Schußkraft in dieser beengten Umgebung unterwegs ist und man hier die Gegnerzahl nicht einfach verdoppeln kann, haben die Entwickler zu einem überraschenden Trick gegriffen, den man als erfahrener Spieler alternativ auch als kleine Verarschung am Rande begreifen darf. In der Mine ist es nämlich sowas von duster, daß einer der beiden Helden eine Lampe tragen muß. Und die ist gleich ein paar Nummern größer ausgefallen, sodaß beide Hände dafür benötigt werden, um sie durch die Gegend zu schleppen. Deswegen kann auch nur einer die Verseuchten abknallen, die sich in den düsteren Ecken heimlich versteckt haben, weil sie wohl schon ahnten, daß wir gleich vorbeikommen. Kann das Online wirklich Spaß machen? Ich hab's noch nicht probiert. Glücklicherweiser ist es kein besonders langer Abschnitt.

Drei Abschnitte habe ich wieder gespielt, wovon einer vollkommen auf cineastische Nonstop-Action getrimmt war. Das hat schon Laune gemacht, aber auch hier halt nicht mal annähernd so etwas wie Horror- oder Gruselstimmung. Panik kam nicht mal auf, als ich auf den afrikanischen Verwandten eines riesenhaften Bekannten aus Resi4 stieß. Aber Spaß hats trotzdem gemacht, ihm die Tentakelmonster vom Körper zu ballern.

Im letzten Abschnitt erbarmte sich die Sonne Afrikas und verzog sich hinter ein paar dicke, graue Wolken. Tja, und wer hätte das gedacht, aber kaum ist die Sonne weg, da wirkt das Licht und die Farbgebung Afrikas genauso aus wie die in Spanien, nur daß die primitiven Hütten hier halt Stroh auf den Dächern haben.
Mal im Ernst: Verdammt viele Details erinnern noch an Resident Evil 4. Das fängt schon bei den Fässern an, die überall rumstehen, oder auch ganz banal bei den Holzlatten, aus denen Hütten oder Stege zusammen gebaut worden sind. Genauso ist das ganze Kampfsystem, bis auf ein paar Nahkampf-Moves, übernommen worden und auch beim Verhalten und bei den Animationen der Gegner hat Capcom nicht mehr viel verbessert. Ganz allgemein ähnelt der gesamte Spielablauf, auf eine etwas uninspirierte Art und Weise, an den in Resident Evil 4.

Das weckt automatisch Erinnerungen an eines der besten Games der letzten Generation und dann fallen mir die vielen kleinen Dinge auf, die im fünften Teil fehlen.
Wo ist z.B. der Händler, der mich mit einem freundlichen "Hello Stranger" begrüßt? Kaufen und aufleveln kann ich wie gewohnt, im Menü, aber das halt ganz kalt und unpersönlich.
Ebenso fehlen die Schreibmaschinen zu Abspeichern. Das kleine Ritual wurde wegrationalisiert und passiert nun automatisch im Hintergrund. Is natürlich komfortabler, aber war Resident Evil je ein komfortables Spiel? Oder hat es nicht von je her durch eben solche stillistischen Einlagen seine Persönlichkeit definiert?
Auch die nette Idee der Inventarkoffer ist der Athmosphäre-Schere zum Opfer gefallen. Bisher hab ich neun Itemplätze pro Spielfigur und die reichen auch völlig aus. Den Rest kann man in den Menüpausen in einer großen Reservekiste verstauen, die man im Spiel aber nie zu Gesicht bekommt.

Was mir ganz besonders fehlt, ist der gewohnt hohe Gore-Faktor, den Teil 4 noch hemmungslos ausgelebt hat. Irgendwie haut's hier einfach nicht hin. Gestern wurde ich einmal mit der Kettensäge geköpft, vermute ich zumindest, die Kamera schwenkte nach unten, von der Tat war auf dem Bildschirm nichts zu sehen. So nette Kopfschüße wie in 4 hab ich bisher auch nicht hinbekommen. Wenn mir welche glücken, dann kommt auch schon im Bruchteil einer Sekunde so ein parasitäerer Tentakel herausgeploppt.
Körpertreffer auf Gegner werden im Grunde nur durch eine blutspritzende Animation kenntlich gemacht, was natürlich besonders dann albern aussieht, wenn die Jungs kein Hemd anhaben. Aber auch das Blut an sich sieht irgendwie, wie soll ich sagen, falsch aus. Das kommt ungefähr so glaubwürdig rüber wie CGI-Blut in 'nem Realfilm. Schwer zu erklären, aber das wirkte in Resi4 vielleicht nicht unbedingt realistischer, aber im Gesamtbild doch homogener.

Tja, das klingt jetzt vielleicht alles recht negativ, aber so schlimm war's beim Spielen eigentlich nicht. Aber halt auch lange nicht so toll, wie man sich das vorstellt, wenn man nach über 4 Jahren den Nachfolger seines Lieblingsspiels in den Händen hält. Leider. Hoffentlich wird's noch irgendwann besser ...​

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Freitag, 13 März 2009

Es wird, es wird! Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob es an mir oder an dem Spiel liegt, aber meine heutige Spielsession war eindeutig die bisher beste. Vielleicht hab ich mich nun einfach damit abgefunden, daß die Grundathmosphäre hier einfach nicht die ist, die ich beim Vorgänger so abgöttisch geliebt habe. Resident Evil 4, das war für mich ein modernes Horrormärchen im virtuellen Geisterbahnkostüm. Es war einmal ein Mann, der ging mit einer Pistole in die trostlosen Wälder Europas. Dort suchte er nach der Tochter des amerikanischen Präsidenten und ganz nebenbei deckte er auf dieser Suche die wahnsinnigen Welteroberungspläne einer Zombie-Sekte auf.
Die Grundzutaten sind in Teil 5 eigentlich ähnlich und doch ist die Athmosphäre eine ganz andere. Neben Chris sind auch noch andere Spezialeinheiten unterwegs, die gegen die obligatorische Vernichtung der Welt ankämpfen und ihm Unterstützung bieten. Dieser Umstand wird allein schon durch Sheenas permanente Anwesendheit verkörpert. Verlassen, in einer surrealen Welt des Horrors, fühlt man sich hier niemals. Man hat eher das Gefühl, man ist Teil eines globalen Wettrennens.

Nichtsdestotrotz hatte ich heute Abend meinen Spaß mit dem Spiel. Wieder habe ich drei Abschnitte gespielt, von denen einer wieder sehr kurzweilig auf adrenalingeschwängerte Action getrimmt war und mit einem sensationellen Bosskampf endete, der mir allein schon wegen der genialen Grafik die Freudentränen in die Augen trieb.
Anschliessend gings dann endlich mal rein in eine größere Höhle, in der die Athmosphäre überraschenderweise ein wenig Uncharted-like rüberkam. Ungewöhnlich, aber dennoch sehr hübsch anzusehen und mich milde stimmend. So kann es weitergehen ...​

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Samstag, 14. März 2009

Ein Abend, drei Abschnitte - das alte Spiel.
Mittlerweile hab ich meinen Frieden mit dem Spiel gemacht. Ich hab gelernt loszulassen und es so zu nehmen wie es nun mal ist. Jetzt sehe ich die Dinge klarer und mit freiem Blick. Und was ich sehe ist gar nicht mal so übel. Von schnöden Afrika ist glücklicherweise nix mehr zu sehen, ich schnetzel mich mittlerweile tief unter der Erde durch das unvermeidliche Resident-Evil-Forschunglabor, mit jeder Menge altbekannter und neuer Monsterzüchtungen. Wenigstens das haben sie uns gelassen!
Grafisch legt das Spiel in diesen Abschnitten noch mal einige Schippen drauf, mein lieber Scholli! Angst oder Panik kommt in dem fabrikartigen Gebäude zwar trotzdem nicht auf, aber wer braucht das schon? Das richtige Leben in der heutigen Zeit ist schon angsterfüllend und gruselig genug, da will doch niemand auch noch zum Feierabend 'ne virtuelle Gänsehaut serviert bekommen.

So laaaangsam (immerhin sind nur noch 4 Abschnitte übrig) kommt nun auch die Story in Fahrt, die in der ersten Hälfte des Spiels vor allem durch Abwesendheit gelänzt hat. Allerdings, man kann es schon jetzt erahnen, sie ist im Grunde in vier Sätzen erzählt und könnte trivialer nicht sein. Dagegen ist selbst das etwas dünne Storygerüst aus Teil 4 noch ein episches Meisterwerk.
Mist, eigentlich hatte ich mir vorgenommen, keine Vergleiche mehr anzustellen. Resi 5 ist halt Resi 5 und nicht Resi 4. Ja, ja ich hab's jetzt auch verstanden!

Ach ja, ich freu' mich schon ziemlich auf den Coop-Modus. Nix gegen Shenas künstliche Intelligenz, meistens denkt sie schon ganz gut mit, muß man wirklich mal lobend erwähnen. Dennoch wirkt sie manchmal ein bisschen unpersönlich und auf nem härteren Schwierigkeitsgrad braucht man sicherlich ab und an schon mal ein bisschen menschliche Motivationhilfe. Da erhoffe ich mir noch einiges an Potential ...​

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Sonntag, 15 März 2009

Wie erklärt man die folgende Albernheit, ohne massiv zu Spoilern?
Ich versuchs mal so:
Chris(-mit-dem-Stock-im-Arsch-) Redfield, der dick in Muskeln eingepackte Superheld mit dem verkrampften und niemals zu einem Lächeln aufgelegten Gesichtsausdruck, hat lediglich ein einziges Ziel vor Augen. Das verfolgt er dafür aber so stur und zielstrebig wie ein Gaul die Möhre, die man ihm vor den Kopf gebunden hat. Niemand kann ihn aufhalten.
Dann der große Moment! Er erreicht sein Ziel, er reißt sich dafür den Arsch auf und es kommt zum dramatischen Finale.
Und was macht Chris?
Er guckt wie gewohnt dämlich-finster aus der Wäsche, hat nichts großartiges zu sagen und verschwindet durch die obligatorische Tür, hinter der bereits die Welt wartet, die es zu retten gilt. So ist er halt, der Chris.

Gewundert hat mich das jetzt nicht unbedingt, nachdem ich bereits so lange mit ihm unterwegs war. Viel merkwürdiger fand ich es dagegen, daß dieses erwähnte Ziel von den Entwickeln so schnell abgehakt wurde. Ich denke, das ist mit ein Nachteil, wenn man sich mit seinem Spiel so stark dem Coop-Modus unterwirft. Da muß zwangsläufig jeglicher Storyballast auf ein Minimum abgespeckt werden.So kommt es dann zu solchen ungebührenden Auftritten ehemaliger Resident Evil-Helden. Aber vielleicht wird ja noch etwas nachgereicht, in den letzten drei Kapiteln, die mir noch bevorstehen.​

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Sonntag, 22. März 2009

Nun hat mich auch ein Virus erwischt. Zwar nur ein grippaler und nicht der Progenitor, aber es hat gereicht, um mich fast ne Woche von dem Spiel fernzuhalten. Es war aber nicht nur der Virus allein. Bei meiner letzten Session hatte ich am Ende noch mal kurz geschmult, wie das Spiel denn nun weitergehen wird. Dieser kurze Blick beinhaltete für mich eine große Enttäuschung. Darf ich das hier so einfach verraten? Ich denke schon, denn es ist letztlich alles andere als ein großer Knaller und es vorher zu wissen, könnte sogar die Enttäuschung etwas mildern. Das Finale des Spiel scheint nämlich auf nem großen, öden Tanker zu spielen. Ja genau, so ein langweiliges Ding aus jeder Menge trüben Metall und haufenweise Container als Fracht. Ja Container, diese hochspannenden Levelbausteine von der Spieldesignerstange, mir der selbst unfähige Levelkonstrukteure ruckzuck ein paar Gänge zusammengeschustern können. Naja, sieht auf jedefnall alles recht trostlos aus, wie ich finde.

Nun hab ich mich mittlerweile durch die Containergänge gemetzelt und den gewohnt spektakulären Tentakel-Boss gekillt. Jetzt geht es zum Endboss! Sollte es eigentlich, doch ich hab kapituliert. Entgegen des bisher relativ leichten Schwierigkeitsgrades, stellte sich mir nun ein buntes Best-Of-Sammelsurium sämtlicher Gegentypen in den Weg, die das Spiel bisher hervorgebracht hat. Die nervigsten davon natürlich gleich im Doppelpack. So 'ne uninspirierte Scheiße liebe ich ja!!! :motz:

Nach sechs misslungenen Versuchen hab ich die Konsole ausgemacht. Wohlwissend, daß der Endkampf natürlich auch einige Leben und Zeit kosten wird. Heute Abend hab ich weder die Nerven, noch die Lust auf diese Nummer. Vielleicht siehts morgen anders aus ...:kaffee:

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Montag, 23. März 2009

Habs endlich hinter mich gebracht. Und ja, auch ich bin auf den ultimativen Fake-Boss Endkampf reingefallen und hab meine gesamte Munition (und das war ne ganze Menge) auf den W******* verschossen, bis es im wahrsten Sinne des Wortes *klick* gemacht hat. Meine knackarschige Fremdenführerin war im Finale ohnehin nicht zu gebrauchen und stand nur dämlich im Weg rum. Jedenfalls, der versprochene Super-Endboss-Showdown war es nicht gewesen. Für Resident Evil-Verhältnisse war er ziemlich lang und etwas anstrengend, wenn man nicht sofort schnallt, was man zutun hat.

Was mir am Ende fehlte, war die obligatorische Gesamtstatistik. Oder kann man die anderswo noch nachschlagen? Ich hab bisher keine gefunden. Merkwürdig.

Tja, und was mir am Ende noch fehlte, war so ziemlich alles, was ich an Resident Evil einmal gemocht habe. Das Ende hinterlässt bei mir defintiv einen faden Nachgeschmack. Wenn ich sarkastisch wäre, würde ich jetzt sagen, daß es sicherlich kein Zufall ist, wenn das meiste Lob auf dieses Spiel aus der Xbox-Community kommt. In meinen Augen ist dieses Resident Evil komplett auf diese krieg- und kampfbetonte Klientel zugeschnitten. Es ist ein reines Action-Game, es ist komplett aufs Onlinegameing zugeschnitten, es ist vollkommen geradlinig und man kann es getrost als virtuelles Fastfoodprodukt bezeichnen, ohne besonderen spielerischen Tiefgang, aber dafür mit jeder Menge künstlicher Geschmacksverstärker mit viel Peng, Puff und Krach. Das dieses Spiel ein japanisches ist und keines dieser amerikanischen Action-Blockbuster, erkennt man lediglich noch ein bisschen am Grafikdesign und vielleicht noch an der etwas eigenwilligen Steuerung.
Wenn ich so darüber nachdenke, hat mir Resident Evil Umbrella Chronicles auf der Wii ein befrriedigenderes Spielerlebnis geboten. Ich bin mir nicht sicher, ob ich Teil 5 wirklich noch einmal komplett durchspielen werde. Ich werds auf jedenfall versuchen. Ich bin mir aber jetzt schon darüber im Klaren, daß ich Teil 4 auf jedenfall noch einmal spielen muß. Allein schon um die frustrierende Erinnerung an seinen charakter- und seelenlosen Nachfolger ein Stück weit vergessen zu können.​
 
Bart Wux schrieb:
Zumal RE4 immer noch vieles besser macht als 5. Inventarsystem als erstes, kein ZwangsCoop als zweites.

Soweit ich mich entsinne, musste man bei RE4 immer noch über das Menü ins Inventar wechseln. Ganz großes Kino mitten im Gefecht, wenn man mit taktischem Waffenwechsel arbeiten wollte. Kein Quickinventory und nix. Da ist RE5 um einiges besser. Man muss sich die Sachen nur ordentlich legen. Und das gilt auch nur für einen selbst, denn Sheva kann ja 'eh in Nullzeit auf alles zugreifen, was sie mit sich trägt. Man muss auch nicht mehr rumpuzzlen, und ewig die verschieden großen Items umsortieren, damit man ein neues Item aufnehmen kann.

Und der Zwangscoop...ich sag nur "Präsidententochter". Die 5 Minuten mit der waren nerviger als die 15 Stunden mit Sheva und das will einiges heißen.

@ Urgs

RE4 ist bei mir etwas her. Was waren denn da die vielen kleinen Sachen, die bei RE5 deiner Ansicht nach fehlen? :?
 
Lieber geh ich über ein Menü ins Inventar, als so eines wie im 5er zu haben. Allgemein wirkt die Steuerung in Teil 4 sogar heute noch runder, was aber auch vielleicht am Game Cube Controller liegt.
Die Präsidententochter war (trotz gegenteiliger Befürchtung) nicht sonderlich nervig. Kurz in die Kiste gepackt und weiter gehts.
 
Glod schrieb:
Witzig. Jetzt ist ewig langer Waffenwechsel übers Menü in einem schnellen Actiontitel schon besser als ein schneller Zugriff via Digipad.

Das ist nicht "jetzt" so, das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. :grins:
Wir können uns darüber einigen, dass Resident Evil rein vom Gameplay her noch nie wirklich gut war.
 
Frank schrieb:
Die Präsidententochter war (trotz gegenteiliger Befürchtung) nicht sonderlich nervig. Kurz in die Kiste gepackt und weiter gehts.

Dafür würd' ich der Sheva lieber AN die Kiste packen wollen als der ollen Göre.
Ne du, hilflose und quengelnde Individuen zu eskortieren brauch ich nicht noch einmal...
 
Glod schrieb:
Und keiner kann's begründen, der nicht auch RE4 seinerzeit zur Enttäuschung des Jahres gekürt hat. :deal:

Nur weil du das nicht akzeptieren willst, bedeutet das noch lange nicht, dass man es nicht begründen kann ;). Die Atmosphäre bei Resi 4 WAR besser. Allein die Stelle mit dem Gewitter hatte ne bessere Atmo als das komplette Resident Evil 5. Die Steuerung ist aufgrund der schnelleren und zahlreicheren Gegner noch schlechter geeignet als damals bei Resi 4 + man kennt heute die Dead Space Steuerung, das machts nur noch schlimmer. Und zu guter Letzt kann Sheva einem das Spiel versauen, wenn man das Pecht hat, dass sie bei den Endgegnern dauernd draufgeht.
 
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