Man kann es sich ein wenig wie Minecraft in 2D vorstellen, allerdings hat Terraria einen stärkeren Fokus auf Entdecken und Action, da Tag und Nacht Viechzeugs herumrennt und euch an die Wäsche will. Tagsüber begegnet man hauptsächlich Slimes, welche von nervig bis leicht gefährlich gehen und von denen man Geld und eben Schleim erbeutet, welchen man später zu Tränken verarbeiten kann. Baulich geht es ähnlich wie im großen Cousin vorran, wobei das graben etwas fitzelig ist zu Beginn, da die Blöcke kleiner sind als bei Minecraft. Man beginnt direkt mit Basis-Spitzhacke und Axt und Werkzeuge nutzen sich auch nicht ab durch die Arbeit. Da man hier keine dritte Dimension hat, kann man seinen Bauten eine Rückwand zimmern, was den Effekt hat, daß im Bauwerk keine Gegner mehr spawnen.
Ansonsten könnte man ähnlich wie bei MC vorgehen, buddeln, abbauen, immer größeren Kram bauen, aber bauen ist nicht so richtig der Fokus hier. Man kann zwar genauso vielfältig Klötze stapeln wie gewohnt (nur eben mit einer Dimension weniger), und allerlei Krams craften mit Werkbank, Feuerstelle, Amboss und Alchemietisch aber es gibt so viele Höhlen (echte Höhlen mit Loot und Gegnern) in der Landschaft, mindestens 2 Dungeons, es gibt Bosse, beschwörbare Supergegner, Lavawelten, Wüsten, geheime Dschungelhöhlen tief unter der Erde, Knarren, Bögen, Zaubersprüche, Morgensterne, Enterhaken, Schnorchel, etc, etc. Was die Menge der verfügbaren und vor allem benutzbaren Items angeht, hat das Ding hier die Nase vorn. Allgemein geht es auch viel rabiater zu, es gibt mehr Gegner in Anzahl und Frequenz. Hin und wieder gibt es Blutmondnächte, dann halten die Zombies keine Türen mehr auf und sie brechen einfach bei euch ein und das nicht zu knapp.
Der Tod in Terraria ist allerdings ebenso lasch wie bei MC, man verliert hier nichtmal sein Inventar, nur Geld. Wozu Geld? Für die NPC, die man anlocken kann, je nachdem, welche Vorraussetzungen man erfüllt, trudeln im Laufe der Zeit Krämer und Waffenhändler ein, sofern ihr ihnen ein schönes Zimmerchen einrichtet.
Das soll erstmal genügen denke ich. Nach den ersten paar Stündchen macht Terraria auf mich einen sehr feinen Eindruck. Gut, man muss mit der Optik klar kommen, aber das war bei Minecraft nicht anders. Es ist weniger immersive durch die Perspektive und es kommt nicht so sehr das gemütliche Unter-der-Erde-Feeling auf dadurch, dafür verkloppt man aber auch permanent irgendwelche Viecher und kommt sich mehr wie ein Entdecker vor in einer Welt die nicht komplett leer ist wie bei MC (ja, da sind auch Viecher, aber die Welt vermittelt da einen unberührteren Eindruck, was auch seinen Reiz hat, aber eben anders ist).
Ich sage: Als MC-Freund mit 10€ in der Tasche kann man da nicht besonders viel falsch machen.