Urgs schrieb:Für immer Kind
Schöner Text über sein Können im Verhältnis zu anderen Legenden und zum Schaffen heutiger Pop-Künstler.
Guter Artikel, der ins Schwarze trifft.
Ich frage mich seit einer Woche, wer in Jackson's Fußstapfen treten könnte, was sein Engagement in Verbindung mit seiner Musik angeht. Mir fällt kein Name ein.
Die letzten Großen Überbleibsel sind Madonna, U2 und eventuell Kylie Minogue, die MJ jedoch nicht annähernd das Wasser reichen können (auch wenn MJ die letzten Jahre "ruhig" war, reicht sein Einsatz doch bis ins Heute hinein).
Skandale und Marotten hin oder her (teils berechtigt vorgeworfen, teils nicht), er hat bewegt und berührt. Er ließ kaum jemanden kalt. Er hatte vielleicht naive Visionen von einer besseren Welt, aber er hatte zumindest welche.
Und musikalisch ? Hör uff. Da ist im Pop-Bereich schon lange Schicht im Schacht. Mit den 80ern geht auch die Seele der Musik verloren. Was heute die Charts dominiert, ist so kalt, so seelenlos, so unmelodiös. Gut, ich bin aus dieser 80er-Generation und daher wohl nicht objektiv genug.....
Die 80er sind schon länger "tot", aber MJ's Weggang ist quasi der letzte Beweis dafür (er war halt immer irgendwie da).
Erwachsen werden ist hart, ja. Und ich denke, sein Tod hat mich dem ein bischen näher gebracht, leider (ich weiß übrigens nicht exakt, was "erwachsen werden" bedeutet).
Ich denke, es wird in nächster Zukunft noch näher "einschlagen", was unsere "80er-Begleiter" betrifft (jeder hat ja so seine Favoriten, die ihm besonders am Herzen liegen). Dass es quasi mit dem Größten begonnen hat, ist natürlich ein Hammer, ein satter Schlag in die Magengrube.


