Auch wenn ich an der ein oder anderen Stelle fluchen musste, fande ich beide Titel, speziell aber Last Light, einfach grandios. Vor allem die Atmosphäre es mir angetan, nicht nur wegen den vielen glaubwürdigen Details in der Spielwelt, sondern wie auch immer wieder Stimmung wechselt. In den bewohnten U-Bahn-Stationen ist es mal düster-deprimierend, dann in den verlassenen Stationen schaurig und teilweise auch gruselig, während auf der Oberfläche beim Kampf ums Überleben Panik herrscht und abseits davon Melancholie. Zurück in der Untergrund-Zivilisation angekommen überwiegt dann schließlich das schöne Gefühl von Sicherheit. Das Setting hätte den Entwicklern gar nicht besser gelingen können. Einfach geil.
Und das Gameplay? Bis auf die bei Monstern nicht immer nachvollziehbare Trefferabfrage kann ich eigentlich nicht meckern. Die Trefferanimation geben ein gutes Feedback, die Waffen sind klasse modelliert und passen zum Setting, dazu sehen auch die Ladeanimation totschick aus und hören sich toll an. Einige Waffen muss man auch noch schön nachpumpen, was ihnen mehr Authentizität verleiht. Schleichen ist einfach gemacht, manche würde sagen zu einfach, aber mir hat es gereicht. In so einer Metro gibt es nun mal die besten Verstecke und letzten Endes habe ich lieber geballert ...zumindest im ersten Durchgang. Weitere Durchgänge, die auf jeden Fall fest eingeplant sind, könnten etwas anders aussehen.
Für den Survival-Aspekt wurde ebenefalls viel getan. Vor allem an der Oberläche muss man viele Sache achten: knappe Munition, Sicht freiwischen (was ziemlich cool aussieht), Atem-Maske darf nicht zu stark beschädigen, Luft-Filter wechseln, Lampe aufladen etc.. Und dann noch von Gegnern umzingelt werden... Da haben sich die Entwickler natürlich designtechnisch auf Messers Schneide bewegt, aber da es bei mir meistens gerade so gereicht hat und ich eher selten gestorben bin (auf Überlebender-Normal), kann ich behaupten, dass ihnen das Kunststück gelungen ist, den Survival-Apekt auszureizen, ohne aber den Spieler zu arg zu frustrieren.
Ich könnte jetzt noch mehr schreiben, warum mich die Metro-Spiele so beigeistern, obwohl sie natürlich nicht perfekt sind. Zum Beispiel ist Artjom im Spielablauf leider stumm, der russische Akzent nervt und macht eigentlich auch keinen Sinn, die Trefferabfrage ist wie gesagt nicht immer einwandfrei und Glitches kommen doch recht häufig vor etc.
Aber das ist alles nichts, was mich von meiner Begeisterung abhält. Setting, Atmosphäre, Technik und Gameplay (mit einigen Abstrichen) sind dafür einfach zu gut. Die 40€ waren auf jeden Fall bestens invesiert, da können sich andere Hersteller gern ein Beispiel dran nehmen, wenn sie schon Remakes machen.