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REVIEW Metal Gear Solid 5: Ground Zeroes

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Dow Jones

ASCEND TO ULTRA
Metal Gear Solid 5: Ground Zeroes

Snake01.jpg



Prolog

Tja, der rückgratlose Gamer. Diesmal war ich auch mit dabei. Was habe ich geflucht, dass man für dieses Spiel, welches in der Hauptmission gerade mal 2h geht, für 40€ in den Laden stellt? Schnell hat man reagiert, aber 30€ sind in der öffentlichen Wahrnehmung immer noch zu viel für dieses Stück Software. Und das, obwohl MGS, einer der beliebteren Serien auf der Playstation, in die nächste Gen startet. Lohnt sich der Shit jetzt?


Laber mich nicht voll, was krieg ich wirklich für meine Kohle?

Ich biete hier mal eine Abkürzung an für die Leser, die nur an der Geschichte interessiert sind. Die bekommen nämlich wirklich nur 2h. Geile Cutscene am Start, die Mission und eine Cutscene am Ende. Das ist der Umfang der Ground Zeroes Mission. Diese spielt auf einer halben Battlefield 4 Map. Es gibt einen Gegnertypus mit verschiedenen Skis, verschiedenen Waffen und 2-3 Fahrzeuge sind auf der Karte verstreut. Dafür sind 30€ einfach zu viel. Da gibt es auch keine zwei Meinungen.

Wer aber nicht nur an der Hauptstory interessiert ist, sondern noch andere Gründe will über die Karte zu rennen, der bekommt noch 6 weitere Missionen. Obwohl diese meist darin bestehen, dass Big Boss Informationen beschafft, muss man sich auf viele verschiedene Arten im Infiltrieren üben. Doch auch das ist noch kein gutes Preis Leistungsverhältnis...

Wie sieht es mit denen aus, die gerne Trophäen oder Achievements sammeln? Hier kommen wir langsam in die Gewinnzone. Die optionalen Missionsziele und die anderen Schwierigkeitsgrade verlangt einem schon etliches ab, um die S-Ränke einzusammeln. Auch das Gegnermarkieren, welches man für eine Trophy braucht, ist nicht ohne und dauert Stunden.

Was ist mit Leuten, die gerne andere Missionen spielen, an Trophies interessiert sind UND ABSOLUTE MGS FANS SIND? Die, so würde ich sagen, können es sich wirklich überlegen, ob das Spiel nicht doch etwas für sie ist. Denn es bietet hervorragende Grafik, tolles neues Gameplay und MGS-Feeling ohne Ende. Natürlich sollte man aber wissen, wer die Charaktere sind. Snake kriegen die meisten ja gerade noch so hin, aber was ist mit Miller? Paz und Chico? Amanda? Die Mother Base? Die Infos muss man schon drauf haben, um die ganzen Storyschnipsel mitzubekommen und irgendwie für Phantom Pain nutzbar zu machen. Es gibt nämlich noch Kassetten zum Sammeln und die tragen gehörig dazu bei. Ausleihen sollte man sich das Teil dann mindestens.

Grafik

Wie schon kurz angedeutet. Die Grafik von dem Titel ist ohne Makel. Snake sah noch nie so gut aus. Und noch nie hat die Umgebung so klar auf ihm reflektiert. Seine Bewegungen sind natürlich auch alle smooth. Framerate ist TOP, Auflösung auch. Allerdings nur auf der PS4. Da dies im Moment nicht weiter überrascht, werde ich auf die Auflösung auch nicht weiter eingehen. Das Spiel ist einfach knackscharf. Die Beleuchtung weiß auch zu gefallen und wechselt von hochstehender Sonne, bis zum Abendlicht oder halt Scheinwerfer, da Nacht. Lensflare wird hier wieder ausgespielt, ich rollte ein wenig mit den Augen, aber so ist es eben im Moment. Es liegt halt im Trend. Die Umgebung ist sehr detailliert, von Schildern, Kisten, Abhängen - überall kann man sich verstecken und die Basis, also die Map, ist wirklich sehr glaubwürdig - muss auch so sein, denn das Spiel ist ja jetzt Open World.
Die Fox Engine hinterlässt einen guten Eindruck, auch wenn die Grafik in keinem Bereich Referenz sein wird, aber in der Kombination sehr ansehnlich.

Gameplay

Open World....funktioniert in MGS echt gut. Das liegt zum Teil daran, dass sich das Gameplay nicht groß verändert hat, um in Open World zu funktionieren. Es wurde aber passgenau verbessert. Das Radar, was für kleine Räume funktioniert hat, mit Sichtkegel, ist Geschichte. Je nach Alarmzustand und Witterung sehen die Wachen jetzt unterschiedlich weit. Wachen, die Scheinwerfer bedienen oder erhöhte Positionen haben, schlagen schneller Alarm. Das Spiel lässt einem die Wahl, ob man den Reflex-Modi ausschaltet. Das ist eine Option, wo das Spiel in Zeitlupe wechselt, wenn man entdeckt worden ist, damit man noch reagieren kann, bevor Alarm ausgelöst wird. Ich habe das ziemlich schnell abgeschaltet...Aber ich bin halt auch cool.

Ansonsten wird das Spiel nicht mehr durch Ladesceens unterbrochen und läuft einfach durch. Das macht es auch spannender Fallen zu legen oder mit dem Sniper ein paar Wachen auszuschalten. Der Gegner kann jetzt auch mit Fahrzeugen operieren und alles in allem wird das Spiel dadurch größer und flüssiger. Auch hier bin ich gespannt, was Phantom Pain bieten wird.

Snake kann so ziemlich das, was er früher auch noch konnte. Die Steuerung ist auch ähnlich, so hat man als Fan auch kaum Umstellungen zu fürchten. MGS in Open World? Ja, bitte! Selten so ein geiles MGS gespielt, wie Ground Zeroes, was das Gameplay angeht. Ich finde auch nicht, dass sich MGS: Ground Zeroes wie Peace Walker spielt, auch wenn es hier eben Missionen gibt, die mit Rängen abgeschlossen werden. Aber auch hier wird man für den endgültigen Beweis noch auf Phantom Pain warten müssen.

MGS-Faktor

Hier die Checkliste für ein geiles MGS-Game:

Cutscenes? Check!
Big Boss/Snake? Check!
Stealthgameplay? Check!
Einflechtung in reale Ereignisse? Check!
Hintergrundgeschichte? Check!
Überdrehte WTF-Ereignisse? Check!
"Codec-Gespräche"? Check!

Als kleines Schmankerl gibt es noch die Deja Vu Missionen, in der man Szenen aus MGS1 nachstellt. Das macht Spaß und darum gehts ja schließlich auch.


Ob man sich das Spiel kauft oder nicht, ist stark vom Spieler abhängig. Es ist auf Grund der kurzen Hauptmission kein Must-Have. Es ist auch kein 10/10 Spiel. Ich würde wegen der kurzen Spielzeit zwei Punkte abziehen. Zusätzlich ist das Spiel nur für Fans interessant. Alle anderen verstehen nämlich genau 0.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hab für deine Rezension fast länger gebraucht als für das Spiel selbst.
Ist ganz ok, die Demo, aber das Open World-Konzept und die Selbstbeschäftigungs-Therapie wollen mir in einem MGS nach wie vor nicht munden.
 
Hab für deine Rezension fast länger gebraucht als für das Spiel selbst.
Ist ganz ok, die Demo, aber das Open World-Konzept und die Selbstbeschäftigungs-Therapie wollen mir in einem MGS nach wie vor nicht munden.

Was hast du denn im Detail genau gegen das OW-Konzept? Was wäre hier die Kritik? Ich frage so dämlich, weil mir nicht viel einfällt, was man da kritisieren könnte.
 
Hab das bereits im entsprechenden Thread geschrieben, falls also Interesse besteht:
http://www.konsolentreff.net/themen...-the-phantom-pain.15755/seite-71#post-2707639

K, danke. Aber ich denke, dass sich deine Kritik im Hauptspiel in Luft auflösen wird. Schließlich hatte die Hauptmission auch nur zwei Unterziele. Und das war imo auch okay so. Ich gehe mal davon aus, dass sich die Maps noch wesentlich größer darstellen und man nicht nur eine Basis hat. Aber ich werde das einfach für dich testen.
 
Ich bin wieder eher optimistisch gestimmt, denn zu dem Zeitpunkt der beiden Postings war ich noch nicht durch mit dem Prolog. Am Ende steht und fällt ein MGS eben mit der Inszenierung und wenn Hide eines kann, dann eben genau das. Und letztlich wird man sich als Spieler auch bestimmt nur auf das wesentliche, nämlich die Story, konzentrieren dürfen/können.
 
Ein Review über ein Stück audiovisuelle Kunst um den Kaufpreis herum und ein Preis/Leistungsverhältnis aufzubauen, finde ich vom Aufbau her unsinnig.

Außerdem ist das Review ist ja noch nicht einmal faktisch vollständig. Man bekommt nämlich nicht nur eine Bonusmission, sondern zwei. Deja Vu und Jamais Vu.
 
Also mir gefällt der Prolog nicht. Es gibt ja so gut wie keine Story oder Zwischensequenzen, also das was MGS immer ausgemacht. DIe Grafik ist nett, aber trotzdem Last Gen. Aber vielleicht mag ich den Prolog nicht, weil ich MGS nicht mehr sehen kann. Teil 4 hat die Serie so wunderbar beendet. Wozu jetzt der fünfte Teil? Halo, Gears of War und jetzt MGS usw. - Irgendwann ist für mich jede Spieleserie ausgelutscht.
 
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