Bin gestern bis zum Anfang der zweiten Dics gekommen und ich muss sagen das Spiel ist echt eine Wucht. Ich liebe die Schusswechsel, vor allem die knackigen Stellen, man ist gezwungen mit Bedacht vorzugehen, jede Kugel ist wichtig, jede Waffe ein anderer Schlüssel zum Überleben. Kein Feuergefecht ist hier Nebensache, man bewegt sich immer am Abgrund, am schmalen Grad zum Tod und wenn man scheitert spornt das eher an als das es frustriert. Dazu kommt noch, das sich keine Schießerei gleich spielt, wie oft man sie auch wiederholt, man komponiert mit jedem weiteren Anlauf eine neue Actionszene und eigene kleine Magic Moments, nimmt die Choreographie selbst in die Hand und denkt sich nach jeder gewonnenen Schießerei, "Alter Schwede, war das geil!"
Die Story und wie sie präsentiert wird ist einzigartig, ich habe noch kein Spiel gezockt, welches zu gleichen Teilen Film als auch Spiel ist, vor allem mit einer derartig treibenden Power. Dieses Spiel ist im Grunde Max Payne selber, es ist zu 100% an ihn gekoppelt, kommt kaum zur Ruhe und wenn dann zerfließt es fast in Apathie, trunken und niedergeschlagen. Das sind diese Momente in denen man merkt, das dieser Mann nur noch eine Urgewalt ist und ohne Aufgabe, ohne Ziel wie eine leere Hülle wirkt. Alles um ihn herum scheint fremd sofern es nicht in Zerstörung und Leid versinkt. Gerade die Szenen in der Glamour-Welt lassen Max wie ein Alien wirken, ein Mann in einer Welt die euphorischer nicht sein kann, die sich am eigenen, überstrahlenden Glanz erfreut, während Max lieber die Augen schließen würde...