Es fällt mir wirklich schwer, Mass Effect: Andromeda nach diesen zweieinhalb Spielstunden einzuschätzen, da ich nur einen Bruchteil des Ganzen ausprobieren konnte. Daher lassen sich praktische keine Aussagen zu der Qualität von Geschichte und Gesprächen, zu den Entscheidungen, zur Erkundung der Welt und letztendlich zum Fortschrittsystem in Verbindung mit der Herausforderung sagen - leider sind dies alles Kernelemente des Erlebnisses. Allerdings zeichnet es sich ab, dass die Inszenierung des Geschehens und der Dialoge auf einem sehr hohen Niveau mit Kino-Feeling sein wird. Die Darstellung der Charaktere und ihrer Mimik ist bemerkenswert. Hinzu kommen haufenweise Fähigkeiten, die sich individuell weiterentwickeln lassen. Nur stößt es mir negativ auf, dass der Großteil der Fertigkeiten etwas mit dem Kampf zu tun hat und an die vier Loadouts mit drei Fähigkeiten und einem Profil muss man sich erst gewöhnen. Überraschend gut haben mir dafür die Kämpfe gefallen, die dank des automatischen Deckungssystems und des Jetpacks dynamischer und schneller als in der Shepard-Trilogie sind, obgleich die Computerintelligenz von Mitstreitern und Feinden noch mit den neuen Möglichkeiten sichtlich zu kämpfen hatte. Einige Bugs beim Nomad (Crash-Verhalten) und in einer Mission (Speicherstand musste neu geladen werden) gab es ebenfalls. Basierend auf dem, was ich bisher anspielen konnte, würde ich Mass Effect: Andromeda ganz klar als ein Actionspiel mit Story-Fokus in einer halb-offenen Welt und weitreichenden Charakteranpassungsoptionen bezeichnen. Die Rollenspiel- und Erkundungsaspekte kamen für mich bisher zu kurz, aber das könnte und wird sich hoffentlich im weiteren Spielverlauf ändern.